Europapokal der Pokalsieger 1967/68

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Der Europapokal der Pokalsieger 1967/68 war die achte Ausspielung des Wettbewerbs der europäischen Fußball-Pokalsieger. 32 Klubmannschaften aus 31 Ländern nahmen teil, darunter Titelverteidiger FC Bayern München, der auch gleichzeitig als amtierender DFB-Pokalsieger antrat, weitere 27 amtierende Pokalsieger und 5 unterlegene Pokalfinalisten (FC Aberdeen, FC Lausanne-Sport, Torpedo Moskau, NAC Breda und Hamburger SV).

Aus Deutschland waren neben dem Titelverteidiger und aktuellem DFB-Pokalsieger FC Bayern München noch der Finalist Hamburger SV am Start, da der Titelverteidiger ohnehin startberechtigt gewesen wäre. Aus der DDR nahmen die BSG Motor Zwickau als FDGB-Pokalsieger, aus Österreich der ÖFB-Cupsieger FK Austria Wien und aus der Schweiz Pokalfinalist FC Lausanne-Sport am Wettbewerb teil.

Das Finale bestritten der AC Mailand und der Hamburger SV im Feijenoord-Stadion von Rotterdam am 23. Mai 1968. Der AC Mailand setzte sich dabei durch zwei frühe Tore von Kurt Hamrin mit 2:0 durch. Durch den Finaleinzug des HSV konnten zum einzigen Mal in vier aufeinanderfolgenden Spielzeiten die Vertreter eines Verbandes das Finale erreichen.

Torschützenkönig wurde Uwe Seeler vom Hamburger SV mit acht Toren.

Modus[Bearbeiten]

Die Teilnehmer spielten wie gehabt im reinen Pokalmodus mit Hin- und Rückspielen den Sieger aus. Gab es nach beiden Partien Torgleichstand, entschied die Anzahl der auswärts erzielten Tore (Auswärtstorregel). War auch deren Anzahl gleich fand ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz statt, da ein Elfmeterschießen noch nicht vorgesehen war. Das Finale wurde in einem Spiel auf neutralem Platz entschieden. Bei unentschiedenem Spielstand nach Verlängerung wurde ein Wiederholungsspiel angesetzt, da auch im Finale ein Elfmeterschießen noch nicht vorgesehen war.

1. Runde[Bearbeiten]

Die Hinspiele fanden vom 6. bis 21. September, die Rückspiele vom 13. September bis zum 11. Oktober 1967 statt.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
FC Aberdeen  SchottlandSchottland 14:10 IslandIsland KR Reykjavík 10:00 4:1
Hamburger SV  Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland 7:3 DanemarkDänemark Randers Freja 5:3 2:0
FK Austria Wien  OsterreichÖsterreich 1:4 Rumänien 1965Rumänien Steaua Bukarest 0:2 1:2
Rába ETO Győr  Ungarn 1957Ungarn 9:0 Zypern RepublikRepublik Zypern Apollon Limassol 5:0 4:0
Hajduk Split  Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien 3:6 EnglandEngland Tottenham Hotspur 0:2 3:4
Shamrock Rovers  IrlandIrland 1:3 WalesWales Cardiff City 1:1 0:2
Aris Bonneweg  LuxemburgLuxemburg 1:5 FrankreichFrankreich Olympique Lyon 0:3 1:2
Torpedo Moskau  Sowjetunion 1955Sowjetunion 1:0 Deutschland Demokratische Republik 1949DDR BSG Motor Zwickau 0:0 1:0
HJK Helsinki  FinnlandFinnland 1:8 PolenPolen Wisła Krakau 1:4 0:4
Fredrikstad FK  NorwegenNorwegen 2:7 PortugalPortugal Vitória Setúbal 1:5 1:2
FC Valencia  Spanien 1945Spanien 8:2 NordirlandNordirland Crusaders FC 4:0 4:2
FC Lausanne-Sport  SchweizSchweiz 3:4 TschechoslowakeiTschechoslowakei FC Spartak Trnava 3:2 0:2
AC Mailand  ItalienItalien 6:2 Bulgarien 1967Bulgarien Lewski Sofia 5:1 1:1
Altay İzmir  TurkeiTürkei 2:3 BelgienBelgien Standard Lüttich 2:3 0:0
FC Bayern München  Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland 7:1 Griechenland Konigreich 1828Königreich Griechenland Panathinaikos Athen 5:0 2:1
FC Floriana  MaltaMalta 1:3 NiederlandeNiederlande NAC Breda 1:2 0:1

2. Runde[Bearbeiten]

Die Hinspiele fanden vom 8. bis 30. November, die Rückspiele vom 14. November bis 14. Dezember 1967 statt.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
FC Bayern München  Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland 7:3 PortugalPortugal Vitória Setúbal 6:2 1:1
NAC Breda  NiederlandeNiederlande 2:5 WalesWales Cardiff City 1:1 1:4
Wisła Krakau  PolenPolen 0:5 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Hamburger SV 0:1 0:4
Rába ETO Győr  Ungarn 1957Ungarn (a)3:3(a) ItalienItalien AC Mailand 2:2 1:1
Torpedo Moskau  Sowjetunion 1955Sowjetunion 6:1 TschechoslowakeiTschechoslowakei FC Spartak Trnava 3:0 3:1
Standard Lüttich  BelgienBelgien 3:2 SchottlandSchottland FC Aberdeen 3:0 0:2
Olympique Lyon  FrankreichFrankreich (a)4:4(a) EnglandEngland Tottenham Hotspur 1:0 3:4
FC Valencia  Spanien 1945Spanien 3:1 Rumänien 1965Rumänien Steaua Bukarest 3:0 0:1

Viertelfinale[Bearbeiten]

Die Hinspiele fanden am 14./21./28. Februar und 6. März, die Rückspiele am 13./19. März 1968 statt.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
FC Valencia  Spanien 1945Spanien 1:2 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland FC Bayern München 1:1 0:1
Hamburger SV  Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland 2:2 FrankreichFrankreich Olympique Lyon 2:0 0:2 n.V.
Standard Lüttich  BelgienBelgien 2:2 ItalienItalien AC Mailand 1:1 1:1 n.V.
Cardiff City  WalesWales 1:1 Sowjetunion 1955Sowjetunion Torpedo Moskau 1:0 0:1 n.V.

Entscheidungsspiele[Bearbeiten]

Die Spiele fanden am 20. März 1968 in Hamburg, Mailand bzw. Augsburg statt.[1]

Ergebnis
Hamburger SV Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland 2:0 FrankreichFrankreich  Olympique Lyon
Standard Lüttich BelgienBelgien 0:2 ItalienItalien  AC Mailand
Cardiff City WalesWales 1:0 Sowjetunion 1955Sowjetunion  Torpedo Moskau

Halbfinale[Bearbeiten]

Die Hinspiele fanden am 24. April/1. Mai, die Rückspiele am 1./8. Mai 1968 statt.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
Hamburger SV  Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland 4:3 WalesWales Cardiff City 1:1 3:2
AC Mailand  ItalienItalien 2:0 Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland FC Bayern München 2:0 0:0

Finale[Bearbeiten]

AC Mailand Hamburger SV
AC Mailand
23. Mai 1968 in Rotterdam (De Kuip)
Ergebnis: 2:0 (2:0)
Zuschauer: 53.276
Schiedsrichter: José María Ortiz de Mendíbil (Spanien 1945Spanien Spanien)
Hamburger SV


Fabio CudiciniAngelo Anquilletti, Roberto Rosato, Giovanni Trapattoni, Karl-Heinz SchnellingerGiovanni Lodetti, Gianni Rivera (C)Kapitän der Mannschaft, Nevio Scala - Kurt Hamrin, Angelo Sormani, Pierino Prati
Trainer: Nereo Rocco
Özcan ArkoçHelmut Sandmann, Willi Schulz, Holger Dieckmann, Jürgen KurbjuhnWerner Krämer, Egon HorstBernd Dörfel, Uwe Seeler (C)Kapitän der Mannschaft, Franz-Josef Hönig, Gert Dörfel
Trainer: Kurt Koch
Tor 1:0 Kurt Hamrin (3.)
Tor 2:0 Kurt Hamrin (15.)

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. rsssf.com: Cup Winners' Cup 1967-68

Weblinks[Bearbeiten]