Ober-Ramstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Ober-Ramstadt
Ober-Ramstadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Ober-Ramstadt hervorgehoben
49.8316666666678.7394444444444217Koordinaten: 49° 50′ N, 8° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Darmstadt-Dieburg
Höhe: 217 m ü. NHN
Fläche: 41,88 km²
Einwohner: 14.672 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 350 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64372
Vorwahlen: 06154 und 06167Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: DA, DI
Gemeindeschlüssel: 06 4 32 016
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Darmstädter Straße 29
64372 Ober-Ramstadt
Webpräsenz: www.ober-ramstadt.de
Bürgermeister: Werner Schuchmann (SPD)
Lage der Stadt Ober-Ramstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Erzhausen Weiterstadt Griesheim Pfungstadt Bickenbach (Bergstraße) Alsbach-Hähnlein Seeheim-Jugenheim Modautal Mühltal Ober-Ramstadt Messel Eppertshausen Münster (bei Dieburg) Dieburg Roßdorf (bei Darmstadt) Fischbachtal Groß-Bieberau Reinheim Groß-Zimmern Otzberg Groß-Umstadt Schaafheim Babenhausen (Hessen) Darmstadt Bayern Odenwaldkreis Kreis Bergstraße Kreis Groß-Gerau Landkreis OffenbachKarte
Über dieses Bild

Ober-Ramstadt (im lokalen Dialekt: Owwer-Ramschd) ist eine Stadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg in Hessen, Deutschland.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Modau in Ober-Ramstadt

Ober-Ramstadt liegt etwa 10 km südöstlich von Darmstadt entfernt an der B 426 im vorderen Odenwald (siehe auch Portal:Odenwald). Am Fluss Modau,[2] der durch Ober-Ramstadt fließt, liegt das Hochwasserrückhaltebecken Ober-Ramstadt, das einen drei Hektar großen Stausee bildet.

Ober-Ramstadt und seine Stadtteile

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Ober-Ramstadt grenzt im Norden an die Gemeinde Roßdorf, im Osten an die Stadt Reinheim, im Südosten an die Stadt Groß-Bieberau, im Süden an die Gemeinde Modautal, im Westen an die Gemeinde Mühltal, sowie im Nordwesten an die kreisfreie Stadt Darmstadt.

Gliederung[Bearbeiten]

Zur Stadt gehören seit 1977 neben der Kernstadt Ober-Ramstadt der aus den zwei Ortsteilen Ober- und Nieder-Modau bestehende Stadtteil Modau, 2.877 Einwohner (Stand: 30. Juni 2005), und Wembach-Hahn, 1.004 Einwohner (Stand: 30. Juni 2005). Bereits 1972 schloss sich Rohrbach, 1.534 Einwohner (Stand: 30. Juni 2005), freiwillig an.

Fläche und Nutzung[Bearbeiten]

Von der Gesamtfläche des Stadtgebiets von knapp 4.200 ha entfallen auf die Kernstadt 2.251 ha, auf die Stadtteile Modau 934 ha, Rohrbach 489 ha und Wembach Hahn 512 ha. Die Fläche wird zu jeweils gut 40 Prozent land- und forstwirtschaftlich genutzt. Verkehrs- und Gebäudeflächen haben einen Anteil von jeweils gut sieben Prozent.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Ur- und Frühgeschichte, Römerzeit, bis 400 n. Chr.[Bearbeiten]

Bereits aus der Jungsteinzeit (5000-2000 v. Chr.) finden sich erste Spuren in der Ober-Ramstädter Gemarkung. Vor Beginn der Arbeiten an der Umgehungsstraße wurden 1997/98 archäologische Grabungen im Gewann „Hinter dem Büche / Faulbach“, unweit des „Michaelshof“ durchgeführt. Gefunden wurden ein Axt-Stück und eine dreieckige Speerspitze aus Feuerstein aus der Jungsteinzeit. Weiterhin fand man Reste einer bronzezeitlichen Siedlungsstelle mit gut erhaltenen Strukturen. In den Trümmern einer römischen Villa (200 n. Chr.) wurden hunderte von Scherben, Nägeln und Krug Resten gefunden, darunter auch eine Amphore. Weiterhin kamen Reste eines römischen Brennofens zu Tage. 50 Prozent der Funde im Grabungsbereich stammten aus der späten Bronzezeit (1300–800 v. Chr.).[4] In der unteren Heyerstraße wurde 1959 ein römerzeitliches Brandgrab (150–180 n. Chr.) mit reicher Ausstattung (15 Gefäße, darunter eine kleine Glasflasche) beim Aushub einer Baugrube gefunden.[5] 1967/68 wurden in der Flur „Ober der Pfingstweide“ die Fundamente eines römischen Gutshofs (Villa rustica) freigelegt. Die Masse des keramischen Materials wurde der Mitte des zweiten bis zur Mitte des dritten Jahrhunderts n. Chr. zugeordnet.[6] Der ehemalige Standort der Villa rustica befindet sich heute im Betriebsgelände der Deutsche Amphibolin-Werke. Der südhessische Raum gehörte in römischer Zeit zur Provinz Germania superior (Obergermanien).

Mittelalter 400–1500[Bearbeiten]

Der westliche Teil des heutigen Südhessen gehörte im Frühmittelalter zum Oberrheingau (Rinahgowe), der im Herzogtum Franken, später im Herzogtum Westfranken lag. Die umliegenden Wälder gehörten zum kaiserlichen Wildbann Dreieich, welcher 1338 in Ober-Ramstadt auch eine seiner 30 Wildhuben unterhielt.[7] 1222 werden die Besitzrechte der reichsunmittelbaren Grafschaft Katzenelnbogen (1095–1479) um Darmstadt-Bessungen als Würzburger Lehen bestätigt und 1257 erwarb Dieter V. von Katzenelnbogen Schloss Dornberg bei Groß-Gerau. Um 1260 teilen sich die Brüder Graf Dieter V. und Graf Eberhard I. von Katzenelnbogen die Grafschaft; es entsteht die Obergrafschaft Katzenelnbogen (jüngere Linie) um Darmstadt und die Niedergrafschaft Katzenelnbogen (ältere Linie) um Katzenelnbogen und St. Goar mit Burg Rheinfels. Urkundlich wird Ober-Ramstadt erstmals 1310 erwähnt.[8] Der deutsche König Heinrich VII. hatte dem Grafen Eberhard I. von Katzenelnbogen (Sohn von Diether IV. von Katzenelnbogen) für dessen Dorf Ober-Ramstadt die Stadtrechte verliehen. Der Graf erhielt dieses Privileg für seine Tätigkeit als Ratgeber und Diplomat im Dienste von drei deutschen Königen, Rudolf I., Adolf von Nassau (Neffe von Eberhard I.) und Albrecht I.. So konnte er seine Besitzansprüche im vorderen Odenwald weiter ausbauen und gegen die rivalisierenden Territorialherren der Umgebung verteidigen. Ober-Ramstadt durfte sich in allem der gleichen Freiheiten und Rechte erfreuen, deren sich unser städtische Gemeinde Frankfurt bekanntermaßen erfreut, heißt es in der Urkunde. Dazu zählte die Befestigung der Stadt und Abhaltung eines Wochenmarktes donnerstags. Die Befestigung und Begrenzung des damaligen Ober-Ramstadt bildeten bis zum 17. Jahrhundert wahrscheinlich der Schafgraben, der Haingraben (die heutige Grabengasse), die Kirchhofsmauer und die Modau. Es gab drei Tore in der Befestigung. Sicher ist nur, dass in regelmäßigen Abständen das Zentgericht (Zent Birkey auf dem Berg) zusammenkam, um über Beleidigungen, Diebstähle und andere kriminelle Delikte zu verhandeln.[9] Ob nun allerdings wirklich ein Wochenmarkt abgehalten wurde, ist nicht bekannt. Der Großteil der Bevölkerung ernährte sich weiter von der Landwirtschaft, wobei sie dem Grafen auf dessen Feldern auch Frondienste leisten mussten. Denn Höfe, die besonders gute Erträge versprachen, bewirtschaftete die gräfliche Verwaltung. Für 1326 lässt sich ein solcher Herrenhof oberhalb der Kirche nachweisen. Getreide wurde angebaut. Schafe versorgten die Bevölkerung mit Wolle, Fleisch, Käse und Häuten. Einige Handwerker gab es, wie hundert Jahre später die Steuerlisten der Grafen beweisen. Darin wird Ober-Ramstadt im Übrigen als Dorf bezeichnet,[10] was den Schluss nahelegt, dass die Vorteile der Stadtrechte nicht genutzt wurden. Dazu könnte der Tod des Grafen Eberhard I. bereits ein Jahr nach der Verleihung beigetragen haben.[11] Aber: Der Grund ist vielmehr wie bei der Fülle anderer derartiger missglückter Versuche des beginnenden 14. Jahrhunderts darin zu suchen, dass die Höchstzahl lebensfähiger wahrer Städte bereits erreicht war. In unserem Fall lagen die Städte Reinheim und Dieburg zu nahe, auch sollte bald Darmstadt als neuer Verwaltungsmittelpunkt bei einer verkehrsmäßig doch besseren Lage[12] sich als dritte Konkurrentin entwickeln.[13] Nach dem Tod von Eberhard I. im Jahre 1311 und seines ältesten Sohnes Gerhard im Jahre 1312 teilten sich 1318 die Grafen Berthold III. (jüngster Sohn von Eberhard I.) und Eberhard II. (Enkel von Eberhard I.) die Besitztümer der Obergrafschaft auf; Ober-Ramstadt fiel Berthold III. zu.[14] Ihm folgte sein Sohn Eberhard III. (seit 1324 im Dienst von König Johann von Böhmen) und sein Enkelsohn Eberhard IV., der 1354 ohne Nachkommen starb. Seine Grundherrschaft ging deshalb an seinen Großcousin Diether VIII. von Katzenelnbogen über. Dadurch wurde die Obergrafschaft Katzenelnbogen 1354 wieder vereint. Ein schweres Erdbeben am 18. Oktober 1356 im Oberrheingraben richtete in vielen Dörfern der Obergrafschaft schwere Schäden an; auf Schloss Auerbach stürzte der Bergfried ein.[15] Wegen den erheblichen Kosten des Wiederaufbaus musste Graf Diether VIII. von Katzenelnbogen neben Ober-Ramstadt alle Dörfer, die er zwischen Rhein, Main und Neckar besaß, 1384 an den Erzbischof von Mainz, Adolf von Nassau-Wiesbaden-Idstein, verpfänden. Durch die Heirat (1385) Anna von Katzenelnbogen und Johann IV. von Katzenelnbogen (Sohn von Diether VIII.) wurde 1402 die Ober- und Niedergrafschaft wieder zusammengeführt. Im Jahre 1403 setzt Graf Johann IV. von Katzenelnbogen zur Absicherung des Wittums seiner Stiefmutter, Gräfin Anna von Nassau-Hadamar, Ober-Ramstadt zum Pfand ein. Außerdem hätte Ober-Ramstadt jährlich an Michaelis (29. September) 100 Pfund Frankfurter Währung (=2000 Schilling) und 250 Malter Korn Mainzer Maß als Gülte nach Lichtenberg liefern müssen.[16] Gräfin Anna verstarb am 21. Januar 1404. Im Jahr 1449 überträgt Graf Philipp I. von Katzenelnbogen, genannt der Ältere (* 1402; † 1479), Ober-Ramstadt seinem Sohn Philipp, der Jüngere (* 1427; † 27. Februar 1453), damit er seinen eigenen Hausstand gründen kann.[17]

Neuzeit 1500–1800[Bearbeiten]

Die erste Bebauung außerhalb des alten Ortskern bei und unterhalb der Kirche fand um 1450 im engeren Umkreis der heutigen Brückengasse statt. Dort stand 1584 auch das freiadlige Gut Kottwitz von Aulenbach bzw. Fabrice von Westerfeld, das 1727 an das Waisenhaus Darmstadt verkauft wurde.[18] Nach dem Tod von Graf Philipp I. von Katzenelnbogen im Jahre 1479 fiel die Grafschaft Katzenelnbogen an die Landgrafschaft Hessen, aber schon 1470 wurde die Verwaltung der Obergrafschaft an Heinrich III. von Hessen übertragen. Nach dem Tod von Landgraf Philipp I. (genannt der Großmütige), im Jahre 1567, wurde die Landgrafschaft Hessen in vier Teilherrschaften aufgeteilt. Sein jüngster Sohn Landgraf Georg I. von Hessen-Darmstadt erhielt den südlichsten Teil, aus der die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt hervorging, welche 1806 im Großherzogtum Hessen aufgeht. Während des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 48) wurde durch die Kriegshandlungen und die Pest (1635) ein Großteil der Bevölkerung hinweggerafft, 1650 erfährt man von ganzen 63 Einwohnern. Im Mai 1622 kam es zum „Mansfelder Einfall“ (Böhmisch-pfälzischer Krieg 1618-1623). Söldnerhaufen des Grafen Peter Ernst II. von Mansfeld, dem Kurfürsten Friedrich V. (Pfalz) und des Markgrafen Georg Friedrich (Baden-Durlach) drangen in Ober-Ramstadt ein, misshandelten die Einwohner von denen einige durch Folterungen zu Tode kamen. Der Plünderungsschaden betrug 7892 ½ Reichstaler.[19] Während des Hessenkrieg (1645-1648) wurde Darmstadt am 7. April 1647 von zwei Regimentern des französischen Marschall Turenne besetzt, die 44 000 Reichstaler oder Quartier forderten.[20] Auf Anordnung des Zentgraf Johann Buchen wurde aus der Kirche von Ober-Ramstadt eine Glocke abgenommen und mit weiteren aus den umliegenden Orten am 21. April 1647 nach Frankfurt/M. überführt. Der Verkaufserlös wurde den französischen Truppen zugeführt.[21] Im November 1672 zogen brandenburgische-, kaiserliche- u. lothringische Truppen wegen des Holländischen Krieges durch die Obergrafschaft. Sie richteten an der Ober-Ramstädter Kirche erheblichen Schaden an, zerschlugen eine Glocke, die mit weiteren Metallen weggeführt wurde.[22] 1709 war ein überaus strenger Winter in dem viele Einwohner, Vieh und Wild umkamen. 1723 wanderten (Schwabenzug) 80 Personen aus Ober-Ramstadt und zwei aus Frankenhausen mit dem Ziel Banat nach Südungarn aus.[23]

Jüngere Geschichte 1800 bis zur Gegenwart[Bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert begann Ober-Ramstadt sich zunehmend von einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einer Industriellen zu wandeln. 1848 wurde in der Hirschapotheke (Bachgasse 1) eine Postexpedition eingerichtet, die 1866 in das Kaufhaus von Balthasar Breitwieser (Darmstädter Straße 33) verlegt und 1876 mit einer Telegraphenleitung versehen wurde. Am 28. Dezember 1870 wird der Zugverkehr Darmstadt - Ober-Ramstadt durch die Hessische Ludwigsbahn in Betrieb genommen.[24] 1892 ist das neue Postgebäude in der Ernst-Ludwig-Straße 9 errichtet worden.[25] 1895 gründete Eduard Murjahn in Ober-Ramstadt die „Deutsche Amphibolin-Werke“. Bis heute hat die Firma hier ihren Hauptsitz und ist Europas modernste Produktionsstätte für Dispersionsfarbe. 1899 erschien die erste Ausgabe der „Odenwälder Neueste Nachrichten“, die Lokalzeitung wurde vom Verleger August Xandry und dem Redakteur F. C. Alfred Lauenstein gegründet.[26] Die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts können als zentraler Zeitraum der Entwicklung der Stadt gesehen werden. Seit 1901 besteht eine zentrale Wasser- und seit 1907 eine Elektrizitätsversorgung. Im Jahr 2005 gab Bürgermeister Werner Schuchmann Ober-Ramstadt den Leitspruch „Stadt der Farben“ und rief die Bürger dazu auf, bei Renovierungen ihre Häuser in bunten Farbtönen zu streichen, um der Stadt ein schöneres Aussehen zu verleihen. Zu diesem Zweck wurde ein Stadtentwicklungsplan ausgearbeitet, der bereits in Teilen Anwendung fand. In den Jahren 2006 bis 2008 gab die Umgestaltung und Komplettsanierung der Hauptstraße Ober-Ramstadt ein neues Gesicht.

Die Geschichte der Stadt lässt sich im Museum, das 1732 von dem Vater Georg Christoph Lichtenbergs als Rathaus gebaut wurde nachvollziehen.

Verwaltungszugehörigkeit[Bearbeiten]

Die Obergrafschaft Katzenelnbogen (bis 1479) war in mehrere Kellereien/Rentamt (Finanz-Verwaltungsbezirke) eingeteilt. Ober-Ramstadt mit Staderstatt[27] [28] (Wüstung bei Ober-Ramstadt) gehörte 1451 zur Kellerei Darmstadt, von 1497 bis 1820 zum Amt Lichtenberg (Fischbachtal) und wechselte dann zum Amt Reinheim, das ab 1806 zur Provinz Starkenburg des Großherzogtums Hessen gehörte.[29]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurden am 1. Januar 1977 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Modau, die am 1. Juli 1971 durch freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Nieder-Modau und Ober-Modau entstanden war, und Wembach nach Ober-Ramstadt per Gesetz eingegliedert.[33] Bereits am 1. April 1972 wurde die Gemeinde Rohrbach freiwillig nach Ober-Ramstadt eingegliedert.[34]

Ortsname und Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

In den historischen Dokumenten ist der Ortsname im Laufe der Jahrhunderte in wechselnder Schreibweise belegt:[29]

  • Ramstat (1310)
  • Ramstatt (1318)
  • Oberramstatt (1338)
  • Obir-Ramstad (1403)[35]
  • Großen Ramstad (1403)[36]
  • Ober Ramstatt (1470)[37]
  • Ramstat (1482)[38]
  • superior Ramstat (16. Jahrhundert)
  • Oberrambstatt (1647)[39]

Belegte Einwohnerzahlen sind:[29]

  • 1440: gegen 70 Landsiedel- und Hubleute (Hufe)
  • 1630: 400 Einwohner[40]
  • 1650: 63 Einwohner (Dreißigjährig Krieg und Pestzeit)[41]
  • 1708: 448 Einwohner
  • 1829: 1946 Einwohner
  • 1900: 3513 Einwohner
  • 1910: 4368 Einwohner
  • 1939: 5599 Einwohner
  • 1961: 7610 Einwohner
  • 1970: 8623 Einwohner
Ober-Ramstadt: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1967
Jahr     Einwohner
1834
  
2.100
1840
  
2.248
1846
  
2.398
1852
  
2.349
1858
  
2.408
1864
  
2.379
1871
  
2.576
1875
  
2.646
1885
  
2.864
1895
  
3.209
1905
  
4.027
1910
  
4.367
1925
  
4.725
1939
  
5.599
1946
  
7.267
1950
  
7.613
1956
  
7.565
1961
  
7.610
1967
  
8.472
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.

Weiler Dilshofen[Bearbeiten]

Der westliche Hof (Kleinschmitt'scher Hof) des Weiler Dilshofen gehört zu Ober-Ramstadt, der restliche Teil zu Zeilhard bzw. jetzt Reinheim.[42]

Geschichte der Stadtteile[Bearbeiten]

Modau[Bearbeiten]

siehe auch Nieder-Modau

Der Begriff „Muotdaha“ wird im Lorscher Codex das erste Mal im Jahre 804 urkundlich erwähnt (Urkunde 216). Einige Zeit später tauchen auch die Bezeichnungen Moda, Muda, Maudava und Modach auf. Aus ihnen lassen sich die Begriffe Sumpf und Wasser herauslesen. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Ober-Modau stammt aus dem Jahre 1362. Damals war es ein Zehntort des Grafen Diether VIII. von Katzenelnbogen.

Auf dem Schlossberg bei Nieder-Modau stand bis 1382 eine Burg. Letzter Burgherr war Werner Kalb von Reinheim, der ein Vasall von Diether VIII. von Katzenelnbogen war. Kalb, der zeitweise auch Verwalter von Burg Tannenberg war, ging als Raubritter in die Geschichtsbücher ein. Die Burg Nieder-Modau wurde 1382 von Truppen der Städte Frankfurt, Mainz und Worms zerstört und nicht wieder aufgebaut. Ihre Ruine wurde als Steinbruch genutzt. Heute sind noch die ehemaligen Burgwälle sichtbar (Wanderweg Ober-Ramstadt O4).

Am 1. Juli 1971 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Ober-Modau und Nieder-Modau zur Gemeinde Modau.

Waldenser in Rohrbach, Wembach, Hahn[Bearbeiten]

Kirche in Rohrbach, mit dem Leitspruch der Waldenser „Lux lucet in tenebris“ über dem Eingang

1699 fanden in den Ortschaften Rohrbach, Wembach und Hahn Waldenser aus der Gemeinde Pragela im Herzogtum Piemont (dem heutigen Pragelato, Partnerstadt Ober-Ramstadts) eine neue Heimat, nachdem sie 1685 nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes wegen ihres reformierten Glaubens die Heimat verlassen mussten.[43]

Die waldensische Bewegung, die auf das 12. Jahrhundert zurückgeht und deren Anhänger schon seit dieser Zeit Verfolgungen ausgesetzt waren, schloss sich 1532 der Reformation an. Bei evangelischen Fürsten Deutschlands fanden sie ebenso wie Tausende anderer Verfolgter, zum Beispiel die Hugenotten, Aufnahme. Ihre Ansiedlung, die – durch Privilegien zum Teil erleichtert – auch umworben war, war für die deutschen Fürstentümer kulturell wie wirtschaftlich eine Bereicherung.

Nach Verhandlungen ermöglichte Landgraf Ernst Ludwig 1699 knapp 400 Waldensern aus Pragela auf seinen Hofgütern Rohrbach, Wembach und Hahn einen Neubeginn.[44] Um diese landgräflichen Hofanlagen entstand in der Folgezeit eine planmäßige Neubebauung, die in Rohrbach besonders konsequent durchgeführt und heute noch nachvollziehbar ist. Für Hugenotten wurden zu dieser Zeit ganze Innenstädte neu angelegt, etwa in Hanau, Neu-Isenburg, Mannheim oder Freudenstadt.

Während Wembach und Hahn sich als Siedlung entlang einer Straße entwickelten, war für Rohrbach das (heute nicht mehr vorhandene) zentrale Hofgut zum Orientierungs- und Mittelpunkt des neuen Dorfes gewählt worden. In den ersten 30 Jahren nach 1699 entstand die regelmäßige Bebauung mit typischen Fachwerkhäusern und U-förmig dahinter angeordneten Nebengebäuden. Die Grundstücksparzellen waren gleich groß, und nach Gleichheitsgrundsätzen wurden auch alle Ackerflächen aufgeteilt.

Die Kirche in Rohrbach fand zusammen mit einem Pfarrhaus und Friedhof ihren Platz auf einer langgestreckten Freifläche in der Mitte der Gemeinde. Als Fachwerkkirche 1708 für alle drei Kolonien gebaut,[45] wurde sie 1767 durch einen massiven Saalbau ersetzt. Im Innern sehr schlicht gehalten, entsprach sie den strengen Vorschriften der reformierten Lehre. Die Wembacher Kirche wurde nach diesem Vorbild bis 1835 errichtet. Um 1830 wanderten mehrere Familien der Waldenserkolonie nach Pennsylvania aus.[46]

Vermutlich waren es Waldenser, die die Kartoffel – die schon seit Mitte des 17. Jahrhunderts in Südfrankreich kultiviert wurde – in Südhessen heimisch gemacht haben. In einem lukrativen Nebenerwerb wirkten viele der Waldenserfamilien Strümpfe, deren Qualität regional sehr geschätzt wurde.

Zugehörigkeit zum Kreis Dieburg[Bearbeiten]

Die ehemaligen selbständigen Gemeinden Nieder-Modau, Ober-Modau, Rohrbach, Wembach (mit Hahn und Koloniewald) gehörten zum Kreis Dieburg und wurden am 1. November 1938 in den Landkreis Darmstadt eingegliedert.

Religionen[Bearbeiten]

evangelische Kirche

In Ober-Ramstadt und seinen Stadtteilen befinden sich

  • die evangelische,
  • die katholische,
  • die evangelisch-freikirchliche sowie
  • die neuapostolische Kirchengemeinde.

Die evangelische Gemeinde Ober-Ramstadts, die die größte Gemeinde des Ortes ist, gehört zu der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Die römisch-katholische Liebfrauengemeinde wurde von, infolge des Zweiten Weltkrieges, Heimatvertriebenen gegründet und gehört zum Bistum Mainz.

Jüngste Glaubensbewegung in der Stadt ist die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde.

Politik[Bearbeiten]

Ober-Ramstadt ist dafür bekannt, dass es seit Jahren eine Wählerhochburg der SPD ist.

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung wird alle fünf Jahre gewählt. Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[47]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
44,8 %
24,1 %
22,1 %
6,0 %
3,1 %
n. k.
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-3,5 %p
-2,3 %p
+8,6 %p
+6,0 %p
-1,5 %p
-6,3 %p
-0,9 %p
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 44,8 17 48,3 18
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,1 9 26,4 10
BFO/GRÜNE Bürger für Ober-Ramstadt/Grüne 22,1 8 13,5 5
Auf gehts Auf gehts, bürgernahe Politik in Ober-Ramstadt 6,0 2
FDP Freie Demokratische Partei 3,1 1 4,6 21
FWG Freie Wählergemeinschaft Ober-Ramstadt 6,3 21
PBC Partei Bibeltreuer Christen 0,9 0
gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 49,6 47,1

1 Während der Legislaturperiode wechselte eine Abgeordnete von den Freien Wählern zur FDP, so dass die FWG mit einem, die FDP mit drei Abgeordneten vertreten war.

Rathaus von Ober-Ramstadt, im Vordergrund die Modau

Magistrat[Bearbeiten]

Der Magistrat der Stadt Ober-Ramstadt setzt sich aus zehn Mitgliedern zusammen (SPD 4 zzgl. Bürgermeister; CDU 2; BfO/Grüne 2, Auf geht's 1).

Bürgermeister[Bearbeiten]

Mit der Einführung der hessischen Landgemeindeordnung endete am 17. Januar 1821 die Ära der herrschaftlichen Schultheißen als Spitze der örtlichen Kommunalverwaltung. Johann Georg Ramge war seit 1820 „Gemeinderechner“ und übernahm im April 1822 das Amt vom Oberschultheiß Karl Pfersdorf (1808-1822)[48]

  • 1822–1841 Ramge, Johann Georg
  • 1841–1848 Breitwieser, Georg Peter
  • 1848–1857 Heim, Wilhelm
  • 1857–1859 Simmermacher, Georg
  • 1859–1879 Breitwieser, Johann Balthasar II.
  • 1879–1880 Fritsch, ?
  • 1880–1886 Fischer, Hermann
  • 1886–1892 Schulz, Georg III.[49]
  • 1892–1900 Jacoby, Georg III.
  • 1900–1911 Fritsch, Georg
  • 1911–1933 Rückert, Adam III.
  • 1933–1939 Jörgeling, Anton Ernst (kommissarisch)[50]
  • 1939–1942 Jörgeling, Anton Ernst (bestellt)
  • 1942–1945 Muhl, Heinrich (kommissarisch)
  • 1945–1946 Braband, Jakob (kommissarisch)[51]
  • 1946–1966 Frankenberger, Peter IV.
  • 1966–1986 Kleppinger, Georg
  • 1986–2004 Hartmann, Bernd
  • 2004 bis heute Schuchmann, Werner

Ortsbeirat Rohrbach[Bearbeiten]

Im Stadtteil Rohrbach gibt es einen Ortsbeirat mit neun Mitgliedern (SPD 3; CDU 3; BfO/Grüne 3).

Kinder- und Jugendbeirat[Bearbeiten]

Von der Stadt begleitet wird der neunköpfige Kinder- und Jugendbeirat Ober-Ramstadts.

Seniorenbeirat[Bearbeiten]

Um die Belange der Bürger ab 60 Jahren kümmert sich unter anderem seit 1998 der Seniorenbeirat Ober-Ramstadts, unterstützt von der Seniorenbeauftragten der Stadt Ober-Ramstadt. Der Seniorenbeirat wird jeweils für zwei Jahre gewählt, die nächsten Wahlen finden im Jahr 2012 statt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen von Ober-Ramstadt zeigt „In Silber eine grüne Rosenstaude mit drei roten Rosen“. Der Hessische Innenminister Wilhelm Leuschner hat der Stadt Ober-Ramstadt am 5. August 1930 die Führung dieses Stadtwappens genehmigt. Die älteste bekannte Darstellung des Rosenwappens befindet sich auf dem Pergamenteinband einer Urkunde aus dem 16. Jahrhundert.

Nach einer anderen Deutung zeigt das Stadtwappen „drei Kornraden, eine heute gefährdete Art aus der Familie der Nelkengewächse, die früher häufig in der Umgebung Ober-Ramstadts anzutreffen war“.[52] Für die Deutung als Rosen argumentiert der Verein für Heimatgeschichte e. V. Ober-Ramstadt.[53] Nebst der Abbildung des Rosenwappens aus dem 16. Jahrhundert, wird auf die gängige heraldische Darstellung der Rosen hingewiesen, deren 5-blättrige Grundform von Heckenrosen abgeleitet ist. Weiter wird auf Bezüge von Maria, der Namenspatronin der vorreformatorischen Kirche von Ober-Ramstadt und Graf Eberhard I. von Katzenelnbogen, der für Ober-Ramstadt 1310 die Stadtrechte erlangte, zu Rosen-Darstellungen verwiesen.[54]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Ungefähr 80 Prozent der türkischstämmigen Einwohner Ober-Ramstadts stammen aus Fethiye (Malatya). Hierbei handelt es sich jedoch nicht, wie anzunehmen ist, um die Urlaubshochburg Fethiye an der Mittelmeerküste, sondern um ein kleines Dorf in der Provinz Malatya. Thurm ist ein ehemals eigenständiger Ort und heute Ortsteil der Gemeinde Mülsen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

  • Die Laienspielgruppe der SKG Wembach-Hahn führt alljährlich zweimal ein Lustspiel in der Waldenserhalle auf.
  • Die Laienspielgruppe der Waldensergemeinde Rohrbach führt alljährlich jeweils ein Theaterstück viermal im Bürgerhaus Rohrbach auf. Weiterhin wird alle 25 Jahre das Stück „Glaube und Heimat“ aufgeführt, das die Vertreibung der Waldenser aus Pragelato zum Inhalt hat.
  • Seit 1995 finden in der Wacker Fabrik einmal jährlich im Herbst die Theatertage mit etwa 10 Aufführungen statt.

Musik[Bearbeiten]

Ober-Ramstadt hat mehrere Musikvereine. Viele davon nehmen an den Ober-Ramstädter Musiktagen teil. Die mehrtägige, alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung gibt es seit 2004.

  • Chor ’56 e. V. Ober-Ramstadt mit den Abteilungen Gemischter Chor ’56, Jazzchor ’56, Kinderchor ’56, Jugendchor '56 (seit 10/2008)
  • Evangelischer Kirchen- und Posaunenchor Ober-Ramstadt
  • Gesangverein „Eintracht 1880“ Rohrbach (Männerchor) mit ChorPusdelicti (Gemischter Chor)
  • Harmonikaspielring 1938 in der SKG Ober-Ramstadt
  • Stadtorchester Ober-Ramstadt
  • Sängervereinigung „Frohsinn ’03“ Modau
  • Sängervereinigung 1871 Ober-Ramstadt e. V., Frauen- und Männerchor[56]
  • Die Stadtstreicher Ober-Ramstadt (Streichorchester)

Museen[Bearbeiten]

Der Verein für Heimatgeschichte e. V. Ober-Ramstadt betreibt seit 1964 das Museum Ober-Ramstadt im alten Rathaus, das von Georg Christoph Lichtenbergs Vater im Jahr 1732 erbaut wurde.

In Rohrbach gibt es in der „Alten Schule“ das Waldensermuseum, ein von der EU gefördertes LEADER-Projekt.

Kunst- und Kulturausstellungen[Bearbeiten]

  • Atelier Freifarbe
  • Atelier und Künstlergemeinschaft Helgertsmühle
  • Restaurant und Galerie „Die Goldene Nudel“
  • Gasthof „Darmstädter Hof“ mit Kunstscheune „rive gauche“
  • Atelier „ImFluss“ in der Regenbogenmühle[57]

Sport[Bearbeiten]

Als Weltmeister 2004 sowie mehrfacher Europameister im Rollkunstlauf hat die TGS 1900 Ober-Ramstadt e. V. internationale Bedeutung.

Bauwerke[Bearbeiten]

Altes Rathaus

  • Das alte Rathaus wurde 1732, an der Stelle eines abgetragenen Vorgängerbaus aus dem Jahre 1580/1621, errichtet und diente in dieser Funktion bis 1929. Das Gebäude von 1732 ist nach den Plänen und unter der Aufsicht von Pfarrer Johann Conrad Lichtenberg, dem Vater von Georg Christoph Lichtenberg, erbaut worden.[58]

Neues Rathaus

  • Das neue Rathaus steht auf dem Platz eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens, in dem sich auch die Gaststätte „Zur Goldenen Traube“[59] befand. Die Gemeinde hat das alte Gebäude 1919 von Peter Rodenhäuser XIV. käuflich erworben, 1928 abtragen lassen und 1929 darauf das neue Rathaus errichtet.

Hammermühle

Die Hammermühle in Ober-Ramstadt
Petri-Villa in Ober-Ramstadt
  • An die örtliche Wirtschaftsgeschichte sowie die Inbetriebnahme des ersten Eisenhammers 1688/89 erinnert die Anlage der ehemaligen Hammermühle in der Innenstadt. Die Hammermühle war eine von insgesamt zehn Mühlen im frühen 17. Jahrhundert in Ober-Ramstadt. Auf einer schmalen Insel zwischen Hammerbach und Modau stand die ehemalige Loh- und Ölmühle, die 1629 erstmals urkundlich erwähnt.[60] Für die Lohe, zum Gerben des Leders, wurde Eichenrinde gemahlen. Öl wurde meist aus Leinsamen oder Raps hergestellt. Im Jahre 1708 wurde im Auftrag von Landgraf Ernst Ludwig das Anwesen zum Bau einer Hammerschmiede für die Eisenverarbeitung angekauft. Eisenerzbau und -verarbeitung fand bereits im 16. Jahrhundert in und um Ober-Ramstadt statt. Ab 1720 hatte die Hammermühle das Monopol zur Lieferung für die Obergrafschaft Katzenelnbogen inne,[61] 1817 wurde der Hammer mangels Roheisen wegen Unrentabilität aufgegeben. Die Hammerhofreite bestand aus einem Hammerhaus mit dem vom Mühlrad angetriebenen Blasebalg und Hammer, dem Wohnhaus des Hammerschmieds und einer Kohlenscheuer. Nach 1817 kaufte Johann Michael Breitwieser den Mühlplatz, riss die Gebäude bis auf das Kellergeschoss ab und erbaute eine Getreidemahlmühle mit Wohnhaus, Scheune und Stallungen. Später kam eine Hanfreibe hinzu, zum Aufspleißen der Hanfstängel für die Gewebeherstellung. 1839 war Johann Mihael Breitwieser bereits gestorben und seine Witwe stellte den Neubau noch fertig. Ihr Wappen ist noch heute am Mühlgraben zu sehen: ein Mühlstein mit gekreuzten Hämmern und der Initiale MBW = Michael Breitwieser Witwe. Nach 1945 wurde der Mühlen- und landwirtschaftliche Betrieb zu Gunsten eines Betriebs zur Herstellung von Handschuhen aufgegeben. Nach dem Ankauf durch die Stadt Ober-Ramstadt wurde 1979 der Auftrag zur Herstellung eines Bürgerzentrums vergeben und in die Verantwortung des Verein für Heimatgeschichte gelegt, die Einweihung erfolgte im Mai 1984.[62]

Petri Villa

  • Die etwa 1850 erbaute und denkmalgeschützte Petri-Villa trägt den Namen ihres letzten Besitzers. Hier lebte zeitweise der Botaniker und Arzt Dr. Friedrich Alefeld. Die Villa wird seit dem Jahr 2000 als städtische Begegnungsstätte genutzt und bietet vielfältige Möglichkeiten der Kommunikation, Information, Bildung, Geselligkeit, Freizeitgestaltung, Beratung und Unterstützung besonders für ältere Menschen und Frauen.[63]

Hochwasserrückhaltebecken

Parks[Bearbeiten]

An die Petri-Villa schließt sich der fast einen halben Hektar große Petri-Park an.

In der Nähe liegt der Hammergarten, in dem sich seit Mai 2008 ein Boulodrome befindet. Bei gutem, warmem Wetter ist dies ein beliebter Treffpunkt für Boulespieler.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Größter Arbeitgeber vor Ort sind die 1895 hier gegründeten Deutschen Amphibolin-Werke mit 1400 Beschäftigten. Sie sind der viertgrößte Farbenhersteller in Deutschland und vor allem durch ihre Dispersionsfarbe mit dem Markennamen Alpinaweiß bekannt, die hier produziert wird. Das Werk prägt die Stadt bis heute und verhalf ihr zu dem Beinamen „Stadt der Farben“. Die Bosch-Tochter Bosch Rexroth stellt Druckventile, Steuerungselemente und Zwischenbleche für Industriehydraulik her.[64]

Während des Kalten Krieges wurden in einem weiteren Werk unter der Regie der Mainz Industrie Panzerwerk Reifen und Panzerketten für die US-Armee runderneuert. Die Fabrik auf dem so genannten MIAG-Gelände war die größte ihrer Art in Europa und bestand bis zum Abzug der US-amerikanischen Truppen aus der Bundesrepublik 1993. Zuvor waren auf dem Gelände nacheinander Munition für den Ersten Weltkrieg, Kraftfahrzeuge der Marken Falcon und Röhr sowie während des Zweiten Weltkriegs unter Regie der namensgebenden MIAG Elektrofahrzeuge, Kräne und Gabelstapler gefertigt worden.[65]

Seit etwa 2007 betreibt die Stadt den Teilabriss des MIAG-Geländes. Es entstehen zahlreiche neue Wohnhäuser, ein unterirdisches Regenüberlaufbecken sowie soziale und Freizeiteinrichtungen, welche die Lebensqualität vor Ort verbessern sollen.

Verkehr[Bearbeiten]

Ober-Ramstadt liegt an der B 426 und der L 3104 und ist durch die Odenwaldbahn an Darmstadt, Frankfurt am Main sowie Erbach und Eberbach angebunden.

Die Buslinien O, K 56 und 678 (nur Spätverkehr) verbinden Ober-Ramstadt mit Darmstadt, Modautal, sowie Fischbachtal und Roßdorf. Die Stadtbuslinien OR1 und OR2 sind in der Stadt Ober-Ramstadt stündlich ebenso unterwegs, wie das kommunale Ruftaxi „midKom“.

Die Ortsdurchfahrt wurde in den Jahren 2006 bis 2008 erheblichen Umbaumaßnahmen unterzogen, die zur Verkehrsberuhigung beitragen sollen. In weiteren Baumaßnahmen soll unter anderem ein drittes Parkhaus in der Nähe des Rathauses entstehen. Bereits jetzt existiert jeweils ein Parkhaus im „Zentrum am Rathaus“ und neben der Post.

Eine Ortsumgehung führt im Süden an Ober-Ramstadt vorbei. Seit einiger Zeit gibt es Planungen, die eine zweite Umgehung im Osten der Stadt zum Ziel haben. Begründet wird diese Umgehung mit der Ausweisung von größeren Gebieten für den Wohnungsbau im sogenannten „MIAG-Gelände“ und von „Eiche-Ost-Ost“ bis 2015. Um diese Trasse zu verhindern wurde eine Bürgerinitiative gegründet, da diese befürchtet, dass Verkehr aus dem Umland angezogen werden könnte.

Medien[Bearbeiten]

In Ober-Ramstadt ansässig sind folgende Medien:

  • Die Odenwälder Nachrichten (seit 1899) ist eine unabhängige Lokalzeitung, in der auch die "Amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Ober-Ramstadt" mitgeteilt werden, sie erscheint donnerstags.
  • Der Kurier. Das kostenlose Anzeigenblatt erscheint freitags.
  • Die Internet-Zeitung Owwer-Ramschd.de gibt es seit Ende 2009.

Gesundheit[Bearbeiten]

Es sind neben einer ärztlichen Notdienstzentrale mit Feiertags- und Wochenendbereitschaft Mediziner folgender Fachrichtungen in Ober-Ramstadt ansässig:

Weiterhin sind folgende Gesundheitsberufe vor Ort vertreten:

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Kindergärten[Bearbeiten]

  • AWO-Kindergarten „Pusteblume“
  • Evangelische Kindertagesstätten „Eiche“ und „Pfarrgarten“ im Kernort sowie in Modau, Rohrbach und Wembach
  • Kindertagesstätte „Nina und Phillipp Ackermann“
  • drei Krabbelgruppen sowie ein Tagesmütter-Vermittlungsbüro

Schulen[Bearbeiten]

  • Eiche-Schule
  • Schießbergschule
  • Hans-Gustav-Röhr-Schule
  • Betreuende Grundschule
  • Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule mit gymnasialer Oberstufe

Sport[Bearbeiten]

  • Ballsporthalle in der Dieselstraße
  • Sportgelände In der Aue
  • Sportgelände Modau
  • Sportgelände Rohrbach
  • Sportgeeignete Mehrzweckhallen in Modau, Rohrbach und Wembach-Hahn

Polizei[Bearbeiten]

Die Polizeistation Ober-Ramstadt wurde am 6. Dezember 1874 errichtet und ist mit zwei Gendarmen des „Großherzoglich Hessischen Gendarmeriekorps“ besetzt worden. Sie wurde ein paar Jahre später geschlossen und ist am 1. April 1905 erneut wieder eingerichtet worden.[66] Die Dienststelle gehört heute zum Polizeipräsidium Südhessen.

Brandschutz[Bearbeiten]

Der Brandschutz und die allgemeine Hilfe in Ober-Ramstadt wird seit 1899 durch eine Freiwillige Feuerwehr in der Kernstadt sowie durch drei kleinere Freiwillige Feuerwehren in den Stadtteilen Modau, Rohrbach und Wembach-Hahn sichergestellt.

Sonstige[Bearbeiten]

  • Bücherei
  • Begegnungsstätte „Petri-Villa“
  • Museum
  • Freibad (1927 von Mitgliedern des Schwimmbadvereins errichtet)
  • Naturfreundehaus
  • Prälat-Diehl-Haus
  • Städtisches Jugendzentrum „Trio“

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Owwer-Rämschter Stecher[67]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bergwerk "Zur Gnade Gottes", Hessisches Intelligenzblatt 1774, Fol. 217, Odenwälder Nachrichten 27. Juli 1907
  • Georg Wilhelm Justin Wagner: Wüstungen im Großherzogtum Hessen, (1862), Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, H 118/2, Archiv für Hess. Geschichte. Weißthümer v. Grimm. Weneck Hess. Landesgeschichte. Statistik v. Wagner 1827, Odenwälder Nachrichten 27. Juli 1907
  • Pfarrer Georg v. Wachter erzählt aus seinem Leben (1897), "Glaube und Heimat", Juni 1935
  • Chronik von Ober-Ramstadt, "Odenwälder Nachrichten" 13. Juli 1907
  • Pfarrer Albert Junker: Chronik von Ober-Ramstadt, Festbuch des Gesangverein Germania (1910)
  • Die beabsichtigte Erhebung Ober-Ramstadts zur Stadt im Jahre 1310, Quartalblätter des Historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen, 1913, V. Band, Nr. 12
  • Zur Geschichte der Zent Ober-Ramstadt, Quartalblätter des Historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen, 1915, V. Band, die Jahrgänge 1911-1915 umfassend.
  • Dr. G. Windhaus u. Dr. E. Anthes: Führer durch den Odenwald und die Bergstraße, Verlag Ludwig Ravenstein, Frankfurt/M., 1922, Seite 96
  • Dr. phil. Adolf Müller, Aus Darmstadts Vergangenheit, 1930, Seite 20, 30, 33, 43, 60, 130
  • Hessisches Ortsnamensbuch, 1937, Seite 534-536
  • Aus der Geschichte unseres Dorfes, Glaube u. Heimat, März 1949
  • Ober-Ramstadt - das Tor zum Odenwald, Carl Horst Hoferichter, 1954
  • Dr. phil. Adolf Müller: Neutsch im Odenwald, Aus seiner Geschichte, 1956, vom heimischen Gerichtswesen im Mittelalter, Seite 29-36
  • Ober-Ramstadts Familien und Einwohner 1408-1708, Carl Horst Hoferichter in Glaube und Heimat, Mai, Juni, Juli, August 1957
  • 650 Jahre Stadt Ober-Ramstadt, Festbuch zum Jubiläum der Stadt Ober-Ramstadt 1960
  • Carl Horst Hoferichter: Ober-Ramstadts ältere Einwohnerschaft im Querschnitt. In: 50 Jahre Hessische Familiengeschichtliche Vereinigung Darmstadt 1921-1971, Festschrift, S. 115-143, 1971
  • Heinz Reitz: Ober-Ramstadt/Rohrbach im Luftbild, Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 1974, Heft 2, S. 53
  • Heinz Bormuth: Geschichte und Zusammenbruch der Modauer Kasse, Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 1977, Heft 2, S. 52
  • Diethard Köhler: Traditionelles Heiratsverhalten in der Waldenserkolonie Rohrbach, Wembach, Hahn. Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 1977, Heft 2, S. 64
  • Diethard Köhler: Die Familien von Rohrbach, Wembach und Hahn im Odenwald, Eigenverlag, 1977-1978
  • Diethard Köhler: Bevölkerung und Bevölkerungszuwachs im Kirchspiel Oberramstadt 1650 bis 1700, 1980
  • Brigitte Köhler: Die Waldenserprivilegien des Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt, In: Archiv f. hess. Geschichte u. Altertumskd. N.F. 38/1980, S. 181-234
  • Waldemar Renz: Wege der Freundschaft - Von und nach Ober-Ramstadt, 1981
  • Brigitte Köhler: Der Pfarrer von Modau und die ihm zehntpflichtigen Rohrbacher. Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 1981, Heft 1
  • Brigitte Köhler: Die drei welschen Dörfer im Odenwald, Jahrbuch für den Kreis Darmstadt-Dieburg 1981 und 1982
  • Brigitte Köhler: Die Waldenserkolonie Rohrbach-Wembach-Hahn im 18. Jahrhundert, 1983
  • Magistrat der Stadt Ober-Ramstadt: Die Hammermühle, 1984
  • Brigitte Köhler: Die Verschwisterung Pragelato und Rohrbach-Wembach-Hahn, 1985
  • Arthur Funk: Zur Geschichte des Schloßbergs bei Nieder Modau Verein für Heimatgeschichte, Ober-Ramstadt 1985
  • Gertrud Großkopf: Die Südgrenze des Wildbanns Dreieich und die Wildhube zu Nieder-Klingen, Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 1987, Heft 2
  • Gerd Steffens: Bilder aus jüngster Vergangenheit - Ober-Ramstadt im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit, Verein für Heimatgeschichte 1988
  • Magistrat der Stadt Ober-Ramstadt: Ober-Ramstadt und seine Juden, 1988
  • Arthur Funk: Heimat in alten Fotografien: Ober-Modau, Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 1988, Heft 3, S. 114
  • Die Kirche in Ober-Ramstadt, Festschrift zum 275. Jahrestag der Einweihung der Ober-Ramstädter Kirche, 1993
  • Brigitte Köhler, Daniel Bonin – Waldenserforscher, hrsg. vom Verein f. Heimatgeschichte Ober-Ramstadt 1996
  • Brigitte Köhler: Deutsche als "Fremde" unter französischen Waldensern in Wembach, In: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 55, 1997, S. 181-234
  • Brigitte Köhler: Dreihundert Jahre Waldenserkolonie Rohrbach-Wembach-Hahn, Herkunft und Geschichte ihrer Bewohner Verein für Heimatgeschichte, Ober-Ramstadt 1999, ISBN 3-9805727-1-4.
  • Brigitte Köhler: Haus- und Herkunftsnamen in der Waldenserkolonie Rohrbach-Wembach-Hahn, In: "Der Odenwald", Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 2002, Heft 1, S. 34
  • Pfarrgemeinderat Liebfrauen Ober-Ramstadt: 50 Jahre Liebfrauenkirche in Ober-Ramstadt 1954-2004
  • Brigitte Köhler: Die Pfannenmühle in Wembach, In: "Der Odenwald", Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 2009, Heft 2, S. 73
  • Magistrat der Stadt Ober-Ramstadt: Ober-Ramstadt – Eine Chronik zur Geschichte der Stadt. Ober-Ramstadt 2010, ISBN 978-3-9813356-0-6.
  • Brigitte Köhler: Zur Herkunft der Waldenser von Rohrbach, Wembach und Hahn, In: "Der Odenwald", Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 2011, Heft 1, S. 22

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ober-Ramstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Der Fluss Modau, („Muotdaha“) wird im Lorscher Codex das erste Mal im Jahre 804 urkundlich erwähnt (Urkunde 216).
  3. Homepage Stadt Ober-Ramstadt
  4. Trasse der Umgehungsstraße ist Fundgrube für Archäologen. In: Darmstädter Echo, 20. Juni 1997, 11. Juli 1997, 7. Juli 1998, 9. März 1999, Lokalanzeiger, 4. Juli 1997.
  5. Ein römisches Brandgrab entdeckt; Odenwälder Nachrichten, 13. Juni 1959.
  6. Verein für Heimatgeschichte, Jahresbericht 1968, 1970
  7. Dr. phil. Adolf Müller: Aus Darmstadts Vergangenheit, S. 20.
  8. Demandt, Karl E.: Die Regesten der Grafen von Katzenelnbogen, Band 1: 1060–1418, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, 1953 ,Nr. 505
  9. Heinz Bormuth: Die Odenwälder Zentgerichte, In: "Der Odenwald", Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 2004, Heft 4, S. 127.
  10. Urkunden der Grafen von Katzenelnbogen, Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, B 3 Nr. 157
  11. Wie Ober-Ramstadt zur Stadt wurde In: Darmstädter Echo. 6. Februar 2010.
  12. Dr. phil. Adolf Müller: Aus Darmstadts Vergangenheit, S. 30.
  13. Festschrift 650 Jahre Stadt Ober-Ramstadt, S. 29.
  14. Hessisches Staatsarchiv Darmstadt: B 3, Nr. 36.
  15. Erdbeben am 18. Oktober 1356, siehe Obergrafschaft Katzenelnbogen
  16. Urkunden der Grafen von Katzenelnbogen, Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, B 3 Nr. 157
  17. Urkunden der Grafen von Katzenelnbogen, Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, B 3 Nr. 452
  18. Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, E 14 A Nr. 215/5, 28. Mai 1806: Grundstückstausch. Fritz Gevert: Ein Brief an Johann Konrad Lichtenberg. In: Glaube und Heimat, März 1936. Vom freiadligen Gut über das Elisenbad bis zum Saalbau Suppes. In: Odenwälder Nachrichten. 13. Februar 2014.
  19. Mansfelder Schadenslisten, Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, E 8 A, Nr, 31/1, Dr. phil. Adolf Müller: Aus Darmstadts Vergangenheit, S. 60.
  20. Dr. phil. Adolf Müller: Aus Darmstadts Vergangenheit, S. 73
  21. Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, E 8 A, Nr. 251/1
  22. Fritz Gevert: Glaube und Heimat, Sept. 1937; Dr. phil. Adolf Müller: Aus Darmstadts Vergangenheit, S. 90.
  23. D. Ernst Wagner: Auswanderung aus Hessen, 1938, S. 14; Festschrift 25 Jahre Donausiedlung Darmstadt, 1974, S. 21; Erzwungene Wege, Auswanderung aus Ober-Ramstadt, In: Odenwälder Nachrichten, 30. Januar 2014
  24. Vom Eisenbahnbau in Ober-Ramstadt. In: Glaube und Heimat, September-November 1935. Die deutschen Eisenbahnstrecken in ihrer Entwicklung 1835–1935. Berlin 1935 = Handbuch der deutschen Eisenbahnstrecken. ND Mainz 1984, S. 82f (Nr. 55)
  25. Georg von Wachter, Glaube und Heimat, Juli 1935; Odenwälder Nachrichten, 30. Mai 1953
  26. "Odenwälder Neueste Nachrichten", Nr. 1, 1. Jahrg., vom Samstag, den 23. September 1899: Beilage zu 100 Jahre Odenwälder Nachrichten, 17. September 1999.
  27. Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen, HStAD B 3 Nr. 36
  28. Dr. phil. Adolf Müller: Aus Darmstadts Vergangenheit, S. 33.
  29. a b c Ober-Ramstadt, Landkreis Darmstadt-Dieburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 1. September 2012.
  30. ‘‘Amt Lichtenberg‘‘, In: Quartalblätter des Historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen, fünfter Band, 1911 bis 1915, S. 232
  31. Dr. phil. Adolf Müller: Aus Darmstadts Vergangenheit, S. 32.
  32. Beschreibung und Statistik des Amtes Lichtenberg aus dem Jahre 1629, In: „Der Odenwald“, Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 1965/3 S. 71. Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, P 1, Nr. 1319: Alte Karten und Pläne - Oberamt Lichtenberg, Datum: 1750
  33. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Darmstadt und Dieburg und der Stadt Darmstadt vom 26. Juni 1974 In: GVBl.I 1974/22
  34. Gerstenmeier, K.-H. (1977): Hessen. Gemeinden und Landkreise nach der Gebietsreform. Eine Dokumentation. Melsungen. S. 237.
  35. Urkunden der Grafschaft Katzenelnbogen (Obergrafschaft), HStAD B 3, Nr. 157
  36. Quartalblätter des Historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen, 1913, V. Band, Nr. 12, S.196.
  37. Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, B 17, Nr. 39.
  38. Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Abt. 121, Nr. U 1502 Dez. 6.
  39. Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, E 8 A, Nr. 251/1, 21. April 1647
  40. Einwohnerzahl 1630: In: „Der Odenwald“, Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 1965/3, S. 79
  41. Pfarrer Konrad Kalenberg: "Verzeichniß aller lebendigen Seelen, so ich in Anfang meines Ministerii in der ganzen Pfarr Oberrambst gefunden" (1650) In: Glaube und Heimat, Juni-Oktober 1934; Diethard Köhler: Bevölkerung und Bevölkerungszuwachs im Kirchspiel Ober-Ramstadt 1650 bis 1700.
  42. Karl Dehnert: Der Weiler Dilshofen - Grenzgang 1982. Zeilhard mit Dilshofen 1831. In: "Der Odenwald", Zeitschrift des Breuberg-Bundes, Dezember 1998, S. 166
  43. Brigitte Köhler: Emigrierten die Waldenser nur aus Glaubensgründen?, In: "Der Odenwald", Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 1994, Heft 1, S. 36.
  44. Brigitte Köhler: Französische Flurnamen in Südhessen, In: "Der Odenwald", Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 2013, Heft 1, S. 17.
  45. Christian Borck / Brigitte Köhler: Die Rohrbacher Kirchturmuhr von 1751. In: Der Odenwald, Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 2000, Heft 3, S.116.
  46. Brigitte Köhler: Auswanderung nach Amerika um 1830 von der Waldenserkolonie Rohrbach-Wembach-Hahn nach Pennsylvanien, In: "Der Odenwald", Zeitschrift des Breuberg-Bundes, 2009, Heft 4, S. 148.
  47. Hessisches Statistisches Landesamt
  48. Karl Pfersdorf, pensionierter Oberschultheiß, gest. 19. September 1855, Quelle: Regierungsblatt 1855, Beilage 35, S. 392
  49. Bürgermeisterwahl, 14.08.1886, In: Odenwälder Bote (Groß-Umstadt).
  50. Odenwälder Nachrichten, 11. April 1933: Ortsgruppenleiter Anton Jörgeling kommissarischer Bürgermeister von Ober-Ramstadt.
  51. Amtliche Mitteilungen der Gemeinde Ober-Ramstadt, Nr.1, 30. Juni 1945,: Jakob Braband, kommissarischer Bürgermeister
  52. Ober-Ramstadt – eine Chronik zur Geschichte der Stadt. Magistrat der Stadt Ober-Ramstadt (Hrsg.), 2010, S. 192.
  53. Ober-Ramstadt – 700 Jahre Stadtrechte
  54. Odenwälder Nachrichten. 7. Januar 2010, S. 4.
  55. Gemeindeväter kehrten aus Italien zurück: Odenwälder Nachrichten, 13. Juni 1959.
  56. Chronik der Sängervereinigung 1871 Ober-Ramstadt e.V., Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, O 4802-40/42/44/56/57/58/60/61/62/63, H 2 Darmstadt Nr. 7960
  57. Website Atelier ImFluss aufgerufen am 24. Januar 2011
  58. Rathausbau 1732. In: Odenwälder Nachrichten, Dezember 1930. Das alte Rathaus. In: Beilage Nr. 1 der Odenwälder Nachrichten, Mai 1998
  59. Gasthaus "Zur Goldenen Traube"'.' In: Odenwälder Nachrichten. 24. März 2011.
  60. Restaurant Hammermühle abgerufen am 20. Januar 2011
  61. Verordnung betreffend den Eisen-Verlag in der Obergrafschaft Katzenelnbogen und Herrschaft Eppstein (Niedergang der Eisenschmelze wegen Erz- und Holzmangel in Ober-Ramstadt, nur der Eisenhammer wird noch betrieben, Erlaubnis zur Einführung von Formeisen von Usingen, Wittgenstein und Siegen, dazu wird in Darmstadt ein Eisenlager eröffnet, welches nur Samstags geöffnet ist und vom Hüttenverwalter von Ober-Ramstadt betreut wird), Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Best. R 1 A Nr. 8/80, 20. März 1720
  62. Hofmann, Peter, Mühlenmagazin-Begleiter durch das Mühlenjahr 2011, Ober-Ramstadt, 2011
  63. Petri-Villa; abgerufen am 27. Februar 2010
  64. Historische Wirtschaftsentwicklung. Magistrat der Stadt Ober-Ramstadt, 23. August 2011, abgerufen am 23. August 2011.
  65. Ober-Ramstadts Automobilgeschichte. Magistrat der Stadt Ober-Ramstadt, 23. August 2011, abgerufen am 23. August 2011.
  66. Odenwälder Bote (Groß-Umstadt), Nr. 101, 19. Dezember 1874: Errichtung der Polizeistation Ober-Ramstadt, Odenwälder Nachrichten, 4. April 1905 (erneute Errichtung). Fritz Beck: Großherzoglich Hessisches Gendarmeriekorps, Darmstadt 1905, S.188, 198.
  67. Wie die Ober-Ramstädter zum Beinamen "Stecher" kamen: Odenwälder Nachrichten, 6. August 2009