Puente la Reina

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Gemeinde Puente la Reina (Gares)
Puente la Reina
Puente la Reina
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Puente la Reina (Gares)
Puente la Reina (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: NavarraNavarra Navarra
Provinz: Navarra
Comarca: Valdizarbe
Koordinaten 42° 40′ N, 1° 49′ W42.670555555556-1.8161111111111344Koordinaten: 42° 40′ N, 1° 49′ W
Höhe: 344 msnm
Fläche: 39,7 km²
Einwohner: 2.787 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 70,2 Einw./km²
Postleitzahl: 31100
Gemeindenummer (INE): 31206 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Eva Erro Ochoa
(Agrupación Ximénez de Rada)
Webpräsenz der Gemeinde
Lage der Gemeinde
Navarra - Mapa municipal Puente la Reina.svg

Puente la Reina (baskisch Gares) ist eine Gemeinde mit 2787 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) in der autonomen Region Navarra (Spanien)[2]. In Puente la Reina vereinigen sich der aragonesische und der navarresische Zweig des Jakobsweges, der gemeinsame Weg überquert den Fluss Arga über die gleichnamige Brücke.

Geschichte[Bearbeiten]

Name und Entwicklung sind mit der von der navarresischen Königin Dona Mayor, Frau des Königs Sancho Mayor, oder ihrer Schwiegertochter gestifteten Brücke verbunden. Bei aller Unsicherheit bezüglich der Stifterin, sicher ist die Konstruktion der Brücke in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts.

Weil Flussüberquerungen gefährlich, Umwege weit und Fährdienste teuer waren, konzentrierten sich daher die Pilgerströme schnell auf diese Brücke. Es folgten die Ansiedlung von Franken und die Gründung eines Marktfleckens. Die Entwicklung der Stadt ist Beispiel für die Infrastrukturprojekte dieser Zeit und ihre Wirkung, und am Jakobsweg in vergleichbarer Form häufig zu finden.

1122 erhielt sie die Stadtrechte, ab 1235 begann der Bau der Stadtmauer. Es folgte die Schenkung der Stadt durch García IV. an die Templer und nach deren Auflösung zu Beginn des 14. Jahrhunderts ging sie an die Johanniter über.


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Iglesia del Crucifijo/Kruzifix-Kirche

Kirche des ehemaligen Templerklosters (13./14. Jh.) mit einem romanischen Portal von der vorherigen Kapelle stammend und einem Y-Kreuz des Weichen Stils der Spätgotik als Besonderheiten. Letzteres soll aus dem Rheinland stammen.

  • Santiago-Kirche

12.–16. Jh., mit einem typisch navarrischen romanischen Zackenportal. Der Turm stammt aus dem 18. Jh., am Portal verwitterte Szenen der Schöpfungsgeschichte, innen Holzfigur Santiago Peregrino mit Stab und Muschel aus dem 14. Jh.

  • Beachtenswert sind auch die alten, wappengeschmückten Adels- und Bürgerhäuser entlang der alten Hauptstraße. Bei vielen finden sich kunstvoll gearbeitete Dachsparren, ein Charakteristikum navarrischer Architektur.


Literatur[Bearbeiten]

  • Cordula Rabe: Spanischer Jakobsweg. Von den Pyrenäen bis Santiago de Compostela. Alle Etappen – mit Varianten und Höhenprofilen. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-4330-0 (Rother Wanderführer).
  • Bert Teklenborg: Radwandern entlang des Jakobswegs. Vom Rhein an das westliche Ende Europas. (Radwanderreiseführer, Routenplaner). 3. überarbeitete Auflage. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7022-2626-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Ortsinformationen der Regionalregierung Navarra (spanisch)

Weblinks[Bearbeiten]

Muszla Jakuba.svg
Navigationsleiste Jakobsweg „Camino Francés

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