Babenhausen (Hessen)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Darmstadt-Dieburg | |
| Höhe: | 127 m ü. NN | |
| Fläche: | 66,87 km² | |
| Einwohner: |
16.032 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 240 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 64832 | |
| Vorwahl: | 06073 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DA, DI | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 32 002 | |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathaus Marktplatz 2 64832 Babenhausen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Gabriele Coutandin (SPD) | |
| Lage der Stadt Babenhausen im Landkreis Darmstadt-Dieburg | ||
Babenhausen ist eine Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg, in der Region Starkenburg (Südhessen).
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Die Stadt liegt in der Flugsandebene nördlich des Odenwaldes. Die Kernstadt, sowie die Stadtteile Hergershausen, Sickenhofen und Harreshausen liegen auf 127 m über NN an der Gersprenz, die in mehreren Armen das Stadtgebiet durchfließt. Babenhausen ist eine der waldreichsten Gemeinden Südhessens. Das Umland wird zum Großteil ackerbaulich genutzt, u. a. wird Spargel und Mais angebaut. Um die Stadt verteilen sich mehrere Kiesgruben.
Babenhausen liegt an der Deutschen Fachwerkstraße. In der Gemarkung der Stadt liegt auch die Wüstung Altdorf.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Babenhausen grenzt im Norden an die Städte Rodgau und Seligenstadt sowie die Gemeinde Mainhausen (alle Kreis Offenbach), im Osten an die Marktgemeinden Stockstadt am Main und Großostheim (beide Landkreis Aschaffenburg), im Süden an die Gemeinde Schaafheim und die Stadt Groß-Umstadt sowie im Westen an die Gemeinden Münster und Eppertshausen (alle im Landkreis Darmstadt-Dieburg).
Stadtgliederung [Bearbeiten]
Die Stadt hat folgende Stadtteile:
- Babenhausen (Kernstadt)
- Harpertshausen
- Harreshausen
- Hergershausen
- Langstadt
- Sickenhofen
In der Kernstadt werden zudem noch verschiedene Wohngebiete mit Namen bezeichnet. Diese Namen sind jedoch nicht offiziell und auch nicht streng abgegrenzt (z. B. Erloch, Ost I-III, Altstadt).
Geschichte [Bearbeiten]
Historische Namensformen [Bearbeiten]
Babenhausen wurde 1236 erstmals urkundlich erwähnt. Die Schreibung des Namens variierte im späten Mittelalter leicht:[2]
- Babenhausense (1236)
- Babenhusen (1254)
- Babenhusen (1295)
- Babenhosen (1314)
- Babinhusin (1345)
- Babynhusin (1348)
- Babinhusen (1353)
- Bobinhusen (1357)
- Babinhusen (1374)
Stadtentwicklung [Bearbeiten]
Adelheid von Münzenberg, Tochter Ulrichs I. von Münzenberg, heiratete noch vor 1245 (das genaue Jahr ist nicht überliefert) Reinhard I. von Hanau. Als Heiratsgut brachte sie unter anderem die Babenhausen mit, das seitdem zur Herrschaft Hanau, später der Grafschaft Hanau und nach der Landesteilung von 1456 zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg gehörte. Babenhausen war der Hauptort des Amtes Babenhausen.
Die Stadt wurde als Marktsiedlung planmäßig unmittelbar nördlich an die Burg Babenhausen als unregelmäßiges Viereck angelegt. Etwa in deren Mitte liegt der rechteckige Marktplatz, dessen Ostseite die (heute evangelische) Nikolauskirche bildet. Die Straßen zweigen rechtwinklig von der Hauptstraße ab und bilden westlich von ihr ein gitterförmiges Straßennetz.
Die Stadt erhielt 1295 durch König Adolf von Nassau Stadtrechte. In dieser Zeit wurde der Bau einer Stadtmauer begonnen, die 1445 mit Mauer und Graben neu errichtet wurde und ursprünglich sieben Türme und zwei Tore aufwies. Ein großer Teil der Mauer ist bis heute erhalten, ebenso der Mühlturm oder Hexenturm und der Breschturm oder "Spitze Turm". Die Stadtrechtsverleihung durch König Adolf von Nassau wurde 1351, 1401 und 1404 erneuert.[2]
Babenhausen hatte ein eigenes Stadtgericht, das das Stadtrecht von Frankfurt am Main anwandte. Darüber hinaus gehörte es zum Land- und Zentgericht Altdorf, das für größere Streitigkeiten zuständig war und ebenfalls Stadtrecht von Frankfurt und später das Solmser Landrecht anwandte. Im 16. Jahrhundert wurde dieses Gericht durch den Landesherren in die Stadt Babenhausen verlegt, wobei die Stadt selbst nicht mehr in die örtliche Zuständigkeit des Gerichts fallen sollte. Es wurde zudem zum Teil mit städtischen Schöffen besetzt und war zuständig für die wichtigeren Verfahren. Kleinere Verfahren verhandelte das Stadtgericht von Babenhausen.
Kaiser Karl IV. verlieh am 22. Februar 1368 Ulrich III. von Hanau das Recht, in Babenhausen eine Münzstätte zu errichten und dort Münzen mit eigenem Wappen und den in Frankfurt oder Nürnberg üblichen Nominalen zu prägen. Zwar bestätigt König Ruprecht 1404 das Münzrecht, Gebrauch aber wurde davon nicht gemacht. Erst Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg, der dieses eigentlich nur für Babenhausen geltende Privileg stillschweigend auf Hanau übertrug, prägte danach erstmals Münzen.[3] Erst unter Graf Johann Reinhard arbeitet eine Münzstätte in Babenhausen in den Jahren 1607-25 und prägte unter anderem Goldgulden.[2]
Um 1430 wurde der Ort Langenbrücken infolge der Argarkriese zur Wüstung und ging in der Gemarkung Babenhausen auf.
1503, unter Graf Philipp II. von Hanau-Lichtenberg, erhielt die Stadt ein Privileg des Kaisers, einen Jahrmarkt abhalten zu dürfen – den Nikolausmarkt.
Im Dreißigjährigen Krieg fruchtete die seitens der Grafen Johann Reinhard I. (* 1569; † 1625) und Philipp Wolfgang (* 1595; † 1641) zunächst verfolgte Politik der Neutralität nicht. Das Amt Babenhausen litt mit seiner Lage im Rhein-Main-Gebiet in der Nähe der Kurpfalz und an den Heerstraßen im Rheintal besonders intensiv. Mehrfach von unterschiedlichen Kriegsparteien besetzt, waren die umliegenden Dörfer schon in den ersten Kriegsjahren verwüstet, die Bewohner flohen, allein 2500 in die Stadt Babenhausen, wo daraufhin die Pest ausbrach. 1631 traf es die Stadt und das Schloss Babenhausen erneut, als sie durch kaiserliche Truppen besetzt und geplündert wurden. Ein Jahr später marschierten die Schweden unter General Graf Wolfgang Heinrich von Isenburg-Büdingen ein. Vom 23. Februar bis zum 28. März 1635 wurde die Stadt erneut von den Kaiserlichen unter Graf Philipp von Mansfeld[4], allerdings erfolglos, belagert, 1636 dann aber doch bis 1647 von Kurmainz besetzt. Innerhalb der heutigen Gemarkung Babenhausen wurden durch Kriegesfolgen und Pest die Ortschaft Altdorf nach 1635 aufgegeben.
Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., 1736 kam es um Stadt und Amt Babenhausen fast zu einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den potentiellen Erben, der Landgrafschaft Hessen-Kassel und der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Beide Seiten besetzten mit ihrem Militär jeweils einen Teil des Amtes. Die Stadt Babenhausen wurde durch hessen-kasselisches Militär besetzt. Die Auseinandersetzung konnte erst nach einem langjährigen Rechtsstreit vor den höchsten Reichsgerichten 1771 durch einen Vergleich, den sogenannten Partifikationsrezess, beendet werden. Danach fiel Babenhausen an die Landgrafschaft Hessen-Kassel. Mit der Umstrukturierung Deutschlands in napoleonischer Zeit kam Babenhausen zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt und gehörte dann zu folgenden Verwaltungseinheiten[2]:
- bis 1821: Amt Babenhausen
- 1821 bis 1832: Landratsbezirk Seligenstadt in der Provinz Starkenburg des Großherzogtums Hessen
- 1832 bis 1848: Kreis Offenbach mit der Einführung von Kreisen im Großherzogtum Hessen
- 1848 bis 1852: Regierungsbezirk Dieburg während der Einteilung der Provinz Starkenburg in Regierungsbezirke
- 1852 bis 1928: Kreis Dieburg mit der Aufhebung der Regierungsbezirke bis zum Ende der Provinz Starkenburg.
- 1938 bis 1977: Landkreis Dieburg. Im Zuge der Gebietsreform 1938 werden die drei hessischen Provinzen Starkenburg, Rheinhessen und Oberhessen in Kreise aufgelöst.
- ab 1977: Landkreis Darmstadt-Dieburg, in den der Kreis Darmstadt im Zuge der Gebietsreform in Hessen aufgeht.
Anfang des 19. Jahrhunderts begannen die Durchbrüche durch den Festungsgürtel. Das Bachtor im Süden wurde 1819, das Hanauer Tor ("Kühtor") im Norden 1823 und der Bachtorturm 1840 niedergelegt. Aber es wurde auch neu gebaut: Ein neuer süd-westlicher Stadtteil ("Neue Welt") wurde errichtet und die Stadt seit 1870 nach Norden erweitert. Das Spessartviertel kam 1925 dazu, die Siedlung an der Seligenstädter Landstraße 1936/37.
Während des Zweiten Weltkriegs bestand in Babenhausen ein Lager für sowjetische Kriegsgefangene, das nach Kriegsende als DP-Lager für jüdische so genannte Displaced Persons diente. Das DP-Lager, in dem bis zu 3000 Personen untergebracht waren, wurde im April 1950 aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Babenhausen bis 2006 eine bedeutende Garnison der US-Army, der mit den Artillerieeinheiten MLRS und Patriot belegt war. Das genutzte Gelände lag im Südosten der Stadt. Die Nachfolgenutzung wird diskutiert, auch durch ein gemeinsames Projekt von Stadt und Technischer Universität Darmstadt.
Am 31. Dezember 1971 wurden die Gemeinden Harpertshausen, Langstadt und Harreshausen nach Babenhausen eingegliedert, am 1. Juli 1972 die Gemeinde Hergershausen und am 1. Januar 1977 die Gemeinde Sickenhofen[5].
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Belegte Einwohnerzahlen sind[2]:
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Politik [Bearbeiten]
Stadtverordnetenversammlung [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 hatte folgendes Ergebnis:[6]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
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| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 36,9 | 14 | 30,4 | 11 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 29,5 | 11 | 39,4 | 15 | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 15,3 | 6 | 12,3 | 5 | |
| FWB | Freie Wähler Babenhausen | 12,0 | 4 | 9,6 | 3 | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 4,2 | 1 | 5,0 | 2 | |
| Die Bürger | Die Bürger für Babenhausen | 2,0 | 1 | 3,2 | 1 | |
| Gesamt | 100 | 37 | 100 | 37 | ||
| Wahlbeteiligung in % | 47,9 | 45,9 | ||||
Bürgermeister [Bearbeiten]
Die Bürgermeisterwahlen am 5. Oktober 2008 lieferten beim zweiten Wahlgang folgendes Ergebnis:
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Partnerschaften [Bearbeiten]
Babenhausen unterhält mit der Stadt Bouxwiller im Elsass, in Frankreich, seit 1984 eine Städtepartnerschaft.[7] 2004 wurde die 20-jährige Verschwisterung mit zwei großen Feiern, einer in Bouxwiller, einer in Babenhausen, begangen.
Religiöse Einrichtungen [Bearbeiten]
Kirche [Bearbeiten]
Ursprünglich war die Kirche von Babenhausen eine Filialkirche von Altdorf und erst 1339 wird sie als selbständige Pfarrkirche genannt. Zum Kirchspiel gehörten die Dörfer Langenbrücken und Zell. Das Patronatsrecht lag bei den Herren von Hanau. Kirchliche Mittelbehörde war das Archidiakonat St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Montat.
Die Reformation erfolgte 1545 durch Erasmus Alberus unter Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg. Die Gemeinde wurde lutherisch. Zwischen 1777 und 1796 bestand unter den reformierten Landgrafen von Hessen-Kassel eine reformierte Pfarrerstelle. Nach 1807 fand kein reformierter Gottesdienst mehr statt.
Jüdische Gemeinde [Bearbeiten]
Die älteste Erwähnung eines Juden in Babenhausen stammt aus dem Jahr 1318. Einhundert Jahre später wird eine Judenschule (Synagoge) erwähnt. Seit 1351 waren die Herren und Grafen von Hanau mit dem Reichslehen über die Juden belehnt, das bis ins 17. Jahrhundert immer wieder bestätigt wurde. Die jüdische Gemeinde in Babenhausen wurde erst durch den Holocaust ausgelöscht. Der jüdische Friedhof existiert noch. Am Standpunkt der ehemaligen Synagoge hinter dem Hexenturm wurde ein Gedenkstein errichtet. Bauliche Reste, die säkular genutzt wurden, bestanden zumindest noch 1985.[8]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Historische Bauwerke [Bearbeiten]
- Schloss Babenhausen, im Kern staufisch 12./13. Jahrhundert
- Stadtmühle (Ende 14. Jh.)
- Stadtmauer (1445) mit Hexenturm und Breschturm
- Marktplatz mit Rathaus, 13 Patrizierhäusern und der
- Evangelische Stadtkirche St. Nikolaus
- Jagdhaus im Stadtteil Harreshausen
- Evangelische Kirche (neugotisch) in Langstadt, eingeweiht 19. September 1880
Natur [Bearbeiten]
Die Schöne Eiche bei Harreshausen ist eine rund 550 Jahre alte Pyramideneiche mit einem Stammumfang von 3,85 Metern. Sie gilt als Mutter der Pyramideneichen und botanische Rarität. Weitere Pyramideneichen befinden sich am Spessartplatz.
Auf einem kleinen Naturschutzgebiet auf dem Firmengelände der VDO Automotive der Continental AG gibt es eine der größten Populationen Deutschlands der sehr seltenen Pionierpflanze Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides).
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- 2-jährig (gerade Jahre) „Mittelalterlicher Markt“ zu Erntedank
- Ostermarkt mit Gewerbeschau
- Altstadtfest (2. Wochenende im September)
- Weihnachtsmarkt in der Altstadt am ersten Adventswochenende
- Rosenmontagsball in der Stadthalle, jedes Jahr am Rosenmontag
- Fastnachtsumzug am Fastnachtsdienstag
- „Ball der Vielharmonie“ der Gesangvereine der Kernstadt im Januar
- Fischerfest am 4. Juli-Wochenende
- Sommernachtsfest der Freiwilligen Feuerwehr Babenhausen
- Waldfest am 2. Sonntag im August
- "Night of Lights" am letzten Samstag im November
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehrsverbindungen [Bearbeiten]
Straße [Bearbeiten]
Historisch liegt Babenhausen am Kreuzungspunkt von drei alten Handelsstraßen, den Verbindungen Odenwald-Frankfurt, Franken-Frankfurt und Darmstadt-Aschaffenburg. Babenhausen liegt an der Bundesstraße 26. Die Deutsche Fachwerkstraße führt durch Babenhausen.
Eisenbahn [Bearbeiten]
Den Bahnhof Babenhausen erhielt die Stadt 1858 als die Hessische Ludwigsbahn die Rhein-Main-Bahn eröffnete. Babenhausen lag im Abschnitt der Strecke zwischen Darmstadt Ludwigsbahnhof (heute: Darmstadt Hauptbahnhof) und Aschaffenburg Hauptbahnhof. Zwanzig Jahre später wurde Babenhausen Kreuzungsbahnhof mit der Odenwaldbahn, deren Streckenast Babenhausen-Eberbach 1870 und 1882 im Abschnitt Babenhausen-Hanau Ost in Betrieb ging. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts begannen wegen ansteigenden Straßenverkehrs große Umbaumaßnahmen am Bahnhof: Die Gleise wurden 5 m höher auf einen Damm gelegt, die Bahnübergänge an der Aschaffenburger und an der Darmstädter Straße geschlossen. Direkt neben dem Empfangsgebäude wurde eine Unterführung zur heutigen B 26 gebaut. Die Arbeiten wurden 1928/1929 abgeschlossen.
Zusätzlich befindet sich am Bahnhof ein wichtiger Knotenpunkt des regionalen Busverkehrs.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
- Continental Automotive GmbH (ehemals VDO) der Continental AG mit 2600 Mitarbeitern
- Michelsbräu
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Maximilian Adam von Blumencron (* 1612 in Babenhausen als "Maximilian Adam Ludwig"); Militär der Katholischen Liga im Dreißigjährigen Krieg, Amtmann der Fürstbischöfe von Würzburg und Begründer des Adelsgeschlechtes der Ritter (später Freiherrn) von Blumencron.
- Wilhelm Grünewald (* 18. Juni 1859, † 14. Juli 1925 in Gießen), deutscher Politiker (Fortschrittliche Volkspartei, DDP), MdL (Hessen), Mitglied der Weimarer Nationalversammlung
- Oskar Hock (31. Januar 1898, † 24. Juni 1976 in Leverkusen), deutscher Arzt, NSDAP-Funktionär, SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS
- Heinrich Klein (* 13. Dezember 1932, † 18. Dezember 1989 in Groß-Umstadt), war 1970–1976 Landrat des Landkreises Dieburg und 1976-1989 Mitglied des Deutschen Bundestages.
- Johann Adam Oest (*24. Juni 1946), deutscher Schauspieler
- Heinrich Leonhard Kolb (* 8. Januar 1956), Politiker (FDP), MdB
Weitere Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Jürgen Schumann (1940–1977), Pilot der Lufthansa, RAF-Opfer, lebte in Babenhausen und wurde dort beigesetzt
- Haftbefehl (* 16. Dezember 1985), deutscher Rapper, lebte in Babenhausen
Literatur [Bearbeiten]
- Barbara Demandt: Die mittelalterliche Kirchenorganisation in Hessen südlich des Mains = Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde 29 (1966), S. 93.
- Max Herchenröder: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Dieburg. 1940, S. 10ff.
- Erich Keyser (Hrsg.): Hessisches Städtebuch = Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. 1957.
- Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 1995, S. 533f.
- Wilhelm Müller: Hessisches Ortsnamenbuch. Band 1: Starkenburg. 1937, S. 29ff.
- Hans Georg Ruppel (Bearb.): Historisches Ortsverzeichnis für das Gebiet des ehem. Großherzogtums und Volksstaats Hessen mit Nachweis der Kreis- und Gerichtszugehörigkeit von 1820 bis zu den Veränderungen im Zuge der kommunalen Gebietsreform = Darmstädter Archivschriften 2. 1976, S. 52.
- Dagmar Söder: Kulturdenkmäler in Hessen. Kreis Offenbach = Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. 1987, S. 38ff.
- Georg Wittenberger: Stadtlexikon Babenhausen. Babenhausen, 1995
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website der Stadt Babenhausen
- Virtueller Stadtrundgang durch Babenhausen
- Babenhausen auf den Webseiten des Landkreises Darmstadt-Dieburg
- „Babenhausen, Landkreis Darmstadt-Dieburg“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Literatur über Babenhausen (Hessen) in der Hessischen Bibliographie
- Links zum Thema Babenhausen im Open Directory Project
- Literatur zu Babenhausen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ a b c d e Stadt Babenhausen, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 1. September 2012.
- ↑ Fried Lübbecke: Hanau. Stadt und Grafschaft. Köln, 1951, S. 279ff. (282).
- ↑ Vmtl.: Graf Philipp V. von Mansfeld-Vorderort (* 1589, † 8. April 1657, Raab, Györ): Familie von Mansfeld in GENEALOGY.EU.
- ↑ Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 223
- ↑ Kommunalwahlen 2011 in Hessen. Abgerufen am 9. April 2011.
- ↑ Friedrich Schöneich: Praeludium 1967 bis 1984. Wie es zur Verschwisterung von Babenhausen und Bouxwiller kam. In: Klaus Lötzsch und Georg Witteberger: Beiträge zur Geschichte der Grafschaft Hanau-Lichtenberg = Babenhausen einst und jetzt 31 (2004), S. 7-18.
- ↑ Thea Altaras: Synagogen in Hessen - Was geschah seit 1945?. Königstein i. Ts. 1994, S. 125. ISBN 3-7845-7790-3
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