Cagliari Calcio

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Cagliari Calcio
Vereinslogo von Cagliari Calcio
Basisdaten
Name Cagliari Calcio S.p.A.
Sitz Cagliari, Italien
Gründung 20. August 1920
Farben rot-blau
Präsident Tommaso Giulini
Website cagliaricalcio.com
Erste Fußball-Mannschaft
Cheftrainer Eusebio Di Francesco
Spielstätte Sardegna Arena
Plätze 16.233
Liga Serie A
2019/20 14. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Cagliari Calcio ist ein italienischer Fußballverein aus der sardischen Hauptstadt Cagliari. Weitere Bezeichnungen sind sardisch Casteddu und I Rossoblù („Die Rot-Blauen“).

Heimspielstätte ist die Sardegna Arena, welche Platz für rund 16.000 Zuschauer bietet. Das alte Stadio Sant’Elia wurde 2017 abgerissen, um an gleicher Stelle ein neues Stadion zu errichten. Als geplanter Baubeginn wurde 2021 ausgegeben, mit Fertigstellung zur Saison 2023/24.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde 1920 gegründet und erzielte seinen größten Erfolg im Jahr 1970 mit dem Gewinn der italienischen Meisterschaft.

Obwohl Cagliari Calcio in seiner heutigen Form erst 1934 entstand, gilt als offizielles Gründungsdatum der 20. August 1920. An jenem Tag gründete eine Gruppe von Studenten der Universität Cagliari den FC Cagliari, der sich bereits vier Jahre später mit dem Klub US Italia zum Club Sportivo Cagliari zusammenschloss und bis zur Auflösung im Jahr 1934 nur regional bedeutend war. Noch im gleichen Jahr entstand der Verein als Unione Sportiva Cagliari (US Cagliari) neu und pendelte in den Nachkriegsjahren zunächst zwischen den Serien B und C (2. und 3. Liga), ehe ihnen 1964 mit dem Aufstieg in die Serie A der sportliche Durchbruch gelang.

US Cagliari etablierte sich schnell in der obersten italienischen Spielklasse und erreichte 1970 mit dem italienischen Meistertitel den bis dato größten Vereinserfolg, nachdem sie im Jahr zuvor bereits Vizemeister geworden waren. Maßgeblichen Anteil daran hatte der Sturmstar Luigi „Gigi“ Riva, bis heute größtes Idol der Cagliari-Fans und noch heute Rekordtorschütze nicht nur des sardischen Klubs, sondern auch der italienischen Nationalmannschaft. Im Europapokal konnten sie in diesen Jahren jedoch nicht an die nationalen Erfolge anknüpfen. Zuerst scheiterte Cagliari nach der Vizemeisterschaft in der zweiten Runde des UEFA-Pokals am FC Carl Zeiss Jena (DDR) und ein Jahr später im Europapokal der Landesmeister am spanischen Vertreter Atlético Madrid. Der größte Erfolg war hier das Erreichen des UEFA-Pokal-Halbfinales im Jahr 1994, wo sie am Liga-Konkurrenten Inter Mailand (3:2, 0:3) scheiterten, nachdem sie im Viertelfinale bereits einen anderen italienischen Vertreter, Juventus Turin (1:0, 2:1), überraschend ausgeschaltet hatten.

Stadionumzug, Rückkehr und Bau des neuen Stadions[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. Mai 2012 erklärten die Behörden das Stadio Sant’Elia wegen Sicherheitsmängeln für eine Gefahr für die Allgemeinheit. Die letzten Spiele der Saison 2011/12 trug Cagliari im Stadio Nereo Rocco in Triest aus. Zur Saison 2012/13 zog Cagliari Calcio vorerst für drei Jahre als Übergangslösung in das Stadio Is Arenas nach Quartu Sant’Elena um, welches für die Ansprüche der Serie A umgebaut wurde.[1] Der Wechsel löste das Stadionproblem jedoch nicht. Von Anfang an gab es Sicherheitsbedenken am Stadio Is Arenas und die Genehmigung wurde teilweise verweigert. Noch vor Ende der Saison 2012/13 verließ der Verein die Spielstätte und nutzte noch einmal das Triester Stadio Nereo Rocco für die letzten Partien. Nach Verhandlungen von Cagliari Calcio mit der Stadt einigte man sich auf die Rückkehr des Vereins in seine alte Spielstätte. Die ersten Heimspiele der Saison 2013/14 musste man in Triest austragen, bevor man im Oktober 2013 ins Stadio Sant’Elia zurückkehrte.[2][3] An der Stelle des jetzigen Stadions soll ab der Saison 2023/24 eine neue Arena stehen, die über ein Fassungsvermögen von 25.200 Zuschauern verfügen soll. Die Kosten der Bauarbeiten sollen 55 Millionen Euro betragen. Da es einer Übergangsspielstätte bedarf und man seine Heimspiele auch weiterhin auf Sardinien austragen wollte, wurde für den Zeitraum der Bauarbeiten ein Ersatzstadion auf den Parkplätze neben dem Sant’Elia errichtet. Dafür wurde die Haupttribüne des alten Stadio Is Arenas genutzt. Das temporäre Stadion fasst 16.233 Zuschauer und steht ab der Saison 2017/18 zur Verfügung. Der Aufbau der Sardegna Arena hat rund acht Millionen Euro gekostet.[4]

Daten und Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinserfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Profimannschaft (2020/21)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Name Geburtsdatum
Torhüter
01 ItalienItalien Simone Aresti 15.03.1986
28 ItalienItalien Alessio Cragno 28.06.1994
31 ItalienItalien Guglielmo Vicario 07.10.1996
- ItalienItalien Giuseppe Ciocci 24.01.2002
Abwehrspieler
02 UruguayUruguay Diego Godin 16.02.1986
03 ItalienItalien Alessandro Tripaldelli 09.02.1999
14 ItalienItalien Simone Pinna 14.07.1995
15 EstlandEstland Ragnar Klavan 30.10.1985
19 ItalienItalien Fabio Pisacane 28.01.1986
22 GriechenlandGriechenland Charalampos Lykogiannis 22.10.1993
23 ItalienItalien Luca Ceppitelli (C)Kapitän der Mannschaft 11.08.1989
24 ItalienItalien Paolo Faragò 12.02.1993
25 ItalienItalien Gabriele Zappa 22.12.1999
40 PolenPolen Sebastian Walukiewicz 05.04.2000
44 ItalienItalien Andrea Carboni 04.02.2001
Mittelfeldspieler
06 KroatienKroatien Marko Rog 19.07.1995
08 RumänienRumänien Răzvan Marin 23.05.1996
12 ItalienItalien Fabrizio Caligara 12.04.2000
16 KroatienKroatien Filip Bradarić 11.01.1992
17 FrankreichFrankreich Mattéo Tramoni 20.01.2000
18 UruguayUruguay Nahitan Nández 28.12.1995
20 UruguayUruguay Gastón Pereiro 05.06.1995
21 UruguayUruguay Christian Oliva 01.06.1996
93 KroatienKroatien Marko Pajač 11.05.1993
Stürmer
09 ArgentinienArgentinien Giovanni Simeone 05.07.1995
10 BrasilienBrasilien João Pedro 09.03.1992
26 AngolaAngola Zito Luvumbo 09.03.2002
27 ItalienItalien Alberto Cerri 16.04.1996
30 ItalienItalien Leonardo Pavoletti 26.11.1988
33 ItalienItalien Riccardo Sottil 03.06.1999
37 AlgerienAlgerien Adam Ounas 11.11.1996
Stand: 6. Oktober 2020[5]

Spielerrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daniele Conti
Luigi Riva

(Stand: 30. November 2020; angegeben sind alle Ligaspiele und -tore)

Einsätze
1 ItalienItalien Daniele Conti 1999–2015 434
2 ItalienItalien Mario Brugnera 1968–1974
1975–1982
328
3 ItalienItalien Luigi Piras 1973–1987 320
4 ItalienItalien Luigi Riva 1963–1976 315
5 UruguayUruguay Diego López 1998–2010 314
6 BrasilienBrasilien Nené 1964–1976 311
7 ItalienItalien Mario Martiradonna 1962–1973 306
8 ItalienItalien Oreste Lamagni 1971–1973
1975–1985
293
9 ItalienItalien Roberto Quagliozzi 1974–1985 282
10 ItalienItalien Matteo Villa 1991–2001 264
Tore
1 ItalienItalien Luigi Riva 1963–1976 164
2 HondurasHonduras David Suazo 1999–2007 94
3 ItalienItalien Luigi Piras 1973–1987 87
4 BrasilienBrasilien João Pedro 2014–* 61
5 ItalienItalien Mauro Esposito 2001–2007 58
ItalienItalien Roberto Muzzi 1994–1999 58
7 ItalienItalien Daniele Conti 1999–2015 48
8 BelgienBelgien Luis Oliveira 1992–1996
1999–2000
46
9 ItalienItalien Marco Sau 2012–2019 44
10 ItalienItalien Erminio Bercarich 1951–1953 42
* = noch für Cagliari Calcio aktiv

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinsrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1969/70 Messestädte-Pokal 1. Runde GriechenlandGriechenland Aris Saloniki 4:1 1:1 (A) 3:0 (H)
2. Runde Deutschland Demokratische Republik 1949DDR FC Carl Zeiss Jena 0:3 0:2 (A) 0:1 (H)
1970/71 Europapokal der Landesmeister 1. Runde FrankreichFrankreich AS Saint-Étienne 3:1 3:0 (H) 0:1 (A)
2. Runde Spanien 1945Spanien Atlético Madrid 2:4 2:1 (H) 0:3 (A)
1972/73 UEFA-Pokal 1. Runde Griechenland 1970Griechenland Olympiakos Piräus 1:3 1:2 (A) 0:1 (H)
1993/94 UEFA-Pokal 1. Runde RumänienRumänien Dinamo Bukarest 4:3 2:3 (A) 2:0 (H)
2. Runde TurkeiTürkei Trabzonspor (a)1:1(a) 1:1 (A) 0:0 (H)
3. Runde BelgienBelgien KV Mechelen 5:1 3:1 (A) 2:0 (H)
Viertelfinale ItalienItalien Juventus Turin 3:1 1:0 (H) 2:1 (A)
Halbfinale ItalienItalien Inter Mailand 3:5 3:2 (H) 0:3 (A)
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 20 Spiele, 9 Siege, 3 Unentschieden, 8 Niederlagen, 26:23 Tore (Tordifferenz +3)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Cagliari Calcio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. cagliaricalcio.net: Stadio Is Arenas wird für Cagliari Calcio umgebaut Artikel vom 29. Mai 2012 (italienisch)
  2. stadiumguide.com: Wechsel zurück in das Stadio Sant'Elia (englisch)
  3. stadiumdb.com: Italy: Cagliari return to Cagliari, finally! Artikel vom 17. Oktober 2014 (englisch)
  4. stadionwelt.de
  5. Kader von Cagliari Calcio. In: transfermarkt.de. Abgerufen am 6. Oktober 2020.