Washington Redskins

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Washington Redskins
Gegründet 1932
Spielen in Landover, Maryland
Liga

National Football League (1932–heute)

  • Eastern Division (1933–1949)
  • American Conference (1950–1952)
  • Eastern Conference (1953–1969)
    • Capitol Division (1967–1969)
  • National Football Conference (1970–heute)
    • NFC East (1970–heute)
Aktuelle Uniformen
Redskins uniforms12.png
Teamfarben Burgunderrot, Gold, Weiß
Personal
Besitzer Daniel Snyder
General Manager Scot McCloughan
Head Coach Jay Gruden
Teamgeschichte
  • Boston Braves (1932)
  • Boston Redskins (1933–1936)
  • Washington Redskins (1937–heute)
Spitznamen
The Skins
Erfolge
NFL-Meister (5) *NFL Championships (2)
1937, 1942
Conference-Sieger (5)
  • NFC: 1972, 1982, 1983, 1987, 1991
Division-Sieger (14)
  • NFL East: 1936, 1937, 1940, 1942, 1943, 1945
  • NFC East: 1972, 1983, 1984, 1987, 1991, 1999, 2012, 2015
Play-off-Teilnahmen (24)
  • NFL: 1936, 1937, 1940, 1942, 1943, 1945, 1971, 1972, 1973, 1974, 1976, 1982, 1983, 1984, 1986, 1987, 1990, 1991, 1992, 1999, 2005, 2007, 2012, 2015
Stadien
Die Cheerleader der Washington Redskins auf Truppenbetreuung in Bahrain am 29. November 2004

Die Washington Redskins sind ein American-Football-Team aus Washington, D.C., das in der National Football League (NFL) spielt. Die Redskins spielen dort in der National Football Conference (NFC), in der Eastern Division.

Die Redskins gewannen mit ihrem Trainer Joe Gibbs und drei verschiedenen Quarterbacks (Joe Theismann, Doug Williams und Mark Rypien) zwischen 1982 und 1991 drei Super Bowls.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1932 wurde das Footballteam Boston Braves gegründet, die bald in Boston Redskins umgetauft wurden und 1937 nach Washington umzogen, so dass die heutigen Washington Redskins entstanden. Das Team von Besitzer George Preston Marshall, der die Redskins 37 Jahre lang leitete, Coach Ray Flaherty und den beiden Stars Sammy Baugh (in der Offensive als Quarterback, defensiv als Defensive Back, in Special Teams als Punter eingesetzt) und Runningback Cliff Battles gewann sowohl das 1937 NFL Championship Game als auch das 1942 NFL Championship Game. Doch in den Nachkriegsjahren versanken die Redskins im Mittelmaß, und machten eher außerhalb des Spielfeldes Schlagzeilen: Grund hierfür war der Rassismus von Besitzer George Preston Marshall, der nur weiße Spieler verpflichtete. Erst als der US-Kongress Marshall mit drakonischen Strafen drohte, wurden 1962 die ersten schwarzen Spieler verpflichtet.

Erst 1971 wurden die Play-offs wieder erreicht, doch auch unter dem neuen Quarterback Sonny Jurgensen schied Washington stets früh aus. Erst mit der Ankunft von Coach Joe Gibbs (1981) wurden die Redskins zum Topteam: er baute eine starke Offensive Line um Center Jeff Bostic, die Guards Russ Grimm und Mark May, die Tackles Joe Jacoby und George Starke sowie die Tight Ends Don Warren und Rick Walker auf, die für ihre dominante Line-Kontrolle „The Hogs“ (dt.: die Wildschweine) genannt wurde. Die Hogs hielten sowohl dem neuen Runningback John Riggins als auch Starting-Quarterback Joe Theismann und Wide Receiver Art Monk den Rücken frei, und in der Defensive etablierte sich Cornerback Darrell Green als wertvolle Verstärkung. Unter Gibbs gewannen die Redskins im Januar 1983 den Super Bowl XVII. Nachdem Theismann seine Karriere nach einem komplizierten Beinbruch hatte beenden müssen, gewann sein Ersatz Doug Williams mit den Redskins 1988 den Super Bowl XXII. Williams schrieb Geschichte, da er als erster schwarzer Quarterback den Super Bowl gewann – ausgerechnet für die Redskins, die einst für ihren Rassismus berüchtigt gewesen waren. 1992 gewannen die Redskins zum dritten Mal den Titel, als sie im Super Bowl XXVI die Buffalo Bills mit 37:24 bezwangen. Dieses Mal mit Mark Rypien als Quarterback. Nachdem Gibbs 1993 zu Gunsten des Motorsports zurückgetreten war, versanken die Redskins wieder im Mittelmaß, während Joe Gibbs Racing mehrfach den NASCAR-Meister stellte.

Seitdem (Stand 2017) erreichte das Team zwar sechsmal die Play-offs, darunter 2005 und 2007 wieder mit Gibbs als Coach, verfehlte aber stets die Conference Finals. Seit 2014 ist Jay Gruden, Bruder des ehemaligen Cheftrainer und Super Bowl-Gewinners Jon Gruden, Head Coach der Redskins. Die Saison war von Rückschlägen geprägt, da die Redskins u. a. mit drei Starting-Quarterbacks spielen mussten. Am Ende beendete man die Saison mit einer 4–12 Bilanz. Zur Saison 2015 wurde Kirk Cousins zum Starting-Quarterback ernannt und man konnte nach der Regular-Season die Division gewinnen. Das Wild Card Game gegen die Green Bay Packers wurde jedoch mit 18:35 verloren. Die Saison 2016 war von der Leistung der Offense geprägt, da diese mehr als 6.000 Yards Raumgewinn erreichen konnte und acht Spieler jeweils mehr als 500 Yards erlaufen, bzw. gefangen haben. Dennoch verpasste man mit einer 8–7–1 Bilanz knapp die Play-offs, da man am letzten Spieltag nicht gegen die New York Giants gewann.

2016 wurde ein Werbespot einer Anti-Rassismus-Initiative, der während des Super Bowl 50 gezeigt werden sollte, von der NFL abgelehnt. Darin wird die Verwendung des Begriffes Redskins als Name für den Verein kritisiert, weil er unzeitgemäß und nichts anderes sei, als eine abgrenzende und rassistische Beleidigung, vergleichbar mit dem Begriff Neger.[1]

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • NFL-Meisterschaften vor Einführung des Super Bowls
1937: 28:21 gegen die Chicago Bears
1942: 14:6 gegen die Chicago Bears
XVII – 1982: 27:17 gegen die Miami Dolphins
XXII – 1987: 42:10 gegen die Denver Broncos
XXVI – 1991: 37:24 gegen die Buffalo Bills
  • NFC-Meisterschaft: 1972, 1982, 1983, 1987 und 1991

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Washington Redskins

Quarterbacks

Runningbacks

Wide Receiver

Tight Ends

Offensive Linemen

Defensive Linemen

Linebacker

Defensive Backs

Special Team

Reserveliste

Practice Squad



Future Contract

Nicht mehr vergebene Trikotnummern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Retired Numbers der Washington Redskins[2]
Nr. Spieler Position Zeitraum
33 Sammy Baugh QB, P 1937–1952

Die Redskins haben bisher nur die Rückennummer von Sammy Baugh offiziell zurückgezogen. Allerdings gibt es noch weitere Nummern, die entweder nur inoffiziell zurückgezogen wurden oder nur noch selten vergeben werden. Die folgenden Nummern von ehemaligen Redskins-Spieler fallen in diese Kategorie:

Inoffiziell Retired Numbers der Washington Redskins[2]
Nr. Spieler Position Zeitraum Anmerkung
7 Joe Theismann QB 1974–1985 Quarterback mit den meisten geworfenen Yards bei den Redskins
9 Sonny Jurgensen QB 1964–1974 Quarterback mit den meisten geworfenen Touchdowns bei den Redskins
28 Darrell Green CB 1983–2002 Hat mit 295 Partien die meisten Spiele für die Redskins absolviert
42 Charley Taylor WR 1964–1977 Meiste gefangene Touchdowns für die Redskins (79)
43 Larry Brown RB 1969–1976
44 John Riggins RB 1976–1979,
1981–1985
Meiste erlaufene Touchdowns für die Redskins (79)
49 Bobby Mitchell RB 1962–1968
65 Dave Butz DT 1975–1988
70 Sam Huff LB 1985–1999
81 Art Monk WR 1980–1993 1. Wide Receiver, der in seiner Karriere 900 Pässe gefangen hat

Sean Taylors Nummer 21 wurde seit seinem Tod 2007 nicht wieder verwendet. Allerdings sind sich die Verantwortlichen nicht einig, ob seine Nummer zu den „inoffiziell zurückgezogen“ Nummern hinzugefügt werden soll. O.J. Atogwe, der bisher in seiner Karriere immer die Nummer 21 getragen hatte, wechselte jedoch aus Respekt für Taylor die Nummer und trug bei den Redskins die 20.[3]

Mitglieder in der Pro Football Hall of Fame[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 33 Personen stellen die Redskins neben den Bears die meisten Mitglieder in der Hall of Fame.[4] Mit Sammy Baugh, Earl „Curly“ Lambeau und dem Mitbegründer der Redskins George Preston Marshall haben sie zudem drei Gründungsmitglieder in der Hall. Mit dem Defensive End Jason Taylor wurde 2017 der bisher letzte Spieler, der für Washington auflief, in die Hall aufgenommen. Allerdings spielte Taylor nur eine Saison bei den Redskins, weshalb man auch Linebacker Chris Hanburger, der 2011 in die Hall aufgenommen wurde und nur für Washington spielte, als letztes Aufnahmemitglied der Redskins nennen kann.

Sammy Baugh Trikotnummer ist bisher die einzige offizielle zurückgezogene Rückennummer der Redskins.
Russ Grimm spielte 11 Jahre auf der Position des Guard für die Redskins.
Jason Taylor ist bisher der letzte Spieler, der in die Hall aufgenommen wurde und für die Redskins spielte.
Trikotnummer Name Position Für die Braves/Redskins Aktiv Jahr der Aufnahme
33 Sammy Baugh QB 1937–1952 1963
Earl „Curly“ Lambeau Head Coach 1952–1953 1963
George Preston Marshall Besitzer,
Gründer
1932–1969 1963
Otto Graham Head Coach 1966–1968 1965
35 Bill Dudley RB 1950–51, 1953 1966
20 Cliff Battles HB 1932–1937 1968
40 Wayne Millner TE 1936–1941 1968
17 Albert Glen „Turk“ Edwards T 1932–1940 1969
Vince Lombardi Head Coach 1969 1971
Ray Flaherty Head Coach 1936–1942 1976
75 Deacon Jones DE 1974 1980
70 Sam Huff LB 1964–1969 1982
9 Sonny Jurgensen QB 1964–1974 1983
49 Bobby Mitchell RB 1962–1968 1983
Mike McCormack Assistenztrainer 1965–1972 1984
42 Charley Taylor WR 1964–75, 77 1984
27 Ken Houston S 1973–1980 1986
73 Stan Jones DT 1966 1991
44 John Riggins RB 1976–1979,
1981–1985
1992
Joe Gibbs Head Coach 1981–1992,
2004–2007
1996
26 Don Shula CB 1957 1997
26 Paul Krause S 1964–1967 1998
George Allen Head Coach 1971–1977 2002
28 Darrell Green CB 1983–2002 2008
81 Art Monk WR 1980–1993 2008
Emmitt Thomas Assistenztrainer 1986–1994 2008
78 Bruce Smith DE 2000–2003 2009
68 Russ Grimm G 1981–1991 2010
55 Chris Hanburger LB 1965–1978 2011
21 Deion Sanders CB 2000 2011
89 Dave Robinson LB 1973–1974 2013
60 Dick Stanfel G 1956–1958 2016
55 Jason Taylor DE 2008 2017

The 80 Greatest Redskins[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Ehren des 70-Jährigen Bestehens der Redskins am 13. Juni 2002 wählte ein Gremium die 70 größten Redskins (The 70 Greatest Redskins) aus, um die Spieler, Trainer und Funktionäre zu ehren, die maßgeblich als Mitwirkende vor Ort zur glorreichen Vergangenheit und zu den fünf Meisterschaften der Redskins beigetragen haben. Mitsamt einer speziellen Halbzeit-Zeremonie beim 26:21 Sieg der Redskins über die Indianapolis Colts wurden sie zwischen dem 25. und 27. Oktober 2002 an dem Festwochenende geehrt.[5]

Das Gremium, das die 70 auswählte, bestand aus dem ehemaligen Nachrichtensprecher Bernard Shaw, dem ehemaligen Spieler Bobby Mitchell, dem Senator George Allen (Sohn des Trainers George Allen), dem Radiosprecher Ken Beatrice, dem Redakteur der Washington Post Noel Epstein, dem ehemaligen Diplomaten Joseph J. Sisco, Phil Hochberg, der 2001 nach 38 Jahren als Stadionsprecher zurücktrat, dem Historiker der Pro Football Hall of Fame Joe Horrigan, dem Sportreporter George Michael, dem Sportdirektor Andy Pollin, dem Präsidenten von NFL Films Ed Sabol und dem Nachrichtensprecher Jim Vance.[5]

Die Liste beinhaltete drei Head Coachs und 67 Spieler, von denen 41 in der Offense, 23 in der Defense und 3 im Special Team spielten.[5]

Am 24. August 2012, zum 80-Jährigen Bestehen der Redskins, wurden zehn weitere Personen in die Liste aufgenommen (The 80 Greatest Redskins).[6] Legende:

= Wurden 10 Jahre später zu den Greatest Redskins aufgenommen
Nr. Name Position Zeitraum
21 Terry Allen RB 1995–98
56 LaVar Arrington LB 2000–05
41 Mike Bass CB 1969–75
20 Cliff Battles B 1932–37
33 Sammy Baugh QB 1937–52
31 Don Bosseler FB 1957–64
53 Jeff Bostic C 1980–93
4 Mike Bragg P 1968–79
80 Gene Brito DE 1951–53, '55–58
43 Larry Brown RB 1969–76
77 Bill Brundige DE 1970–77
65 Dave Butz DT 1975–88
21 Earnest Byner RB 1989–93
84 Gary Clark WR 1985–92
51 Monte Coleman LB 1979–94
53 Al DeMao C 1945–53
36 Chuck Drazenovich LB 1950–59
35 Bill Dudley RB 1950–51, '53
17 Turk Edwards T 1932–40
44 Andy Farkas FB 1938–44
37 Pat Fischer CB 1968–77
28 Darrell Green CB 1983–2002
68 Russ Grimm G 1981–91
55 Chris Hanburger LB 1965–78
57 Ken Harvey LB 1994–98
56 Len Hauss C 1964–77
75 Terry Hermeling T 1970–80
27 Ken Houston S 1973–80
70 Sam Huff LB 1964–67, '69
66 Joe Jacoby T/G 1981–93
47 Dick James RB 1955–63
76 Jon Jansen T 1999–2008
80 Roy Jefferson WR 1971–76
9 Sonny Jurgensen QB 1964–74
22 Charlie Justice RB 1950, '52–54
17 Billy Kilmer QB 1971–78
26 Paul Krause DB 1964–67
79 Jim Lachey T 1988–95
14 Eddie LeBaron QB 1952–53, '55–59
72 Dexter Manley DE 1981–89
71 Charles Mann DE 1983–93
58 Wilber Marshall LB 1988–92
73 Mark May T 1981–89
79 Ron McDole DE 1971–78
63 Raleigh McKenzie G 1985–94
53 Harold McLinton LB 1969–78
40 Wayne Millner DE 1936–41, '45
49 Bobby Mitchell FL 1962–68
30 Brian Mitchell RB 1990–99
81 Art Monk WR 1980–93
3 Mark Moseley K 1974–86
29 Mark Murphy S 1977–84
21 Mike Nelms KR 1980–84
52 Neal Olkewicz LB 1979–89
23 Brig Owens DB 1966–77
26 Clinton Portis RB 2004–10
65 Vince Promuto G 1960–70
44 John Riggins RB 1976–79, '81–85
11 Mark Rypien QB 1987–93
83 Ricky Sanders WR 1986–93
60 Chris Samuels T 2000–09
76 Ed Simmons T 1987–97
87 Jerry Smith TE 1965–77
60 Dick Stanfel G 1956–58
74 George Starke T 1973–84
72 Diron Talbert DT 1971–80
42 Charley Taylor WR 1964–77
84 Hugh Taylor WR 1947–54
21 Sean Taylor S 2004–07
7 Joe Theismann QB 1974–85
67 Rusty Tillman LB 1970–77
85 Don Warren TE 1979–92
25 Joe Washington RB 1981–84
17 Doug Williams QB 1986–89
George Allen Head Coach 1971–77
Bobby Beathard GM 1978–89
Joe Bugel O-Line Coach 1981–89, 2004–09
Ray Flaherty Head Coach 1936–42
Joe Gibbs Head Coach 1981–92, 2004–07
Richie Petitbon DC 1978–92

Trainer (Head Coaches)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lud Wray war der erste Head Coach der Redskins, die damals noch in Boston als Boston Braves spielten.
George Allen war von 1971 bis 1977 Headcoach der Redskins. 2002 wurde er in die Pro Football Hall of Fame gewählt.
Norv Turner coachte die Redskins von 1994 bis 2000.
Jay Gruden ist seit 2014 der Head Coach der Redskins und Bruder des ehemaligen Head Coaches Jon Gruden.
# Reihenfolge der Trainer
Spiele Spiele als Trainer
S Siege
N Niederlagen
UE Unentschieden
Gewonnen% Siegquote
* Ausschließlich bei den Braves/Redskins als Head Coach aktiv
# Name Zeitraum Regular Season Play-offs Erfolge/Auszeichnungen Referenz
Spiele S N UE Gewonnen% Spiele S N
Boston Braves
1 Lud Wray 1932 10 4 4 2 .500 [7]
Boston Redskins
2 Lone Star Dietz* 1933–1934 24 11 11 2 .500 [8]
3 Eddie Casey* 1935 11 2 8 1 .200 [9]
Washington Redskins
4 Ray Flaherty 1936–1942 78 54 21 3 .720 4 2 2 NFL Championships (1937, 1942) [10]
5 Dutch Bergman* 1943 10 6 3 1 .667 2 1 1 [11]
6 Dudley DeGroot* 1944–1945 20 14 5 1 .737 1 0 1 [12]
7 Turk Edwards* 1946–1948 35 16 18 1 .471 [13]
8 John Whelchel*1 1949 7 3 3 1 .500 [14]
9 Herman Ball*2 1949–1951 20 4 16 0 .500 [15]
10 Dick Todd* 1951 9 5 4 0 .556 [16]
11 Curly Lambeau 1952–1953 24 10 13 1 .435 [17]
12 Joe Kuharich 1954–1958 60 26 32 2 .448 Sporting News NFL Trainer des Jahres (1955)
UPI AFL Trainer des Jahres (1955)
[18]
13 Mike Nixon 1959–1960 24 4 18 2 .182 [19]
14 Bill McPeak* 1961–1965 70 21 46 3 .313 [20]
15 Otto Graham* 1966–1968 42 17 22 3 .436 [21]
16 Vince Lombardi3 1969 14 7 5 2 .583 [22]
17 Bill Austin 1970 14 6 8 0 .429 [23]
18 George Allen 1971–1977 98 67 30 1 .691 7 2 5 AP NFL Trainer des Jahres (1971)
Pro Football Weekly NFL Trainer des Jahres (1971)
Sporting News NFL Trainer des Jahres (1971)
UPI NFC Trainer des Jahres (1971)
[24]
19 Jack Pardee 1978–1980 48 24 24 0 .500 AP NFL Trainer des Jahres (1979)
UPI NFC Trainer des Jahres (1979)
[25]
20 Joe Gibbs* 1981–1992 184 124 60 0 .674 21 16 5 AP NFL Trainer des Jahres (1982, 1983)
Pro Football Weekly NFL Trainer des Jahres (1982, 1983)
Sporting News NFL Trainer des Jahres (1982, 1983, 1991)
UPI NFC Trainer des Jahres (1982)
Super Bowl XVII, XXII und XXVI
[26]
21 Richie Petitbon* 1993 16 4 12 0 .250 [27]
22 Norv Turner 1994–2000 109 49 59 1 .454 2 1 1 [28]
23 Terry Robiskie 2000 3 1 2 0 .333 [29]
24 Marty Schottenheimer 2001 16 8 8 0 .500 [30]
25 Steve Spurrier* 2002–2003 32 12 20 0 .375 [31]
Joe Gibbs* 2004–2007 64 30 34 0 .469 3 1 2 [26]
26 Jim Zorn* 2008–2009 32 12 20 0 .375 [32]
27 Mike Shanahan 2010–2013 64 24 40 0 .375 1 0 1 [33]
28 Jay Gruden 2014– 64 28 35 1 .445 1 0 1 [34]
1 Wurde 1949 nach sieben Spielen freigestellt.
2 Wurde 1951 nach drei Spielen freigestellt.
3 Lombardi verstarb, bevor die Saison 1970 begann.

Stadien und Zuschauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Zuschauerschnitt
(Heimspiele)
Gesamtzuschauer
(Heimspiele)
Saison 2006[35] 87.631 701.049
Saison 2007[36] 88.090 704.722
Saison 2008[37] 88.604 708.835
Saison 2009[38] 84.794 678.352
Saison 2010[39] 83.172 665.380
Saison 2011[40] 76.921 615.368
Saison 2012[41] 79.654 637.236
Saison 2013[42] 77.220 617.767
Saison 2014[43] 77.964 623.715
Saison 2015[44] 76.209 609.672
Saison 2016[45] 78.304 626.432
Saison 2017[46] 75.175 601.405

Die Redskins, bzw. die ehemaligen Braves spielten in verschiedenen Stadien. In ihrem Gründungsjahr 1932 spielte die Mannschaft im Braves Field als Boston Braves. Das eigentlich für Baseball konzipierte Stadion steht in Boston, Massachusetts und war über die Jahre für einige andere Footballmannschaften (Boston Bulldogs (AFL, 1926), Boston Bulldogs (NFL, 1929), Boston Shamrocks (AFL II, 1936–1937), Boston Yanks (NFL)) ebenfalls eine Heimstätte. Nach einer 4–4–2 Saison zogen die Braves in den Fenway Park um und änderten ihren Namen in Boston Redskins.[47] Dort spielte die Mannschaft bis 1936, zogen jedoch dann noch Washington, D.C. ins Griffith Stadium um und spielen seitdem als Washington Redskins. Das 1911 gebaute Baseballstadion, dass bis 1920 noch National Park hieß und nach Clark Griffith benannt war, hatte zwischen 27.000 und 32.000 Zuschauerplätze und war auch Heimstätte der Washington Senators. Nachdem die Senators nach Minneapolis, Minnesota umzogen, verließen die Redskins nach 24 Saisons und einer 81–58–6–Bilanz auch 1960 das Stadion und zogen in das neugebaute D.C. Stadium. Am 18. Januar 1969 wurde die Veranstaltungsstätte in Robert F. Kennedy Memorial Stadium (kurz: RFK Stadium) umbenannt, zu Ehren des 1968 ermordeten US-Senators und Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy. In das Mehrzweckstadion, in dem neben American Football auch Baseball und Fußball gespielt wurde, passten während American Football- und Baseballspielen ungefähr 45.000 Zuschauer. Da das Stadion nicht groß erweiterbar war, suchte der ehemalige Besitzer der Redskins Jack Kent Cooke ab 1994 eine Stelle für ein neues Stadion. Er fand eine Stelle, weshalb die Redskins Saison 1997 nach 266 Regular Season Spiele[48] ins neu gebauten FedExField umzogen. Zwischen 1997 und 1999 hieß das Stadion nach Jack Kent Cooke noch Jack Kent Cooke Stadium. Nach dem Tod von Cooke und den Verkauf der Redskins an Daniel Snyder, verkaufte dieser die Namensrechte an FedEx, die dafür jährlich ungefähr 7,6 Millionen US-Dollar bezahlen.[49] Zwischen 2004 und 2010 hatte das FedExField mit über 90.000 Sitzplätzen die größte Stadionkapazität in der NFL. Erst das neugebaute AT&T Stadium der Dallas Cowboys, welches auf über 100.000 Plätze erweitert werden kann, überbot diese Größe. Seit 2015 passen in das Stadion im Normalfall 82.000 Zuschauer.[50] Das Stadion ist hauptsächlich für American Football ausgelegt. Allerdings wurden auch schon einige internationale Fußballspiele ausgetragen. So wurden zum einen einige Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 1999 und anderseits auch Spiele des International Champions Cup im Stadion ausgetragen.

Da die Mannschaft in den letzten Jahren nicht sehr erfolgreich war, lag die Zuschauerauslastung bei Heimspielen nur zwischen 85 und 90 Prozent und damit am unteren Rand der NFL.[39][40][41][42][43][44][45][46] Da das FedExField jedoch eines der größten Stadien der NFL ist, sind bei den Heimspielen der Redskins trotzdem noch mehr Zuschauer als in anderen Stadien.

Bilanzen und Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Washington Redskins/Zahlen und Rekorde stellt wichtige Rekorde bei den Braves/Redskins, die direkten Vergleiche mit den anderen American-Football-Teams, die Saisonbilanzen seit 1932 und die Erstrunden Draft-Picks seit 1936 dar.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name „Redskins“ (dt.: die Rothäute) ist durchaus umstritten, da er von einigen Native Americans (ähnlich wie z. B. die Kansas City Chiefs, die Cleveland Indians oder die Atlanta Braves) als rassistisch empfunden wird. Das Team war mehrfach in Konflikte mit amerikanischen Ureinwohnern verwickelt; so zum Beispiel 1972, als eine Abordnung den Vereinspräsidenten Edward Bennett Williams zur Namensänderung bewegen wollte. Dieser Versuch scheiterte. Dagegen konnte die Entfernung der Zeile „Skalpiert Sie!“ aus dem Schlachtgesang des Teams erwirkt werden.[51] 1992 klagte die Cheyenne-Aktivistin Suzan Harjo gegen die Verwendung des Namens (Harjo et al. v. Pro Football, Inc.), verlor aber vor Gericht. In einer Umfrage unter Native Americans gaben 81 % an, kein Problem mit den „Washington Redskins“ zu haben.[52] Ende Juni 2017 zogen Navajo-Aktivistin Amanda Blackhorse und vier weitere Kläger aus den Reihen der Native Americans ihre Klage gegen das Team zurück, nachdem zwei Wochen zuvor der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten eine Vorschrift von 1946, nach der Markennamen nicht zulässig sind, wenn sie als beleidigend empfunden werden können, für verfassungswidrig erklärt hatte, weil sie dem Grundsatz der Meinungsfreiheit widerspräche.[51]

Die Redskins, die nur unweit vom Weißen Haus der US-Regierung ihre Heimspiele austragen, sind Bestandteil der sog. „Redskins Rule“. Dieser Aberglauben besagt, dass der Ausgang jeder US-Präsidentschaftswahl vom Ausgang des letzten Redskins-Heimspieles vor dieser Wahl abhängt: gewinnen die Redskins, bleibt der amtierende Präsident bzw. sein Parteinachfolger im Amt, verlieren die Redskins, wird der amtierende Präsident abgewählt bzw. sein Parteinachfolger verliert. Seit dem Umzug der Redskins nach Washington (1937) war diese Regel bis 2000 immer korrekt, zuletzt gab es aber zwei Ausnahmen (2004 und 2012). Trotzdem zieht das letzte Redskins-Heimspiel vor der Präsidentschaftswahl stets erhöhtes Medieninteresse an.[53][54]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Washington Redskins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The NFL Won’t Let This Ad Air On the ‘Super Bowl’. So We’re Going to Show It to You. It’s Important. In: Omeleto. Abgerufen am 9. Februar 2016.
  2. a b Stefan Feldmann: Nummern, die nicht mehr vergeben werden: Washington. In: bigplay.ch. 11. Mai 2016. Abgerufen am 25. November 2017.
  3. Shemar Woods: O.J. Atogwe switches to No. 20 out of respect for Sean Taylor. In: washingtonpost.com. 29. Juli 2011. Abgerufen am 28. November 2017.
  4. Washington Redskins Pro Football Hall of Famer. In: profootballhof.com. Abgerufen am 8. August 2017.
  5. a b c History: 70 Greatest Redskins. In: washingtonpost.com. Archiviert vom Original am 14. Oktober 2007. Abgerufen am 6. Dezember 2017.
  6. Brian Tinsman: Ten Newest Greatest Redskins Announced. In: washingtonpost.com. 24. August 2012. Abgerufen am 6. Dezember 2017.
  7. Statistiken von Lud Wray. Abgerufen am 10. September 2015.
  8. Statistiken von Lone Star Dietz. Abgerufen am 10. September 2015.
  9. Statistiken von Eddie Casey. Abgerufen am 10. September 2015.
  10. Statistiken von Ray Flaherty. Abgerufen am 10. September 2015.
  11. Statistiken von Dutch Bergman. Abgerufen am 10. September 2015.
  12. Statistiken von Dudley DeGroot. Abgerufen am 10. September 2015.
  13. Statistiken von Turk Edwards. Abgerufen am 10. September 2015.
  14. Statistiken von John Whelchel. Abgerufen am 10. September 2015.
  15. Statistiken von Herman Ball. Abgerufen am 10. September 2015.
  16. Statistiken von Dick Todd. Abgerufen am 10. September 2015.
  17. Statistiken von Curly Lambeau. Abgerufen am 10. September 2015.
  18. Statistiken von Joe Kuharich. Abgerufen am 10. September 2015.
  19. Statistiken von Mike Nixon. Abgerufen am 10. September 2015.
  20. Statistiken von Bill McPeak. Abgerufen am 10. September 2015.
  21. Statistiken von Otto Graham. Abgerufen am 10. September 2015.
  22. Statistiken von Vince Lombardi. Abgerufen am 10. September 2015.
  23. Statistiken von Bill Austin. Abgerufen am 10. September 2015.
  24. Statistiken von George Allen. Abgerufen am 10. September 2015.
  25. Statistiken von Jack Pardee. Abgerufen am 10. September 2015.
  26. a b Statistiken von Joe Gibbs. Abgerufen am 10. September 2015.
  27. Statistiken von Richie Petitbon. Abgerufen am 10. September 2015.
  28. Statistiken von Norv Turner. Abgerufen am 10. September 2015.
  29. Statistiken von Terry Robiskie. Abgerufen am 10. September 2015.
  30. Statistiken von Marty Schottenheimer. Abgerufen am 10. September 2015.
  31. Statistiken von Steve Spurrier. Abgerufen am 10. September 2015.
  32. Statistiken von Jim Zorn. Abgerufen am 10. September 2015.
  33. Statistiken von Mike Shanahan. Abgerufen am 10. September 2015.
  34. Statistiken von Jay Gruden. Abgerufen am 5. Januar 2018.
  35. NFL Attendance – 2006. In: espn.go.com. ESPN, abgerufen am 6. Dezember 2017 (englisch).
  36. NFL Attendance – 2007. In: espn.go.com. ESPN, abgerufen am 6. Dezember 2017 (englisch).
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  38. NFL Attendance – 2009. In: espn.go.com. ESPN, abgerufen am 6. Dezember 2017 (englisch).
  39. a b NFL Attendance – 2010. In: espn.go.com. ESPN, abgerufen am 6. Dezember 2017 (englisch).
  40. a b NFL Attendance – 2011. In: espn.go.com. ESPN, abgerufen am 6. Dezember 2017 (englisch).
  41. a b NFL Attendance – 2012. In: espn.go.com. ESPN, abgerufen am 6. Dezember 2017 (englisch).
  42. a b NFL Attendance – 2013. In: espn.go.com. ESPN, abgerufen am 6. Dezember 2017 (englisch).
  43. a b NFL Attendance – 2014. In: espn.go.com. ESPN, abgerufen am 6. Dezember 2017 (englisch).
  44. a b NFL Attendance – 2015. In: espn.go.com. ESPN, abgerufen am 6. Dezember 2017 (englisch).
  45. a b NFL Attendance – 2016. In: espn.go.com. ESPN, abgerufen am 6. Dezember 2017 (englisch).
  46. a b NFL Attendance – 2017. In: espn.go.com. ESPN, abgerufen am 5. Januar 2018 (englisch).
  47. Boston Redskins (1932-1936). sportsecyclopedia.com, abgerufen am 14. Dezember 2017 (englisch).
  48. Steven Goff: American soccer made its home at aging, funky RFK Stadium. washingtonpost.com, abgerufen am 14. Dezember 2017 (englisch).
  49. Emily Mekinc: FedEx Field naming rights deal still one of biggest in sports. bizjournals.com, 21. September 2011, abgerufen am 14. Dezember 2017 (englisch).
  50. FedExField - World of Stadiums. worldofstadiums.com, abgerufen am 13. Dezember 2017 (englisch).
  51. a b Ian Shapira und Ann E. Marimow: "Washington Redskins win trademark fight over the team’s name" Washington Post vom 27. Juni 2017
  52. S. L. Price: The Indian Wars The campaign against Indian nicknames and mascots presumes that they offend Native Americans--but do they? We took a poll, and you won't believe the results. Sports Illustrated, 4. März 2002, abgerufen am 23. März 2018 (englisch).
  53. The Redskins Rule, TIME Magazine
  54. Will Redskins Rule again determine outcome of presidential election?, Washington Post