Maurilio De Zolt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Maurilio De Zolt Skilanglauf
Nation ItalienItalien Italien
Geburtstag 25. September 1950
Geburtsort San Pietro di CadoreItalienItalien Italien
Karriere
Nationalkader seit 1977
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 3 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 1988 Calgary 50 km Freistil
0Silber0 1992 Albertville 50 km Freistil
0Gold0 1994 Lillehammer Staffel
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Silber0 1985 Seefeld 50 km klassisch
0Silber0 1985 Seefeld Staffel
0Bronze0 1985 Seefeld 15 km klassisch
0Gold0 1987 Oberstdorf 50 km Freistil
0Bronze0 1991 Val di Fiemme Staffel
0Silber0 1993 Falun Staffel
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 24. Januar 1982
 Weltcupsiege im Einzel 1  (Details)
 Gesamtweltcup 9. (1990/91)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Distanzrennen 1 3 6
 

Maurilio De Zolt (* 25. September 1950 in San Pietro di Cadore) ist ein ehemaliger italienischer Skilangläufer.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

De Zolt wurde erst im Alter von 29 Jahren im Jahr 1977 in die Nationalmannschaft aufgenommen. Sein internationales Debüt gab er bei den Olympischen Winterspielen 1980 in Lake Placid. Seine beste Platzierung war Rang 20 über 30 km.

Sein Debüt im Rahmen des Skilanglauf-Weltcups gab er am 24. Januar 1982 in Brusson. Als 17. verpasste er dabei über 30 km nur knapp die Punkteränge. Bei der folgenden Nordischen Skiweltmeisterschaft 1982 in Oslo erreichte er über 30 km den 13. Platz.[1] Über 15 km belegte er Rang 17[2], bevor er über die 50 km Langdistanz auf einem guten achten Platz ins Ziel lief.[3] Zwei Wochen später, am 7. März 1982 in Lahti, stand er als Dritter über 50 km zum ersten Mal auf einem Podestplatz. Auch beim folgenden Weltcup in Oslo landete er als Siebenter unter den besten zehn.

Auch in der folgenden Saison 1982/83 sowie im Folgejahr gelangen ihm gute Ergebnisse, so dass er mit guten Leistungen zu den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo fuhr. Über 15 sowie über 30 km landete er auf Rang neun, bevor er mit der Staffel den siebenten Platz erreichte. Im abschließenden 50 km Rennen lief er als 22. ins Ziel.

Im folgenden Januar lief De Zolt mit Rang drei bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1985 über 15 km in Seefeld in Tirol auf einen Podestplatz.[4] Über 50 km verlief das Rennen für ihn noch besser, so dass er am Ende Silber gewinnen konnte.[5] Auch mit der Staffel sicherte er sich die Silbermedaille.

Zwei Jahre später gewann er bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1987 in Oberstdorf den Titel über 50 km in der freien Technik.[6] Über 15 km war er zuvor nur auf Rang 14 ins Ziel gekommen.[7]

Bei den folgenden Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary gewann er hinter Gunde Svan Silber über 50 km. Auch in den weiteren Disziplinen belegte er jeweils einen Top-10-Rang.

Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1989 in Lahti blieb De Zolt erstmals ohne Medaille. Auch bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1991 im Val di Fiemme blieb er ohne Medaille. Bestes Ergebnis war Rang vier mit der Staffel.

Bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville gewann er Silber über die 50-km-Langdistanz. Nachdem er dasselbe Ergebnis mit der 4-×-10-km-Staffel bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 1993 in Falun erreicht hatte, gelang ihm schließlich bei den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer mit seinen mittlerweile 43 Jahren mit der Goldmedaille in der 4-×-10-km-Staffel sein größter Erfolg. Er war damit der älteste Goldmedaillengewinner bei Olympischen Winterspielen bis zu diesem Zeitpunkt. Jedoch beendete er seine aktive Karriere wenig später zum Saisonende.

Im Januar 1997 startete De Zolt noch einmal bei zwei FIS-Rennen in Nové Město na Moravě. Es waren seine letzten beiden Starts.

Gemeinsam mit seinen Staffelmitgliedern von 1994 war er Fackelträger bei der Eröffnungsfeier zu den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin.

Wie kein zweiter Läufer profitierte der kleine Italiener, der wegen seines Laufstils "Grillo" (zu deutsch Grille) genannt wurde, von der Einführung der Skatingtechnik. Im Verlauf seiner 17 Jahre dauernden Karriere sicherte De Zolt insgesamt 18 nationale Titel, davon 10 über 50 km sowie jeweils vier über 15 und 30 km.

Von Beruf war De Zolt Maschinentechniker und war 30 Jahre lang bei der lokalen Feuerwehr als Feuerwehrmann aktiv. Bei den World Fireman Championships wurde er einmal Zweiter im Leiterklettern.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 19. Februar 1987 DeutschlandDeutschland Oberstdorf 50 km Freistil1
1 Nordische Skiweltmeisterschaften 1987

Siege bei Continental-Cup-Rennen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Disziplin Serie
1. 28. März 1993 FinnlandFinnland Rovaniemi 30 km Freistil Continental Cup

Platzierungen im Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Hinweis: Bei den Distanzrennen erfolgt die Einordnung gemäß FIS.
Platzierung Distanzrennena Skiathlon
Verfolgung
Sprint Etappen-
rennen
b
Gesamt Team c
≤ 5 km ≤ 10 km ≤ 15 km ≤ 30 km > 30 km Sprint Staffel
1. Platz 1 1
2. Platz 3 3
3. Platz 1 5 6
Top 10 5 6 14 25
Punkteränge 9 10 14 1 34
Starts 1 9 11 14 1 36
Stand: Karriereende
a inkl. Individualstarts und Massenstarts gemäß FIS-Einordnung
b Gesamtes Rennen, nicht Einzeletappen, z. B. Tour de Ski, Nordic Opening, Saison-Finale
c Mangels geeigneter Quellen vor 2001 eventuell unvollständig

Weltcup-Gesamtplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
1981/82 13. 54
1982/83 30. 26
1983/84 22. 38
1984/85 13. 49
1985/86 28. 15
1986/87 21. 27
1987/88 12. 45
1988/89 37. 10
1989/90 25. 18
1990/91 9. 62
1991/92 12. 39
1992/93 16. 171
1993/94 15. 153

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. World Ski Championships 1982 - Men's 30 km F in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 25. Mai 2014
  2. World Ski Championships 1982 - Men's 15 km F in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 25. Mai 2014
  3. World Ski Championships 1982 - Men's 50 km C in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 25. Mai 2014
  4. World Ski Championships 1985 - Men's 15 km F in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 25. Mai 2014
  5. World Ski Championships 1985 - Men's 50 km C in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 25. Mai 2014
  6. World Ski Championships 1987 - Men's 50 km F in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 25. Mai 2014
  7. World Ski Championships 1987 - Men's 15 km C in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch), abgerufen am 25. Mai 2014