Universität der Künste Berlin

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Universität der Künste Berlin
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Gründung 1696[1]
Trägerschaft staatlich
Ort Berlin
Land Deutschland
Präsident Martin Rennert[2]
Studierende 3535 SoSe 2017[3]
Mitarbeiter ca. 900 Personen[4]
Jahresetat ca. 80 Mio. €[5]
Website www.udk-berlin.de

Die Universität der Künste Berlin (UdK Berlin, englisch Berlin University of the Arts, bis 2001 Hochschule der Künste Berlin) ist die größte Kunsthochschule Europas. Sie geht auf die 1696 von Friedrich III. gestiftete Kurfürstliche Academie der Mahler-, Bildhauer- und Architectur-Kunst (später Preußische Akademie der Künste) zurück und ist damit weltweit eine der ältesten Schulen dieser Art. Die kleinste der vier Berliner Universitäten entstand im Lauf von mehr als 150 Jahren durch schrittweisen Zusammenschluss verschiedener Bildungseinrichtungen für Musik, Architektur, Bildende Kunst und Design.

Aktuell gliedert sie sich in vier Fakultäten – Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst – sowie ein Zentralinstitut für Weiterbildung / UdK Berlin Career College. Darüber hinaus betreibt sie zwei hochschulübergreifende Zentren, das Jazz-Institut Berlin (mit der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“) und das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz (mit der Hochschule für Schaulspielkunst „Ernst Busch“).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschule für bildende Künste in der Hardenbergstraße, um 1928
Zum Kriegslazarett umfunktionierter Saal der Kunstakademie Berlin, 1914

Am 30. September 1975 entstand durch Zusammenführung der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst die Hochschule der Künste Berlin (HdK).[6] Zum 1. November 2001 wurde der HdK der Titel Universität verliehen.[6] Diese Namensänderung stellte keine Statusänderung dar, denn die HdK besaß bereits als einzige künstlerische Bildungseinrichtung in Berlin das Promotionsrecht und wurde haushaltsrechtlich wie die übrigen drei Universitäten behandelt. Grund für die Umbenennung in Universität der Künste Berlin (UdK) war das Bestreben der Universitätsleitung, die Bandbreite des Angebotes mit einem international gebräuchlichen Namen zu beschreiben.[6] Neben der Hochschule für Künste Bremen und der Folkwang Universität der Künste in Essen gehört die UdK zu jenen Kunsthochschulen in Deutschland, die Bildende Kunst und Gestaltung einerseits, Musik und Darstellende Kunst andererseits unter einem Dach vereinen.

Die Hochschulgeschichte bis 1975 ist komplex. Zu den Vorgängerinstitutionen auf Seiten Bildende Kunst und Gestaltung zählen die Kurfürstliche Academie der Mahler-, Bildhauer- und Architectur-Kunst (1696), die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin (1867), die Königliche Kunstschule zu Berlin (1869), die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule (1861) und die Meisterschule für Graphik und Buchgewerbe (1892),[7] auf Seiten Musik und Darstellende Kunst das Königliche Musik-Institut Berlin (1822), das Stern’sche Städtische Konservatorium für Musik (1850), die unter der Leitung von Joseph Joachim gegründete Königlich Akademische Hochschule für ausübende Tonkunst (1869) und die Hebbel-Theater-Schule (1946 gegründet, 1951 geschlossen). Der Studiengang Schauspiel entstand aus der nachfolgend 1951 von Hilde Körber gegründeten Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel, welche 1964 in die damalige Hochschule für Musik und Darstellende Kunst integriert wurde und 1974 mit der damaligen Hochschule für Bildende Künste zur Hochschule der Künste, heute Universität der Künste, vereinigt wurde.

Transparente am Gebäude in der Hardenbergstraße, 1977

Im Wintersemester 1976/1977 kam es an der Freien Universität Berlin zum Berufsverbotestreik, der unmittelbar auf alle Hoch- und Fachhochschulen im Westteil der Stadt übergriff und neben universitären Belangen der Studenten (Hochschulrahmengesetz) vor allem die Bedrohung von Dozenten durch den Radikalenerlass und die beruflichen Perspektiven thematisierte. An der HdK streikte ab dem 6. Dezember 1976 zunächst der damalige Fachbereich 6 (Kunsterziehung), doch schlossen sich nach einer Urabstimmung auf breiter Basis im Januar 1977 auch die damaligen Fachbereiche 2 (Architektur), 4, 7 (Instrumentalisten, Dirigenten, Komponisten, Tonmeister und Kirchenmusiker), 8 (Musikerzieher) und 9 (Schauspieler, Oper, Bühne und Kostümbild) dem Streik an. Neben dem Aufbau von „fachbereichsübergreifenden Arbeitsgruppen [wurden] Szenen und Lieder erarbeitet.“[8] Der Umfang und die vielfältigen Aktivitäten im Streik nährten Spekulationen über eine neue Studentenbewegung, da innerhalb der Auseinandersetzung die nicht organisierten die Dominanz kommunistischer Studentenorganisationen brachen. Zahlreiche Aktive zogen in die Stadtteile, gründeten Projekte und konstituierten eine Alternativbewegung.

Präsidenten seit Gründung der HdK Berlin 1975[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrensenatoren der UdK Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund ihrer Verdienste für die Hochschule wurde folgenden Personen die Würde als Ehrensenator/in der UdK Berlin verliehen:

Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der UdK Berlin werden über 70 Studiengänge angeboten. Die zu erwerbenden Studienabschlüsse sind in Folge des Bologna-Prozesses weitgehend der Bachelor of Arts und der Master of Arts. Gleichzeitig hat die UdK Berlin in allen Freien Künsten keine gestuften Studiengänge eingeführt. Es werden auch lehramtsbezogene und weiterführende Studiengänge, beispielsweise Promotionsstudiengänge, angeboten. Es wird seit Jahren an der UdK Berlin auf Wunsch eine Bestätigung ausgestellt, der zufolge das an der UdK Berlin bestandene Konzertexamen und der Meisterschüler in der Bildenden Kunst promotionsäquivalent sind. An der Fakultät werden zudem nicht nur Künstlerinnen, sondern auch Kunstlehrer für verschiedene Schulstufen ausgebildet. Zusätzlich wird der weiterbildende Masterstudiengang Art in Context angeboten. Mit Ausnahme des letzteren beginnen alle Studiengänge mit einer zweisemestrigen Grundlehre, das die Basis für das anschließende Studium in einer Fachklasse darstellt. An der Fakultät Gestaltung sind die Studiengänge Modedesign, Produktdesign, Architektur, Visuelle Kommunikation, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation sowie Kunst und Medien verfügbar. Studiengänge der Fakultät für Musik umfassen Orchesterinstrumente, Tasteninstrumente, Dirigieren, Komposition, Kirchenmusik, Tonmeister, Musik (lehramtsbezogen), Künstlerisch-Pädagogische Ausbildung, Musikwissenschaft/Musikpädagogik, Chordirigieren und Instrumentalspiel (Nachwuchsförderung am Julius-Stern-Institut) und an der Fakultät Darstellende Kunst Gesang/Musiktheater, Schauspiel, Musical-Show, Bühnenbild, Kostümbild, Szenisches Schreiben, Theaterpädagogik/Darstellendes Spiel und Gesang (Nachwuchsförderung Julius-Stern-Institut). Am speziell 2007 eingerichteten UdK Berlin Career College können die Weiterbildungsstudiengänge Musiktherapie, Kulturjournalismus, Leadership in Digitaler Kommunikation und Sound Studies and Sonic Arts studiert werden. Zudem werden Zertifikatskurse wie Kuratieren, Musiktherapie im palliativen Kontext, Künstlerisches Erzählen – Storytelling in Art and Education sowie Creating Dance in Art and Education angeboten. Am hochschulübergreifenden Zentrum Tanz können Tanz, Kontext, Choreographie im Bachelor sowie Solo Dance/Authorship und Choreographie im Master studiert werden. Das Jazz-Institut Berlin bietet Jazz als Bachelor-, Master- und internationales Masterstudium an.

Berufungspolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der UdK Berlin lehren ca. 220 Professuren, wovon ca. 20 % wissenschaftlich ausgerichtet sind. In allen auf die Gleichstellung bezogenen Rankings nimmt die UdK Berlin in der Bundesrepublik eine vordere Position ein: in manchen Fakultäten ist der Anteil an weiblich besetzen Professuren über 50 %, insgesamt fast 40 %.

Es ist – völlig abgesehen von weltweit prominenten Künstlerinnen und Künstlern wie Ai Weiwei, Aribert Reimann, Olafur Eliasson oder Monica Bonvicini, dem Artemis-Quartett, Heinz Emigholz, Steven Sloane, Francois Benda, Hito Steyerl et al. – grundsätzlicher Anspruch der UdK Berlin, die hervorragendsten Vertreter ihrer Fächer zu berufen, wenngleich viele Namen in der Gestaltung oder Darstellenden Kunst nicht gleichermaßen allgemein geläufig sind.

Die Definition von angestrebter „Exzellenz“ ist allerdings nicht nur zu verstehen als auf Marktwert, Virtuosität oder andere Prominenz bezogen. Zwar bleibt das Engagement herausragender Künstlerinnen und Künstler ein wichtiges Ziel, oft sind aber auch andere Kriterien entscheidend für die Besetzung einer Position, da die UdK Berlin bestrebt ist, ihre Rolle sowohl in der außerordentlichen Qualität ihrer Ausbildung in den Künsten, gleichfalls aber in der Entwicklung der Künste zu sehen. Insofern gehorcht die Zusammensetzung der Lehrenden in vielen Fällen zwar klassischem Muster, viele Personen sollen sich aber möglichst bereit finden, einen über die eigene Kunstdisziplin hinausführenden Dialog mit anderen Künsten zu führen. Dass dies etwa in der Musik nicht ebenso wie in der Gestaltung möglich ist, liegt zwar auf der Hand, doch auch hier setzt die UdK Berlin mit einem Schwerpunkt in der Entwicklung etwa der Komposition und des Zeitgenössischen Musiktheaters oder des Zeitgenössischen Liedes, auch mit einer großen Investition in die Dirigierausbildung Zeichen, ohne die zahlreichen Erfolge bei internationalen Wettbewerben zu gefährden, wie sie auch in allen anderen Fakultäten zunehmend häufig errungen werden. Ebenso ist die Entwicklung in Visueller Kommunikation, Architektur, Kostümbild, Industrial Design, Szenischem Schreiben etc. zu sehen.

Weitere Universitätseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Universität sind weitere Einrichtungen angegliedert. So befindet sich das An-Institut Institute of Electronic Business e. V. in der Hardenbergstraße 19.

Im Rahmen des Projekts »Nachhaltige Vitalisierung des kreativen Quartiers auf und um den Campus Charlottenburg« (NAVI BC) wurde 2008 die Hybrid Plattform zur Vernetzung von Wissenschaft und Kunst ins Leben gerufen. Seit 2011 ist diese nun an der UdK Berlin und der Technischen Universität (TU) Berlin angesiedelt. Das Büro befindet sich im UdK-Standort am Einsteinufer.

Das Career & Transfer Service Center der UdK Berlin ist das erste Karrierezentrum an einer künstlerischen Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland. Es berät und informiert seit 2001 Studierende und Absolventen aller künstlerischen Disziplinen über ihre Perspektiven auf dem Kunst-, Kultur- und Medienmarkt. Seit 2004 steht das CTC auch den Studierenden der drei anderen künstlerischen Hochschulen in Berlin offen.

KlangKunstBühne ist der Name einer Sommerakademie für Studenten nach Abschluss ihres Studiums und findet seit 2003 alle zwei Jahre für je drei Wochen statt. Sie ist ein Angebot der Fakultäten Musik und Darstellende Kunst in Kooperation mit dem Zentralinstitut für Weiterbildung / UdK Berlin Career College. [15] Ebenfalls am UdK Berlin Career College angesiedelt ist die Berlin Summer University of the Arts, welche seit 2012 jährlich Kurzworkshops für internationale Künstlerinnen aller Disziplinen und fortgeschrittene Studierende anbietet.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

UdK Berlin, Standort Einsteinufer, Gebäude der Zentralen Universitätsverwaltung
UdK Berlin, Standort Bundesallee
Konzertsaal der UdK Berlin, Hardenbergstraße Ecke Fasanenstraße

Die Universität ist auf etwa 15 Standorte überwiegend im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf verteilt. Das Hauptgebäude der Universität liegt in der Hardenbergstraße 33, in der Nähe des Bahnhofs Zoologischer Garten. In der Hardenbergstraße befinden sich auch weitere Gebäude. So ist dort beispielsweise das ehemalige Königliche Institut für Kirchenmusik in der 41 und ein Hochschulgebäude in der Hausnummer 9. Weitere Hochschulgebäude und -einrichtungen sind in der Bundesallee 1–12 (ehemaliges Joachimsthalsches Gymnasium), am Einsteinufer 43–53 (ehemalige Staatliche Fachschule für Optik und Fototechnik), in der Fasanenstraße 1b und 88, dort befindet sich die Volkswagen-Universitätsbibliothek, in der Grainauerstraße 12, in der Grunewaldstraße 2–5, in der Karlsruher Straße 7a, in der Lietzenburger Straße 45, in der Mierendorffstraße 30 und in der Straße des 17. Juni 118. Die Uferstudios befinden sich in der Uferstraße 23 in Berlin-Gesundbrunnen.

Externe Vernetzung und Drittmittelaktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch intensive Vernetzung ist die UdK Berlin sowohl in der Bundes- und Landespolitik als auch in der Hochschullandschaft Berlins gut positioniert. Dies spiegelt sich in der Tatsache, dass die Landeszuschüsse durch die über jeweils vier Jahre laufenden Hochschulverträge seit 2006 angestiegen sind, das Land Berlin nunmehr selbstverständlich von seinen vier Universitäten (FU, HU, TU, UdK Berlin) spricht und diese gleich behandelt, der Präsident Prof. Martin Rennert seit 2006 ohne Unterbrechung zum Stellvertretenden Vorsitzenden der LKRP (Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten) gewählt wurde sowie mit der Einstein Stiftung Berlin ein in der Bundesrepublik gut ausgestattetes Instrument des Landes geschaffen wurde, welches der Wissenschaft- und Kunstförderung dient. Darüber hinaus ist die UdK Berlin Mitglied bei „Berlin-Partner“, arbeitet mit KmUs zusammen in Forschung und Entwicklung, hat sich in der Stadtplanung und Regionalentwicklung mit dem von Rennert 2007 gemeinsam mit dem damaligen Präsidenten der TU, Kurt Kutzler, initiierten Projekt „Campus Charlottenburg“ engagiert und kooperiert mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, Fraunhofer, der Technologiestiftung, dem Wissenschaftszentrum Berlin und weiteren regionalen und überregionalen Forschungsverbünden wie der Leibniz-Gemeinschaft oder Helmholtz in vielen Projekten.

Steigende Drittmitteleinnahmen sind die Folge: in der 2009 neu eingerichteten „Geschäftsstelle Fördermittel“ werden sowohl Antragssteller zu öffentlichen Anträgen und Kooperationen mit privat(wirtschaftlich)en Partnern beraten als auch Projekte begleitet und abgerechnet. Das Drittmittelaufkommen hat sich im Durchschnitt seit 2005 verachtfacht und macht die UdK Berlin zur drittmittelstärksten Kunsthochschule Deutschlands. Mehr als die Hälfte der geförderten Projekte sind genuin künstlerisch, darüber hinaus gibt es Projekte aus der Gestaltung und den an der UdK Berlin vertretenen, auf die Künste bezogenen Wissenschaften, darunter das in zwei Zyklen geförderte DFG-Graduiertenkolleg Das Wissen der Künste und eine große Zahl weiterer DFG-Projekte aus der Gestaltung, speziell der Architektur, Kunst-, Musik- und Theaterwissenschaft. Neben dem Graduiertenkolleg bildet eine Graduiertenschule für die Künste das Fundament für die postgraduale Ausbildung an der UdK Berlin. Seit 2011 durch die Einstein Stiftung Berlin finanziert, bietet sie ein zweijähriges Stipendienprogramm, das der Eigensprachlichkeit der Künste Rechnung trägt und nicht mit einem Doktorat, sondern mit dem „Fellow of the Graduate School of the Berlin University of the Arts“ abschließt. Darüber hinaus wird seit 2012 vom BMB ein Studium Generale als Basisangebot für alle Studierenden an der UdK Berlin, finanziert. Es soll der herausragenden und das Studium bestimmenden Qualität der in der Akademie-Tradition vermittelten Künste (Meisterklassen, in allen Disziplinen auf dem Prinzip der durchgängigen Einzelbetrachtung und -unterweisung jedes Studierenden aufgebaut) eine Struktur an die Seite stellen, die – jenseits der auf die einzelnen Künste gerichteten Theorie – allgemeine Themen aus Kulturwissenschaft und Politik behandelt.

Seit 2006 hat sich die UdK Berlin darüber hinaus auch neuen, für eine künstlerische Universität zunächst scheinbar nicht naheliegenden Themen und Fragestellungen gewidmet. Darunter sind speziell die Entwicklung der Digitalisierung und ihrer Folgen für Bildung, Kunst, Recht, partizipativer Demokratie, Kommunikation: Bereits 2009 gründete die UdK Berlin das Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft zusammen mit dem Wissenschaftszentrum Berlin und der Humboldt Universität zu Berlin; 2016/2017 folgte die Partnerschaft in einer Gründung aller vier Universitäten des Landes Berlin, der Einstein-Stiftung Berlin und des Landes, dem Einstein Center Digital Future, 2017 schließlich der Erfolg im Wettbewerb für das im Programm der Bundesregierung 2013 niedergelegte Deutsche Internet-Institut, heute Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft, für welches die UdK Berlin zusammen mit den Berliner Universitäten und der Universität Potsdam gegen starke Mitbewerber aus Bayern und Nordrhein-Westfalen den Zuschlag erhielt. In den drei genannten Instituten beschäftigt sich die UdK Berlin auf unterschiedliche Weise mit Themen, die für die Zukunft der Künste, der Bildung und der sie tragenden Gesellschaften zentral sind. Neben Rechtsfragen sind dies vor allem Bildung mittels neuer Medien, Demokratie-Entwicklung und Internet-Recht, die Entwicklung neuer planerischer und gestalterischer Prozesse, Materialität und die Forschung an neuen Formen der Kommunikation, seien sie künstlerisch basiert, medizinisch oder medial.

Aktuell beteiligt sich die UdK Berlin zudem am Antragsverfahren zur „Exzellenzstrategie“ des Bundes mit einem Clusterantrag zum Thema Shaping Space – Converging Art, Science and Technology zusammen mit der TU Berlin.  

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christine Fischer-Defoy: Kunst, im Aufbau ein Stein. Die Westberliner Kunst- und Musikhochschulen im Spannungsfeld der Nachkriegszeit. Hochschule der Künste Berlin, Berlin 1991. ISBN 3-89462-078-1.
  • Monika Hingst, Marita Gleiss (Red.): „Die Kunst hat nie ein Mensch allein besessen.“ Eine Ausstellung der Akademie der Künste und Hochschule der Künste, 9. Juni bis 15. September 1996. 1696–1996, dreihundert Jahre Akademie der Künste, Hochschule der Künste. Henschel, Berlin 1996, ISBN 3-89487-255-1.
  • Dietmar Schenk: Die Hochschule für Musik zu Berlin. Preußens Konservatorium zwischen romantischem Klassizismus und neuer Musik, 1869–1932/33. (= Pallas Athene, Beitrage zur Universitats- und Wissenschaftsgeschichte, Band 8.) Wiesbaden: Franz Steiner, 2004 (ISBN 3-515-08328-6). (Voransicht in der Google-Buchsuche)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Universität der Künste Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen und Fakten. Abgerufen am 16. April 2018.
  2. Zahlen und Fakten. Abgerufen am 16. April 2018.
  3. Zahlen und Fakten. Abgerufen am 16. April 2018.
  4. Leistungsberichte der Berliner Hochschulen. Abgerufen am 16. April 2018.
  5. Leistungsberichte der Berliner Hochschulen. Abgerufen am 16. April 2018.
  6. a b c Universität der Künste: HdK und UdK Berlin. Abgerufen am 16. April 2018.
  7. Universität der Künste: Meisterschule für Graphik und Buchgewerbe 1892–1971. Abgerufen am 16. April 2018.
  8. Streikkurier, Nr. 9, 12. Januar 1977 und Nr. 11, 21. Januar 1977.

Koordinaten: 52° 30′ 29″ N, 13° 19′ 52″ O