Yūki Ōgimi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Yūki Ōgimi

Yūki Ōgimi (2012)

Informationen über die Spielerin
Geburtstag 15. Juli 1987
Geburtsort AtsugiJapan
Größe 168 cm
Position Sturm
Vereine als Aktive
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2001–2009
2010–2013
2013–2014
2015–
NTV Beleza
1. FFC Turbine Potsdam
FC Chelsea
VfL Wolfsburg
110 (69)
71 (48)
18 0(5)
3 0(1)
Nationalmannschaft2
2002– Japan 124 (55)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 27. Februar 2015
2 Stand: 5. Juli 2015

Yūki Ōgimi (jap. 大儀見 優季 Ōgimi Yūki; * 15. Juli 1987 in Atsugi, Präfektur Kanagawa als Yūki Nagasato (永里 優季, Nagasato Yūki)) ist eine japanische Fußballspielerin, die gegenwertig beim VfL Wolfsburg, in der Allianz Frauen-Bundesliga unter Vertrag steht.[1] Sie spielt für die japanische Nationalmannschaft, ebenso wie ihre jüngere Schwester Asano Nagasato.[2]

Werdegang[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Ōgimi begann durch ihren älteren Bruder Genki Nagasato mit dem Fußball in der 1. Klasse auf der Grundschule Tobio. Sie spielte in den Clubs Hayashi Soccer Club und FC Atsugi Girls. Seit ihrer Mittelschulzeit an der Mittelschule Ogino spielte sie für den japanischen Verein NTV Beleza, zuerst in dessen Mädchenmannschaft Menina.[3] Mit NTV Beleza gewann Nagasato dreimal die japanische Meisterschaft und viermal den japanischen Pokal. 2006 wurde sie Torschützenkönigin der japanischen Liga. Darüber hinaus wurde sie 2005 und 2006 in die „Best Eleven“ der japanischen Liga gewählt.[4] Im Januar 2010 wechselte Nagasato zum deutschen Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam, mit dem sie dreimal in Folge deutsche Meisterin wurde. Darüber hinaus gewann Nagasato mit Turbine im Jahre 2010 die Champions League. Nach dem Pokalfinale 2013 verkündete sie ihren Weggang vom 1. FFC Turbine Potsdam, zum englischen FA WSL-Verein FC Chelsea.[5]

Im Juli 2013 wechselte sie zum FC Chelsea und war damit die erste japanische Spielerin in der FA Women's Super League.[6][7] Am 3. Januar 2014 absolvierte sie einen medizinischen Check beim deutschen Meister VfL Wolfsburg und unterschrieb zunächst einen ab Sommer 2015 gültigen Vertrag bei Wolfsburg.[8] Einen Tag später verpflichtete der VfL Wolfsburg sie bereits für die Rückrunde 2014/2015.[9]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Am 22. April 2004 debütierte Nagasato in der Olympia-Qualifikation beim 6:0 gegen Thailand in der japanischen Nationalmannschaft. Für die Olmpischen Spiele in Athen wurde sie aber nicht berücksichgt und erst 13 Monate nach ihrem Debüt erzielte sie am 21. Mai 2005 beim 6:0 gegen Neuseeland ihre ersten beiden Länderspieltore. Sie nahm dann an den Weltmeisterschaften 2007 und 2011 teil, wobei sie letzteres Turnier gewinnen konnte. Außerdem spielte Nagasato bei den Olympischen Sommerspielen 2008 und nach ihrer Heirat als Ōgimi bei den Olympischen Sommerspielen 2012. Dort kam sie in allen sechs Spielen zum Einsatz und schoss in allen drei Spielen der K.-o.-Runde jeweils das erste Tor für Japan, u.a. im mit 1:2 gegen die USA verlorenen Finale und gewann mit ihrer Mannschaft die Silbermedaille.

Am 25. Juli 2013 machte sie bei der Ostasienmeisterschaft im Spiel gegen Nordkorea ihr 100. Länderspiel.

Bei der Fußball-Asienmeisterschaft der Frauen 2014 erzielte sie im Spiel gegen Vietnam am 16. Mai 2014 ihr 50. Länderspieltor und gewann mit Japan erstmals den Titel. Bereits mit dem Einzug ins Halbfinale hatten sich die Japanerinnen für die WM 2015 qualifiziert.

Sie wurde ebenso wie ihre Schwester Asano für die WM nominiert. Während Yūki aber in allen sieben Spielen zum Einsatz kam und keine Minute verpasste, wurde Asano nur im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador, als Trainer Norio Sasaki einige Stammspielerinnen schonte, für 15 Minuten eingewechselt. Sie standen somit nur 15 Minuten gemeinsam auf dem Platz. In diesem Spiel erzielte Yūki bereits in der 5. Minute das Tor zum 1:0-Sieg, womit Japan erstmals drei WM-Gruppenspiele gewann. Auch im Finale gegen die USA erzielte sie ein Tor. Die USA hatten da aber schon vier Tore vorgelegt, so dass ihr Tor nur noch kurz Hoffnung aufkommen ließ. In der zweiten Halbzeit verstärkte sich die Hoffnung dann zwar nach einem Eigentor der US-Girls, zwei Minuten später wurde mit dem 5:2 der Abstand aber wieder hergestellt und die weiteren japanischen Angriffsbemühungen scheiterten auch an der körperlich überlegenen Abwehr der USA.[10]

Mit nun 55 Toren, davon fünf beim 11:1 gegen die Republik China/Taiwan am 21. Juli 2006, ist sie zweitbeste Torschützin der japanischen Nationalmannschaft nach Rekordnationalspielerin Homare Sawa, die 83 Tore erzielte.

Erfolge[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Privat[Bearbeiten]

Nach ihrem Abschluss an der Oberschule Atsugi-Higashi begann sie ein Studium der Sportpsychologie[12] an der Tōkai-Universität, das sie im März 2010 abschloss.[3] Sie ist seit 29. Juli 2012 mit dem japanischen Geschäftsmann Kousuke Ōgimi verheiratet.[13]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Yūki Ōgimi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ogimi: Unterstützung zur Rückrunde
  2. Potsdams Asano Nagasato: "Auf jeden Fall einen Titel holen"
  3. a b 70人がなでしこジャパンの試合を観戦. Atsugi, 26. Juli 2012, abgerufen am 4. August 2012 (japanisch).
  4. ffc-turbine.de: Neuzugang beim 1. FFC Turbine Potsdam
  5. Turbine Potsdam vor personellen Veränderungen
  6. chelseafc.com: „WORLD CUP WINNER JOINS CHELSEA LADIES“
  7. chelseafc.com: „LADIES' NEW SIGNING AIMING HIGH“
  8. Holt Wolfsburg Weltmeisterin Ogimi?
  9. Ogimi: Der VfL holt die Weltmeisterin sofort
  10. HIGHLIGHTS: USA v. Japan - FIFA Women's World Cup 2015
  11. fifa.com: „FIFA Ballon d'Or“
  12. Japanerin Nagasato verstärkt Turbinen. In: Handelsblatt.de. 20. Januar 2010, abgerufen am 4. August 2012.
  13. Mit Ehering zurück in Potsdam