Horst Köppel

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Horst Köppel
Personalia
Geburtstag 17. Mai 1948
Geburtsort StuttgartDeutschland
Größe 177 cm
Position Stürmer, Mittelfeldspieler
Junioren
Jahre Station
1953–1958 SpVgg Neuwirtshaus
1958–1964 FV Zuffenhausen
1964–1966 VfB Stuttgart
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1966–1968 VfB Stuttgart 61 (25)
1968–1971 Borussia Mönchengladbach 100 (23)
1971–1973 VfB Stuttgart 63 (19)
1973–1979 Borussia Mönchengladbach 84 (16)
1976 → Vancouver Whitecaps (Leihe) 12 0(1)
1977 → Vancouver Whitecaps (Leihe) 8 0(0)
1979–1981 1. FC Viersen
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1962–1963 Deutschland U-15 1 0(0)
1964–1966 Deutschland U-18 10 0(1)
1966 Deutschland Amateure 2 0(1)
1966–1972 Deutschland U-23 9 0(2)
1972 Deutschland B 1 0(2)
1968–1973 Deutschland 11 0(2)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1979–1981 1. FC Viersen (Spielertrainer)
1981–1982 1. FC Köln (Co-Trainer)
1982–1983 Arminia Bielefeld
1983–1987 Deutschland (Co-Trainer)
1987 Bayer 05 Uerdingen
1988–1991 Borussia Dortmund
1992 Fortuna Düsseldorf
1993–1994 FC Tirol Innsbruck
1994–1995 Eintracht Frankfurt (Co-Trainer)
1997 Urawa Red Diamonds
2001–2004 Borussia Dortmund Amateure
2004–2005 Borussia Mönchengladbach II
2004 Borussia Mönchengladbach (interim)
2005–2006 Borussia Mönchengladbach
2006 Al Wahda FC
2009 FC Ingolstadt 04
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Horst Köppel (* 17. Mai 1948 in Stuttgart) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Stürmer war er von 1966 bis 1979 für den VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach in der 1. Bundesliga aktiv.[1] Mit der Borussia wurde er 1970, 1971, 1975, 1976 und 1977 Deutscher Meister. Außerdem gewann er mit den Gladbachern 1975 und 1979 den UEFA-Pokal. Dazwischen spielte Köppel im Sommer 1976 und 1977 in der nordamerikanischen Profiliga NASL für die Vancouver Whitecaps.

In der Nationalmannschaft spielte Köppel von 1968 bis 1973 elf Mal und erzielte zwei Tore.[2] Er stand im Kader der deutschen Nationalmannschaft, die 1972 in Belgien Europameister wurde.

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner aktiven Zeit trainierte er den 1. FC Viersen (als Spielertrainer), Arminia Bielefeld, Bayer 05 Uerdingen, Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach. Als Assistenztrainer war Köppel zudem beim 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt engagiert. Außerdem war er als Trainer für den DFB aktiv (u. a. bei der WM 1986). Mit Borussia Dortmund wurde er als Trainer 1989 DFB-Pokalsieger und folgte am 26. März 1992 auf Hans-Jürgen Gede bei Fortuna Düsseldorf, wo Köppel ursprünglich am 30. Januar 1992 als Sportdirektor eingestiegen war. Unter Köppels Regie konnte die Fortuna den Abstieg aus der Bundesliga in die 2. Bundesliga am Ende jener Saison jedoch nicht abwenden. Am 10. August 1992 wurde Köppel dort seines Amtes enthoben. Auf ihn folgte am 16. August 1992 Aleksandar Ristic.

Nach Auslandsaufenthalten und Trainerstationen in Österreich beim FC Tirol Innsbruck und Japan (Urawa Red Diamonds) unterzeichnete Köppel bei Borussia Dortmund einen Vertrag als Talentscout, auf den ein Engagement als Amateurtrainer des Vereins folgte. Mit der Amateurmannschaft des BVB stieg der gebürtige Schwabe 2002 in die Regionalliga Nord auf und schaffte mit der vorwiegend aus Nachwuchsspielern bestehenden Mannschaft im Sommer 2003 und im Sommer 2004 den Klassenerhalt. Zum Sommer 2004 übernahm Köppel dann in seinem Wohnort Mönchengladbach die vakante Trainerstelle bei der fortan als U23 bezeichneten Amateurmannschaft seines Ex-Vereins Borussia Mönchengladbach, die seit dem Aufstieg aus der Verbandsliga unter verschiedenen Trainern (nacheinander: Norbert Meier, Holger Fach, Manfred Stefes) um den Regionalliga-Aufstieg kämpfte.

Nachdem Holger Fach als Trainer der Gladbacher Bundesliga-Lizenzelf entlassen wurde, ersetzte Köppel diesen vom 28. Oktober bis zum 1. November 2004 als sogenannter Interimstrainer und gewann sein erstes und einziges Spiel gegen den FC Bayern München mit 2:0. Rund eine Woche nach der Entlassung von Fach verpflichtete Mönchengladbach Dick Advocaat als neuen Cheftrainer. Entsprechend orientierte sich Köppel wieder der U23 der Borussia zu. Seit Advocaats Rücktritt am 18. April 2005 war Köppel erneut Interimscoach von Borussia Mönchengladbach. Sein Nachfolger bei der U23 von Borussia Mönchengladbach wurde Horst Wohlers, einstiger Assistent Köppels bei den Urawa Red Diamonds. Am 18. Mai 2005 unterschrieb Horst Köppel einen Zweijahresvertrag bei Borussia Mönchengladbach als Cheftrainer.

Knapp ein Jahr später, am 14. Mai 2006, trennten sich Borussia Mönchengladbach und Horst Köppel vorzeitig nach einem Abschluss der Spielzeit 2005/06 mit dem 10. Tabellenplatz. Dies war die beste Abschlussplatzierung der Borussia seit 1996 und bis zum überraschenden vierten Platz in der Saison 2011/12.

Am 5. August 2006 unterzeichnete Köppel einen Vertrag bei Al Wahda (Abu Dhabi), dem amtierenden Vize-Meister der Vereinigten Arabischen Emirate. Dort wurde er jedoch am 11. Oktober 2006 bereits nach 4 Pflichtspielen (Bilanz: 1 Sieg, 3 Niederlagen) wieder entlassen.

Am 26. April 2009 wurde Horst Köppel als neuer Trainer des abstiegsbedrohten Zweitligisten FC Ingolstadt 04 vorgestellt,[3] um diesen mit einer Platzierung auf dem vorletzten Tabellenplatz im Rahmen der verbleibenden fünf Spieltage vor dem Abstieg zu retten. Er trat damit die Nachfolge von Thorsten Fink an.

Aber auch Köppel konnte die Talfahrt der Schanzer nicht mehr stoppen. Am 14. Mai 2009 verlor Ingolstadt vor heimischer Kulisse mit 0:1 gegen den FC St. Pauli und stand damit endgültig als Absteiger fest. Trotzdem hielt man an Horst Köppel fest und wollte mit ihm den direkten Wiederaufstieg anpeilen. Doch der Start in die Saison 2009/2010 geriet mehr als holprig und so wurde Horst Köppel am 8. November 2009 nach einer 0:2-Heimniederlage gegen den Wuppertaler SV, nur 2 Punkte hinter dem Tabellenzweiten, von seinen Aufgaben entbunden und freigestellt. Das von ihm zusammengestellte Team schaffte schließlich den direkten Wiederaufstieg in die 2. Liga unter seinem vorigen Co-Trainer Michael Wiesinger.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernd Rohr, Günter Simon: Fussball-Lexikon. Copress, München 1991, ISBN 3-7679-0330-X, S. 209.
  • Bernd Rohr, Günter Simon: Fussball-Lexikon. Aktualisierte Ausgabe. Copress, München 1993, ISBN 3-7679-0410-1, S. 228.
  • Christian Karn, Reinhard Rehberg: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 9: Spielerlexikon 1963–1994. Bundesliga, Regionalliga, 2. Liga. AGON-Sportverlag, Kassel 2012, ISBN 978-3-89784-214-4, S. 268.
  • Fritz Tauber: Deutsche Fußballnationalspieler. Spielerstatistiken von A bis Z. 3., aktualisierte und erw. Auflage. AGON-Sportverlag, Kassel 2012, ISBN 978-3-89784-397-4, S. 67.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Horst Köppel – Matches and Goals in Bundesliga. RSSSF. 12. Juli 2017. Abgerufen am 12. Juli 2017.
  2. Matthias Arnhold: Horst Köppel – International Appearances. RSSSF. 12. Juli 2017. Abgerufen am 12. Juli 2017.
  3. Köppel übernimmt in Ingolstadt. In: kicker online. 26. April 2009. Abgerufen am 26. April 2009.