Bruno Alves

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Bruno Alves

Bruno Alves (2012)

Spielerinformationen
Voller Name Bruno Eduardo Regufe Alves
Geburtstag 27. November 1981
Geburtsort Póvoa de Varzim (Porto), Portugal
Größe 189 cm
Position Abwehr (Innenverteidiger)
Vereine in der Jugend
1992–1999
1999–2000
Varzim SC
FC Porto
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2000–2005
2002–2003
2003–2004
2004–2005
2005–2010
2010–2013
2013–2016
2016–
FC Porto B
SC Farense (Leihe)
Vitória Guimarães (Leihe)
AEK Athen (Leihe)
FC Porto
Zenit St. Petersburg
Fenerbahçe Istanbul
Cagliari Calcio
55 0(8)
46 0(3)
25 0(1)
27 0(0)
119 (14)
71 0(1)
75 0(3)
0 0(0)
Nationalmannschaft2
2001–2002
2002–2004
2004
2004
2007–
Portugal U–20
Portugal U–21
Portugal B
Portugal-Olympia
Portugal
10 0(1)
19 0(2)
1 0(0)
3 0(0)
86 (10)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2015/16

2 Stand: 6. Juli 2016

Bruno Alves (2014)
Bruno Alves (2011)

Bruno Eduardo Regufe Alves (* 27. November 1981 in Póvoa de Varzim), meist nur kurz Bruno Alves genannt, ist ein portugiesischer Fußballspieler brasilianischer Abstammung, der seit Juli 2016 bei Cagliari Calcio unter Vertrag steht.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist der Sohn des ehemaligen Fußballspielers Washington von Varzim SC und jüngerer Bruder des bei AEK Athen spielenden Geraldo. Bruno Alves ist ein großgewachsener (189 cm) Abwehrspieler, der bei seinen Vereinen meist in der Innenverteidigung eingesetzt wird. Ausgebildet wurde er in den Fußballschulen des FC Porto. Vorher war er als Jugendspieler an SC Farense, Vitória Guimarães und an den griechischen Erstliga-Verein AEK Athen ausgeliehen.

Im August 2010 wechselte Alves für eine Ablösesumme in Höhe von 22 Millionen Euro vom FC Porto zu Zenit St. Petersburg.[1] Mit Zenit wurde er russischer Meister 2010, schied aber in den Play-offs der UEFA Champions League 2010/11 gegen AJ Auxerre aus. In der UEFA Europa League 2010/11 erreichte er mit der Mannschaft das Achtelfinale, wo Zenit gegen FC Twente Enschede ausschied. In der UEFA Champions League 2011/12 kam er in drei Gruppenspielen zum Einsatz und anschließend in den beiden Achtelfinalspielen gegen Benfica Lissabon. Nach einem 3:2-Sieg im Heimspiel wurde das Rückspiel mit 0:2 verloren. In der Premjer-Liga 2011/12 belegte er mit Zenit nach der ersten Runde dene ersten Platz, der dann auch in der Meisterschaftsrunde verteidigt werden konnte. Damit war Zenit für die Gruppenphase der UEFA Champions League 2012/13 qualifiziert. Dort konnte Zenit nur das dritte Spiel gegen den RSC Anderlecht und das letzte Spiel gegen den AC Mailand jeweils mit 1:0 gewinnen und belegte am Ende den dritten Platz, der immerhin das Weiterspielen im Sechzehntelfinale der UEFA Europa League 2012/13 ermöglichte. Dort traf Zenit auf den FC Liverpool. Alves wurde in den beiden Spielen, die Zenit dank der Auswärtstorregel überstand, aber nicht eingesetzt. Auch bei der 0:2-Achtelfinalhinspielniederlage gegen beim FC Basel saß er nur auf der Bank, beim 1:0 im Rückspiel wirkte er dann zwar wieder mit, das eine Tor reichte aber nicht zum Weiterkommen und nach 73 Minuten wurde er ausgewechselt.[2] In der Liga belegte Zenit diesmal nur den zweiten Platz, der Zenit aber die Teilnahme an der Qualifikation zur UEFA Champions League 2013/14 ermöglichte. Als diese begann war er aber nicht mehr in St. Petersburg.

Zur Saison 2013/14 wechselte Alves zum türkischen Vizemeister Fenerbahçe Istanbul. Er unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2016.[3] Fenerbahçe musste sich in der UEFA Champions League 2013/14 für die Gruppenphase qualifizieren, was aber nicht gelang. Zwar wurde in der 3. Qualifikationsrunde der FC Salzburg ausgeschaltet, in den Playoffs wurde aber gegen den FC Arsenal zweimal verloren. Immerhin hätte Fenerbahçe danach in der Gruppenphase der UEFA Europa League 2013/14 weiterspielen können. Im Juni 2013 wurde Fenerbahçe aber durch die Kontroll- und Disziplinarkammer der UEFA wegen des Manipulationsskandals für die folgenden drei Spielzeiten für alle europäischen Wettbewerbe gesperrt, wogegen auch der Einspruch vor dem CAS erfolglos blieb.[4] Die türkische Meisterschaftssaison schloss er aber mit Fenerbahçe als Meister ab. In der Saison 2014/15 reichte es zum zweiten Platz und der Verein durfte dann auch an der Qualifikation zur UEFA Champions League 2015/16 teilnehmen, da ein Jahr der Sperre zur Bewährung ausgesetzt worden war. Fenerbahçe scheiterte aber in der 3. Qualifikationsrunde an Schachtar Donezk, dem ukrainischen Vizemeister. Als Verlierer durften die Türken aber an den Playoffs der UEFA Europa League 2015/16 teilnehmen, in denen sich die Mannschaft mit zwei Siegen gegen Atromitos Athen für die Gruppenphase qualifizierte. Zwar gelangen nur zwei Siege, im Heimspiel gegen Ajax Amsterdam und beim Auswärtsspiel bei Molde FK, dies reichte aber um als Gruppenzweiter hinter den Norwegern das Sechzehntelfinale gegen Lokomotive Moskau zu erreichen, das auch überstanden wurde. Im Achtelfinale reichte dann ein 1:0-Heimsieg gegen seine Landsleute von Sporting Braga nicht, da das Rückspiel mit 1:4 verloren wurde. Die Liga schloss Fenerbahçe auch wieder als Vizemeister ab und hat sich damit die Teilnahme an der 3. Qualifikationsrunde der UEFA Champions League 2016/17 gesichert.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bruno Alves debütierte am 5. Juni 2007 im Freundschaftsspiel gegen Kuwait in der portugiesischen Nationalmannschaft. Fortan gehörte er zur Stammformation und war ein wichtiger Bestandteil der portugiesischen Auswahl bei der erfolgreichen Qualifikation für die EM 2008. Im Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan schoss er am 13. Oktober 2007 sein erstes Länderspieltor. Bei der EM-Endrunde kam er jedoch nur im dritten Gruppenspiel zum Einsatz und Portugal schied im Viertelfinale gegen Deutschland aus.

In der Qualifikation für die WM 2010 bestritt er sieben Spiele und erzielte beim 2:1-Sieg gegen Albanien in der 90. Minute den Siegtreffer.[5] Auch in den beiden Playoffspielen gegen Bosnien und Herzegowina, die jeweils mit 1:0 gewonnen wurden, kam er zum Einsatz und erzielte im Heimspiel das Tor des Tages.[6] Bei der WM-Endrunde in Südafrika verpasste er keine Minute der vier portugiesischen Spiele, schied aber im Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister Spanien aus.

In der anschließenden Qualifikation für die EM 2012 wurde er in acht von zehn Spielen eingesetzt. Während der EM-Endrunde verpasste er erneut keine Minute und erreichte mit Portugal das Halbfinale, welches im Elfmeterschießen ein weiteres Mal gegen Spanien verloren ging, wobei Bruno Alves mit seinem Versuch vom Punkt gescheitert war.[7]

In der Qualifikation für die WM 2014 kam er lediglich in den beiden letzten Qualifikationsspielen nicht zum Einsatz. In den Playoffs gegen Schweden, in denen sich Portugal das WM-Ticket sicherte, stand er wieder in der Startformation. Insgesamt erzielte er im Verlauf der Qualifikation vier Tore und war damit drittbester portugiesischer Torschütze. Bei der WM-Endrunde in Brasilien absolvierte er alle drei Vorrundenspiele, nach denen Portugal vorzeitig ausschied.

In der Qualifikation für die EM 2016 bestritt er nur vier von acht Spielen. Im Anschluss wurde er in das portugiesische Aufgebot für die Europameisterschaft 2016 berufen.[8] Dort kam er im Halbfinale gegen Wales als Ersatz für den verletzten Pepe zu seinem einzigen Einsatz und wurde mit der Mannschaft Europameister.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bruno Alves – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ran.de: Bruno Alves zu Zenit St. Petersburg
  2. Zenit vs. Basel 1 - 0
  3. fenerbahce.org: 3-years deal with Bruno Alves, 6. Juni 2013 (englisch)
  4. Besiktas und Fenerbahce gesperrt. Meldung auf sport1.de vom 25. Juni 2013. Abgerufen am 25. Juni 2013.
  5. Albania - Portugal 1:2
  6. Portugal - Bosnia & Herzegovina 1:0
  7. Portugal vs. Spanien 0 - 0
  8. fpf.pt: „Euro-2016: os 23 convocados“
  9. a b FIFA.com: Bruno Alves – Länderspiel-Einsatzstatistiken bei FIFA-Turnieren (abgerufen 6. Juni 2013)
Vorgänger Amt Nachfolger

Lisandro López
Portugals Fußballer des Jahres
2009

David Luiz