Frómista

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Gemeinde Frómista
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Frómista
Frómista (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Palencia
Koordinaten 42° 16′ N, 4° 24′ W42.266666666667-4.4788Koordinaten: 42° 16′ N, 4° 24′ W
Höhe: 788 msnm
Fläche: 46,73 km²
Einwohner: 832 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 17,8 Einw./km²
Postleitzahl: 34440
Gemeindenummer (INE): 34074 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Fernando Díez Mediavilla
(PP, 2003)
Webpräsenz der Gemeinde

Frómista ist ein Ort am Jakobsweg in der Provinz Palencia der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Geschichte[Bearbeiten]

Bravo Lozano nennt als Bewohner der ersten Ansiedlung auf dem Gebiet des heutigen Frómista den keltischen Stamm der Vakzäer, (lateinisch: Vaccei), ihnen folgten die Westgoten, die Frómista zu einem bedeutenden Ort ausbauten. Wahrscheinlich basiert auch der Ortsname auf einem westgotischen Eigennamen, eine eingängigere, häufig gebrauchte, aber wohl volksetymologische Erklärung verweist auf das Hauptanbauprodukt der Umgegend, den Weizen, und die Nähe des Ortsnamens zu Frumentum, dem lateinischen Namen dieses Getreides.

Im Zug der maurischen Invasion Spaniens wurde Frómista zerstört und blieb wegen sich verschiebender Frontverläufe über ein Jahrhundert unbesiedeltes Niemandsland. Erst im 10. Jahrhundert kehrten Menschen in die zur Wüstung verfallene Stadt zurück. 1066 gründete Munia Mayor, Gräfin von Kastilien und Witwe des navarrischen Königs Sancho III. Mayor, hier ein Benediktinerkloster und wurde auf ihren Wunsch hin dort bestattet. Das Kloster wurde im 12. Jahrhundert dem Kloster San Zoilo in Carrión de los Condes unterstellt, seinen einzigen Überrest stellt die Kirche San Martín dar, eine der wichtigsten romanischen Kirchen am Jakobsweg.

1190 wurde in Frómista Petrus Gonzáles geboren, dieser später seliggesprochene Dominikanermönch ist in Spanien und Portugal als Sant Elm oder San Telmo bekannt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche San Martin
  • Romanische Kirche San Martín (Frómista), 11. Jahrhundert
  • Kirche Santa María del Castillo, Gotik/Renaissance
  • Kirche San Pedro, Romanik/Gotik
  • Einsiedelei Ermita del Otero
  • Canal de Castilla und seine Schleusen

Literatur[Bearbeiten]

  • Míllan Bravo Lozano: Praktischer Pilgerführer. Der Jakobsweg. Editorial Everest, Léon 1994, ISBN 84-241-3835-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frómista – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
Muszla Jakuba.svg
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