Swisscom

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Swisscom AG[1]
Logo
Rechtsform Spezialgesetzliche Aktiengesellschaft[1]
ISIN CH0008742519
Gründung 1. Januar 1998
(Inkrafttreten des neuen TUG)
Sitz Ittigen, SchweizSchweiz Schweiz[1][2][3]
Leitung Urs Schaeppi (Vorsitzender der Geschäftsleitung)
Hansueli Loosli (VR-Präsident)
Mitarbeiter 21'292 (zum 1. Oktober 2016)[4]
Umsatz 11,678 Mrd. CHF (2015)[4]
Branche Telekommunikation
Website www.swisscom.ch

Die Swisscom AG ist neben der Schweizerischen Post eine Nachfolgerin der PTT und ein führendes Schweizer Telekommunikationsunternehmen mit Sitz in Worblaufen[1][2][3] bei Bern.

Die Schweizerische Eidgenossenschaft hält per Ende 2015 eine Kapitalbeteiligung von 51,0 Prozent an der Swisscom.[5] Die Swisscom beschäftigt weltweit 21 127 Mitarbeiter und erzielte 2016 einen Umsatz von 11,643 Milliarden Schweizer Franken[6]. 2017 sollen 75 Millionen Schweizer Franken gespart und ca. 500 Stellen abgebaut werden[7].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Swisscom-Tower (ehemals Bluewin-Tower) in Zürich; ehemaliger Hauptsitz der Bluewin AG

Der Aufbau des Schweizer Telegraphennetzes begann 1852, als der Telegraphdienst zwischen St. Gallen und Zürich eröffnet wurde. Nach der Erfindung des Telefons durch Graham Bell im Jahr 1866 begann man ab 1877 das Schweizer Telefonnetz aufzubauen, so dass bereits 1896 der Telefondienst in allen Kantonen angeboten wurde. Diese beiden Netze wurden 1920 zusammen mit der Post in der PTT (Post-, Telegrafen- und Telefonverwaltung) (Post-, Telegrafen- und Telefonverwaltung) zusammengeführt. Die erste halbautomatische Telefonzentrale wurde 1917 in Zürich-Hottingen in Betrieb genommen. 1923 wurden die Dienstleistungen durch Radioübertragung, und 1953 noch um Fernsehsendungen erweitert.

1940 wurde das Logo angepasst: die Abkürzung PTT wurde eingearbeitet und das Posthorn entfernt. Die Zahl der Telefonanschlüsse wuchs rasant: schon 1948 gab es in der Schweiz ca. 500000 Telefonabonenten, 1959 war es eine Million. Im selben Jahr wurde das Schweizer Telefonnetz als erstes der Welt vollautomatisiert[8]. Die Abkürzung PTT wurde 1960 zu «Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe» umgewandelt.[9]

1974 ging die Satellitenbodenstation Leuk im Kanton Wallis in Betrieb. Die PTT begann 1975 mit dem Autotelefon-Projekt «mobiles Telefonnetz für Fahrzeuge», im Zuge dessen auch die Marke Natel A (Nationales Autotelefonnetz) eingeführt wurde. Mit Inbetriebnahme vom Natel A 1978 wurde die PTT zum Pionier der mobilen Telefonie.[10] In den Jahren 1983 und 1987 folgten Natel-Netze B bzw. C. Das GSM-basierte Mobiltelefonnetz Natel D (D=digital) wurde 1992 installiert. 1985 wurde die erste Glasfaser-Fernleitung zwischen Bern und Neuenburg verlegt, und 1988 das erste digitale Fernmeldenetz ISDN in der Schweiz in Betrieb genommen.

Das Logo wurde 1982 erneut überarbeitet, wobei es ein moderneres Design erhielt.[11]

Das Logo der PTT, 1982 bis 1993

Mit Inkrafttreten des neuen Postorganisationsgesetzes (POG) und des neuen Telekommunikationsunternehmungsgesetzes (TUG)[12] im Jahr 1997 wurde der Schweizer Telekommunikationsmarkt dereguliert, und die PTT zum 1. Januar 1998 in Die Schweizerische Post und Swisscom aufgeteilt.[13] Während die Post in der Rechtsform einer öffentlich-rechtlichen Anstalt organisiert wurde, erhielt Swisscom die Rechtsform einer spezialgesetzlichen Aktiengesellschaft und wurde schrittweise teilprivatisiert.[14] Am 5. Oktober 1998 ging Swisscom AG an die Börse. Das Firmenlogo wurde neu entworfen und erhielt den Namen der Gesellschaft, anstatt wie bis dahin «Telecom» und «PTT».[11]

Die Schweizerische Eidgenossenschaft hält zurzeit 51,22 Prozent des Aktienkapitals. Das TUG beschränkt Fremdbeteiligungen auf 49,9 Prozent des Aktienkapitals. 2001 wurde 25 % der Swisscom Mobile an Vodafone abgetreten. Seitdem hat die Swisscom eine Mehrheitsbeteiligung an Italiens zweitgrösstem Telekommunikationsunternehmen Fastweb erworben und verstärkt in die Bereiche Hospitality-Management, Cloud Services, Mobile Solutions und Billing investiert.

Der Bundesrat hat in seiner Botschaft vom 5. April 2006 dem Parlament vorgeschlagen, die Swisscom ganz zu privatisieren und das Aktienpaket des Bundes zeitlich gestaffelt zu veräussern.[15] Der Nationalrat ist in seinem Entscheid vom 10. Mai 2006 nicht auf diese Vorlage eingetreten. Die vorberatende Kommission des Ständerates hat am 20. Mai 2006 zwar dem Ständerat empfohlen, auf die Vorlage einzutreten, aber nur zwecks Rückweisung an den Bundesrat zur Überarbeitung.

Logo der Swisscom, 1998–2008

Am 14. Dezember 2007 hat das Unternehmen ein neues visuelles Erscheinungsbild bekanntgegeben. Die bisherigen Untermarken Swisscom Fixnet, Swisscom Mobile und Swisscom Solutions sind per 1. Januar 2008 weggefallen. Ein Teil des angepassten Auftritts war auch ein geändertes Logo mit einem bewegten Bildelement. Das neue Logo wird seit dem 29. Februar 2008 offiziell verwendet.[16] 2007 steigt die Swisscom ins TV-Geschäft ein. Ab 2009 wird das Glasfasernetz der Swisscom massiv ausgebaut.

Geleitet wurde das Unternehmen von 2006 bis Juli 2013 von dem deutschen Manager Carsten Schloter.[17] Schloters Vorgänger war der Schweizer Jens Alder (* 1957), der die leitende Position seit 1999 innegehabt hatte. Zu Schloters Nachfolger wurde am 7. November 2013 Urs Schaeppi, der bisherige Leiter des Schweizer Geschäfts der Firma, ernannt.[18][19]

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Swisscom umfasst vier Geschäftsbereiche sowie die vier Konzerngesellschaften Swisscom (Schweiz) AG, Swisscom IT Services, Swisscom Beteiligungen und Fastweb.[20]

Fernmeldezentrum Herdern Zürich der Swisscom von Architekt Theo Hotz
Swisscom-Telefonzellen in Chur mit altem Logo

Swisscom (Schweiz) AG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Per 1. Januar 2008 wurden alle operativen Tätigkeiten der Swisscom AG in der Schweiz neu in die Swisscom (Schweiz) AG ausgegliedert. Während die Swisscom AG seither als reine Holding fungiert, umfasst die hundertprozentige Tochter Swisscom (Schweiz) AG die ehemaligen Geschäftsbereiche Fixnet, Mobile und Solutions, deren Aktivitäten neu nach Kundensegmenten in die Bereiche Privatkunden, Kleine & Mittlere Unternehmen (KMU) und Grossunternehmen gegliedert wurden. Die IT-Plattformen und die Festnetz- und Mobilfunkinfrastrukturen wurden im Bereich Netz & IT zusammengeführt.

Privatkunden

Der Geschäftsbereich Privatkunden betreut Kunden im Mobile- und Festnetzbereich, versorgt die Schweiz mit Breitband-Internetanschlüssen (DSL) und bietet mit Swisscom TV (ehemals Bluewin TV) digitales Fernsehen (IPTV) an. Swisscom hat das Glasfasernetz kontinuierlich ausgebaut und seit Anfang 2014 auch dank der Vectoring-Technologie die Bandbreite von über 200'000 Wohnungen und Geschäften deutlich erhöht[21]. Dadurch steht Swisscom-Privatkunden seit Januar 2014 Gigabit-Internet zur Verfügung[22]. Seit Juni 2015 werden den Vivo-Glasfaser-Kunden symmetrische Bandbreiten angeboten[23].

Kleine und mittlere Unternehmen SME

Der Geschäftsbereich umfasst Kleinere und Mittlere Unternehmen die Festnetz- und Mobiltelefonie, das Internet und die Data-Services, sowie den Unterhalt und Betrieb der IT-Infrastruktur.

Grossunternehmen

Im Bereich der Business-Kommunikation unterstützt der Bereich Grossunternehmen Kunden bei der Planung, Realisierung und dem Betrieb der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur. Zu den bedeutendsten Kunden zählen unter anderem SBB, Swiss, Tamedia und die Securitas AG.

Seit Juni 2015 bietet Swisscom eine neue Lösung für Geschäftskunden (Inhouse Mobile Service Standard), die LAN/WLAN und Mobilfunk in einer Infrastruktur bündelt und den Mobilfunkempfang in Gebäuden verbessert. In einer einzigen Infrastruktur lassen sich so die beiden Technologien LAN/WLAN und Mobilfunk miteinander vereinen.[24]

Swisscom Mobile

Seit Frühjahr 2013 betreibt Swisscom Mobile neben den Mobilfunknetzen der zweiten (GSM/EDGE) und der dritten Generation (UMTS/HSPA+) auch ein Mobilfunknetz der vierten Generation (LTE/4G/4G+). Erste Testbetriebe an ausgewählten Schweizer Orten fanden bereits 2012 statt. Seit Juni 2015 verwendet Swisscom aufgrund der schweizweit höchsten 4G-Abdeckung von über 98 % den Mobilfunkstandard VoLTE auch zur Übertragung von Telefongesprächen. VoLTE ist bei Swisscom ein Bestandteil von «Advanced Calling». Damit werden Telefongespräche wahlweise über das 4G-Netz (VoLTE) oder ein verfügbares WLAN (sofern das Mobilgerät verbunden ist) geführt, was eine bessere Sprachqualität (HD Voice) und einen schnelleren, nur wenige Sekunden dauernden Rufaufbau ermöglicht[25]. Die veraltete Mobilfunktechnik der zweiten Generation (2G) sollte Ende 2020 abgeschafft werden[26]. Swisscom wurde 2015 zum siebten Mal in Folge von der Fachzeitschrift connect zum Mobilfunkanbieter mit dem besten Netz gekürt.[27] Swisscom ist der einzige Betreiber in der Schweiz, der vier Frequenzbereiche (800, 1800, 2100 und 2600) für LTE einsetzt.[28] In einem Netztest, der 2017 von der Zeitschrift Chip in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt wurde, erzielte Swisscom dank dem schnellsten Rufaufbau und der höchsten Downloadraten die beste Punktzahl.[29]

IT Network & Innovation

Swisscom IT Network & Innovation baut, betreibt und unterhält das flächendeckende Festnetz sowie die Mobilfunk-Infrastruktur von Swisscom. Der Geschäftsbereich umfasst zudem die entsprechenden IT-Plattformen. Netz & IT stellt den Schweizer Telekommunikationsanbietern Dienste wie kommerzielle Produkte im Sprach-, Daten- und Breitbandbereich zur Verfügung.

Fastweb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ersten Halbjahr 2007 erwarb Swisscom eine Mehrheitsbeteiligung an der italienischen Fastweb[30]. Während der Angebotsfrist vom 10. April bis zum 15. Mai 2007 konnten 80,7 Prozent des Fastweb-Aktienkapitals erworben werden, womit mit dem eigenen Anteil zum Transaktions-Stichtag vom 22. Mai insgesamt 82,4 Prozent der Fastweb-Aktien durch Swisscom gehalten werden. Die Kosten für den Erwerb der Beteiligung beliefen sich auf rund 5 Milliarden Schweizer Franken.[31]

Übrige Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die übrigen Geschäftsbereiche umfassen Geschäftsfelder, die nicht direkt zu den Kerngeschäften Telekommunikation und Informatik gehören, jedoch mit diesen in Zusammenhang stehen.

Broadcasting
Der Fernsehturm St. Chrischona ist die wichtigste Sendestation der Swisscom Broadcast AG in der Nordwestschweiz.

Zum Geschäftsfeld Broadcasting gehört die Swisscom Broadcast AG, die per 1. Januar 2002 gegründet wurde und die Rundfunkversorgung in der Schweiz sicherstellt. Der Auftrag dafür geht noch auf die ehemalige PTT Telekom zurück, die von der Bundesverwaltung mit der Verbreitung der Programminhalte betraut wurde, die von der Schweizerischen Rundfunk-Gesellschaft (SRG) produziert werden.

Die ehemaligen PTT-Sendeanlagen wurden mit der Aufteilung der PTT in Post und Swisscom letzterer zugewiesen und aufgrund geänderter rechtlicher Grundlagen in die Swisscom-Tochter Swisscom Broadcast ausgelagert. Der Versorgungsauftrag obliegt seit 2002 der SRG SSR idée suisse, die seither Swisscom Broadcast mit der Verbreitung der Rundfunkprogramme beauftragt. Zusätzlich zur analogen terrestrischen Verbreitung über UKW/VHF und UHF, baut das Unternehmen im Auftrag der SRG auch die Verbreitung über DVB-T auf. Eine weitere Tätigkeit besteht in der Zuführung von Rundfunkprogrammen zu Kabelnetzbetreibern.

Ein weiteres Unternehmen im Geschäftsfeld Broadcasting ist die Tele Rätia AG (89,7 Prozent). Die 2005 erworbene Antenna Hungária[32] wurde am 8. Mai 2007 für rund 540 Millionen Schweizer Franken vollständig an die französische TDF SA verkauft.[33]

Netzbau und -unterhalt

Die zuvor vom Geschäftsbereich Fixnet gehaltene Beteiligung am Netzbauunternehmen Cablex AG bildet seit dem 1. Januar 2008 den neuen Geschäftsbereich Netzbau und -unterhalt.

Rechnungsstellung und Inkasso

Zum erweiterten Bereich der Informatiksparte gehören die Swisscom-Tochterunternehmen, die Zahlungslösungen anbieten. Die Billag AG ist seit 1998 die Inkassostelle für die Rundfunkempfangskonzession der SRG. Von der Billag abgespalten wurde 2005 die Accarda AG, deren Schwerpunkt im Geschäft mit sogenannten Kundenkarten liegt; die Accarda AG wurde per 2. Juli 2007 an die Maus Frères Holding veräussert.[34] Der Inkasso-Bereich von Accarda wurde beibehalten und in eine neue Tochtergesellschaft, Alphapay AG, eingebracht. Die Billag AG sowie die Medipa Abrechnungskasse AG (neu Curabill AG), die Inkasso für Ärzteabrechnungen betreibt, verbleiben bei Swisscom.

Gebäudemanagement und Geschäftsreisen

Das zurzeit einzige Unternehmen der Swisscom in diesem Geschäftsfeld ist die Swisscom Immobilien AG. Ihr obliegt die Verwaltung und Bewirtschaftung von schweizweit 1300 Liegenschaften[35], die mehrheitlich der Swisscom und ihren Tochtergesellschaften dienen. Zum Geschäftsbereich gehört zudem das Fahrzeugflottenmanagement.

Sicherheitssysteme

2013 brachte Swisscom das Sicherheitssystem Quing auf den Markt. In Zusammenarbeit mit der Schweizer Bewachungsfirma Securitas startete die Swisscom im April 2015 Smartlife, ein neues Sicherheits- und Überwachungssystem für zuhause. Per Notfallknopf auf dem Smartphone wird Securitas informiert, oder man bekommt eine Nachricht, wenn in einem bestimmten Raum das Licht über längere Zeit brennt. Per Videostream ist es auch möglich, vom Smartphone aus das eigene Haus zu überwachen. Zur Auswahl stehen ebenfalls Rauchmelder, Wassermelder oder Geräte zur Klimaüberwachung. Smartlife löst den wenig erfolgreichen Vorgänger Quing ab.[36] Im Frühjahr spannte Swisscom mit der Schweizer Umweltschutzorganisation myclimate zusammen und startete einen Pilotversuch für die Fernsteuerung von Heizungen. So sollen besonders in Zweitwohnungen in Bergregionen Heizungskosten und Energieverbrauch gesenkt werden. Per Smartphone-Applikation, SMS oder via Internet ist es möglich die Temperatur aus der Ferne zu regulieren.[37]

Assoziierte Gesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CT Cinetrade

Keinem spezifischem Geschäftsbereich zugeordnet ist die strategische Beteiligung an der CT Cinetrade AG, an der seit 2013 75 Prozent des Aktienkapitals gehalten werden.[38] Die Mediengesellschaft Cinetrade, an der Swisscom seit April 2005 beteiligt ist, hält Mehrheitsbeteiligungen am Bezahlfernsehsender Teleclub AG (100 Prozent) und der Kitag-Gruppe, bestehend aus der KITAG Kino-Theater Zürich AG (80 Prozent), KITAG Kino-Theater St. Gallen AG (100 Prozent), der KITAG Kino-Theater Bern AG (80 Prozent) und der KITAG Kino-Theater Basel AG (100 Prozent) und ist Eigentümerin des Videolabels PlazaVista Entertainment AG.

Swisscom Directories

Seit dem 1. Juli 2015 hält Swisscom eine Beteiligung von 69 % an Swisscom Directories. Die übrigen 31 % hält die Tamedia. Swisscom Directories betreibt die Plattformen search.ch und local.ch und pflegt unter der Marke directoriesDATA die Adress- und Telefondaten für die ganze Schweiz und Liechtenstein.

Werbepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 2015 liessen die Swisscom, die SRG SSR und Ringier verlauten, dass sie ab 2016[veraltet] die Vermarktung ihrer Werbeplätze über eine gemeinsame Aktiengesellschaft, bei der sie je einen Drittel halten, abwickeln werden.[39] Angesichts der Grösse des Unternehmens stiess die Ankündigung auf kritische Worte der Bundesverwaltung.[40] Auch die Medienbranche stellte die Allianz infrage.[41]

Technologie und Innovation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breitbandversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Swisscom investierte 2016 rund CHF 1,8 Mrd. in ihre IT und Infrastruktur. Insgesamt hat Swisscom bis Ende Juni 2016 über 3,3 Millionen Wohnungen und Geschäfte mit Ultrabreitband erschlossen – davon über 2,2 Millionen mit neusten Glasfasertechnologien. Als neuste Glasfasertechnologien bezeichnet Swisscom glasfaserbasierte Technologien wie Fibre to the Curb (FTTC) mit Vectoring, Fibre to the Street (FTTS), Fibre to the Building (FTTB) und Fibre to the Home (FTTH).

G.fast[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer mehr als vierjährigen Projektphase haben Swisscom und ihr Technologiepartner Huawei gemeinsam spezifische Lösungen für den Schweizer Markt entwickelt. Bereits im Frühling 2015 konnte Swisscom die weltweit ersten Pilotkunden auf dem finalen Standard von G.fast versorgen und dabei wichtige Erfahrungen für die Weiterentwicklung sammeln. Seit September 2016 kommt nun beim schweizweiten FTTS-Ausbau ausschliesslich G.fast-taugliche 16-Port Hardware zum Einsatz. Bei FTTS werden Glasfasern bis rund 200 Meter vor die Gebäude verlegt. Für die restliche Strecke nutzt man die bestehende Kupferkabel-Infrastruktur. 2017 folgt die Integration des Übertragungsstandards auch in die 48-Port Hardware sowie in den Fibre to the Building (FTTB) Ausbau. Mit G.fast erreicht Swisscom Bandbreiten von bis zu 500 Mbit/s. Möglich wird dies durch die Nutzung eines höheren Frequenzspektrums auf Kupferkabeln[42].

Mögliche Privatisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im OECD-Länderbericht zur Wirtschaftspolitik der Schweiz (2015) wurde unter Anderem empfohlen, die Swisscom zu privatisieren[43]. Im Januar 2016 hat das Seco angekündigt, die Forderung der OECD nach einer Privatisierung zu prüfen[44]. Swisscom-CEO Urs Schaeppi zeigte sich offen für eine Privatisierung und einen neuen Hauptaktionär. «Zentral ist, dass wir einen langfristig orientierten Anleger haben und zweitens, dass dieser Anker-Aktionär uns unternehmerische Freiheiten gibt», sagte Schaeppi[45]. Allerdings wurde die Swisscom-Privatisierung im Mai 2017 vom Nationalrat abgelehnt[46].

Konkurrenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die grössten Konkurrenten der Swisscom auf dem Schweizer Markt für Mobiltelefonie sind Salt und Sunrise Communication AG. Nach sieben Jahren in Folge als Testsieger belegt Swisscom beim Mobilfunknetztest des Fachmagazins Connect den zweiten Platz in der Schweiz sowie im Dreiländervergleich Deutschland, Österreich und Schweiz.[47]

Connect Mobilfunk-Netztest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Netztest, der vom Fachmagazin Connect in den deutschprachigen Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz durchgeführt wird, holte Swisscom zuletzt 933 von 1000 möglichen Punkten und lag damit nach sieben aufeinanderfolgenden Jahren als Testsieger knapp hinter Sunrise, die 951 Punkte holte.[48]

Sponsoring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Swisscom engagiert sich langfristig auf den Gebieten Sport, Kultur, Wirtschaft, Umweltschutz und Soziales.[49]

Im Sport unterstützt Swisscom den Schweizer Ski-Verband Swiss-Ski (als Hauptsponsor), junge Schweizer Alpinen-Fahrer Swisscom Junior Team, Erlebnistage SnowDays, Patrouille des Glaciers, Swiss Football League, Swiss Olympic (Dachverband des Schweizer Sports und Nationales Olympisches Komitee), Swiss Paralympic Committee.

Swisscom unterstützt Kulturprojekte wie: Swisscom Music Booster, One FM Star Night, Energy Live Session, Energy Air, Locarno Festival (Hauptponsor), Museum für Kommunikation Bern (Stiftungsgründer), Schweiz Tourismus (Partner und Sponsor).

Zu den Engagements im Wirtschaftssponsoring zählen Swiss Economic Forum (Premiumpartner), Swiss Venture Club (Nationaler Partner), Schweizer KMU-Tag in St. Gallen (Sponsor und Kommunikationspartner), Unterstützung von Start-Up-Förderinstitutionen, Beteiligung an der Stiftung ETH Zürich Foundation.

Sponsoring in den Bereichen Umwelt und Soziales umfassen Unterstützung des Projekts Solar Impulse, Unterstützung der Glückskette, Gründung (zusammen mit Solar Impulse) der Initiative «Energie- und Klimapioniere», Programm «Jugend und Medien», WWF-Partnerschaft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Swisscom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Swisscom AG. In: Handelsregister des Kantons Bern. Abgerufen am 28. Mai 2017.
  2. a b Statuten der Swisscom AG. In: Swisscom. Abgerufen am 30. August 2015.
  3. a b Organisation der Swisscom AG. In: Swisscom. Abgerufen am 30. August 2015.
  4. a b Zwischenbericht Januar-September 2016. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  5. Geschäftsbericht 2015. Abgerufen am 14. Januar 2017.
  6. Kennzahlen 2016. Abgerufen am 28. Mai 2017.
  7. Schweizer Kerngeschäft belastet Swisscom, NZZ, abgerufen am 28. Mai 2017
  8. Swisscom Geschichte, Swisscom, abgerufen am 29. Mai 2017
  9. Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe (PTT), abgerufen am 25. November 2015
  10. Swissinfo, Telefon: Von der Spinnerei zum Allgemeingut, abgerufen am 29. März 2016
  11. a b Markengeschichte, abgerufen 25. November 2015
  12. Bundesgesetz über die Organisation der Telekommunikationsunternehmung des Bundes (Telekommunikationsunternehmungsgesetz, TUG), abgerufen 30. August 2015
  13. Das Ende der PTT, abgerufen am 30. August 2015
  14. Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe, abgerufen am 29. März 2016
  15. Botschaft zur Bundesbeteiligung am Unternehmen Swisscom AG. In: Die Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Abgerufen am 30. August 2015 (PDF; 691 kB).
  16. Swisscom in neuem Kleid. In: Swisscom. 14. Dezember 2007, abgerufen am 30. August 2015 (Medienmitteilung).
  17. Swisscom trauert um CEO Carsten Schloter, Medienmitteilung von Swisscom vom 23. Juli 2013, abgerufen am 30. August 2015
  18. Matthias Chapman: Urs Schaeppi übernimmt definitiv bei Swisscom. In: Tagesanzeiger. 7. November 2013, abgerufen am 30. August 2015.
  19. Urs Schaeppi, in: Internationales Biographisches Archiv 15/2014 vom 8. April 2014, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  20. Unternehmensstruktur. In: Swisscom. Abgerufen am 30. August 2015.
  21. Swisscom treibt Vectoring-Ausbau voran, abgerufen am 30. August 2015
  22. Swisscom bietet Gigabit-Surfen an abgerufen am 30. August 2015
  23. Swisscom: symmetrische Bandbreiten und doppeltes Tempo, abgerufen am 30. August 2015
  24. Wie Swisscom den Handyempfang in Gebäuden verbessern will, abgerufen am 30. August 2015
  25. Advanced Calling - Telefonie auf höchstem Niveau erleben, abgerufen am 2. Januar 2016
  26. Swisscom und Salt wollen 2G abschalten, Computerworld, abgerufen am 28. Mai 2017
  27. Das beste Netz der Schweiz, abgerufen am 2. Januar 2016
  28. Swisscom: Frequenzumstellung. Abgerufen am 8. Januar 2017 (PDF).
  29. Markus Mandau, Wolfgang Pauler: Swisscom hauchdünn vor Sunrise – Der härteste Handy-Netztest der Schweiz: Swisscom, Salt und Sunrise im Test. In: chip.de. 1. April 2017, abgerufen am 29. Mai 2017.
  30. Swisscom übernimmt italienische Fastweb, SRF, abgerufen am 30. August 2015
  31. Medienmitteilung vom 15. Mai 2007: Erfolgreiches Übernahmeangebot von Swisscom für Fastweb. In: Swisscom. Abgerufen am 30. August 2015.
  32. Antenna Hungaria geht ans Swisscom, der Standard, abgerufen am 30. August 2015
  33. Swisscom verkauft Antenna Hungaria, Netzwoche, abgerufen am 30. August 2015
  34. Medienmitteilung vom 28. Juni 2007: Swisscom verkauft ihr Kartengeschäft an die Maus-Gruppe. In: Swisscom. Abgerufen am 30. August 2015.
  35. Immobilienkompetenz für Swisscom Swisscom, abgerufen am 14. Januar 2017
  36. Swisscom lanciert Smartlife-Dienst. In: Swisscom. Abgerufen am 30. August 2015.
  37. Per Fernsteuerung Heizkosten sparen. In: Swisscom. Abgerufen am 30. August 2015.
  38. Swisscom übernimmt Mehrheit an Cinetrade | Swisscom. In: www.swisscom.ch. Abgerufen am 13. Juli 2016.
  39. SRG, Ringier und Swisscom bündeln ihre Werbevermarktung, Berner Zeitung vom 17. August 2015, abgerufen am 30. November 2015
  40. Erdrücken Swisscom und Post die Kleinen? In: Basler Zeitung. Abgerufen am 6. September 2015.
  41. Werbe-Allianz von SRG, Swisscom und Ringier.Gesprächsbereite Verleger. In: Neue Zürcher Zeitung. Abgerufen am 6. September 2015.
  42. Swisscom schaltet G.fast als erste europäische Telekommunikationsanbieterin live | Swisscom. Abgerufen am 8. Mai 2017 (deutsch).
  43. OECD-Länderbericht zur Wirtschaftspolitik der Schweiz (2015) , OECD.org, abgerufen am 26. Mai 2017
  44. «Wir gehen davon aus, dass 2016 besser wird», Neue Zürcher Zeitung, abgerufen am 26. Mai 2017
  45. Swisscom-CEO: Bund muss nicht Hauptaktionär sein, Tagesanzeiger, abgerufen am 26. Mai 2017
  46. Nationalrat gegen Privatisierung der Swisscom, Blick, abgerufen am 28. Mai 2017
  47. Mobilfunk-Netztest 2017: Schweizer Handy-Netze im Vergleich Connect, abgerufen am 28. Mai 2017
  48. Connect-Netztest-2017. Abgerufen am 26. Mai 2017.
  49. Sponsoring swisscom.com, abgerufen am 28. Mai 2017