Sondern (Radevormwald)

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Sondern
Koordinaten: 51° 13′ 50″ N, 7° 20′ 16″ O
Höhe: 322 m ü. NN
Postleitzahl: 42477
Vorwahl: 02195
Sondern (Radevormwald)
Sondern

Lage von Sondern in Radevormwald

Blick auf Radevormwald-Sondern, dahinter das Kirchdorf Remlingrade
Blick auf Radevormwald-Sondern, dahinter das Kirchdorf Remlingrade

Sondern ist eine Ortschaft in Radevormwald im Oberbergischen Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Lage und Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Norden des Stadtgebiets. Die Nachbarorte heißen Remlingrade, Birken, Im Kamp, und Herkingrade. Im Westen von Sondern entspringen der Dampfer Siefen und drei weitere kleinere unbenannte Siefen. Diese knapp 200 m langen Gewässer münden jeweils in den Dampfer Siefen, welcher zunächst in den Dampfer Bach und dann in die Wupper mündet.[1]

Politisch wird der Ort durch den Direktkandidaten des Wahlbezirks 170 im Rat der Stadt Radevormwald vertreten.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um das Jahr 1400 wird „Sunderen“ laut Unterlagen im Archiv der reformierten Kirchengemeinde Radevormwald in einem Dokument im Zusammenhang mit der Beschreibung der Grenzen des Freihofes Radevormwald erstmals genannt.[3]

Der Name deutet auf ein sogenanntes Sondern hin, ein besonderes herrschaftliches Eigentum.

1715 wird der Hof auf der Topographia Ducatus Montani mit „Sondern“ aufgeführt. Die Topographische Aufnahme der Rheinlande von 1825 zeigt den Ort mit der Bezeichnung „Sundern“. Die Preußische Uraufnahme von 1840 bis 1844 und folgende Karten verwenden den Namen Sondern.[4]

1815/16 besaß der Ort 17 Einwohner.[5] 1832 gehörte der Ort zum Kirchspiel Remlingrade des ländlichen Außenbezirks der Bürgermeisterei Radevormwald. Der laut der Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf als Weiler kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit vier Wohnhäuser und zwei landwirtschaftliche Gebäude. Zu dieser Zeit lebten 38 Einwohner im Ort, alle evangelischen Glaubens.[5] 1888 sind in dem Gemeindelexikon der Rheinprovinz fünf Wohnhäuser mit 39 Einwohnern verzeichnet.[6]

Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Wanderwege führen in 200 m Entfernung westlich am Ort vorbei:[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wupperverband; Flussgebiets Geo Informations System
  2. Stadt Radevormwald, Öffentliche Bekanntmachung vom 20. Oktober 2008; Einteilung der Wahlbezirke für die Wahl des Rates der Stadt Radevormwald (Kommunalwahl 2009)
  3. Klaus Pampus: Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte (= Beiträge zur Oberbergischen Geschichte. Sonderband 1). Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins, Gummersbach 1998, ISBN 3-88265-206-3.
  4. Historika25, Landesvermessungsamt NRW, Blatt 4710, Radevormwald
  5. a b Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf. Theil 2: Die statistische Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle und das alphabetische Ortsnamenverzeichniß enthaltend. Schreiner, Düsseldorf 1836, S. 10.
  6. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen (= Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Bd. 12, ZDB-ID 1046036-6). Verlag des Königlichen Statistischen Bureaus, Berlin 1888.
  7. Topografisches Informations Management TIM-online, bereitgestellt von der Bezirksregierung Köln

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Radevormwald-Sondern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien