Babenhausen (Hessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Babenhausen
Babenhausen (Hessen)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Babenhausen hervorgehoben
49.9623611111118.9532638888889127Koordinaten: 49° 58′ N, 8° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Darmstadt-Dieburg
Höhe: 127 m ü. NHN
Fläche: 66,87 km²
Einwohner: 15.588 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 233 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64832
Vorwahl: 06073
Kfz-Kennzeichen: DA, DI
Gemeindeschlüssel: 06 4 32 002
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathaus
Marktplatz 2
64832 Babenhausen
Webpräsenz: www.babenhausen.de
Bürgermeisterin: Gabriele Coutandin (SPD)
Lage der Stadt Babenhausen im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Erzhausen Weiterstadt Griesheim Pfungstadt Bickenbach (Bergstraße) Alsbach-Hähnlein Seeheim-Jugenheim Modautal Mühltal Ober-Ramstadt Messel Eppertshausen Münster (bei Dieburg) Dieburg Roßdorf (bei Darmstadt) Fischbachtal Groß-Bieberau Reinheim Groß-Zimmern Otzberg Groß-Umstadt Schaafheim Babenhausen (Hessen) Darmstadt Bayern Odenwaldkreis Kreis Bergstraße Kreis Groß-Gerau Landkreis OffenbachKarte
Über dieses Bild
Luftbild 2008, Stadtviertel "Ost-Zwei" und ehem. VDO
Der Hexenturm ist das Wahrzeichen von Babenhausen

Babenhausen ist eine Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg, in der Region Starkenburg (Südhessen).

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt in der Flugsandebene nördlich des Odenwaldes. Die Kernstadt, sowie die Stadtteile Hergershausen, Sickenhofen und Harreshausen liegen auf 127 m über NN an der Gersprenz, die in mehreren Armen das Stadtgebiet durchfließt. Babenhausen ist eine der waldreichsten Gemeinden Südhessens. Das Umland wird zum Großteil ackerbaulich genutzt, u. a. wird Spargel und Mais angebaut. Um die Stadt verteilen sich mehrere Kiesgruben.

Babenhausen liegt an der Deutschen Fachwerkstraße. In der Gemarkung der Stadt liegt auch die Wüstung Altdorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Babenhausen grenzt im Norden an die Städte Rodgau und Seligenstadt sowie die Gemeinde Mainhausen (alle Kreis Offenbach), im Osten an die Marktgemeinden Stockstadt am Main und Großostheim (beide Landkreis Aschaffenburg), im Süden an die Gemeinde Schaafheim und die Stadt Groß-Umstadt sowie im Westen an die Gemeinden Münster und Eppertshausen (alle im Landkreis Darmstadt-Dieburg).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Lage der Babenhäuser Ortsteile

Die Stadt hat folgende Stadtteile:

In der Kernstadt werden zudem noch verschiedene Wohngebiete mit Namen bezeichnet. Diese Namen sind jedoch nicht offiziell und auch nicht streng abgegrenzt (z. B. Erloch, Ost I-III, Altstadt).

Geschichte[Bearbeiten]

Historische Namensformen[Bearbeiten]

Babenhausen wurde 1236 erstmals urkundlich erwähnt. Die Schreibung des Namens variierte im späten Mittelalter leicht:[2]

  • Babenhausense (1236)
  • Babenhusen (1254)
  • Babenhusen (1295)
  • Babenhosen (1314)
  • Babinhusin (1345)
  • Babynhusin (1348)
  • Babinhusen (1353)
  • Bobinhusen (1357)
  • Babinhusen (1374)

Stadtentwicklung[Bearbeiten]

Adelheid von Münzenberg, Tochter Ulrichs I. von Münzenberg, heiratete noch vor 1245 (das genaue Jahr ist nicht überliefert) Reinhard I. von Hanau. Als Heiratsgut brachte sie unter anderem die Babenhausen mit, das seitdem zur Herrschaft Hanau, später der Grafschaft Hanau und nach der Landesteilung von 1456 zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg gehörte. Babenhausen war der Hauptort des Amtes Babenhausen.

Die Stadt wurde als Marktsiedlung planmäßig unmittelbar nördlich an die Burg Babenhausen als unregelmäßiges Viereck angelegt. Etwa in deren Mitte liegt der rechteckige Marktplatz, dessen Ostseite die (heute evangelische) Nikolauskirche bildet. Die Straßen zweigen rechtwinklig von der Hauptstraße ab und bilden westlich von ihr ein gitterförmiges Straßennetz.

Die Stadt erhielt 1295 durch König Adolf von Nassau Stadtrechte. In dieser Zeit wurde der Bau einer Stadtmauer begonnen, die 1445 mit Mauer und Graben neu errichtet wurde und ursprünglich sieben Türme und zwei Tore aufwies. Ein großer Teil der Mauer ist bis heute erhalten, ebenso der Mühlturm oder Hexenturm und der Breschturm oder "Spitze Turm". Die Stadtrechtsverleihung durch König Adolf von Nassau wurde 1351, 1401 und 1404 erneuert.[2]

Babenhausen hatte ein eigenes Stadtgericht, das das Stadtrecht von Frankfurt am Main anwandte. Darüber hinaus gehörte es zum Land- und Zentgericht Altdorf, das für größere Streitigkeiten zuständig war und ebenfalls Stadtrecht von Frankfurt und später das Solmser Landrecht anwandte. Im 16. Jahrhundert wurde dieses Gericht durch den Landesherren in die Stadt Babenhausen verlegt, wobei die Stadt selbst nicht mehr in die örtliche Zuständigkeit des Gerichts fallen sollte. Es wurde zudem zum Teil mit städtischen Schöffen besetzt und war zuständig für die wichtigeren Verfahren. Kleinere Verfahren verhandelte das Stadtgericht von Babenhausen.

Kaiser Karl IV. verlieh am 22. Februar 1368 Ulrich III. von Hanau das Recht, in Babenhausen eine Münzstätte zu errichten und dort Münzen mit eigenem Wappen und den in Frankfurt oder Nürnberg üblichen Nominalen zu prägen. Zwar bestätigt König Ruprecht 1404 das Münzrecht, Gebrauch aber wurde davon nicht gemacht. Erst Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg, der dieses eigentlich nur für Babenhausen geltende Privileg stillschweigend auf Hanau übertrug, prägte danach erstmals Münzen.[3] Erst unter Graf Johann Reinhard arbeitet eine Münzstätte in Babenhausen in den Jahren 1607-25 und prägte unter anderem Goldgulden.[2]

Um 1430 wurde der Ort Langenbrücken infolge der Argarkriese zur Wüstung und ging in der Gemarkung Babenhausen auf.

1503, unter Graf Philipp II. von Hanau-Lichtenberg, erhielt die Stadt ein Privileg des Kaisers, einen Jahrmarkt abhalten zu dürfen – den Nikolausmarkt.

Im Dreißigjährigen Krieg fruchtete die seitens der Grafen Johann Reinhard I. (* 1569; † 1625) und Philipp Wolfgang (* 1595; † 1641) zunächst verfolgte Politik der Neutralität nicht. Das Amt Babenhausen litt mit seiner Lage im Rhein-Main-Gebiet in der Nähe der Kurpfalz und an den Heerstraßen im Rheintal besonders intensiv. Mehrfach von unterschiedlichen Kriegsparteien besetzt, waren die umliegenden Dörfer schon in den ersten Kriegsjahren verwüstet, die Bewohner flohen, allein 2500 in die Stadt Babenhausen, wo daraufhin die Pest ausbrach. 1631 traf es die Stadt und das Schloss Babenhausen erneut, als sie durch kaiserliche Truppen besetzt und geplündert wurden. Ein Jahr später marschierten die Schweden unter General Graf Wolfgang Heinrich von Isenburg-Büdingen ein. Vom 23. Februar bis zum 28. März 1635 wurde die Stadt erneut von den Kaiserlichen unter Graf Philipp von Mansfeld[4], allerdings erfolglos, belagert, 1636 dann aber doch bis 1647 von Kurmainz besetzt. Innerhalb der heutigen Gemarkung Babenhausen wurden durch Kriegesfolgen und Pest die Ortschaft Altdorf nach 1635 aufgegeben.

Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., 1736 kam es um Stadt und Amt Babenhausen fast zu einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den potentiellen Erben, der Landgrafschaft Hessen-Kassel und der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. Beide Seiten besetzten mit ihrem Militär jeweils einen Teil des Amtes. Die Stadt Babenhausen wurde durch hessen-kasselisches Militär besetzt. Die Auseinandersetzung konnte erst nach einem langjährigen Rechtsstreit vor den höchsten Reichsgerichten 1771 durch einen Vergleich, den sogenannten Partifikationsrezess, beendet werden. Danach fiel Babenhausen an die Landgrafschaft Hessen-Kassel. Mit der Umstrukturierung Deutschlands in napoleonischer Zeit kam Babenhausen zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt und gehörte dann zu folgenden Verwaltungseinheiten[2]:

Das Logo der Stadt Babenhausen

Anfang des 19. Jahrhunderts begannen die Durchbrüche durch den Festungsgürtel. Das Bachtor im Süden wurde 1819, das Hanauer Tor ("Kühtor") im Norden 1823 und der Bachtorturm 1840 niedergelegt. Aber es wurde auch neu gebaut: Ein neuer süd-westlicher Stadtteil ("Neue Welt") wurde errichtet und die Stadt seit 1870 nach Norden erweitert. Das Spessartviertel kam 1925 dazu, die Siedlung an der Seligenstädter Landstraße 1936/37.

Während des Zweiten Weltkriegs bestand in Babenhausen ein Lager für sowjetische Kriegsgefangene, das nach Kriegsende als DP-Lager für jüdische so genannte Displaced Persons diente. Das DP-Lager, in dem bis zu 3000 Personen untergebracht waren, wurde im April 1950 aufgelöst. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Babenhausen bis 2006 eine bedeutende Garnison der US-Army, der mit den Artillerieeinheiten MLRS und Patriot belegt war. Das genutzte Gelände lag im Südosten der Stadt. Die Nachfolgenutzung wird diskutiert, auch durch ein gemeinsames Projekt von Stadt und Technischer Universität Darmstadt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 wurden im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen die Gemeinden Harpertshausen, Langstadt und Harreshausen nach Babenhausen eingegliedert, am 1. Juli 1972 die Gemeinde Hergershausen und abschließend am 1. Januar 1977 die Gemeinde Sickenhofen.[5] Für die Kernstadt Babenhausen und die eingegliederten Stadtteile wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen sind[2]:

  • 1377: 70 Gemeinsleute, etwa 300 Einwohner
  • 1636: 90 Familien, einschließlich des
    benachbarten Dietzenbach, etwa 350 Einwohner
  • 1707: 169 Familien
  • 1754: 928 Einwohner
  • 1775: 230 Familien und 48 Witwen
  • 1786: 1.033 Einwohner
  • 1795: 1.195 Einwohner
  • 1800: 1.192 Einwohner
  • 1822: 1.569 Einwohner
  • 1861: 2.072 Einwohner
  • 1880: 2.667 Einwohner
  • 1890: 2.484 Einwohner
  • 1900: 2.255 Einwohner
  • 1910: 2.947 Einwohner
  • 1939: 3.143 Einwohner
  • 1948: 3.702 Einwohner, davon 410 Neubürger, 384 Evakuierte
  • 1961: 4.583 Einwohner
  • 1970: 7.240 Einwohner
  • 2012: 15.588 Einwohner
Babenhausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr     Einwohner
1834
  
1.769
1840
  
1.904
1846
  
2.011
1852
  
1.965
1858
  
2.099
1864
  
2.074
1871
  
2.673
1875
  
2.516
1885
  
2.544
1895
  
2.066
1905
  
2.862
1910
  
2.947
1925
  
3.029
1939
  
3.143
1946
  
3.343
1950
  
4.567
1956
  
4.270
1961
  
4.583
1967
  
7.117
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 hatte folgendes Ergebnis:[6]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
Kommunalwahl in Babenhausen 2011
 %
40
30
20
10
0
36,9 %
29,5 %
15,3 %
12,0 %
4,2 %
2,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+6,5 %p
-9,9 %p
+3,0 %p
+2,4 %p
-0,8 %p
-1,2 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 36,9 14 30,4 11
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 29,5 11 39,4 15
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 15,3 6 12,3 5
FWB Freie Wähler Babenhausen 12,0 4 9,6 3
FDP Freie Demokratische Partei 4,2 1 5,0 2
Die Bürger Die Bürger für Babenhausen 2,0 1 3,2 1
Gesamt 100 37 100 37
Wahlbeteiligung in % 47,9 45,9

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die Bürgermeisterwahlen am 5. Oktober 2008 lieferten beim zweiten Wahlgang folgendes Ergebnis:

Jahr Kandidaten Partei % Ergebnis
2008(1) Gabi Coutandin SPD 50,9
Reinhard Rupprecht CDU 49,1
Wahlbeteiligung in % 49,2
2008
Gabi Coutandin SPD 33,2
Reinhard Rupprecht CDU 42,3
Ralf Guinet Grüne 6,3
Oliver Bludau FWB 15,6
Hans-Walter Ortmann Die Linke 2,6
Wahlbeteiligung in % 49,8
Jahr Kandidaten Partei % Ergebnis
2002 Reinhard Rupprecht CDU 56,1
Claus Coutadin SPD 21,9
Oliver Bludau 6,2
Klaus Fengel 15,7
Wahlbeteiligung in % 56,2
(1) Stichwahl
Hinweis in Babenhausen auf die Partnerstadt Buchsweiler

Partnerschaften[Bearbeiten]

Babenhausen unterhält mit der Stadt Bouxwiller im Elsass, in Frankreich, seit 1984 eine Städtepartnerschaft.[7] 2004 wurde die 20-jährige Verschwisterung mit zwei großen Feiern, einer in Bouxwiller, einer in Babenhausen, begangen.

Freundschafliche Beziehungen bestehen zu Babenhausen (Schwaben) in Bayern und Lichtentanne in Sachsen.

Stadtkirche und Marktplatz

Religiöse Einrichtungen[Bearbeiten]

Kirche[Bearbeiten]

Hauptartikel: St. Nikolaus (Babenhausen)

Ursprünglich war die Kirche von Babenhausen eine Filialkirche von Altdorf und erst 1339 wird sie als selbständige Pfarrkirche genannt. Zum Kirchspiel gehörten die Dörfer Langenbrücken und Zell. Das Patronatsrecht lag bei den Herren von Hanau. Kirchliche Mittelbehörde war das Archidiakonat St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Montat.

Die Reformation erfolgte 1545 durch Erasmus Alberus unter Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg. Die Gemeinde wurde lutherisch. Zwischen 1777 und 1796 bestand unter den reformierten Landgrafen von Hessen-Kassel eine reformierte Pfarrerstelle. Nach 1807 fand kein reformierter Gottesdienst mehr statt.

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten]

Gedenkinschrift für die jüdische Gemeinde von Babenhausen, im Tal der Gemeinden in Yad Vashem

Die älteste Erwähnung eines Juden in Babenhausen stammt aus dem Jahr 1318. Einhundert Jahre später wird eine Judenschule (Synagoge) erwähnt. Seit 1351 waren die Herren und Grafen von Hanau mit dem Reichslehen über die Juden belehnt, das bis ins 17. Jahrhundert immer wieder bestätigt wurde. Die jüdische Gemeinde in Babenhausen wurde erst durch den Holocaust ausgelöscht. Der jüdische Friedhof existiert noch. Am Standpunkt der ehemaligen Synagoge hinter dem Hexenturm wurde ein Gedenkstein errichtet. Bauliche Reste, die säkular genutzt wurden, bestanden zumindest noch 1985.[8]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Historische Bauwerke[Bearbeiten]

Natur[Bearbeiten]

Die Schöne Eiche bei Harreshausen ist eine rund 550 Jahre alte Pyramideneiche mit einem Stammumfang von 3,85 Metern. Sie gilt als Mutter der Pyramideneichen und botanische Rarität. Weitere Pyramideneichen befinden sich am Spessartplatz.

Auf einem kleinen Naturschutzgebiet auf dem Firmengelände der VDO Automotive der Continental AG gibt es eine der größten Populationen Deutschlands der sehr seltenen Pionierpflanze Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides).

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • zweijährig (gerade Jahre) „Mittelalterlicher Markt“ zu Erntedank
  • Ostermarkt mit Gewerbeschau
  • Altstadtfest (2. Wochenende im September)
  • Weihnachtsmarkt in der Altstadt am ersten Adventswochenende
  • Rosenmontagsball in der Stadthalle, jedes Jahr am Rosenmontag
  • Fastnachtsumzug am Fastnachtsdienstag
  • „Ball der Vielharmonie“ der Gesangvereine der Kernstadt im Januar
  • Fischerfest am 4. Juli-Wochenende
  • Sommernachtsfest der Freiwilligen Feuerwehr Babenhausen
  • Waldfest am 2. Sonntag im August
  • "Night of Lights" am letzten Samstag im November

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehrsverbindungen[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Historisch liegt Babenhausen am Kreuzungspunkt von drei alten Handelsstraßen, den Verbindungen Odenwald-Frankfurt, Franken-Frankfurt und Darmstadt-Aschaffenburg. Babenhausen liegt an der Bundesstraße 26. Die Deutsche Fachwerkstraße führt durch Babenhausen.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Bahnhof Babenhausen, Gleisseite nach Höherlegen der Gleisanlagen in den 1920er Jahren

Den Bahnhof Babenhausen erhielt die Stadt 1858 als die Hessische Ludwigsbahn die Rhein-Main-Bahn eröffnete. Babenhausen lag im Abschnitt der Strecke zwischen Darmstadt Ludwigsbahnhof (heute: Darmstadt Hauptbahnhof) und Aschaffenburg Hauptbahnhof. Zwanzig Jahre später wurde Babenhausen Kreuzungsbahnhof mit der Odenwaldbahn, deren Streckenast Babenhausen-Eberbach 1870 und 1882 im Abschnitt Babenhausen-Hanau Ost in Betrieb ging. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts begannen wegen ansteigenden Straßenverkehrs große Umbaumaßnahmen am Bahnhof: Die Gleise wurden 5 m höher auf einen Damm gelegt, die Bahnübergänge an der Aschaffenburger und an der Darmstädter Straße geschlossen. Direkt neben dem Empfangsgebäude wurde eine Unterführung zur heutigen B 26 gebaut. Die Arbeiten wurden 1928/1929 abgeschlossen.

Zusätzlich befindet sich am Bahnhof ein wichtiger Knotenpunkt des regionalen Busverkehrs.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara Demandt: Die mittelalterliche Kirchenorganisation in Hessen südlich des Mains = Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde 29 (1966), S. 93.
  • Max Herchenröder: Die Kunstdenkmäler des Landkreises Dieburg. 1940, S. 10ff.
  • Erich Keyser (Hrsg.): Hessisches Städtebuch = Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. 1957.
  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 1995, S. 533f.
  • Wilhelm Müller: Hessisches Ortsnamenbuch. Band 1: Starkenburg. 1937, S. 29ff.
  • Hans Georg Ruppel (Bearb.): Historisches Ortsverzeichnis für das Gebiet des ehem. Großherzogtums und Volksstaats Hessen mit Nachweis der Kreis- und Gerichtszugehörigkeit von 1820 bis zu den Veränderungen im Zuge der kommunalen Gebietsreform = Darmstädter Archivschriften 2. 1976, S. 52.
  • Dagmar Söder: Kulturdenkmäler in Hessen. Kreis Offenbach = Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. 1987, S. 38ff.
  • Georg Wittenberger: Stadtlexikon Babenhausen. Babenhausen, 1995

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Babenhausen (Hessen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d e Stadt Babenhausen, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 1. September 2012.
  3. Fried Lübbecke: Hanau. Stadt und Grafschaft. Köln, 1951, S. 279ff. (282).
  4. Vmtl.: Graf Philipp V. von Mansfeld-Vorderort (* 1589, † 8. April 1657, Raab, Györ): Familie von Mansfeld in GENEALOGY.EU.
  5. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 223
  6. Kommunalwahlen 2011 in Hessen. Abgerufen am 9. April 2011.
  7. Friedrich Schöneich: Praeludium 1967 bis 1984. Wie es zur Verschwisterung von Babenhausen und Bouxwiller kam. In: Klaus Lötzsch und Georg Witteberger: Beiträge zur Geschichte der Grafschaft Hanau-Lichtenberg = Babenhausen einst und jetzt 31 (2004), S. 7-18.
  8. Thea Altaras: Synagogen in Hessen - Was geschah seit 1945?. Königstein i. Ts. 1994, S. 125. ISBN 3-7845-7790-3