Weiterstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Weiterstadt
Weiterstadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Weiterstadt hervorgehoben
49.9058333333338.5819444444444105Koordinaten: 49° 54′ N, 8° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Darmstadt-Dieburg
Höhe: 105 m ü. NHN
Fläche: 34,4 km²
Einwohner: 24.042 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 699 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64331
Vorwahlen: 06150 (Riedbahn: 06151)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: DA, DI
Gemeindeschlüssel: 06 4 32 023
Stadtgliederung: Kernstadt und 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Riedbahnstraße 6
64331 Weiterstadt
Webpräsenz: www.weiterstadt.de
Bürgermeister: Ralf Möller (SPD)
Lage der Stadt Weiterstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Erzhausen Weiterstadt Griesheim Pfungstadt Bickenbach (Bergstraße) Alsbach-Hähnlein Seeheim-Jugenheim Modautal Mühltal Ober-Ramstadt Messel Eppertshausen Münster (bei Dieburg) Dieburg Roßdorf (bei Darmstadt) Fischbachtal Groß-Bieberau Reinheim Groß-Zimmern Otzberg Groß-Umstadt Schaafheim Babenhausen (Hessen) Darmstadt Bayern Odenwaldkreis Kreis Bergstraße Kreis Groß-Gerau Landkreis OffenbachKarte
Über dieses Bild
Darmstädter Straße

Weiterstadt ist eine hessische Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Sie grenzt mit ihrem Stadtteil Riedbahn direkt an Darmstadt und liegt 20 km südlich vom Frankfurter Flughafen.

Am 29. Juli 1993 bekam Weiterstadt von der Hessischen Landesregierung die Bezeichnung Stadt verliehen. In die Öffentlichkeit geriet Weiterstadt am 27. März 1993, als die Rote Armee Fraktion (RAF) einen Sprengstoffanschlag auf die zu dem Zeitpunkt gerade erst fertiggestellte Justizvollzugsanstalt Weiterstadt verübte.

Weiterstadt besteht aus der Kernstadt und vier Stadtteilen. Im Stadtteil Riedbahn entwickelte sich ein Gewerbe- und Industriegebiet. Mit ihren 24.213 Einwohnern ist Weiterstadt nach Griesheim und Pfungstadt die drittgrößte Stadt im Landkreis.

Geografie[Bearbeiten]

Gebietsaufteilung der Stadtteile

Lage[Bearbeiten]

Geografisch liegt Weiterstadt im Rhein-Main-Gebiet und im hessischen Ried. Außerhalb der Wohngebiete fließen einige kleine Bäche. Bei einer Durchschnittshöhe von 108 m ü. NN ist das Gebiet zum größten Teil Flachland. Der tiefste Punkt liegt im Stadtteil Braunshardt mit einer Höhe von 100,7 m ü. NN. Die höchste Stelle befindet sich im Gewerbegebiet Rotböll im Stadtteil Gräfenhausen mit einer Höhe von 118,3 m ü. NN.

Das Stadtgebiet erstreckt sich über eine Breite von maximal sechs und eine Länge von circa sieben Kilometer, während die schmalste Stelle circa drei Kilometer breit ist.

Weiterstadt grenzt im Norden an die Stadt Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau) und an die Gemeinde Erzhausen, im Osten an die kreisfreie Stadt Darmstadt, im Süden an die Stadt Griesheim und im Westen an die Gemeinde Büttelborn (Kreis Groß-Gerau).

Die Stadt Weiterstadt ist unterteilt in die Stadtteile Braunshardt, Schneppenhausen, Gräfenhausen, Riedbahn und die Kernstadt Weiterstadt.

Fläche und Nutzung[Bearbeiten]

Weiterstadt hat eine Gesamtfläche von 3440,45 Hektar (ha). Davon entfallen auf den Stadtteil Braunshardt 471,12 ha (13,69 %), Gräfenhausen 1137,20 ha (33,05 %), Schneppenhausen 276,74 ha (8,04 %) und auf die Kernstadt Weiterstadt 1555,39 ha (45,21 %).

Die Gebäude- und Freiflächen betragen 560,05 ha (16,28 %), die Betriebsflächen 17,79 ha (0,52 %) und die Erholungsflächen 23,49 ha (0,68 %). Die Verkehrsflächen haben eine Größe von 316,61 ha (9,2 %), die Landwirtschaftsflächen von 1714,74 ha (49,84 %), die Waldflächen von 723,15 ha (21,02 %) und die Wasserflächen 50,99 ha (1,48 %). Die restliche Fläche für anderweitige Nutzung beträgt 33,64 ha (0,98 %).[2][3]

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm von 1950 bis 2000

Weiterstadt liegt in der gemäßigten Klimazone. Die Durchschnittstemperatur beträgt 10 °C. Der kälteste Monat ist der Januar mit durchschnittlich 0,9 °C, der wärmste der Juli mit 19,2 °C im Durchschnitt.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Weiterstadt[Bearbeiten]

Weiterstadt wurde 948 zum ersten Mal urkundlich erwähnt unter dem Namen Widerestat[5]. In der Urkunde wird ein Cleriker Liuthar geführt. Er soll seinen Besitz König Otto dem Großen für das Kloster Lorsch überlassen und dafür das Klostergut in Hemsbach bei Weinheim auf Lebenszeit bekommen. Ursprünglich bestand Widerestat nur aus einigen Höfen. Im Jahr 1252 verzichtet Konrad II. Reiz von Breuberg-Frankenstein gegenüber Friedrich genannt Stein auf seine Rechte an in Weiterstadt erworbenen Gütern[5]. Um 1270 veräußert Friedrich von Frankenstein seinen Besitz an den Grafen Eberhard von Katzenelnbogen[5]. Einige Jahre später, um 1275, verkaufen die Herren von Frankenstein Weiterstadt an Bürger Humbert zum Widder aus Mainz. Sieben Jahre später schenkte Humbert zum Widder Weiterstadt und andere Güter dem von ihm gestifteten Kloster St. Clara in Mainz. Ab dem 13. Jahrhundert haben die Grafen von Katzenelnbogen landesherrliche Gewalt über das Gebiet von Weiterstadt, zunächst als Lehen von Würzburg. Mit dem Tod des letzten Grafen von Katzenelnbogen geht die Obergrafschaft an die Landgrafen Hessen-Darmstadt über.

Im Dreißigjährigen Krieg wurden zahlreiche Plünderungen in der Umgebung Weiterstadts verzeichnet. Im Jahr 1664 bekam Weiterstadt sein Gerichtssiegel als Dorfzeichen. Für die Napoleonischen und die Befreiungskriege zwischen 1805 und 1815 bekam die Gemeinde Weiterstadt hohe Kriegskostenrechnungen. In den Jahren 1823 bis 1843 hatte Weiterstadt einen Rechtsstreit mit der großherzoglichen Güterverwaltung über die Zugehörigkeit des Gehaborner Hofes. 1875 wurde das Eisenbahnstationsgebäude gebaut. In den historischen Dokumenten wird Weiterstadt unter anderem als Witerstat (1252), Wytherstat (1327) und Weyterstet (1507) erwähnt bevor der heutige Name Weiterstadt das erste mal 1587 benutzt wird[5].

Nach dem Ersten Weltkrieg lag das Dorf in der französisch besetzten Zone. Die französische Besetzung nutzte den Bahnhof in Weiterstadt für Truppentransporte, da in der Nähe der Griesheimer Flugplatz war. Am 25. März 1945 rückten amerikanische Truppen in Weiterstadt ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der politisch unbelastete Zimmermann Philipp Schuchmann als Bürgermeister eingesetzt. Er wurde bei der ersten Kommunalwahl am 20. Januar 1946 von Eduard Storm abgelöst. In den darauffolgenden Jahren wurden Schulen gebaut, die Bundesbahnstrecke nach Darmstadt wurde elektrifiziert. Im April 1960 wurde Adam Danz zum Bürgermeister gewählt. Während seiner Amtszeit brachte er die Industrieansiedlungen zustande. In den 1960er Jahren wurde die Kanalisation ausgebaut und Neubaugebiete erschlossen.

Für das Jahr 1427 ist belegt dass Weiterstadt zur „Gerauer Mark“ gehört. Von 1820 bis 1821 dann zum Oberamt Darmstadt und von 1821 bis 1832 zum Landratsbezirk Langen. Zwischen 1832 und 1848 gehörte es dem Kreis Groß-Gerau an und von 1848 bis 1852 dem Regierungsbezirk Darmstadt[5]. Anschließend von 1852 bis 1918 war es im Kreis Darmstadt. Danach war es noch einmal im Kreis Groß-Gerau bis 1930. Von 1930 bis 1976 gehörte es dem Landkreis Darmstadt an, und seit dem 1. Januar 1977 gehört es zum Landkreis Darmstadt-Dieburg. Am 29. Juli 1993 erhält die Gemeinde Weiterstadt von der Hessischen Landesregierung das Recht verliehen, die Bezeichnung Stadt zu führen[6].

Braunshardt[Bearbeiten]

Hauptartikel: Braunshardt

Braunshardt wurde erstmals am 26. August 1318 urkundlich erwähnt. Im Jahre 1319 bekam Graf Wilhelm von Katzenelnbogen von der Würzburger Kirche den Wald Brinshard als Lehen. Er legte einen Gutshof an. Um diesen Gutshof siedelten sich nach und nach die Bediensteten an. Damit wurde das Dorf gegründet. Der Name Braunshardt ist eng verbunden mit dem historischen Schloss. Es wurde um 1760 von Prinz Georg Wilhelm von Hessen gebaut, und in der Folgezeit entwickelte es eine höfische Lebenskultur. Heute wird ein Teil es Schlosses als Alten- und Pflegeheim genutzt. Der andere Teil, das eigentliche Schloss, wurde von privater Seite restauriert und renoviert und 2006 von der Stadt Weiterstadt gekauft. Nach einigen Renovierungen ist es jetzt der Bevölkerung zugänglich. So finden regelmäßig Führungen statt, der Schlossgarten ist jetzt öffentlich und ein Zimmer kann für Trauungen genutzt werden.

Gräfenhausen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Gräfenhausen (Weiterstadt)

1211 wird Gräfenhausen im Güterbuch (Oculus Memoriae) des Klosters Eberbach erstmals genannt. Vom 12. Jahrhundert bis zum Jahr 1658 war das Dorf in heusenstammischer Herrschaft. Am 19. September 1558 verkauften sie es an die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt aus der später das Großherzogtum Hessen-Darmstadt hervorgeht.

Schneppenhausen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Schneppenhausen

Schneppenhausen wurde am 21. November 1225 in derselben Urkunde wie Gräfenhausen erwähnt. Im 13. Jahrhundert hatten die Grafen von Katzenelnbogen die landesherrliche Gewalt über Schneppenhausen. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden in Schneppenhausen zahlreiche Häuser niedergebrannt. 1640 sind nur noch 11 Familien und 10 Häuser vorhanden. Am 1. Januar 1977 wurde Schneppenhausen im Rahmen der Gebietsreform in Hessen zusammen mit Gräfenhausen durch ein Landesgesetz in die Gemeinde Weiterstadt eingegliedert

Riedbahn[Bearbeiten]

Riedbahn ist der Gemarkungsbereich östlich der Bundesautobahn 5 Frankfurt—Darmstadt. Die Namensgebung beruht auf einer Eisenbahnstrecke von Darmstadt ins hessische Ried nach Worms, die 1970 stillgelegt wurde[7]. Die ersten Wohnungen wurden entlang der früheren Darmstädter Straße (heute Riedbahnstraße) gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden einige Wohnhäuser mit landwirtschaftlichen Erwerbsstellen. Anfang der sechziger Jahre wurde auf dem früheren Exerzierplatz mit der Erschließung des Industrie- und Gewerbegebiets begonnen.

Entwicklung der Gemeinde seit 1973[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1973 schloss sich die Gemeinde Braunshardt freiwillig Weiterstadt an.[8] Am 1. Januar 1977 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Gräfenhausen und Schneppenhausen nach Weiterstadt eingegliedert.[9] Bereits Weiterstadt entwickelte sich bis heute zu einer gewerblich und industriell strukturierten Stadt. Das lag daran, dass sich im Stadtteil Riedbahn Industrie und Gewerbe ansiedelten. In den Stadtteilen Braunshardt, Gräfenhausen und Schneppenhausen ging die industrielle Entwicklung nicht so fortschritthaft. Mit dem Zusammenschluss Weiterstadt kaufte die Stadt das ehemalige Schloss Gräfenhausen von der Stadt Darmstadt und wandelte es in ein Altenwohn- und Pflegeheim, das Ohlystift um. Gräfenhausen wurde 1983/84 in das Hessische Landesprogramm zur Dorferneuerung aufgenommen. In Schneppenhausen wurden Spiel- und Bolzplätze gebaut, und es wurden neue Baugebiete ausgewiesen. Braunshardt bekam 1976 eine neue Trauerhalle und zwei Jahre später ein Kleinspielfeld auf dem Sportgelände. Die Riedbahn wurde am 26. Mai 1983 durch den Regierungspräsidenten in Darmstadt als offizieller Stadtteil benannt.

Am 27. März 1993 verübte die Rote Armee Fraktion einen Sprengstoffanschlag gegen die JVA Weiterstadt und beschädigte das gerade fertiggestellte Gefängnis so stark, dass es teilweise wieder abgerissen werden musste. Die Justizvollzugsanstalt Weiterstadt wurde neu aufgebaut und ist seit 1997 in Betrieb. Hier saß unter anderem der Immobilienunternehmer Jürgen Schneider in Untersuchungshaft.

Am 29. Juli 1993 bekam die Gemeinde von der Hessischen Landesregierung das Recht verliehen, fortan die Bezeichnung Stadt zu führen.

Seit dem 1. Oktober 2004 wird die Stadt Weiterstadt aus dem Neuen Rathaus im Stadtteil Riedbahn, dem Gewerbegebiet der Stadt, regiert. Auch die Stadtverordnetenversammlung tagt hier im neuen Sitzungssaal.

Religion[Bearbeiten]

Weiterstadt und Braunshardt[Bearbeiten]

Weiterstadt war ebenfalls wie Gräfenhausen eine Filiale der Mutterkirche Groß-Gerau. Ab 1310 wurde sie zu einer selbstständigen Pfarrei. Braunshardt jedoch blieb bis zur Reformation bei der Mutterkirche Groß-Gerau. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde Braunshardt in Weiterstadt eingepfarrt. Das Vorschlagerecht für die Besetzung der Pfarrstelle in Weiterstadt lag bis zur Reformation bei dem Kloster St. Clara in Mainz. Als im Jahre 1535 in Weiterstadt die Reformation eingeführt wurde, gab es in Weiterstadt zwei Kirchen. Die Pfarrkirche und eine Heiligenkapelle, die vor dem Ort stand, wurden in einem Kompetenzbuch aus dem Jahr 1557 erwähnt.

In den hessischen Landesteilen wurde um das Jahr 1535 die Reformation eingeführt. Ob der Weg der neuen oder alten Lehrer gefolgt wird, lag im politischen Interesse des Landesherrn. In Weiterstadt war die Einführung sehr früh. Zwar versuchten die Herren von Frankenstein dies zu verhindern, aber letztendlich mussten sie der Anordnung des Landgrafen von Hessen folgeleisten. Das erste Mal wurde ein lutherischer Pfarrer 1541 erwähnt. Paulus Lucius war der erste Pfarrer, der 1557 das erste Mal namentlich erwähnt wurde. Er war bis zum Jahre 1570 im Amt, worauf fünf Jahre später Pfarrer Johann Tilmann aus Groß-Gerau das von 1575 bis 1585 übernahm. Sein Nachfolger war Conradius Strungius, der aus Rüsselsheim kam. Er war 26 Jahre lang bis zu seinem Tod 1611 Pfarrer in Weiterstadt. Die Stelle wurde für wenige Jahre von Hieronymus Gerhardt aus Darmstadt übernommen, bis dieser 1616 wegzog. Die Stelle in Weiterstadt war anschließend für drei Jahre unbesetzt. Johann Jokob Gladenius aus Griesheim übernahm 1619 die Stelle. Er starb im Jahre 1622 an den Folgen der Misshandlung durch die Mansfeldischen Reiter. Der letzte Pfarrer im Dreißigjährigen Krieg war Sylvester Marius aus Langen, der 1623 die Stelle antrat. Während seiner Amtszeit wurde 1628 eine Kirchenvisitation durchgeführt. In diesem Bericht wurde berichtet, dass der Kirchturm der Pfarrkirche baufällig war. Nachdem Pfarrer Marius 1635 starb, wurde die Pfarrstelle in Weiterstadt für 25 Jahre lang von Gräfenhausen aus mit versehen.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg berichtet das älteste Kirchenbuch der menschenarmen Gemeinden, dass 1651 nur eine Trauung und vier Taufen abgehalten wurden. Diese Dezimierung der Gemeinden hatte zur Folge, dass Weiterstadt und Gräfenhausen von einem Pfarrer gemeinsam betreut werden mussten. Martin Dittmar von Miltenberg war von 1651 bis 1662 der letzte Pfarrer, der beide Gemeinden versah. Als Weiterstadt 1662 wieder selbstständig wurde, entschied sich Pfarrer Dittmar für Weiterstadt, wo er am 6. März 1682 starb. Seit Dittmar hat Weiterstadt ohne Unterbrechungen seinen eigenen Pfarrer. Sein Nachfolger wurde ein Adjunkt, Christoph Ernst Arnold von Darmstadt. Er ist der Erbauer der heutigen Kirche.

Obwohl 1628 die Schäden an der alten Kirche festgestellt wurden, dauert es noch rund 60 Jahre, bis sie abgerissen und neu aufgebaut wurde. Pfarrer Arnold bestätigte am 17. Februar 1687 in einem Belege, dass er den Baumeister vier Gulden für die Besichtigung der alten Kirche gezahlt hat. Bereits ein Jahr später wurde mit dem Abbruch der alten Kirche begonnen. Um den Neubau der Kirche zu finanzieren, hatte Pfarrer Arnold eine Kollekte in den verschiedenen deutschen Ländern veranstaltet. Das dafür angelegte Kollektenbuch ist heute noch erhalten. Der hessische Landesführer spendete 30 Gulden. Letztendlich standen 990 Gulden zur Verfügung, der Rest wurde aus einer Schuld von 150 Gulden aufgenommen. Am 20. September 1687 wurde der Baumeister Johannes Kehlmann aus Arheiligen mit dem Bau der neuen Kirche beauftragt.

Das Holz für die Kirche wurde aus dem Wald von Mörfelden und für den Kirchturm aus Worfelden und Büttelborn geholt. Kalk kam aus Auerbach und Oppenheim, aus Darmstadt kamen Steine. Nägel und Eisen kamen von Frankfurt. Der Abriss war am 23. April 1688 beendet, nur der Chor blieb erhalten. Der Neubau der Kirche begann sofort,am 10. August 1688 stand das neue Mauerwerk. Dann wurde mit dem Aufschlagen des Turmes begonnen. Dies dauerte noch bis September 1689, da noch Wein bezahlt wurde, der beim Bau des Turmes getrunken wurde. Die Einweihung der Kirche fand am 15. Juni 1690 statt. Die Innenausstattung fehlte jedoch noch bei der Einweihung. Sie wurde einige Monate später erst angeschaffen.

An der Kirche war bis 1842 die Begräbnisstätte für Weiterstädter und Braunshardter. Am Gelände des heutigen Bürgerzentrums wurde nach 1842 der alte Friedhof eröffnet. Dieser wurde am 18. November 1928 geschlossen und noch am selben Tag eröffnete Bürgermeister August Meinhardt den neuen Friedhof im Gackenau. Als die alte Begräbnisstätte um die Kirche geschlossen 1842 wurde, erhielt bereits Braunshardt seinen eigenen Friedhof.

Heute wird Weiterstadt von zwei Pfarrämtern betreut, da die Bevölkerungszahl und die räumliche Ausdehnung in den letzten Jahrzehnten sprunghaft stiegen. Am 20. April 1985 berichtete der Wochenspiegel, dass seit dem ersten April 1985 die evangelische Gemeinde Braunshardt ihren ersten eigenen Pfarrer erhielt. Die wurde nötig, da die Bevölkerungszahl anstieg. Daher wurde 1983 bei der Kirchenverwaltung in Darmstadt eine Pfarrstelle für Braunshardt beantragt.

Gräfenhausen und Schneppenhausen[Bearbeiten]

Die Mutterkirche Groß-Gerau war nicht nur für Weiterstadt zuständig, sondern auch für Gräfenhausen und Schneppenhausen.

In Gräfenhausen befand sich eine Kapelle. Die St. Martin-Kapelle wurde um das Jahr 1200 erbaut. Der damalige Turm der Kapelle ist heute noch der gleich, wie der jetzige Kirchturm in Gräfenhausen. Erwähnt wurde er das erste Mal im Jahre 1310, damit ist er das älteste Bauwerk das sich in Gräfenhausen befindet.

Im Jahre 1310 wurde die Kirche Gräfenhausen von der Mutterkirche Gerau abgetrennt. Der Vizepleban Kilian Plunc erneuerte 1482 die Kirche. Die Kirche besaß jedoch schon vor dem Jahr 1310 eigene Pfarrer, da ein Plebanus Eberhard 1257 und ein Heinrichs, pfarherr zu Grefenhausen 1297 urkundlich festgehalten wurden.

Am 21. Juni 1537 befahl Landgraf Philipp der Großmütige von Hessen an den Superintendenten Nikolaus Fabritius zu Groß-Gerau, dass die Kirche in Gräfenhausen die evangelische Lehre vertreten soll. Jedoch wurde die neue Lehre nur rund ein Jahrzehnt vertreten. Aber auch das alte, katholische Bekenntnis hielt nur einige Jahre. Als im Jahre 1551 der Pfarrherr Johannes Rubener in einen Prozess verwickelt wurde, übernahm Balthasar Scharff die zweite Reihe der lutherischen Pfarrer. Von dort an wurden sie nicht mehr unterbrochen.

Die Kirche in Gräfenhausen wurde noch rund 270 Jahre nach der Einführung der Reformation genutzt. Im Jahre 1807 war es dann soweit: Die Kirche musste wegen Baufälligkeiten geschlossen werden. Acht Jahre lang hielt der Pfarrer im Sommer seine Gottesdienste unter einem Nussbaum und im Winter im Rathaus. In diesen acht Jahren, von 1807 bis 1815, wurde verhandelt, wer die Kosten für den Neubau übernimmt. Das alte Kirchenschiff wurde 1815 abgebrochen und der geplante Neubau von 1790 begann. Zwischen den Jahren 1815 bis 1817 wurde die heutige Kirche an dieselbe Stelle wie die Alte gebaut und schließlich im Jahre 1818 eingeweiht. Die Kosten von 12.000 Gulden waren viel zu viel für die beiden Gemeinden Gräfenhausen und Schneppenhausen. Aushilfe verschaffte der Großherzog und eine Kollekte in den hessischen Ländern. Obwohl Schneppenhausen von 1479 katzenelnbogisch und dann hessisch war, blieb es von 1310 immer eine kirchliche Filialgemeinde von Gräfenhausen.

Bis zur Wende des 16. zum 17. Jahrhundert wurden aus Gräfenhausen und Schneppenhausen die Toten auf dem Kirchhof in Gräfenhausen beerdigt. Von diesem Friedhof ist heute nichts mehr erhalten. Der neue Friedhof, der eröffnet werden musste, weil der Platz des Kirchhofs immer enger wurde und die Bevölkerungszahlen stiegen, wurde um das Jahr 1612 zwischen Gräfenhausen und Schneppenhausen auf einem Feld errichtet. Er wurde in den Jahren 1852, 1864, 1937, 1949 und 1962 erweitert.

Schneppenhausen bekam am 8. September 1985 ihren ersten eigenen Pfarrer.

Die katholische Kirche[Bearbeiten]

Katholische Kirche Weiterstadt

Nach der Einführung der Reformation waren die katholischen Einwohner Weiterstadts für circa 400 Jahre auf kirchliche Betreuung von außerhalb angewiesen. Ein Grund dafür liegt darin, dass in Weiterstadt zu dieser Zeit nur wenige Einwohner katholisch waren. Änderungen traten erst ab 1926 auf, als seelsorgerische Hinsicht. Der Caritasverband der Diözese Mainz erwarb das Schloss Braunshardt und 1929 wurde dort eine katholische Kirche, die St. Ludwig, geweiht. Auch wenn sie nur eine Filiale der Darmstädter Pfarrei St. Fidelis war, wurde sie von der katholischen Bevölkerung genutzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bekam die katholische Bevölkerung in Weiterstadt großen Zuwachs. Heimatvertriebene, sonstige Flüchtlinge und Evakuierte trieben die katholische Bevölkerung in Weiterstadt und ihren Ortsteilen in die Höhe. Durch die jetzt größere katholische Bevölkerung wurde in Weiterstadt Ende der vierziger Jahre durch Pfarrer Hermann Blank eine eigene Pfarrei eingerichtet. Der Sitz der Pfarrei, mit dem Namen St. Johannes der Täufer, blieb vorerst in Braunshardt, da es dort bereits eine Kirche gab. Wo nun das neue Gemeindezentrum eingerichtet werden sollte, wusste das bischöfliche Ordinariat in Mainz nicht. Zwischen der Wahl Weiterstadt und Gräfenhausen wurde letztendlich Weiterstadt ausgewählt, auf Hinsicht der künftigen Entwicklungen.

Im Jahre 1965 wurde an einem Grundstück in der Berliner Straße, Ecke Heinrichstraße, der erste Grundstein für das neue Gemeindezentrum, der Kirche und für ein neues Pfarrhaus gelegt. Ein Jahr später, im November 1966, wurde die Kirche, Pfarrhaus und das Gemeindezentrum geweiht beziehungsweise in Benutzung genommen.

Synagoge[Bearbeiten]

Die Synagoge in Gräfenhausen war in der Langgasse. Von außen sah das Gebäude wie jedes andere in Gräfenhausen aus. Es war ein zweistöckiges Fachwerkhaus, wo sich Stallungen und Scheune mit einem dahinterliegenden Garten reihten. Der Betsaal für den Gottesdienst am Sabbat lag im Obergeschoss und darunter eine Wohnung. Dieser Besitz befand sich bereits 1699 in jüdischer Hand.

Während der Pogrome am 10. November 1938 wurde die Judenschule zerstört, das Haus wurde später abgerissen. Der Platz wurde in Gräfenhausen als Judenplatz bezeichnet. Als das Pfarrhaus, dass zwischen der Synagoge und Kirche stand, in den 1950er Jahren abgerissen wurde, wurde dort erst die Post und später eine Bankfiliale der Volksbank gebaut. Der Platz, der heute als Parkplatz und für einige Jahre als Kerbplatz genutzt wurde, bekam den offiziellen Namen Postplatz. Dort wurde am 10. November 1983 ein Gedenkstein enthüllt, der an die Synagoge erinnern soll.

Sonstiges[Bearbeiten]

In Weiterstadt sind die meisten Einwohner Christen. 38 % sind evangelisch, 22 % katholisch. Die restlichen 40 % verteilen sich auf die Neuapostolische Kirche, die Bahai Gemeinde, die (Russisch-)Orthodoxe Kirche, die Jüdische Gemeinde und auf die Muslime.[2]

Die Neuapostolische Kirche und die Bahai Religion haben kleine Gemeindehäuser in Weiterstadt. Für die anderen Religionsgruppen sind Kirchen und Gemeindehäuser in der naheliegenden Stadt Darmstadt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Vor 1834 sind für Weiterstadt folgende Einwohnerzahlen dokumentiert[5]:

  • 1629: 44 Hausgesessene
  • 1829: 575 Einwohner
Weiterstadt: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr     Einwohner
1834
  
620
1840
  
685
1846
  
798
1852
  
845
1858
  
821
1864
  
917
1871
  
967
1875
  
1.055
1885
  
1.034
1895
  
1.512
1905
  
1.729
1910
  
1.976
1925
  
2.303
1939
  
2.802
1946
  
3.484
1950
  
3.724
1956
  
4.058
1961
  
4.454
1967
  
6.399
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Stichtag[10] Braunshardt Gräfenhausen Riedbahn Schneppenhausen Weiterstadt Gesamt
3. Dezember 1834 216 777 - 222 620 1.835
3. Dezember 1864 262 941 - 298 917 2.418
1. Dezember 1895 355 1.366 - 370 1.512 3.603
17. Mai 1939 619 1.785 - 623 2.802 5.829
29. Oktober 1946 965 2.458 - 906 3.484 7.813
6. Juni 1961 1.117 2.893 - 992 4.454 9.459
27. Mai 1970 1.991 3.391 - 1.486 7.233 14.101
31. Dezember 1975 2.546 4.113 - 1.645 9.784 18.088
31. Dezember 1981 2.725 4.199 - 1.840 10.899 19.663
30. Juni 1986 3.163 4.562 1.441 1.858 10.017 21.041
1. Januar 2001 4.393 5.288 1.611 2.044 10.378 23.794
31. Dezember 2007 4.701 5.624 1.685 2.003 10.105 24.118

Die Stadt ist mit ihren 24.118 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landkreis Darmstadt-Dieburg.

In Weiterstadt wohnen 104 verschiedene Nationalitäten. Die Ausländerquote beträgt 12,85 %. Am stärksten vertreten sind Italiener (2,59 %), Türken (2,19 %) und Polen (1,09 %).[2]

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[11]

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
42,0 %
24,5 %
20,6 %
9,5 %
3,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,3 %p
-5,2 %p
-2,0 %p
+1,5 %p
+3,4 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 42,0 16 39,7 15
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,5 9 29,7 11
ALW Alternative Liste Weiterstadt 20,6 8 22,6 8
FWW Freie Wähler Weiterstadt e. V. 9,5 3 8,0 3
BPW Bürgerpartei Weiterstadt 3,4 1
Gesamt 100 37 100 37
Wahlbeteiligung in % 37,7 41,5

Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung ist Manfred Dittrich (SPD), Stellvertretende Vorsitzende sind Willi Fischer (SPD), Marcus Mager (CDU), Dr. Barbara Pohl (ALW).[12] Vorsitzender des SPD Ortsvereins Weiterstadt und auch SPD-Fraktionsmitglied ist Alexander Ludwig.[13] Die Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtverordnetenfraktion ist seit April 2009 Heike Hofmann, die auch Mitglied des Hessischen Landtags ist. CDU-Stadtverbands-Vorsitzender und Fraktionsvorsitzender ist Lutz Köhler.[14]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Ralf Möller (SPD) ist seit dem 1. Januar 2014 Bürgermeister und löste den langjährigen Bürgermeister Peter Rohrbach ab, der in den Ruhestand ging.

Frühere Bürgermeister waren in Weiterstadt Philipp Schuchmann (1945–1946), Eduard Strom (1946–1960), Adam Danz (1960–1974), Günter Hahn (1974-1995) und Peter Rohrbach (1996-2013). Als Braunshardt noch selbstständig war, waren Georg Schmidt (1945–1948), Heinrich Schaus (1948–1962) und Adam Schuchmann (1962–1971) Bürgermeister. Bei Gräfenhausen waren es Wilhelm Petri (1909–1933/1945–1946) Heinrich Steitz (1946–1964) und Heinrich Bengel (1964–1977). In Schneppenhausen waren Jakob Schmidt (1945–1949), Georg Bender (1949–1968) und Karlheinz Uhlig (1968–1977) Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Weiterstadt

Das Wappen der Stadt Weiterstadt ist aus den alten Gerichtssiegeln der einzelnen Stadtteile zusammengesetzt worden.

Das aus 1622 stammende Gerichtssiegel von Schneppenhausen zeigt ein Herz, darin befindet sich ein Andreaskreuz. Warum das Andreaskreuz, das in früheren Jahrhunderten öfters benutzt wurde, verwendet wird, ist nicht bekannt.

Als Nächstes wurde das Gräfenhäuser Gerichtssiegel erwähnt. Es stammt aus dem Jahre 1630 und zeigt eine männliche Gestalt die sich links im Siegel befindet. Rechts ist ein Brackenkopf mit einem langen Hals und ausgestreckter Zunge. Die abgebildete männliche Gestalt stellt einen Greben (Dorfältesten) dar. Der Brackenkopf lässt sich auf die Reichsvogtei der Herren von Hagen im Wildbann Dreieich zurückführen.

Im Jahre 1664 wurde das Weiterstädter Gerichtssiegel zum ersten Mal erwähnt. Es zeigt einen goldenen Ring. Man kann diesen auf die geistlichen oder auch weltlichen Würdenträger, die in der Anfangsgeschichte von Weiterstadt eine wichtige Rolle spielten, zurückführen.

Das Braunshardter Gerichtssiegel stammt aus dem Jahre 1683. Eine querliegende Mondsichel ist abgebildet, auf der ein Kreuz ist. An der Mondsichel befinden sich unten zwei Sterne.

Das heutige Wappen erhielt Weiterstadt am 1. Januar 1977, als Gräfenhausen und Schneppenhausen eingemeindet wurden. Es setzt sich aus den Gerichtssiegeln der Stadtteile Braunshardt, Gräfenhausen und Schneppenhausen und der Kernstadt Weiterstadt zusammen. Das Braunshardter Siegel befindet sich oben links, das Andreaskreuz von Schneppenhausen ist oben rechts. Der Weiterstädter Ring befindet sich in der Mitte, in ihm befindet sich der Gräfenhäuser Brackenkopf.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Stadt unterhält mit drei europäischen Städten Partnerschaften. Seit dem 10. November 1962 ist Gräfenhausen mit der in Südtirol liegenden Stadt Kiens verschwistert. Als Gräfenhausen in Weiterstadt eingegliedert wurde, wurde die Verschwisterung fortgesetzt. Am 27. September 1986 folgte die zweite Verschwisterung mit Verneuil sur Seine, das in Frankreich liegt. Mit Bagno a Ripoli das in der italienischen Region Toskana liegt, ist Weiterstadt seit dem 3. April 2007 verschwistert.

Die Städtepartnerschaften werden vom Arbeitskreis Städtepartnerschaften gepflegt. Sie beraten bei verschiedenen Themen wie Schüleraustausch, internationale Sport- und Kulturbegegnungen, Bürgerfahrten und bei privaten Urlaubsfahrten.[15]

Erholungsgebiete[Bearbeiten]

Der Steinrodsee
Braunshardter Tännchen

Steinrod[Bearbeiten]

Das Erholungsgebiet Steinrod befindet sich im Norden der Stadt bei Gräfenhausen. In der Mitte des Gebiets liegt der Steinrodsee, um den ein Spazierweg führt. Am Südufer des Sees befindet sich eine Grillhütte, die bei der Stadt gemietet werden kann. An der Westseite des Sees liegt ein Campingplatz sowie ein Platz für Angler und ein Biergarten.

Braunshardter Tännchen[Bearbeiten]

Das Braunshardter Tännchen ist das Waldgebiet westlich von Weiterstadt. Durch den Wald führen verschiedene Spazierwege. Am östlichen Waldrand liegt eine Grillhütte, die durch die Stadt verwaltet wird. Gleich am Anfang ist eine kleine Minigolfanlage, die in den Sommermonaten für Abwechslung sorgt. Für Kinder liegt an der Grillhütte ein Spielplatz, ein Bocciafeld, das auch von älteren Menschen gerne genutzt wird. Im Sommer findet jährlich ein Sommerspielfest für Kinder statt. Außerdem findet jährlich das Open Air Filmfest dort statt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Schulen und Kindertageseinrichtungen[Bearbeiten]

In Weiterstadt sind zwei Gesamtschulen. Einmal die Albrecht-Dürer-Schule, die in der Kernstadt Weiterstadt liegt und einmal die Hessenwaldschule, die sich im Stadtteil Gräfenhausen befindet. Neben der Gesamtschule in der Kernstadt liegt ein Beratungs- und Förderzentrum, außerdem ist eine Grundschule in der Stadtmitte. Die Stadtteile Braunshardt, Gräfenhausen und Schneppenhausen haben ihre eigenen Grundschulen. Im Stadtteil Riedbahn befindet sich die Handwerkskammer Rhein-Main.

In der Stadt Weiterstadt sind 17 Kindertageseinrichtungen. Davon befinden sich acht Stück in der Kernstadt Weiterstadt, drei befinden sich in Braunshardt, ebenfalls drei in Gräfenhausen, zwei Stück in Schneppenhausen und eine Kindertageseinrichtung befindet sich im Stadtteil Riedbahn.

Bürgerhaus[Bearbeiten]

Bürgerhäuser stehen in der Kernstadt und in den Stadtteilen Schneppenhausen und Gräfenhausen. Dort werden Tagungen, Seminare, Konzerte und Theatervorführungen abgehalten werden. Außerdem verfügen sie über Büchereien. Anfang 2012 wurde in der Stadtverordnetenversammlung darüber entschieden, dass ein Bürgerhaus in dem Stadtteil Braunshardt erbaut werden soll[16]. In Braunshardt bietet das Schloss für Tagungen und anderen Veranstaltungen Platz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Dorfkirche von 1818
Das ehemalige Schloss

Bauwerke[Bearbeiten]

Wichtige Bauwerke in Weiterstadt und den Stadtteilen sind einmal das ehemalige Ohlystift in Gräfenhausen, das heute als Altersheim genutzt wird. Das Schloss Braunshardt, das 1760 errichtet wurde und die sich darin befindende Kirche. Die alte Dorfkirche in Weiterstadt, die 1690 gebaut wurde sowie die alte Dorfkirche in Gräfenhausen, die 1818 eingeweiht wurde. Aber auch das im Jahr 1605 gebaute Rathaus in Schneppenhausen, das im Jahr 1683 gebaute Fachwerkhaus in Braunshardt und zwei weitere Fachwerkhäuser in Weiterstadt und Gräfenhausen, die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen, sind wertvolle Bauwerke für die Stadt Weiterstadt.

Parks[Bearbeiten]

Ein größerer angelegter Park ist beim Schloss Braunshardt zu finden. Im Park sind zwei Lindenalleen, die an einem Gartenpavillon endet. Im Osten des Schlossparks befindet sich ein französischer, im Westen ein englischer Garten. Ein weiterer Park, auch wenn etwas kleiner, befindet sich in der Nähe des Bürgerzentrums in Weiterstadt.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

In Weiterstadt finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die von den zahlreichen Vereinen organisiert werden. Der Gewerbeverein Weiterstadt z. B. organisiert die Weiterstädter Automobilausstellung, die mit einem musikalischen Rahmenprogramm versehen ist, ebenso wie das Oktoberfest im Herbst. Weiterhin wird in Zusammenarbeit mit dem SV Weiterstadt und dem Karnevalsverein das Ortskernfest im Sommer und während der Fußballeuropameisterschaft 2008 die EM-Arena veranstaltet. Als weitere Innenstadtfeste haben sich die Weinfeste des DRK Weiterstadt und Gräfenhausen etabliert. Darüber hinaus finden Adventsmärkte in den Stadtteilen statt und im Sommer nahezu jedes Wochenende Grillfeste verschiedener Vereine im Braunshardter Tännchen und am Steinrodsee. Eine der größten und überregional bekanntesten Veranstaltungen ist das Open Air Filmfest Weiterstadt, welches vom Kommunalen Kino veranstaltet wird. In den Stadtteilen wird die Kerb gefeiert, eine der ältesten Veranstaltungen ist die Kerb in Gräfenhausen.

Freizeit[Bearbeiten]

Für die Gestaltung der Freizeit biete Weiterstadt viele Angebote, wie beispielsweise ein Hallenbad, eine Stadtbücherei, ein kommunales Kino und die Erholungsgebiete Steinrod und Braunshardter Tännchen. Für Jugendliche ist ein Jugendzentrum (Juze) vorhanden, das mit der Gesamtschule Albrecht-Dürer-Schule kooperiert.

Sport[Bearbeiten]

Jeder Stadtteil besitzt seine eigenen Sportvereine und Sportstätten. Die SG Weiterstadt, als größter Sportverein der Stadt, bietet viele verschiedene sportliche Möglichkeiten, dies sind unter anderem Handball, Basketball, verschiedene Kampfsportarten und einige mehr. Im Jahr 2008 war der TSV Braunshardt Veranstalter der BMX-Europameisterschaft, die vom 1. bis 4. Mai stattfand.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Weiterstadt wohnen 8.203 Beschäftigte[17], die ihr Geld im Handel, Gastgewerbe und Verkehr (39,7 %) sowie im produzierenden Gewerbe (29,2 %) verdienen. Der Rest ist auf Landwirtschaft (Schwerpunkt Anbau von Gemüsespargel) und Forstwirtschaft (0,7 %), Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleistungen (19,8 %) und auf öffentliche und private Dienstleistungen (10,6 %) verteilt[2]. Die Arbeitslosenquote liegt in Weiterstadt bei 6,2 %[17].

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Media Markt in Weiterstadt

Weiterstadt entwickelte sich zu einem sehr beliebten Standort für Großmärkte. So hat das Einrichtungshaus Segmüller im Gewerbegebiet West einen seiner größten Standorte in Deutschland[18], bereits 1991 wurde im Stadtteil Gräfenhausen das Regionallager für Hessen gebaut. Daneben sind nahezu alle bekannten Großmarktketten vertreten.

Loop 5
Precision Mechatronics GmbH

Einige Unternehmen haben in Weiterstadt ihren Hauptsitz. Das sind unter anderem der Vertreter Škoda Auto Deutschland des Autohersteller Škoda Auto[19], die Hilfsorganisation ADRA[20], die Firma Devoteam[21], die Firma Grass Valley Germany[22] und die Precision Mechatronics GmbH.[23] Des Weiteren haben einige große Firmen einen Standort in Weiterstadt. Dies sind unter anderem Evonik Degussa[24] und Wella.

In den Gewerbegebieten der Stadt sind unterschiedliche Betriebe ansässig. Von Elektrofachgeschäften bis hin zu Einrichtungshäusern. Der Media Markt in Weiterstadt war bis 2007 der größte in Europa.[25]

Insgesamt sind circa 2.100 Gewerbe bei der Stadt Weiterstadt gemeldet.[26] Am 9. Oktober 2009 eröffnete in der Riedbahn das Einkaufszentrum LOOP5 mit einer Ladenfläche von 56.000 , welches von der Sonae Sierra Unternehmensgruppe gebaut wurde und eine Investition von 256 Millionen Euro darstellt.[27]

Eine Studie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt ergab 2007, dass Weiterstadt nach Bensheim „Top-Standort unter den Mittelzentren der Region Darmstadt-Rhein-Main-Neckar“ ist.[28]

Verkehr[Bearbeiten]

Autobahnraststätte Gräfenhausen

Weiterstadt liegt verkehrsgünstig an der Bundesautobahn 5 sowie an der Bundesstraße 42. Der Autobahnanschluss wurde von 2005 bis 2008 zu einem Vollkleeblatt ausgebaut, die Kosten betrugen rund 10 Millionen Euro.[29] Die angesiedelten Großmärkte führen hauptsächlich an Wochenenden zu erheblichen Verkehrsaufkommen. Durch die B 42 ist Weiterstadt gut mit Darmstadt und Groß-Gerau verbunden. Der Frankfurter Flughafen liegt circa 30 Autominuten von Weiterstadt entfernt.

1994 ließ die Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion im Kreistag ein Gutachten zu Radrouten für Alltagsradler zwischen Weiterstadt und Darmstadt anfertigen.[30] Inzwischen ist ein Radroutennetz entstanden, das Ziele ausweist und Wege für Radfahrer empfiehlt, die wenig oder gar nicht von Kfz-Verkehr belastet sind.[31] Der örtliche Kreisverband des ADFC kritisiert die im Jahr 2007 gebauten Radwege und die aus seiner Sicht unnötigen Sperren auf den ausgewiesenen Radrouten, die seiner Meinung nach Ausdruck einer autozentrierten Sichtweise der Verkehrsplaner sind. Der ADFC fordert eine bessere Berücksichtigung der Bedürfnisse der Radfahrer bei zukünftigen Planungen.[32]

Der Bahnhof Weiterstadt an der Rhein-Main-Bahn (WiesbadenMainzDarmstadtAschaffenburg) liegt am nordwestlichen Rand von Weiterstadt. Auch Braunshardt ist durch diesen Bahnhof erschlossen. Außerdem existieren (Schnell-)Busverbindungen die viertel-, halb- und stündlich nach Darmstadt, Erzhausen, Worfelden, Groß-Gerau und zum Frankfurter Flughafen fahren. Sie sind durch die Buslinien 675, 5513, 5515 und 5516 verbunden. Eine Anbindung an die Stadt Darmstadt per Straßenbahn ist geplant, jedoch ist dieses Vorhaben zur Zeit (Stand 2008) auf Eis gelegt.[33]

Medien[Bearbeiten]

Für die Stadt Weiterstadt wird die wöchentliche Zeitung „Wochen-Kurier“ gedruckt und jeden Donnerstag kostenlos ausgetragen. Sie berichtet von den einzelnen Stadtteilen und von Vereinsneuigkeiten. Außerdem werden dort amtliche Bekanntmachungen veröffentlicht. Die regionale Tageszeitung Darmstädter Echo berichtet nahezu in jeder Ausgabe auch über Vorkommnisse aus der Stadt Weiterstadt bzw. aus ihren Stadtteilen. Das Anzeigenblatt SüWo (Südhessen Woche, vormals Südhessenspiegel), das wie das Darmstädter Echo zum Medienhaus Südhessen gehört, wird ebenfalls wöchentlich als Ausgabe Nr 9 (= Darmstadt-West bzw. für Griesheim, Weiterstadt und Erzhausen) mittwochs/donnerstags kostenlos auch in Weiterstadt ausgetragen[34]. Neu seit 2012 ist die Online-Zeitung weiterstadtnetz.de, die multimedial über das Geschehen in Weiterstadt online rund um die Uhr berichtet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Philipp Röder, deutscher Arzt und Träger des Bundesverdienstkreuzes.
  • Wolfgang Sucker (* 21. August 1905 in Liegnitz, † 30. Dezember 1968 in Darmstadt) war ein evangelischer Theologe und war nach dem Zweiten Weltkrieg Pfarrer in Weiterstadt
  • Gerhard Zeller (* 23. Juli 1939) Lokaler Politiker, Träger des Bundesverdienstkreuz am Bande, Ehrenbrief des Landes Hessen, Auszeichnung der Stadt Weiterstadt als „Verdienter Bürger der Stadt Weiterstadt“
  • Bruno Labbadia (* 8. Februar 1966 in Darmstadt) spielte in seiner Jugend in Weiterstadt und Schneppenhausen Fußball.
  • Heike Hofmann (* 30. Juni 1973 in Groß-Gerau) ist eine hessische Politikerin (SPD), Abgeordnete des hessischen Landtags und stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende in Weiterstadt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Chronik der Gemeinde Weiterstadt und ihrer Ortsteile Braunshardt, Gräfenhausen, Riedbahn, Schneppenhausen. Günther Hoch. 1988, ISBN 978-3-924803-08-7
  • Jüdische Gemeinde Gräfenhausen, Dr. Günther Hoch, 1984, ISBN 3-924803-06-4
  • Weiterstadt 1933 - 1945 Nationalsozialistischer Alltag in einer südhessischen Gemeinde, Walter Hochreiter und Edgar Illert, 1989, ISBN 3-9802218-0-6
  • Weiterstadts Jahrhundertwerk oder das Gefängnis für 250 Millionen, Hartmut Wardemann, 1989, ISBN 3-88323-893-7
  • Familienbuch Weiterstadt, Braunshard, Klaus Dittmann, 2008, ISBN 978-3-00-013911-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weiterstadt – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d Jürgen Merlau: Weiterstadt. Im Herzen von Rhein-Main. Stadt Weiterstadt, 2006, abgerufen am 21. April 2008 (PDF; 1,9 MB).
  3. Heidi Rosignol: Statistische Informationen der Stadt Weiterstadt. Stadt Weiterstadt, 2009, abgerufen am 3. März 2009.
  4. Laut Angabe des Deutschen Wetterdienstes für die angrenzende Stadt Darmstadt.
  5. a b c d e f Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format„Weiterstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), Stand: 23. Juli 2012, abgerufen am 1. September 2012.
  6. Weiterstadt.de Stadtportrait, abgerufen am 20. November 2012
  7. Riedbahn Darmstadt-Goddelau von Walter Kuhl, Darmstadt
  8.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 354.
  9. Bundesland Hessen: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg und der Stadt Darmstadt. Bundesland Hessen, Juni 1974, abgerufen am 1. September 2008.
  10. Die Daten bis ins Jahr 1986 stammen aus dem Buch Chronik der Gemeinde Weiterstadt von Günther Hoch.
  11. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  12. Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung
  13. Fraktion der SPD
  14. Stadtverordnete der CDU
  15. Heidi Rosignol: Die Partnerstädte Weiterstadts. Stadt Weiterstadt, abgerufen am 6. Mai 2008.
  16. Kosten- und Geschmacksfragen. Angelica Taubel, Echo Online GmbH, 26. April 2008, abgerufen am 1. Mai 2008: „Parlament: Mehrheit aus CDU und Alternativer Liste bringt Marktplatzbebauung in Weiterstadt auf den Weg“
  17. a b Landkreis Darmstadt-Dieburg. HA Hessen Agentur GmbH, 31. Dezember 2006, abgerufen am 19. September 2008.
  18. Weiterstadt. Das Einrichtungshaus der Extraklasse. Hans Segmüller Polstermöbelfabrik GmbH & Co. KG, 21. April 2008, abgerufen am 21. April 2008: „Das SEGMÜLLER-Einrichtungshaus in Weiterstadt wurde am 19. August 2004 eröffnet und hat von Anfang an neue Maßstäbe im Möbelhandel gesetzt.“
  19. Firmengeschichte. ŠkodaAuto Deutschland GmbH, abgerufen am 1. Mai 2008.
  20. Kontakt. ADRA Deutschland e. V., abgerufen am 1. Mai 2008.
  21. Impressum. Jürgen Hatzipantelis, abgerufen am 5. Mai 2008.
  22. Grass Valley Germany GmbH. Unternehmerverband Südhessen e.V, abgerufen am 1. Mai 2008.
  23. Precision-Mechatronics GmbH. Precision Mechatronics GmbH, abgerufen am 8. April 2011.
  24. Degussa Geschichte - Weiterstadt. Degussa, abgerufen am 1. Mai 2008.
  25. Die Media Markt Chronologie. Media Markt, abgerufen am 1. Mai 2008.
  26. Vorwort des Bürgermeisters. Peter Rohrbach, Stadt Weiterstadt, 2008, abgerufen am 1. Mai 2008.
  27. Saskia Riedel, Pleon GmbH: Fertig zum Abflug: LOOP5 ermöglicht Shopping in neuen Dimensionen. Sonae Sierra und Foncière Euris, 8. Oktober 2007, abgerufen am 21. April 2008 (PDF; 57 kB): „LOOP5 soll die zentrale Shopping- und Freizeitattraktion für die mehr als 700.000 Einwohner des Einzugsgebiets sein.“
  28. dpa: IHK sieht Bensheim an der Spitze. Darmstädter Echo, 27. April 2007, abgerufen am 25. September 2008.
  29. Peter Rohrbach: Bürgermeister - Chat am 5. März 2008. In: Bürgermeister-Chat. Stadt Weiterstadt, 5. März 2008, abgerufen am 21. April 2008.
  30.  Martin Skorsky, ADFC Darmstadt e. V. (Hrsg.): Eine Route für Alltagsradler zwischen Weiterstadt und Darmstadt. Darmstadt 1994.
  31. Radroutenplaner Hessen R8. Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und ivm GmbH, 21. April 2008, abgerufen am 21. April 2008.
  32. Thomas Grän: Arbeitsgruppe Weiterstadt. ADFC Darmstadt e. V., 12. April 2008, abgerufen am 21. April 2008: „Weiterstadt will mehr für den Radverkehr tun, so war vor einiger Zeit in der Presse zu lesen. In der Tat ist 2007 einiges Geld für Radverkehrsanlage in Weiterstadt ausgegeben worden. Leider ist nicht alles erfreulich, was da für Radfahrer gebaut worden ist. Der neuen Radweg Münchweg hat die Radfahrer an den Einmündungen aller Vorfahrtsrechte beraubt. Im Gewerbegebiet West ist der Radverkehr zur Optimierung des Kraftverkehrs vollständig von der Straße auf Bordsteinradweg-Reservate verbannt worden. In diesem Jahr stehen umfangreiche Straßenumbaumaßnahmen des Gewerbegebiets Süd an, die massive Rückwirkungen auf den Radverkehr haben. Die drei neuen Weiterstädter Kreisverkehr, die 2007 in Betrieb gegangen sind, sind alle ohne angemessene Radverkehrführung angelegt worden.“
  33. Angelica Taubel: SPD will die Notbremse ziehen. Echo Online GmbH, 17. Dezember 2007, abgerufen am 21. April 2008: „Straßenbahn: Sozialdemokraten in Weiterstadt möchten Projekt stoppen und für Trasse freigehaltene Flächen verkaufen“
  34. SüWo