Landkreis Waldshut

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Waldshut Deutschlandkarte, Position des Landkreises Waldshut hervorgehoben47.62258.2055555555556Koordinaten: 47° 37′ N, 8° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Region: Hochrhein-Bodensee
Verwaltungssitz: Waldshut-Tiengen
Fläche: 1.131,19 km²
Einwohner: 163.699 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: WT
Kreisschlüssel: 08 3 37
Kreisgliederung: 32 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Kaiserstraße 110
79761 Waldshut-Tiengen
Webpräsenz: www.landkreis-waldshut.de
Landrat: Tilman Bollacher (CDU)
Lage des Landkreises Waldshut in Baden-Württemberg
Frankreich Schweiz Österreich Bodensee Rheinland-Pfalz Hessen Freistaat Bayern Alb-Donau-Kreis Baden-Baden Landkreis Biberach Landkreis Böblingen Bodenseekreis Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Enzkreis Landkreis Esslingen Freiburg im Breisgau Landkreis Freudenstadt Landkreis Göppingen Heidelberg Landkreis Heidenheim Landkreis Heilbronn Heilbronn Hohenlohekreis Landkreis Karlsruhe Karlsruhe Landkreis Konstanz Landkreis Lörrach Landkreis Ludwigsburg Main-Tauber-Kreis Mannheim Neckar-Odenwald-Kreis Ortenaukreis Ostalbkreis Pforzheim Landkreis Rastatt Landkreis Ravensburg Rems-Murr-Kreis Landkreis Reutlingen Rhein-Neckar-Kreis Landkreis Rottweil Landkreis Schwäbisch Hall Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Sigmaringen Stuttgart Landkreis Tübingen Landkreis Tuttlingen Ulm Landkreis Waldshut ZollernalbkreisKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Waldshut (alemannisch: Waldshuet) ist einer der südlichsten Landkreise in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Hochrhein-Bodensee im Regierungsbezirk Freiburg. Er grenzt im Westen an den Landkreis Lörrach, im Norden an den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, im Nordosten an den Schwarzwald-Baar-Kreis, im Osten an den Schweizer Kanton Schaffhausen, im Südosten an den Kanton Zürich und im Süden an den Kanton Aargau. Im Süden bildet der Rhein die Staatsgrenze.

Geografie[Bearbeiten]

Der Landkreis Waldshut umfasst landschaftlich Teile des Südschwarzwalds einschließlich des Hotzenwalds, aber auch Teile des Hochrheins und den Klettgau, durch den die Wutach fließt.

Die Liste der Orte im Landkreis Waldshut enthält die ungefähr 549 Orte (Städte, Dörfer, Weiler, Höfe und Wohnplätze) des Landkreises Waldshut im geographischen Sinne.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor 1803 gehörte der größte Teil des heutigen Landkreises zu Vorderösterreich. Daneben gab es die Landgrafschaft Klettgau, die zuletzt den Fürsten von Schwarzenberg gehörte, und die Landgrafschaft Stühlingen, die zuletzt den Fürsten von Fürstenberg gehörte. Die Grafschaft Bonndorf und die Herrschaft Blumegg waren reichsunmittelbar, gehörten aber dem Kloster St. Blasien, während das Kloster selbst zu Vorderösterreich gehörte. Am Rhein gab es um Hohentengen die Obervogtei Rötteln, die dem Hochstift Konstanz gehörte. Zwischen 1803 und 1806 kam das gesamte heutige Kreisgebiet zu Baden, 1945 zu Südbaden, mit diesem 1952 zum Land Baden-Württemberg. Dort wurden im heutigen Kreisgebiet zunächst (1809) die Ämter Waldshut, Bettmaringen, Bonndorf, Klein-Laufenburg, Jestetten, Nollendorf, St. Blasien, Säckingen, Stühlingen, Schopfheim, Tiengen und Wehr geschaffen. Die westlichen Ämter gehörten zum Wiesenkreis mit Sitz in Lörrach, seit 1815 zum Dreisamkreis mit Sitz in Freiburg, seit 1832 zum Oberrheinkreis. Die östlichen Ämter gehörten ab 1813 zum Seekreis mit Sitz in Konstanz. Die Ämtereinteilung wechselte in der Folge oft. 1813 wurde das Amt Wehr aufgelöst, Laufenburg und Tiengen 1819, Stühlingen und Jestetten 1856. St. Blasien verlor seinen Amtsstatus 1924, Schopfheim 1936. Übrig blieben im heutigen Kreisgebiet 1936 nur noch die Ämter Neustadt im Schwarzwald, Säckingen und Waldshut. 1939 wurde die badische Ämterordnung in das reichsweite System von Landkreisen und Regierungsbezirken überführt. Somit entstanden aus den drei noch verbliebenen Ämtern die Landkreise Säckingen (SÄK), Waldshut (WT) und Neustadt (NEU). Letzterer änderte 1956 seinen Namen in Landkreis Hochschwarzwald. Zunächst gehörte der Landkreis Waldshut zum Regierungsbezirk Südbaden.

Bei der Kreisreform am 1. Januar 1973 entstand der heutige Landkreis Waldshut im neu umschriebenen Regierungsbezirk Freiburg. Damals wurden die Altkreise Säckingen und Hochschwarzwald aufgelöst und Teile hiervon dem Landkreis Waldshut zugeordnet. Die anderen Teile beider Altkreise wurden auf die Landkreise Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald aufgeteilt. Da viele kleine Gemeinden mit wenig Industrie und Gewerbe zum Landkreis Waldshut gehören, gilt er als einer der ärmeren Landkreise in Baden-Württemberg.

Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Waldshut 32 Gemeinden, darunter 7 Städte und hiervon wiederum 1 Große Kreisstadt, Waldshut-Tiengen, die gleichzeitig die größte Stadt des Kreises ist. Die kleinste Gemeinde ist Ibach.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).

Datum Einwohnerzahlen
31. Dezember 1973 143.389
31. Dezember 1975 142.920
31. Dezember 1980 143.647
31. Dezember 1985 145.586
27. Mai 1987 ¹ 144.883
Datum Einwohnerzahlen
31. Dezember 1990 155.221
31. Dezember 1995 163.326
31. Dezember 2000 164.944
31. Dezember 2005 167.274
30. Juni 2006 167.304

Politik[Bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten]

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 48,99 %
 %
50
40
30
20
10
0
40,80 %
22,74 %
17,61 %
9,96 %
7,54 %
1,35 %
n. k.
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+3,30 %p
-2,56 %p
+0,31 %p
+1,16 %p
-1,96 %p
+1,35 %p
-1,2 %p
-0,4 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 40,80 19 37,5 20
FW Freie Wähler Ortenau 22,73 11 25,3 14
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 17,61 8 17,3 9
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 9,96 5 8,8 5
FDP Freie Demokratische Partei 7,54 3 9,5 5
LINKE Die Linke 1,35 1 0,0 0
ÖDP Ökologisch-Demokratische Partei 1,2 0
REP Die Republikaner 0,4 0
gesamt 100,0 47 100,0 53
Wahlbeteiligung 48,99 % 51,7 %

Landrat[Bearbeiten]

Der Landrat wird vom Kreistag für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Er ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Landräte des Landkreises Säckingen 1945–1972:

  • 1945–1949: Alfons Oswald
  • 1949–1968: Otto Bischof
  • 1968–1972: Otto Leible

Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Bezirksamts bzw. Landkreises Waldshut seit 1807:

Wappen[Bearbeiten]

Durch einen silbernen Wellenschrägbalken geteilt: oben in Grün ein schräg liegender, aus dem hinteren Schildrand wachsender goldener Abtsstab; unten in Blau ein goldenes Turbinenrad. Das Wappen wurde am 11. Dezember 1973 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen.

Das Turbinenrad steht für die bedeutende Rolle der elektrischen Energie für die wirtschaftliche Entwicklung des Hochrheins. Der Wellenbalken symbolisiert die Flüsse Rhein, Wehra, Murg, Alb, Schwarza, Schlücht, Steina und Wutach, die das Kreisgebiet durchziehen. Der Abtsstab verweist auf die klösterlichen Gründungen im Kreisgebiet.

Der frühere Landkreis Waldshut hatte vor der Kreisreform ein anderes Wappen. Es zeigte in von Silber und Rot gespaltenem Schild vorne auf grünem Dreiberg eine grüne Tanne mit goldenem Stamm, hinten ein silbernes Turbinenrad über silbernem Wellenbalken. Dieses Wappen war dem Landkreis Waldshut am 25. November 1957 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen worden. Die Wappenbilder sollten auf die wirtschaftlichen Hauptzweige im Kreisgebiet, den Waldreichtum und die Industrie hinweisen. Mit der Neubildung des Kreises bei der Kreisreform verlor es seine Gültigkeit.

Siehe auch: Liste der Wappen im Landkreis Waldshut

Kultur[Bearbeiten]

Am 30. Mai 2011 wurde ein dritter und vorläufig letzter Projektabschnitt fertig gestellt, in dem Bildende Künstler aus der Region – unter ihnen Cordula Güdemann und Kolibri – für insgesamt 32 Punkte an der Waldshuter Landkreisgrenze Flaggen gestaltet haben. [2][3][4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Landkreis ist zum größten Teil von mittelständischen Betrieben geprägt. 85 % der Beschäftigen arbeiten in Betrieben mit weniger als 100 Mitarbeitern.

Im Dienstleistungssektor dominieren Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen, Handel, Tourismus, Logistik und Energieversorgung. Schwerpunkte im Produzierenden Gewerbe sind Metallbearbeitung, Maschinen- und Fahrzeugbau, Chemie- und Textilindustrie sowie Holz- und Kunststoffverarbeitung. Das Handwerk stellt mit rund 2.000 Betrieben und 20.000 Beschäftigten eine starke Säule der Wirtschaft. Tourismus und Gesundheitswesen sind besonders im Hochschwarzwald und am Hochrhein wichtige Wirtschaftsfaktoren. Mit 433.446 Gästeankünften (2010) und 1,974 Mio. Übernachtungen gehört der Landkreis Waldshut zu den wichtigsten Tourismusdestinationen in Baden-Württemberg.

Zur umsatzstärksten Firma (2012) des Landkreises hat sich die STo AG entwickelt

K-Gebäude des Architekten Michael Wilford in Weizen

Rund 12.600 Arbeitnehmer (Stand: 2011) sind Grenzgänger in die Schweiz, das sind knapp 18 % der Erwerbstätigen (2009: 70.400). Die Grenzgänger werden seit 2009 bei der Berechnung der Arbeitslosenquote berücksichtigt. Die Arbeitslosenquote lag im Juni 2011 bei 3,0 %.

Verkehr[Bearbeiten]

Am Hochrhein entlang verläuft die von der Badischen Staatsbahn erbaute Hochrheinbahn als Hauptstrecke von Basel nach Schaffhausen. Diese erreichte 1856 Waldshut, von wo 1859 eine Verbindungsbahn über den Rhein in das schweizerische Koblenz hinzukam, und 1863 Schaffhausen.

Da diese wichtige Linie durch das Staatsgebiet der neutralen Schweiz führt, verlängerte man die 1875/76 von Lauchringen über Stühlingen bis Weizen eröffnete Nebenbahn im Jahre 1890 mit aufwendigen Kunstbauten als eine strategische Bahn über Zollhaus-Blumberg ins Donautal. Im selben Jahr entstand ebenfalls aus militärischen Gründen die Strecke Bad Säckingen – Schopfheim.

Der Luftkurort Bonndorf erhielt 1907 einen Anschluss an die Höllentalbahn über den Bahnhof Kappel Gutachbrücke.

Eine Besonderheit stellt auch die 1897 von der Schweizerischen Nordostbahn in Betrieb genommene Hauptbahn Schaffhausen – Zürich dar, die heute den Schweizerischen Bundesbahnen gehört und im Kreisgebiet drei Bahnhöfe besitzt.

Dazu gehören folgende drei Gemeinden:

Von den 115 Kilometern Schienennetz wurden 31 Kilometer für den regulären Personenverkehr stillgelegt:

Durch das Kreisgebiet führen bislang nur ein kleines Teilstück der Bundesautobahn 98 BaselSchaffhausen sowie mehrere Bundesstraßen, darunter die B 34 LörrachWaldshut-Tiengen-Singen über Schweizer Gebiet, die als Autobahnzubringer zur A 81 dienende B 314 Waldshut-Tiengen-Blumberg-Singen über deutsches Gebiet und die B 500 Schluchsee–Waldshut. Ferner erschließen mehrere Landes- und Kreisstraßen den Landkreis.

Grenze zur Schweiz[Bearbeiten]

Die Grenze zur Schweiz ist ein wesentlicher Bestandteil der Struktur des Landkreis Waldshut, sie hat eine lange Geschichte, die verbindet und trennt. Im Ersten Weltkrieg und im Zweiten Weltkrieg war sie besonders gesichert durch die Grenzbesetzung. Auch heute sind noch Grenzbefestigungen der Schweiz sichtbar.

Auch nach dem Beitritt der Schweiz zum Schengener Abkommen wird die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und Deutschland überwacht. Kontrolliert wird dabei der Warenverkehr zwischen dem Schweizer Zollgebiet und dem Zollgebiet der EU. Dies geschieht durch das Schweizer Grenzwachtkorps und die Deutsche Bundespolizei.

Der Grenzübertritt wird geregelt an den Grenzübergängen zumeist über die Rheinbrücken und durch die Verzollungsanlagen. Für den Kreis Waldshut relevant sind die Zollübergänge zwischen Waldshut-Tiengen – Koblenz, Bad Säckingen - Stein, Laufenburg (Baden) - Laufenburg (Schweiz), Hochrheinbrücke,[5] Rheinheim – Bad Zurzach, Erzingen – Trasadingen, Jestetten – Neuhausen, Lottstetten – Rafz und Stühlingen – Schleitheim.

Kreiseinrichtungen[Bearbeiten]

Der Landkreis Waldshut ist Träger folgender Beruflicher Schulen: Gewerbliche Schulen Bad Säckingen, Gewerbliche Schulen Waldshut-Tiengen, Rudolf-Eberle-Schule (Kaufmännische Schulen) Bad Säckingen, Kaufmännische Schulen Waldshut-Tiengen, Hauswirtschaftliche Schulen Bad Säckingen, Justus-von-Liebig-Schule (Hauswirtschaftliche Schulen) Waldshut-Tiengen, ferner folgender Förderschulen: Martin-Gerbert-Schule (Förderschule) Bonndorf, Rudolf-Graber-Schule (Förderschule) Bad Säckingen, Langenstein-Schule (Förderschule) Waldshut-Tiengen, Schule für Sprachbehinderte Waldshut-Tiengen, Waldtorschule (Förderschule) Waldshut-Tiengen, Laufenschule für Geistigbehinderte Laufenburg, Carl-Heinrich-Rösch-Schule für Geistigbehinderte mit Schulkindergarten Waldshut-Tiengen und Wutachschule für Körperbehinderte mit Schulkindergarten Waldshut-Tiengen.

Weitere Schulen im Landkreis Waldshut sind:

Der Landkreis Waldshut ist Gesellschafter der Hegau-Bodensee-Hochrhein-Kliniken GmbH, die seit 1. Januar 2004 unter anderem die beiden ehemaligen Kreiskrankenhäuser Bad Säckingen und Loreto in Stühlingen betreibt. Der Landkreis Waldshut betreibt ferner sein Pflegeheim Jestetten in der Form eines Eigenbetriebs.

Das Landratsamt Waldshut (inkl. Außenstellen und Eigenbetrieben) ist nach der Eingliederung der Sonderbehörden zum 1. Januar 2005 zum größten Arbeitgeber im Landkreis geworden.

Seit dem 1. Juli 1991 besteht das Kreisarchiv des Landkreis Waldshut in Albbruck.[6]

Energie[Bearbeiten]

Im Landkreis befinden sich vier 380-kV-Umspannwerke in Tiengen, Gurtweil, Kühmoos und Schwörstadt und drei Pumpspeicherwerke in Waldshut, Witznau und Häusern.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2012[7])

Städte

  1. Bad Säckingen (16.240)
  2. Bonndorf im Schwarzwald (6749)
  3. Laufenburg (Baden) (8658)
  4. St. Blasien (3684)
  5. Stühlingen (5028)
  6. Waldshut-Tiengen (22.574)
  7. Wehr (12.671)

Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften und Gemeindeverwaltungsverbände

  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Bonndorf im Schwarzwald mit der Gemeinde Wutach
  2. Gemeindeverwaltungsverband Jestetten mit Sitz in Jestetten; Mitgliedsgemeinden: Dettighofen, Jestetten und Lottstetten
  3. Gemeindeverwaltungsverband Küssaberg mit Sitz in Küssaberg; Mitgliedsgemeinden: Küssaberg und Hohentengen am Hochrhein
  4. Gemeindeverwaltungsverband Oberes Schlüchttal mit Sitz in Ühlingen-Birkendorf; Mitgliedsgemeinden: Grafenhausen und Ühlingen-Birkendorf
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Bad Säckingen mit den Gemeinden Herrischried, Murg und Rickenbach
  6. Gemeindeverwaltungsverband St. Blasien mit Sitz in St. Blasien; Mitgliedsgemeinden: Stadt St. Blasien und Gemeinden Bernau, Dachsberg (Südschwarzwald), Häusern, Höchenschwand, Ibach und Todtmoos
  7. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Waldshut-Tiengen mit den Gemeinden Dogern, Lauchringen und Weilheim
  8. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Wutöschingen mit der Gemeinde Eggingen

Gemeinden

  1. Albbruck (7122)
  2. Bernau im Schwarzwald (1892)
  3. Dachsberg (Südschwarzwald) (1341)
  4. Dettighofen (1101)
  5. Dogern (2280)
  6. Eggingen (1643)
  7. Görwihl (4272)
  8. Grafenhausen (2189)
  9. Häusern (1239)
  10. Herrischried (2688)
  11. Höchenschwand (2477)
  12. Hohentengen am Hochrhein (3689)
  13. Ibach (380)
  14. Jestetten (4921)
  15. Klettgau (7462)
  16. Küssaberg (5275)
  17. Lauchringen (7576)
  18. Lottstetten (2162)
  19. Murg (6775)
  20. Rickenbach (3844)
  21. Todtmoos (1876)
  22. Ühlingen-Birkendorf (5162)
  23. Weilheim (3072)
  24. Wutach (1201)
  25. Wutöschingen (6456)
Aare Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Lörrach Landkreis Konstanz Landkreis Tuttlingen Schwarzwald-Baar-Kreis Albbruck Bad Säckingen Bernau im Schwarzwald Bonndorf im Schwarzwald Dachsberg (Südschwarzwald) Dettighofen Dogern Eggingen Görwihl Grafenhausen Häusern Herrischried Höchenschwand Hohentengen am Hochrhein Ibach (Schwarzwald) Jestetten Klettgau (Gemeinde) Küssaberg Lauchringen Laufenburg (Baden) Lottstetten Murg (Hochrhein) Rickenbach (Hotzenwald) St. Blasien Stühlingen Todtmoos Ühlingen-Birkendorf Waldshut-Tiengen Wehr (Baden) Weilheim (Baden) Wutach (Gemeinde) Wutöschingen Schweiz RheinMunicipalities in WT.svg
Über dieses Bild

Städte und Gemeinden vor der Kreisreform[Bearbeiten]

Landkreis Waldshut vor der Kreisreform

Vor der Kreisreform am 1. Januar 1973 bzw. vor der Gemeindereform gehörten zum (alten) Landkreis Waldshut seit 1936 insgesamt 81 Gemeinden, darunter die drei Städte Stühlingen, Tiengen (Oberrhein) (ab 3. September 1964 Tiengen/Hochrhein) und Waldshut.

Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im alten Landkreis Waldshut machte die Gemeinde Immeneich, die sich am 1. Juli 1971 mit der Gemeinde Schlageten, Landkreis Säckingen, zur neuen Gemeinde Albtal vereinigte, die somit ganz zum Landkreis Waldshut gehörte, der sich dadurch entsprechend vergrößerte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig, bis der Landkreis Waldshut schließlich 1973 aufgelöst wurde bzw. im vergrößerten Landkreis Waldshut aufging.

Größte Gemeinde des alten Landkreises Waldshut war die Kreisstadt Waldshut, kleinste Gemeinde war Staufen.

Der alte Landkreis Waldshut umfasste zuletzt eine Fläche von 590 Quadratkilometer und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 71.975 Einwohner.

Einwohnerentwicklung des alten Landkreises Waldshut bis 1970. Alle Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.

Datum Einwohnerzahlen
17. Mai 1939 46.070
13. September 1950 54.407
Datum Einwohnerzahlen
6. Juni 1961 65.266
27. Mai 1970 71.975

Die Gemeinden des alten Landkreises Waldshut vor der Gemeindereform. Alle Gemeinden gehören auch heute noch zum Landkreis Waldshut.

frühere Gemeinde heutige Gemeinde Einwohnerzahl
am 6. Juni 1961
Aichen Waldshut-Tiengen 363
Albbruck Albbruck 2.472
Altenburg Jestetten 831
Amrigschwand Höchenschwand 425
Baltersweil Dettighofen 301
Bannholz Weilheim 348
Bechtersbohl Küssaberg 219
Berau Ühlingen-Birkendorf 556
Bergöschingen Hohentengen am Hochrhein 183
Berwangen Dettighofen 158
Bettmaringen Stühlingen 449
Bierbronnen Weilheim 243
Birkendorf im Vogelsang Ühlingen-Birkendorf 582
Birkingen Albbruck 323
Birndorf Albbruck 445
Blumegg Stühlingen 267
Breitenfeld Waldshut-Tiengen 152
Brenden Ühlingen-Birkendorf 198
Buch Albbruck 633
Bühl Klettgau 329
Dangstetten Küssaberg 637
Degernau Wutöschingen 353
Dettighofen Dettighofen 470
Detzeln Waldshut-Tiengen 244
Dillendorf Bonndorf im Schwarzwald 344
Dogern Dogern 1.421
Eberfingen Stühlingen 361
Erzingen Klettgau 2.296
Eschbach Waldshut-Tiengen 324
Geißlingen Klettgau 640
Grießen Klettgau 1.617
Grimmelshofen Stühlingen 400
Gurtweil Waldshut-Tiengen 1.026
Höchenschwand Höchenschwand 756
Hohentengen Hohentengen am Hochrhein 1.136
Horheim Wutöschingen 887
Hürrlingen Ühlingen-Birkendorf 220
Immeneich St. Blasien 170
Indlekofen Waldshut-Tiengen 273
Jestetten Jestetten 2.263
Kadelburg Küssaberg 1.168
Krenkingen Waldshut-Tiengen 278
Küßnach Küssaberg 140
Lausheim Stühlingen 265
Lembach Wutach 191
Lienheim Hohentengen am Hochrhein 576
Lottstetten Lottstetten 1.313
Mauchen Stühlingen 466
Mettenberg Grafenhausen 217
Nöggenschwiel Weilheim 358
Oberalpfen Waldshut-Tiengen 286
Obereggingen Eggingen 291
Oberlauchringen Lauchringen 1.442
Obermettingen Ühlingen-Birkendorf 210
Oberwangen Stühlingen 185
Ofteringen Wutöschingen 310
Rechberg Klettgau 278
Reckingen Küssaberg 287
Remetschwiel Weilheim 359
Rheinheim Küssaberg 572
Riedern am Sand Klettgau 268
Riedern am Wald Ühlingen-Birkendorf 377
Schwaningen Stühlingen 329
Schwerzen Wutöschingen 592
Staufen Grafenhausen 116
Stetten Hohentengen am Hochrhein 378
Stühlingen, Stadt Stühlingen 1.747
Tiefenhäusern Höchenschwand 353
Tiengen/Hochrhein, Stadt Waldshut-Tiengen 6.832
Ühlingen Ühlingen-Birkendorf 729
Unteralpfen Albbruck 598
Untereggingen Eggingen 737
Unterlauchringen Lauchringen 2.579
Untermettingen Ühlingen-Birkendorf 682
Unterwangen Stühlingen 157
Waldkirch Waldshut-Tiengen 450
Waldshut, Stadt Waldshut-Tiengen 10.883
Weilheim Weilheim 586
Weisweil Klettgau 282
Weizen Stühlingen 609
Wutöschingen Wutöschingen 1.475

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen WT zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. landkreis-waldshut.de Zu Flaggen-Projekt, Abschnitt 2009
  3. landkreis-waldshut.de Zu Flaggen-Projekt, Abschnitt 2010
  4. landkreis-waldshut.de Zu Flaggen-Projekt, Abschnitt 2011
  5. http://www.schleith.de/geschaeftsbereiche/tiefbau/zollanlage-laufenburg.html
  6. Anschrift auf der Webseite des Landkreis Waldshut
  7. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)

Literatur[Bearbeiten]

  • Das Land Baden-Württemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg; Band VI: Regierungsbezirk Freiburg; Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2
  • Harald Huber: Wappenbuch des Landkreises Waldshut. Südkurier, Konstanz 1982, ISBN 3-87799-018-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Waldshut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien