NHL 1969/70

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Meister: Logo der Boston Bruins Boston Bruins
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Die NHL-Saison 1969/70 war die 53. Spielzeit in der National Hockey League. 12 Teams spielten jeweils 76 Spiele. Den Stanley Cup gewannen die Boston Bruins nach einem 4:0-Erfolg in der Finalserie gegen die St. Louis Blues.

Auch im dritten Jahr hatten die neuen Teams ihren Abstand zu den etablierten „Original Six“ nicht verringern können. Wieder waren die Blues ihr Vertreter im Finale und wieder blieben sie ohne auch nur einen Sieg. Es war die Saison des Bobby Orr und hier sind sich die Experten einig, es war die herausragendste Saison, die ein einzelner Spieler jemals in der NHL hatte. Bisher existierende Rekorde purzelten und Orr hob die Messlatte in unvorstellbare Höhen. Im Vorjahr hatte Pat Stapleton mit 50 Assists einen Vorlagenrekord aufgestellt, Orr hatte ihn schon am 15. Januar eingeholt. Drei Tage später war sein eigener Rekord mit 64 Punkten von einem Verteidiger fällig. Genau einen Monat später war es sein eigener Rekord von 21 Toren von einem Verteidiger, der nun der Vergangenheit angehörte. 33 Tore, 87 Vorlagen und somit 120 Punkte waren die neuen Bestmarken, doch nicht die absoluten Zahlen, sondern der Vergleich mit den alten Werten machte diese Saison so einzigartig. Nie wieder hat ein Spieler die Rekorde derart verbessert und noch nie war ein Verteidiger der beste Scorer der Saison. Auch in den Play Offs waren die Rekorde vor Orr nicht sicher. Die Bestmarken für Verteidiger lagen hier seit 1938 mit 5 Toren bei Babe Siebert und seit 1962 mit 16 Punkten bei Tim Horton. Bobby war hier mit 9 Toren 11 Assists und 20 Punkten das Maß aller Dinge. Am Ende der Saison wurde er mit 4 Trophies geehrt.

Das Spiel der Verteidiger in der NHL und die Erwartungshaltung daran war nicht mehr das was es vor der Saison gewesen ist. War da sonst noch was in dieser Saison? Ja! In Chicago sorgte ein junger Torwart für Aufsehen. Tony Esposito schaffte in seiner Rookiesaison 15 Shutouts was für einen Rookie Rekord war und seit den späten 1920er Jahren kein Torwart mehr geschafft hatte. In diesem Jahr starb Terry Sawchuk, der vielleicht beste Torwart der NHL-Geschichte im Alter von nur 40 Jahren. Er erlag den schweren Verletzungen die er sich bei einer Auseinandersetzung mit seinem Mannschaftskameraden, Ron Stewart, in seinem Garten zugezogen hatte. Auch zwei andere Raufbolde sorgten für Furore. In einem Vorbereitungsspiel gerieten Bostons Ted Green und Wayne Maki aus St. Louis aneinander. Die beiden vergaßen wofür die Schläger eigentlich da waren und lieferten sich ein spektakuläres Gefecht.

Reguläre Saison[Bearbeiten]

Abschlusstabellen[Bearbeiten]

Abkürzungen: W = Siege, L = Niederlagen, T = Unentschieden, GF= Erzielte Tore, GA = Gegentore, Pts = Punkte

East Division W L T GF GA Pts
Chicago Blackhawks 45 22 9 250 170 99
Boston Bruins 40 17 19 277 216 99
Detroit Red Wings 40 21 15 246 199 95
New York Rangers 38 22 16 246 189 92
Montréal Canadiens 38 22 16 244 201 92
Toronto Maple Leafs 29 34 13 222 242 71
West Division W L T GF GA Pts
St. Louis Blues 37 27 12 224 179 86
Pittsburgh Penguins 26 38 12 182 238 64
Minnesota North Stars 19 35 22 224 257 60
Oakland Seals 22 40 14 169 243 58
Philadelphia Flyers 17 35 24 197 225 58
Los Angeles Kings 14 52 10 168 290 38

Beste Scorer[Bearbeiten]

Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte

Spieler Team GP G A Pts
Bobby Orr Boston 76 33 87 120
Phil Esposito Boston 76 43 56 99
Stan Mikita Chicago 76 39 47 86
Phil Goyette St. Louis 72 29 49 78
Walt Tkaczuk NY Rangers 76 27 50 77
Jean Ratelle NY Rangers 75 32 42 74
Red Berenson St. Louis 67 33 39 72
Jean-Paul Parise Minnesota 74 24 48 72
Gordie Howe Detroit 76 31 40 71
Frank Mahovlich Detroit 74 38 32 70
Dave Balon NY Rangers 76 33 37 70
John McKenzie Boston 72 29 41 70

Stanley-Cup-Playoffs[Bearbeiten]

Alle Spiele fanden im Jahr 1970 statt

Runde 1[Bearbeiten]

Chicago Blackhawks vs. Detroit Red Wings
Datum Auswärtsteam Heimteam Notes
8. April Detroit 2 4 Chicago
9. April Detroit 2 4 Chicago
11. April Chicago 4 2 Detroit
12. April Chicago 4 2 Detroit
Chicago gewinnt die Serie mit 4:0.
Boston Bruins vs. New York Rangers
Datum Auswärtsteam Heimteam Notes
8. April NY Rangers 2 8 Boston
9. April NY Rangers 2 5 Boston
11. April Boston 3 4 NY Rangers
12. April Boston 2 4 NY Rangers
14. April NY Rangers 2 3 Boston
16. April Boston 4 1 NY Rangers
Boston gewinnt die Serie mit 4:2.
Minnesota North Stars vs. St. Louis Blues
Datum Auswärtsteam Heimteam Notes
8. April Minnesota 2 6 St. Louis
9. April Minnesota 1 2 St. Louis
11. April St. Louis 2 4 Minnesota
12. April St. Louis 0 4 Minnesota
14. April Minnesota 3 6 St. Louis
16. April St. Louis 4 2 Minnesota
St. Louis gewinnt die Serie mit 4:2.
Oakland Seals vs. Pittsburgh Penguins
Datum Auswärtsteam Heimteam Notes
8. April Oakland 1 2 Pittsburgh
9. April Oakland 1 3 Pittsburgh
11. April Pittsburgh 5 2 Oakland
12. April Pittsburgh 3 2 Oakland OT
Pittsburgh gewinnt die Serie mit 4:0.

Runde 2[Bearbeiten]

Chicago Blackhawks vs. Boston Bruins
Datum Auswärtsteam Heimteam Notes
19. April Boston 6 3 Chicago
21. April Boston 4 1 Chicago
23. April Chicago 2 5 Boston
26. April Chicago 4 5 Boston
Boston gewinnt die Serie mit 4:0.
St. Louis Blues vs. Pittsburgh Penguins
Datum Auswärtsteam Heimteam Notes
19. April Pittsburgh 1 3 St. Louis
21. April Pittsburgh 1 4 St. Louis
23. April St. Louis 2 3 Pittsburgh
26. April St. Louis 1 2 Pittsburgh
28. April Pittsburgh 0 5 St. Louis
30. April St. Louis 4 3 Pittsburgh
St. Louis gewinnt die Serie mit 4:2.

Stanley-Cup-Finale[Bearbeiten]

Boston Bruins vs. St. Louis Blues
Datum Auswärtsteam Heimteam Notes
3. Mai Boston 6 1 St. Louis
5. Mai Boston 6 2 St. Louis
7. Mai St. Louis 1 4 Boston
10. Mai St. Louis 3 4 Boston OT
Boston gewinnt die Serie mit 4:0 und den Stanley Cup.
Bobby Orr (Boston Bruins) gewinnt
die Conn Smythe Trophy.

Beste Scorer in den Playoffs[Bearbeiten]

Abkürzungen: GP = Spiele, G = Tore, A = Assists, Pts = Punkte

Spieler Team GP G A Pts
Phil Esposito Boston 14 13 14 27

NHL-Auszeichnungen[Bearbeiten]

Art Ross Trophy: Bobby Orr, Boston Bruins
Hart Memorial Trophy: Bobby Orr, Boston Bruins
Lady Byng Memorial Trophy: Phil Goyette, St. Louis Blues
Vezina Trophy: Tony Esposito, Chicago Blackhawks
Calder Memorial Trophy: Tony Esposito, Chicago Blackhawks
James Norris Memorial Trophy: Bobby Orr, Boston Bruins
Bill Masterton Memorial Trophy: Pit Martin, Chicago Blackhawks
NHL Plus/Minus Award: Bobby Orr, Boston Bruins
Lester Patrick Trophy: Eddie Shore, Jim Hendy

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]