Washington Redskins

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Washington Redskins
Gegründet 1932
Spielen in Landover, Maryland
Helm der Washington Redskins
Logo der Washington Redskins
Helm Logo
Liga

National Football League (1932–heute)

  • Eastern Division (1933–1949)
  • American Conference (1950–1952)
  • Eastern Conference (1953–1969)
    • Capitol Division (1967–1969)
  • National Football Conference (1970–heute)
    • NFC East (1970–heute)
Aktuelle Uniformen
Redskins uniforms12.png
Teamfarben Burgunderrot, Gold, Weiß
Personal
Besitzer Daniel Snyder
General-Manager Bruce Allen
Head Coach Jay Gruden
Teamgeschichte
  • Boston Braves (1932)
  • Boston Redskins (1933–1936)
  • Washington Redskins (1937–heute)
Spitznamen
The Skins
Erfolge
NFL-Gewinner (5)
Conference-Sieger (5)
  • NFC: 1972, 1982, 1983, 1987, 1991
Division-Sieger (14)
  • NFL East: 1936, 1937, 1940, 1942, 1943, 1945
  • NFC East: 1972, 1983, 1984, 1987, 1991, 1999, 2012, 2015
Play-off-Teilnahmen (24)
  • NFL: 1936, 1937, 1940, 1942, 1943, 1945, 1971, 1972, 1973, 1974, 1976, 1982, 1983, 1984, 1986, 1987, 1990, 1991, 1992, 1999, 2005, 2007, 2012, 2015
Stadien


Die Cheerleader der Washington Redskins auf Truppenbetreuung in Bahrain am 29. November 2004

Die Washington Redskins sind ein American-Football-Team aus Washington, D.C., das in der National Football League (NFL) spielt. Die Redskins spielen dort in der National Football Conference (NFC), in der Eastern Division.

Die Redskins gewannen mit ihrem Trainer Joe Gibbs und drei verschiedenen Quarterbacks (Joe Theismann, Doug Williams und Mark Rypien) zwischen 1982 und 1991 drei Super Bowls.

Geschichte[Bearbeiten]

1932 wurde das Footballteam Boston Braves gegründet, die bald in Boston Redskins umgetauft wurden und 1937 nach Washington umzogen, so dass die heutigen Washington Redskins entstanden. Das Team von Besitzer George Preston Marshall, der die Redskins 37 Jahre lang leiten würde, Coach Ray Flaherty und den beiden Stars Sammy Baugh (offensiv Quarterback, defensiv Defensive Back, in Special Teams als Punter eingesetzt) und Runningback Cliff Battles gewann sowohl das 1937 NFL Championship Game als auch das 1942 NFL Championship Game. Doch in den Nachkriegsjahren versanken die Redskins im Mittelmaß, und machten eher außerhalb des Spielfeldes Schlagzeilen: Grund hierfür war der Rassismus von Besitzer George Preston Marshall, der nur weiße Spieler verpflichtete. Erst nachdem der US-Kongress Marschall mit drakonischen Strafen drohte, wurden 1962 die ersten schwarzen Spieler verpflichtet.

Erst 1971 wurden die Play-offs wieder erreicht, doch auch unter dem neuen Quarterback Sonny Jurgensen schied Washington stets früh aus. Erst mit der Ankunft von Coach Joe Gibbs (1981) wurden die Redskins zum Topteam: er baute eine starke Offensive Line um Center Jeff Bostic, die Guards Russ Grimm und Mark May, die Tackles Joe Jacoby und George Starke sowie die Tight Ends Don Warren und Rick Walker auf, die für ihre dominante Line-Kontrolle „The Hogs“ (dt.: die Wildschweine) genannt wurde. Die Hogs hielten sowohl dem neuen Runningback John Riggins als auch Starting-Quarterback Joe Theismann und Wide Receiver Art Monk den Rücken frei, und in der Defensive etablierte sich Cornerback Darrell Green als wertvolle Verstärkung. Unter Gibbs gewannen die Redskins 1983 den Super Bowl XVII. Nachdem Theismann seine Karriere nach einem komplizierten Beinbruch beenden musste, gewann sein Ersatz Doug Williams mit den Redskins 1988 den Super Bowl XXII. Williams schrieb Geschichte, da er als erster schwarzer Quarterback den Super Bowl gewann – ausgerechnet für die Redskins, die einst für ihren Rassismus berüchtigt gewesen waren. 1992 gewannen die Redskins zum dritten mal den Titel, als sie im Super Bowl XXVI die Buffalo Bills mit 37-24 bezwangen. Dieses Mal mit Mark Rypien als Quarterback. Nachdem Gibbs 1992 zurücktrat, versanken die Redskins wieder im Mittelmaß. Seitdem (Stand 2013) erreichte das Team zwar viermal die Play-offs, verfehlte aber stets die Conference Finals.

2016 wurde ein Werbespot einer Anti-Rassismus-Initiative, der während des Super Bowl 50 gezeigt werden sollte, von der NFL abgelehnt. Darin wird die Verwendung des Begriffes Redskins als Name für den Verein kritisiert, weil er unzeitgemäß und nichts anderes sei, als eine abgrenzende und rassistische Beleidigung, vergleichbar mit dem Begriff Neger.[1]

Titel[Bearbeiten]

  • NFL-Meisterschaften vor Einführung des Super Bowls
1937: 28-21 gegen die Chicago Bears
1942: 14-6 gegen die Chicago Bears
XVII – 1982: 27-17 gegen die Miami Dolphins
XXII – 1987: 42-10 gegen die Denver Broncos
XXVI – 1991: 37-24 gegen die Buffalo Bills
  • NFC-Meisterschaft: 1972, 1982, 1983, 1987 und 1991

Trainer (Head Coaches)[Bearbeiten]

Jay Gruden, der Head Coach der Redskins seit 2014.
# Reihenfolge der Trainer
Spiele Spiele als Trainer
S Siege
N Niederlagen
UE Unentschieden
Gewonnen% Siegquote
* Ausschließlich bei den Braves/Redskins als Head Coach aktiv
# Name Zeitraum Regular Season Play-offs Erfolge/Auszeichnungen Referenz
Spiele S N UE Gewonnen% Spiele S N
Boston Braves
1 Lud Wray 1932 10 4 4 2 .500 [2]
Boston Redskins
2 Lone Star Dietz* 1933–1934 24 11 11 2 .500 [3]
3 Eddie Casey* 1935 11 2 8 1 .200 [4]
Washington Redskins
4 Ray Flaherty 1936–1942 78 54 21 3 .720 4 2 2 NFL Championships (1937, 1942) [5]
5 Dutch Bergman* 1943 10 6 3 1 .667 2 1 1 [6]
6 Dudley DeGroot* 1944–1945 20 14 5 1 .737 1 0 1 [7]
7 Turk Edwards* 1946–1948 35 16 18 1 .471 [8]
8 John Whelchel*1 1949 7 3 3 1 .500 [9]
9 Herman Ball*2 1949–1951 20 4 16 0 .500 [10]
10 Dick Todd* 1951 9 5 4 0 .556 [11]
11 Curly Lambeau 1952–1953 24 10 13 1 .435 [12]
12 Joe Kuharich 1954–1958 60 26 32 2 .448 Sporting News NFL Trainer des Jahres (1955)
UPI AFL Trainer des Jahres (1955)
[13]
13 Mike Nixon 1959–1960 24 4 18 2 .182 [14]
14 Bill McPeak* 1961–1965 70 21 46 3 .313 [15]
15 Otto Graham* 1966–1968 42 17 22 3 .436 [16]
16 Vince Lombardi3 1969 14 7 5 2 .583 [17]
17 Bill Austin 1970 14 6 8 0 .429 [18]
18 George Allen 1971–1977 98 67 30 1 .691 7 2 5 AP NFL Trainer des Jahres (1971)
Pro Football Weekly NFL Trainer des Jahres (1971)
Sporting News NFL Trainer des Jahres (1971)
UPI NFC Trainer des Jahres (1971)
[19]
19 Jack Pardee 1978–1980 48 24 24 0 .500 AP NFL Trainer des Jahres (1979)
UPI NFC Trainer des Jahres (1979)
[20]
20 Joe Gibbs* 1981–1992 184 124 60 0 .674 21 16 5 AP NFL Trainer des Jahres (1982, 1983)
Pro Football Weekly NFL Trainer des Jahres (1982, 1983)
Sporting News NFL Trainer des Jahres (1982, 1983, 1991)
UPI NFC Trainer des Jahres (1982)
Super Bowl XVII, XXII und XXVI
[21]
21 Richie Petitbon* 1993 16 4 12 0 .250 [22]
22 Norv Turner 1994–2000 109 49 59 1 .454 2 1 1 [23]
23 Terry Robiskie 2000 3 1 2 0 .333 [24]
24 Marty Schottenheimer 2001 16 8 8 0 .500 [25]
25 Steve Spurrier* 2002–2003 32 12 20 0 .375 [26]
Joe Gibbs* 2004–2007 64 30 34 0 .469 3 1 2 [21]
26 Jim Zorn* 2008–2009 32 12 20 0 .375 [27]
27 Mike Shanahan 2010–2013 64 24 40 0 .375 1 0 1 [28]
28 Jay Gruden 2014– 32 13 19 0 .406 1 0 1 [29]
1 Wurde 1949 nach sieben Spiele freigestellt.
2 Wurde 1951 nach drei Spiele freigestellt.
3 Lombardi verstarb, bevor die Saison 1970 begann.

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Kader der Washington Redskins

Quarterback

Runningbacks

Wide Receiver

Tight Ends

Offensive Linemans

Defensive Linemans

Linebacker

Defensive Backs

Special Team

Reserveliste

Practice Squad

Rookies in kursiver Schrift
Roster Stand: 8. September 2015
Depth ChartTransaktionen

64 Aktive, 9 Inaktive, 9 Practice Squad

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Name „Redskins“ (dt.: die Rothäute) ist durchaus umstritten, da er von einigen Native Americans (ähnlich wie z. B. die Kansas City Chiefs, die Cleveland Indians oder die Atlanta Braves) als rassistisch empfunden wird. 1992 klagte die Cheyenne-Aktivistin Suzan Harjo gegen die Verwendung dieses Namens (Harjo et al v. Pro Football, Inc.), verlor aber vor Gericht. In einer Umfrage unter Native Americans gaben aber 81 % an, kein Problem mit den „Washington Redskins“ zu haben.[30]

Die Redskins, die nur unweit vom Weißen Haus der US-Regierung ihre Heimspiele austragen, sind Bestandteil der sog. „Redskins Rule“. Dieser Aberglauben besagt, dass der Ausgang jeder US-Präsidentschaftswahl vom Ausgang des letzten Redskins-Heimspieles vor dieser Wahl abhängt: gewinnen die Redskins, bleibt der amtierende Präsident bzw. sein Parteinachfolger im Amt, verlieren die Redskins, wird der amtierende Präsident abgewählt bzw. sein Parteinachfolger verliert. Seit dem Umzug der Redskins nach Washington (1937) war diese Regel bis 2000 immer korrekt, zuletzt gab es aber zwei Ausnahmen (2004 und 2012). Trotzdem zieht das letzte Redskins-Heimspiel vor der Präsidentschaftswahl stets erhöhtes Medieninteresse an.[31][32]

Quellen[Bearbeiten]

  1. The NFL Won’t Let This Ad Air On the ‘Super Bowl’. So We’re Going to Show It to You. It’s Important. In: Omeleto. Abgerufen am 9. Februar 2016.
  2. Statistiken von Lud Wray. Abgerufen am 10. September 2015.
  3. Statistiken von Lone Star Dietz. Abgerufen am 10. September 2015.
  4. Statistiken von Eddie Casey. Abgerufen am 10. September 2015.
  5. Statistiken von Ray Flaherty. Abgerufen am 10. September 2015.
  6. Statistiken von Dutch Bergman. Abgerufen am 10. September 2015.
  7. Statistiken von Dudley DeGroot. Abgerufen am 10. September 2015.
  8. Statistiken von Turk Edwards. Abgerufen am 10. September 2015.
  9. Statistiken von John Whelchel. Abgerufen am 10. September 2015.
  10. Statistiken von Herman Ball. Abgerufen am 10. September 2015.
  11. Statistiken von Dick Todd. Abgerufen am 10. September 2015.
  12. Statistiken von Curly Lambeau. Abgerufen am 10. September 2015.
  13. Statistiken von Joe Kuharich. Abgerufen am 10. September 2015.
  14. Statistiken von Mike Nixon. Abgerufen am 10. September 2015.
  15. Statistiken von Bill McPeak. Abgerufen am 10. September 2015.
  16. Statistiken von Otto Graham. Abgerufen am 10. September 2015.
  17. Statistiken von Vince Lombardi. Abgerufen am 10. September 2015.
  18. Statistiken von Bill Austin. Abgerufen am 10. September 2015.
  19. Statistiken von George Allen. Abgerufen am 10. September 2015.
  20. Statistiken von Jack Pardee. Abgerufen am 10. September 2015.
  21. a b Statistiken von Joe Gibbs. Abgerufen am 10. September 2015.
  22. Statistiken von Richie Petitbon. Abgerufen am 10. September 2015.
  23. Statistiken von Norv Turner. Abgerufen am 10. September 2015.
  24. Statistiken von Terry Robiskie. Abgerufen am 10. September 2015.
  25. Statistiken von Marty Schottenheimer. Abgerufen am 10. September 2015.
  26. Statistiken von Steve Spurrier. Abgerufen am 10. September 2015.
  27. Statistiken von Jim Zorn. Abgerufen am 10. September 2015.
  28. Statistiken von Mike Shanahan. Abgerufen am 10. September 2015.
  29. Statistiken von Jay Gruden. Abgerufen am 11. Januar 2016.
  30. The Indian Wars, Sports Illustrated
  31. The Redskins Rule, TIME Magazine
  32. Will Redskins Rule again determine outcome of presidential election?, Washington Post

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Washington Redskins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien