Ivrea

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Ivrea
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Ivrea (Italien)
Ivrea
Staat: Italien
Region: Piemont
Provinz: Turin (TO)
Koordinaten: 45° 28′ N, 7° 53′ O45.4666666666677.8833333333333253Koordinaten: 45° 28′ 0″ N, 7° 53′ 0″ O
Höhe: 253 m s.l.m.
Fläche: 30,19 km²
Einwohner: 23.912 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 792 Einw./km²
Stadtviertel Torre Balfredo
Angrenzende Gemeinden Chiaverano, Montalto Dora, Burolo, Bollengo, Cascinette d'Ivrea, Fiorano Canavese, Banchette, Salerano Canavese, Pavone Canavese, Albiano d'Ivrea, Romano Canavese, Strambino, Vestignè
Postleitzahl: 10015
Vorwahl: +39-0125
ISTAT-Nummer: 001125
Volksbezeichnung: Eporediesi
Schutzpatron: St. Savinus
Website: Ivrea
Blick auf die Dora Baltea in Ivrea

Ivrea (piemontesisch Ivréa, im lokalen Dialekt Ivreja) ist eine Stadt in Italien mit 23.912 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Turin, Region Piemont.

Die Nachbargemeinden sind Chiaverano, Montalto Dora, Burolo, Bollengo, Cascinette d’Ivrea, Fiorano Canavese, Banchette, Salerano Canavese, Pavone Canavese, Albiano d’Ivrea, Romano Canavese, Strambino und Vestignè. Der Schutzheilige des Ortes ist der Hl. Savinus.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt befindet sich am nördlichen Rand der Poebene zwischen Turin und dem Aostatal auf einer Höhe von 253 m s.l.m.. Sie liegt am Fuße eines 25 km langen Bergrückens moränischen Ursprungs, bekannt unter dem Namen La Serra. Durch die Stadt fließt der Fluss Dora Baltea. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 30 km².

Geologie[Bearbeiten]

Nach der Stadt ist der sogenannte Ivrea-Körper benannt. Dieser ist ein schräg aus dem oberen Erdmantel emporragender Körper von deutlich größerer Dichte und bewirkt massive regionale Lotabweichungen sowie eine unregelmäßige Verbiegung des südalpinen Geoids.

Im Tal des Flusses Sesia, einem Nebenfluss des Po, kann man eine Schichtenfolge finden, die den Aufbau der Erdkruste bis hin zum oberen Erdmantel genau nachbildet. Man nimmt an, dass dieser Körper bei der Entstehung der Alpen verkippt wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Ivrea wurde im Jahre 100 v. Chr. von den Römern als Eporedia gegründet.

Im 6./7. Jahrhundert nach der Trennung von der Diözese Vercelli wird Ivrea Bischofssitz. Sie war Zentrum eines langobardischen Herzogtums und Markgrafschaft in nachkarolingischer Zeit. Nach der Familie der Anskarier, die im 10. Jahrhundert in der Stadt bestimmend waren, übernahm Arduin von Ivrea etwa 990 die Macht und führte mehrere Kriege gegen seine Nachbarn, besonders gegen Bischof Leo von Vercelli, der seinerseits vom ottonischen Kaiserhaus unterstützt wurde.

Nach Arduins Tod zerfiel die Markgrafschaft und die Bischöfe von Ivrea wurden zusammen mit den kommunalen Einrichtungen die bestimmende Kraft: im 12. Jahrhundert ging man gegen Friedrich Barbarossa vor. Der Blüte Anfang des 12. Jahrhunderts folgte in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Eingliederung in die Markgrafschaft Montferrat und damit der Niedergang der kommunalen Strukturen. Im 14. Jahrhundert geriet die Stadt unter den Einfluss der Familie von Savoyen und wurde 1356 von Amadeus VI. Savoyen angegliedert.

Karneval in Ivrea

Kultur[Bearbeiten]

Ivrea ist bekannt für seinen historischen Karneval, bei dem traditionellerweise eine „Orangenschlacht“ (battaglia delle arance) ausgetragen wird. Der Ursprung dieser Tradition geht zurück auf das Jahr 1808, in dem die damaligen napoleonischen Herrscher den Zusammenschluss der verschiedenen Karnevalsfeste zu einem einzigen beschlossen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Ivrea wurde im Jahre 1908 die Firma Olivetti gegründet. Die wirtschaftliche und soziale Struktur der Stadt ist eng mit der Unternehmensgeschichte von Olivetti verflochten, das lange der größte und wichtigste Arbeitgeber der Stadt war. Seit der schweren Krise der Firma Anfang der 1990er Jahre haben sich jedoch auch mehrere mittelständische Unternehmen zu wichtigen Arbeitgebern entwickelt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Francesco Carandini: Vecchia Ivrea, edizioni Enrico, 1963 (italienisch)
  • Piero Polino (Hrsg.): Guida turistica di Ivrea, Val Chiusella e Dora Baltea canavesana, edizioni Enrico, 1979 (italienisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

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