Batman Begins

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Filmdaten
Deutscher Titel Batman Begins
Originaltitel Batman Begins
Batman-begins.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2005
Länge 140 Minuten
PAL: 134 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Christopher Nolan
Drehbuch Christopher Nolan,
David S. Goyer
Produktion Emma Thomas,
Charles Roven,
Larry J. Franco
Musik Hans Zimmer,
James Newton Howard
Kamera Wally Pfister
Schnitt Lee Smith
Besetzung

Batman Begins (zu deutsch ‚Batman beginnt‘) ist eine US-amerikanische Comicverfilmung des Regisseurs Christopher Nolan aus dem Jahre 2005. Der Film versucht den Batman-Mythos auf realistischere Weise neu aufzurollen und orientiert sich inhaltlich an keiner der anderen Verfilmungen. Christian Bale ist in der Rolle des Titelhelden zu sehen. Der Film spielte 372 Mio. US-Dollar ein und gehört damit zu den 250 kommerziell erfolgreichsten Filmen aller Zeiten.[3]

Handlung[Bearbeiten]

Als kleiner Junge stürzt Bruce Wayne beim Spielen in einen alten Brunnen, in welchem er von einem Schwarm Fledermäuse attackiert wird. Seitdem hat er eine panische Angst vor diesen Tieren. Kurz nach diesem Vorfall besucht er mit seinen wohlhabenden Eltern Thomas und Martha Wayne die Oper im nahegelegenen Gotham City. Durch die als Fledermäuse kostümierten Darsteller verängstigt, drängt er seine Eltern dazu, die Aufführung vorzeitig zu verlassen. Vor dem Theater wird die Familie von einem Straßenräuber namens Joe Chill überfallen. Als Thomas sich schützend vor seine Familie stellt, wird er samt seiner Frau von Chill erschossen. Der junge Bruce bleibt traumatisiert zurück und wird von nun an von Alfred Pennyworth, dem treuen Butler der Familie Wayne, großgezogen.

Vierzehn Jahre später wird Chill vorzeitige Begnadigung gewährt, wenn er im Gegenzug gegen den mächtigen Mafiaboss Carmine Falcone aussagt. Der mittlerweile zu einem unglücklichen jungen Mann herangewachsene Bruce, sieht seine Chance auf Rache gekommen und will Chill nach dem Schluss der öffentlichen Gerichtsverhandlung mit einem versteckten Revolver erschießen. Jedoch schafft es eine von Falcone beauftragte Auftragsmörderin Chill zuerst zu töten und ihn so zum Schweigen zu bringen. Bruces Kindheitsfreundin, die Staatsanwaltin Rachel Dawes, ist erschüttert als Bruce ihr beschämt seine vorgehabte Mordtat gesteht und belehrt ihn, dass sein Vater sich für ihn schämen würde. Davon gezeichnet, konfrontiert Bruce Carmine Falcone in einem Nachtclub. Der Mafiaboss, nur wenig beeindruckt von Bruces Auftritt, erklärt ihm, dass er seine Macht nur der Angst der Leute zu verdanken habe und lässt den jungen Mann hinauswerfen. Bruce entscheidet sich daraufhin, kriminelles Denken zu erforschen und beginnt eine Reise quer über den gesamten Globus. Zum Schein beteiligt er sich an verschiedensten Orten auf der Welt an Verbrechen, wird im Grunde seines Herzens jedoch nie ein wirklicher Krimineller.

Seine Forschungsreise endet schließlich damit, dass er als Häftling in einem chinesischen Gefängnis landet. Dort bekommt er Besuch von einem geheimnisvollen Mann namens Ducard. Ducard spricht für einen von Verbrechern gefürchteten Mann namens Ra’s al Ghul und bietet Bruce an, sich in einer geheimnisvollen Organisation namens Gesellschaft der Schatten als Kämpfer gegen das Unrecht anzuschließen. Nach seiner Entlassung sucht er Ra's al Ghul in seinem Bergpalast auf. Dort trifft er erneut auf Ducard und unterzieht sich einer langen und aufwändigen Ausbildung zum Ninja. Der endgültigen Aufnahme in die Gesellschaft der Schatten widersetzt er sich, als er ihre bevorzugte Methode die Verbrecher zu exekutieren, ablehnt. Auch lehnt er den Befehl Ra’s al Ghuls, seine von Kriminalität durchsetzte Heimatstadt Gotham City mithilfe von Ninjas zu zerstören, ab und zerstört bei seiner Flucht den Bergpalast. Ra’s al Ghul stirbt dabei offenbar. Doch Bruce schafft es noch mit letzter Kraft, dem bewusstlosen Ducard das Leben zu retten und lässt ihn bei einigen Einheimischen dort sicher zurück.

Kurz danach kehrt er in seine alte Heimat Gotham City zurück, um dort dem organisierten Verbrechen den Kampf anzusagen. In der Öffentlichkeit als verschnöselter, reicher Playboy auftretend, bekundet er nun außerdem sein Interesse an Wayne Enterprises, dem langjährigen Unternehmen seiner Familie, welches mittlerweile von dem skrupellosen William Earle geleitet wird. In der Firma lernt er den brillianten Entwickler Lucius Fox kennen, welcher ihm nie vermarktete Prototypen wie einen speziellen Schutzanzug und ein gepanzertes Fahrzeug, genannt der Tumbler, zur Verfügung stellt. Außerdem entdeckt Bruce unter seinem Anwesen Wayne Manor eine große, leere Höhle und richtet dort seine Operationsbasis ein. Mit Hilfe seines treuen Freundes und Butlers Alfred, entwickelt er nun aus der ihm überlassenen Ausrüstung einen hochmodernen Kampfanzug und nimmt in Anlehnung auf sein eigenes Kindheitstrauma die Identität des maskierten Gerechtigkeitskämpfers Batman an.

Er nimmt den Kampf gegen Carmine Falcone und den dubiosen Psychiater Dr. Jonathan Crane auf und findet heraus, dass Crane ein Halluzinogen entwickelt hat, das die größten Ängste eines Menschen verstärkt. Batman schafft es schon in seiner ersten Nacht Carmine Falcone und viele andere bisher unantastbare Kriminelle an die Polizei auszuliefern und seiner alten Freundin Rachel Dawes Druckmittel gegen korrupte Bürokraten zu übergeben. Falcone, der Cranes Droge schon seit Monaten nach Gotham einschmuggeln ließ, wird von diesem im Gefängnis aufgesucht. Der irre Doktor vergiftet Falcone mit seinem Toxin, welches den Mafiaboss wahnsinnig werden lässt und bringt ihn in seine getarnte Psychiatrie Arkham. Bei weiteren Nachforschungen kommt es zu einer persönlichen Konfrontation zwischen Batman und Crane, bei welcher der unvorbereitete Batman ebenfalls vergiftet wird und nur knapp mit dem Leben davon kommt. Er wird noch rechtzeitig von Alfred gerettet und kann dank eines von Lucius Fox entwickelten Gegenmittels wieder genesen.

Kurz darauf entdeckt die misstrauische Rachel bei einem Besuch in Arkham, dass Crane und seine Anstaltsinsassen das Halluzinogen schon seit längerer Zeit in die Hauptwasserversorgung der Stadt einleiten. Sie will fliehen, doch Crane nimmt sie gefangen und verabreicht ihr eine tödliche Überdosis der Droge. Doch Batman erscheint gerade noch rechtzeitig und kann Cranes Handlanger ohne große Mühe außer Gefecht setzen. Zuletzt überwältigt er den Psychiater selbst und verabreicht ihm eine Kostprobe seiner eigenen "Medizin". Batman verhört den halluzinierenden Crane, der behauptet, für den scheinbar toten Ra's al Ghul zu arbeiten. Dann verlässt er mit der in Todesgefahr schwebenden Rachel die Anstalt und bringt sie – nach einer wilden Verfolgungsjagd mit der ihm feindlich gesinnten Polizei – in seine Höhle, wo er ihr in letzter Sekunde das Gegengift verabreichen kann.

Kurz danach begegnet er auf der Feier zu seinem 30. Geburtstag seinem alten Meister Ducard, der sich ihm nun als der echte Ra’s al Ghul zu erkennen gibt. Der Mann, der damals getötet wurde, war nur ein Strohmann zum Schutz der Identität. Ra’s bestätigt, dass Crane tatsächlich für ihn gearbeitet hat und erzählt Bruce von seinem Plan Gotham zu zerstören, da Ra’s’ Liga seit Jahrhunderten kriminelle und korrupte Gesellschaften bekämpfe und unter anderem im Jahre 1665 pestinfizierte Ratten auf englische Handelsschiffe gebracht und somit die Große Pest von London ausgelöst sowie den Brand von London im Jahre 1666 gelegt habe. Dann lässt er ihn niederschlagen und sein Anwesen Wayne Manor anzünden. Nur mit Alfreds Hilfe kann Bruce sich hinunter in die Höhle retten und sich auf den bevorstehenden Kampf vorbereiten.

Ra's und seine Gruppe schaffen es mithilfe einer von Wayne Enterprises entwendeten Mikrowellenwaffe das mit dem Halluzinogen verseuchte Trinkwasser zum Verdampfen zu bringen und damit eine Massenpanik in ersten Stadtteilen Gothams auszulösen. Batman trifft noch rechtzeitig ein und nimmt den Kampf gegen die Terroristen auf. Ra’s plant mit Hilfe eines Zuges in den Wayne-Tower, das Zentrum von Gotham, zu rasen und somit alle Wasserleitungen in der ganzen Stadt zu sprengen. Währenddessen hat Rachel in dem Getümmel erneut eine Konfrontation mit Crane, welcher sich nun Scarecrow nennt. Sie kann den ehemaligen Anstaltsleiter jedoch mit ihrem Elektroschocker verjagen. Batman schafft es in den schon abgefahrenen Zug zu gelangen und Ra’s zu stellen. In dem folgenden Kampf zerstört Ra's die Steuerung, sodass der Zug nicht mehr stoppen kann. Dem von Batman instruierten Polizisten Jim Gordon gelingt es jedoch, die Schienen kurz vor dem zentralen Knotenpunkt unter dem Wayne-Tower mithilfe von Batmans Tumbler zu zerstören. Batman tötet seinen Feind nicht selbst, lässt ihn aber trotzdem in dem entgleisenden Zug zurück und somit sterben. Die Stadt ist gerettet.

Rachel, die mittlerweile von der doppelten Identität von Batman weiß, erklärt Bruce, dass sie nicht mit ihm zusammen sein kann, da sie Bruce liebt und nicht Batman. Jedoch ändert sie ihre Meinung von damals und lobt Bruce mit den Worten, dass sein Vater stolz auf ihn wäre. Am Ende erfährt Batman von Gordon, dass kürzlich ein brutaler Bankräuber aufgetaucht sei, der bei seinen Opfern eine Joker-Spielkarte zurücklässt. Gordon erschafft ein Signal zum Hilferuf an Batman, da er nun der neue Beschützer von Gotham City ist.

Entstehung[Bearbeiten]

Nach Tim Burtons erfolgreichen Adaptionen blieb die Batman-Reihe unter der Regie von Joel Schumacher hinter den Erwartungen zurück. Warner Bros., die im Besitz der Rechte sind, sahen ihr Franchise in eine Sackgasse manövriert und zögerten, weitere Leinwandausflüge des Helden zu genehmigen. Erst nach dem ungeheuren Erfolg der X-Men- und der Spider-Man-Reihe wollte Warner Bros. eines seiner stärksten Zugpferde wieder ins Rennen schicken. Lange war man auf der Suche nach einem geeigneten Regisseur, der den Batman-Mythos neu von vorne aufrollen sollte. Man entschloss sich für Christopher Nolan, der nach Memento und Insomnia einen Ruf als Regisseur mit Tiefe erlangt hatte.

Drehbuch[Bearbeiten]

Der Film sollte die Anfänge des „Dunklen Ritters“ auf eine möglichst moderne und realistische Weise erzählen, ganz im Gegensatz zu früheren Verfilmungen. Zusammen mit David S. Goyer, der über das nötige Hintergrundwissen zu den Comics verfügte und schon immer an einer Batman-Verfilmung mitarbeiten wollte, entwickelte Nolan ein Drehbuch.[4] Unterschiedliche Comics beeinflussten Design und Story des Filmes. Widersacher Ra's al Ghul hat seinen Ursprung in den Batman-Comics der 1970er Jahre von Dennis O'Neil und Neal Adams. Die Entwicklung von Bruce Wayne zu Batman wurde zu großen Teilen von O’Neils Comic The Man Who Falls von 1989 inspiriert. Die realistische Darstellung der Geschichte und das Verhältnis zwischen Gordon und Batman haben ihren Ursprung vor allem aus Frank Millers Batman: Year One (1987) und The Dark Knight Returns (1986). Die Reihe Batman: The Long Halloween (1996–1997) von Jeph Loeb und Tim Sale schließlich diente unter anderem als Grundlage für die Geschichte um Mafiaboss Carmine Falcone.[5] Warner Bros. war zufrieden mit dem fertigen Script und gab dem Independent-Regisseur größtmögliche künstlerische Freiheit. Die Produktion des Filmes unterlag größter Geheimhaltung, alle Drehbücher, Verträge und Dokumente waren mit dem Filmtitel Intimidation Game versehen.[4]

Casting[Bearbeiten]

Die Suche nach einem Batman-Darsteller gestaltete sich ziemlich schwierig und es kamen immer wieder neue Namen ins Gespräch. Letzten Endes entschied man sich für Christian Bale, der in erster Linie als Charakterdarsteller gilt und dem Titelhelden die nötige Tiefe geben sollte. Bale war auf Grund seiner Dreharbeiten zu The Machinist erst erheblich zu dünn für die Rolle. Auf Zuraten von Nolan so viel zuzunehmen wie möglich, brachte es Bale nach einer Ernährungsumstellung und ausgiebigem Training schlussendlich auf 110 kg, was ihm unter Crewmitgliedern den Spitznamen „Fatman“ bescherte. Zu Drehbeginn hatte er wieder genug abgenommen, um einen sowohl starken als auch agilen Superhelden realistisch darstellen zu können.[4]

Auch die Nebenrollen wurden mit etablierten Schauspielern besetzt, darunter Morgan Freeman, Liam Neeson, Rutger Hauer, Michael Caine, Katie Holmes, Tom Wilkinson, Cillian Murphy und Gary Oldman.

Kostüm[Bearbeiten]

Batmans Anzug sollte sowohl furchteinflößend als auch funktional sein. Man entschied sich daher dafür, dass Bruce Wayne einen modifizierten Kampfanzug verwenden sollte. Er wurde komplett aus Latex gefertigt und an den Körper des Hauptdarstellers angepasst. Bale bat darum, die Halspartie so zu fertigen, dass er den Kopf frei bewegen kann, um beim Umhersehen nicht wie in früheren Verfilmungen den ganzen Oberkörper bewegen zu müssen. Um einen fellähnlichen Umhang zu haben, der trotzdem wasserabweisend ist, wurde ein extra für den Film gefertigter beflockter Nylonstoff verwendet. Die Idee eines flexiblen Stoffes, der durch Strom fest wird, basierte auf tatsächlichen Forschungen des amerikanischen Verteidigungsministeriums.[6]

Drehorte[Bearbeiten]

Als Wayne Manor wurden die Mentmore Towers in Buckinghamshire gewählt

Damit der Film nicht wie ein vollständiges Filmstudioprodukt wirkt, wurden einige Szenen unter freiem Himmel verwirklicht. So wurde das im Himalaya spielende Training an einem echten Gletscher mit angrenzendem zugefrorenem See in Island gedreht. Regnerisches Wetter und das langsame Auftauen des Sees erschwerten die Dreharbeiten erheblich.[7]

Gotham City sollte nach Vorstellungen von Christopher Nolan und Produktionsdesigner Nathan Crowley wie eine überzogene Version von New York wirken. Die Totalen der Stadt sind Kombinationen aus Modellen und computergenerierten Aufnahmen. Die 3D-Modelle wurden durch tausende Fotos von Chicago texturiert. In der amerikanischen Großstadt entstanden auch einige Filmaufnahmen, die im Nachhinein durch computeranimierte Modelle des Wayne Towers und der Einschienenbahn ergänzt wurden. Große Teile der Narrows und andere Straßenzüge Gotham Citys wurden in Hangar 2 in Cardington errichtet. Das Set war mit über 20.000 Quadratmetern Gesamtfläche drei mal größer als der größte herkömmliche sound stage, um die Konstruktion einer fiktiven Großstadt zu verwirklichen. Als Anwesen der Familie Wayne dienten die Mentmore Towers in Buckinghamshire als Drehort. Die darunter liegende Höhle hingegen wurde vollständig aus Holzgerüsten auf einem Set in den Shepperton Studios errichtet, das anschließend geflutet wurde.[8]

Stunts[Bearbeiten]

Die Kämpfe im Film sollten nicht tänzerisch, sondern roh und effektiv wirken. Der im Film genutzte Kampfstil basiert daher auf der Keysi Fighting Method, die vor allem als Selbstverteidigung und im Street Fighting eingesetzt wird. Christian Bale war durch exzessives Training in der Lage, alle Kampfszenen selbst auszuführen.[9]

Christopher Nolan war es für die realistische Wirkung des Filmes wichtig, so viele Stunts wie möglich tatsächlich am Drehort auszuführen und Computeranimationen nur in Ausnahmen einzusetzen. Für den Tumbler, das Batmobil des Filmes, wurde daher ein vollkommen fahrtüchtiger Eigenbau konstruiert. Das fertige Fahrzeug, von den Machern als eine Mischung zwischen Humvee, Lamborghini und Tarnkappenbomber bezeichnet, wog schlussendlich 2,5 Tonnen. Bei der Verfolgungsjagd mit der Polizei beschleunigte Stuntfahrer George Cottle das Gefährt auf bis zu 160 km/h. Um auch bei diesen hohen Geschwindigkeiten dynamische Kamerafahrten zu ermöglichen, wurde ein computergesteuerter Kamerakran auf das Dach eines Mercedes ML 55 montiert. Die Konstruktion wurde als der Ultimate Arm bezeichnet.[10]

Das Finale der entgleisenden Einschienenbahn wurde schließlich mit einer Kombination von Modellen, CGI und Studioaufnahmen verwirklicht.[11]

Batmobil[Bearbeiten]

Hauptartikel: Batmobil

Im Film selbst wurde der „Tumbler“ als ein gepanzertes Brückenfahrzeug für Kriegsgebiete vorgestellt. Entwickelt von der Abteilung für Angewandte Wissenschaften bei Wayne Enterprises schaffte der Tumbler es nie über den Prototypen-Status hinaus und wurde später von Bruce Wayne zum Batmobil umgestaltet.[12]

Soundtrack[Bearbeiten]

Der Soundtrack wurde – wie auch der Nachfolger The Dark Knight – gemeinsam von Hans Zimmer und James Newton Howard produziert; zudem wirkte Ramin Djawadi mit. Alle Tracks auf dem Album sind wissenschaftliche Bezeichnungen von Fledermausgattungen. Zudem bilden die Anfangsbuchstaben der Tracks 4 bis 9 das Wort BATMAN. Der gesamte Soundtrack ist etwa 60:30 Minuten lang und erschien am 13. Juni 2005 im deutschen Handel.

Trackliste

  1. Vespertilio
  2. Eptesicus
  3. Myotis
  4. Barbastella
  5. Artibeus
  6. Tadarida
  7. Macrotus
  8. Antrozous
  9. Nycteris
  10. Molossus
  11. Corynorhinus
  12. Lasiurus

Kritiken[Bearbeiten]

Die Website Rotten Tomatoes ermittelte für den Film einen Wert von 85 % positiven Rezensionen durch Fachkritiker, während 90 % des Publikums dem Film eine positive Wertung bescheinigen (Stand: Januar 2013).[13] Viele Kritiker fanden Gefallen an der realistischeren Herangehensweise. Vor allem der Schwerpunkt auf Bruce Waynes Trauma und die Motive, die ihn dazu führen, als Fledermaus verkleidet gegen das Verbrechen zu kämpfen, wurden gut aufgenommen, wobei aber auch die Schwerfälligkeit kritisiert wurde, mit der diese Motive dargestellt werden.

„Fazit: Realistisch verfremdeter Kino-Comic mit dem besten Batman-Darsteller aller Zeiten“

Cinema[14]

„Die zahlreichen Dialoge vermitteln Tiefgang, die knackigen One-Liner wirken nie deplaziert und Leerlauf kommt zwischen den actionfreien Passagen auch nie auf.“

Filmstarts[15]

„Hervorragend besetzt mit ‚Batman‘ Christian Bale, ‚Alfred‘ Michael Caine, ‚Vogelscheuche‘ Cillian Murphy sowie Liam Neeson und Morgan Freeman, gelingt ‚Batman Begins‘ auf verblüffend realistische Weise die Übertragung selbst surrealster Comic-Imaginationen in die Alltagsbilder der Anderwelt von Gotham City.“

Cinema

„Trotz starker Charaktere und guter Story erreicht diese Comic-Verfilmung infolge der schlechten Inszenierung leider nur Mittelmaß. Nur in den ruhigen, dunklen Bildern überzeugend, nerven bald schon die schlecht in Szene gesetzten Action-Wackelbilder, bei denen man absolut nichts erkennen kann.“

prisma[16]

„Die Vorgeschichte zu den bisherigen ‚Batman‘-Filmen nimmt sich Zeit für die psychologische Motivierung seines Superhelden und zeigt, wie er für den Kampf gegen das Verbrechen rekrutiert wurde. Dabei überschreitet der Film freilich nie die Grenzen des gängigen Inszenierungsstandards, weshalb er trotz einiger versteckter politischer Spitzen allenfalls als passabler Unterhaltungsfilm gefällt.“

Lexikon des Internationalen Films[17]

„Gotham City, zwischen Terrorangst und Shareholder Value, gibt eine erstaunlich treffende Interpretation des heutigen Amerika ab. Aber das ist nicht das einzige Verdienst des Films. Nolan gelingt es, der Figur des Batman ihre Tiefe zurückzugeben. Bruce Wayne ist ein schwieriger Charakter, ambivalent gegenüber seinen Rachegefühlen und unsicher über seine Mission. Er entwickelt sich von dem kleinen Jungen, der in eine Erdhöhle fällt und sich vor den dort lebenden Fledermäusen fürchtet, in einen gebrochenen Mann und schließlich zu einem Helden, der so viele Masken aufsetzt – neben der Batmaske zum Beispiel noch die des oberflächlichen Playboys –, dass er nicht weiß, wer er ist. Wir, als Kinopublikum, wissen aber wieder, was wir an ihm haben.“

– Critic.de[18]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscarverleihung 2006

British Academy Film Awards 2006

Saturn Award 2005 / Saturn Award 2006

MTV Movie Awards 2006

  • Bester Held für Christian Bale
  • Nominierung in der Kategorie Bester Film für Emma Thomas, Charles Roven und Larry J. Franco
  • Nominierung in der Kategorie Bester Filmbösewicht für Cillian Murphy

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Schon nach dem ersten Wochenende der Veröffentlichung entstanden Spekulationen über mehrere Fortsetzungen. Hauptdarsteller Christian Bale schlüpfte dafür erneut in die Rolle des Batman. Auch Morgan Freeman, Gary Oldman und Michael Caine wurden für den zweiten und dritten Teil der Trilogie verpflichtet.

In einem Interview der Filmzeitschrift Cinema erklärte Christian Bale, dass er einen Vertrag über insgesamt drei Batman-Teile abgeschlossen habe und in den nächsten beiden Filmen der Joker und Harvey Dent (Two-Face) mitwirken werde. Des Weiteren tritt ebenfalls in beiden nachfolgenden Teilen The Scarecrow jeweils in Form von Kurzauftritten in Erscheinung. Anfang August 2006 bestätigte das Filmstudio Warner Bros., dass Heath Ledger bereits für die Rolle des Joker unterschrieben habe, nachdem Robin Williams mehrmals angefragt hatte, jedoch abgelehnt wurde. Ein erstes Bild Ledgers in seiner Rolle sollte das britische Filmmagazin Empire als Titelbild auf seiner Januarausgabe 2008 veröffentlichen,[19][20] es wurde aber kurioserweise bereits im November 2007 auf der Internetseite comingsoon.net gezeigt.[21] Die Fortsetzung von Batman Begins hatte seine Premiere am 21. August 2008 unter dem Titel The Dark Knight in den deutschen Kinos. Heath Ledger verstarb unerwartet am 22. Januar 2008 an einer Überdosis Tabletten kurz nach Abschluss der Dreharbeiten.

Im Juli 2012 erschien der dritte und letzte Teil der Trilogie unter dem Namen The Dark Knight Rises. An der Seite von Christian Bale, Morgan Freeman, Michael Caine und Gary Oldman sind auch Tom Hardy als Bane und Anne Hathaway als Selina Kyle/Catwoman zu sehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Dennis O’Neil: Batman Begins. Aus dem Englischen von Ralf Schmitz. Heyne, München 2005, ISBN 3-453-50015-6.
  • Scott Beatty: Batman Begins – Die Welt des dunklen Ritters. Dino, Stuttgart 2002, ISBN 3-8332-1252-7.
  • Claudia Kalindjian: Batman Begins: The Official Movie Guide. Time Inc. Home Entertainment, New York 2005, ISBN 1-932273-44-1. (englisch)
  • Mark Cotta Vaz: The Art of Batman Begins. Chronicle Books, San Francisco 2005, ISBN 0-8118-4948-1. (englisch)
  • Scott Beatty, Bob Kane: Batman Begins: The Visual Guide. DK, London, New York 2005, ISBN 0-7566-1233-0. (englisch)
  • Jody Duncan Jesser, Janine Pourroy: Batman. Das Making-of der Dark Knight Trilogie. Knesebeck, München 2012, ISBN 978-3-86873-460-7, S. 130–157.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 72 kB) der FSK
  2. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  3. Batman Begins in den 250 kommerziell erfolgreichsten Filmen aller Zeiten
  4. a b c Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Die Reise beginnt
  5. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Die Entwicklung der Fledermaus
  6. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Umhang und Maske
  7. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Weg der Erkenntnis
  8. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Entstehung von Gotham City
  9. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Training von Geist und Körper
  10. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Batman - Der Tumbler
  11. Batman Begins 2-Disc Special Edition DVD: Rettung von Gotham City
  12. Vorstellung des Tumbler-Fahrzeuges durch Filmdialoge
  13. Batman Begins Bewertungsseite zu Batman Begins des Metascoredienstes Rotten Tomatoes
  14.  Batman Begins Kritik. In: cinema.de. 2005.
  15.  Batman Begins Kritik. In: filmstarts.de. 2005.
  16. prisma.de: Batman Begins, aufgerufen am 1. Januar 2010.
  17. zweitausendeins.de Filmlexikon Batman Begins, aufgerufen am 25. Mai 2012.
  18. Rezension auf Critic.de, aufgerufen am 16. September 2013.
  19. Empire: He Is Coming…
  20. movie-infos.net: The Joker Is Coming, 26. November 2007.
  21. comingsoon.net: The Joker Revealed Early!, 27. November 2007.