Susa (Piemont)

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Susa
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Susa (Italien)
Susa
Staat: Italien
Region: Piemont
Provinz: Turin (TO)
Koordinaten: 45° 8′ N, 7° 3′ O45.1333333333337.05503Koordinaten: 45° 8′ 0″ N, 7° 3′ 0″ O
Höhe: 503 m s.l.m.
Fläche: 11,26 km²
Einwohner: 6.549 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 582 Einw./km²
Stadtviertel Castelpietra, Coldimosso, San Giuliano, Traduerivi
Angrenzende Gemeinden Mompantero, Bussoleno, Giaglione, Gravere, Meana di Susa, Mattie
Postleitzahl: 10059
Vorwahl: 0122
ISTAT-Nummer: 001270
Volksbezeichnung: Segusini
Schutzpatron: Santa Maria della Neve
Website: Susa

Susa (französisch Suse) ist eine Kleinstadt mit 6549 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der italienischen Provinz Turin, Region Piemont am Fuße des Mont-Cenis-Passes.

Blick auf Susa

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt im gleichnamigen Tal an der Dora Riparia (einem Zufluss des Po), das die Grenze zwischen Cottischen Alpen im Süden und Grajischen Alpen im Norden bildet. Susa wird vom Bergmassiv der Rocciamelone (3538 m s.l.m.) überragt.

Geschichte[Bearbeiten]

In keltischer Zeit in strategisch günstiger Lage am Knotenpunkt der Routen über die Pässe Montgenèvre und Mont Cenis im 1. Jahrhundert v. Chr. gegründet, war Susa die Hauptsiedlung des Stammes, dessen Herrscher Donnus den Römern vertragliche Rechte zugestand, die die Romanisierung dieses Teils der Gallia Cisalpina begünstigte. Sein Sohn Cottius wurde erster Präfekt von Segusium und ließ zu Ehren der Durchreise von Kaiser Augustus im Jahr 8 v. Chr. den Augustusbogen errichten. Seine Nachfolger bauten den Ort weiter aus und errichteten im 3. Jahrhundert Amphitheater, Aquädukt und die Stadtbefestigung. Wegen Parteinahme für Maxentius wurde Susa von dessen Konkurrenten Konstantin im Jahre 312 zerstört.

Adelaidde di Susa

Susa blieb ein wichtiger Ort an den transalpinen Routen, gewann aber erst wieder mit Adelaide di Susa an Bedeutung. Die Tochter des Markgrafen von Turin heiratete im Jahr 1035 in dritter Ehe Odone, Conte di Savoia, Sohn von Umberto von Savoyen, und begründete damit eine Dynastie, die noch heute besteht und bis 1946 die italienischen Könige stellte. Adelaide di Susa veranlasste auch die Gründung der Kirche San Giusto 1027 (Erhebung zur Kathedrale 1772).

Als im Jahr 1349 die Dauphiné, zu der in dieser Zeit auch das obere Susatal gehörte, an Frankreich überging, verlief die Grenze nur wenige Kilometer westlich von Susa mitten durch das Tal. Mit dem Frieden von Utrecht 1713 am Ende des spanischen Erbfolgekrieges, als Frankreich alle Besitzungen jenseits der Alpen verlor, wurden die Täler, in denen ein Angriff der Franzosen zu erwarten war, mit gewaltigen Festungsanlagen gesichert. Das besonders gefährdete Susatal erhielt zwei Festungen: Exilles wurde ausgebaut, und auf einem Felsen in Susa wurde von Ignazio Bertola die Festung Brunetta errichtet. 1796 wurde sie von napoleonischen Truppen eingenommen und vollständig zerstört.

Augustusbogen

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Augustusbogen (8 v. Chr.)
  • Überreste von Amphitheater, Aquädukt und die Stadtbefestigung (3. Jahrhundert)
  • Porta Savoia
  • Castello della marchesa Adelaide (11. Jahrhundert)
  • Kathedrale San Guisto (11. Jahrhundert)
  • Museo Diocesano di Arte Sacra
  • Von Susa aus ist der Rocciamelone (3538 m s.l.m.) zu erreichen, der höchste Wallfahrtsort der Alpen

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Sandro Plano (Mitglied der Margherita), der 1999 gewählt und 2004 im Amt bestätigt wurde. Im Gemeinderat stellt ein Mitte-Links-Wählerbündnis mit 12 von 16 Mitgliedern die Mehrheit.

Susa gehört zusammen mit 22 weiteren Gemeinden des unteren Susatals zur Gebietskörperschaft Comunità Montana Bassa Valle di Susa e Val Cenischia.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Stadt Susa unterhält Partnerschaften mit Briançon in Frankreich, mit Paola in Kalabrien, Italien und mit Barnstaple in der Grafschaft Devon (England).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Susa, Italy – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien