Nevio Scala

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Nevio Scala (* 22. November 1947 in Lozzo Atestino, Italien) ist ein ehemaliger italienischer Fußballspieler und -trainer.

Leben[Bearbeiten]

Als Aktiver hatte Nevio Scala eine eher unauffällige Karriere als Mittelfeldspieler, in der er von 1966 bis 1981 für AS Rom, AC Mailand, Vicenza Calcio, Inter Mailand, US Foggia und AC Monza Brianza in der Serie A wirkte. Dabei wurde er 1968 mit dem AC Milan Meister und gewann im selben Jahr auch im Finale gegen den Hamburger SV das Finale im Europapokal der Pokalsieger. Im Jahr darauf gewann er mit Milan auch den Europapokal der Landesmeister, stand aber nicht in der Finalaufstellung gegen Ajax Amsterdam.

Zum Ende der 1980er Jahre begann Scala seine Laufbahn als Fußballtrainer. Als ersten Trainererfolg konnte er 1988/1989 den Aufstieg von Reggina Calcio in die Serie B verbuchen. Von 1989 bis 1996 wirkte er bei der AC Parma. Mit dem Verein gewann er den 1992 den italienischen Pokal gegen Juventus Turin, sowie im Jahr darauf den Europapokal der Pokalsieger in London mit 3:1 gegen den Royal Antwerp FC. 1995 gewann er mit dem seinerzeit vom Milchkonzern Parmalat gesponserten Verein auch den UEFA-Pokal und traf dabei in den Finalspielen erneut auf Juventus Turin.

In der Saison 1996/97 trainierte er Perugia Calcio, wurde aber bereits in der Folgesaison vom amtierenden Champions League-Sieger Borussia Dortmund als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld verpflichtet, nachdem Hitzfeld von der Trainerbank auf die Position des Sportdirektors gewechselt war. Mit dem Verein gewann er in Tokio im November 1997 den Weltpokal gegen den Titelträger der Copa Libertadores, Cruzeiro EC aus dem brasilianischen Belo Horizonte. In der Champions League schieden die Dortmunder gegen den nachfolgenden Sieger Real Madrid unter deren Trainer Jupp Heynckes aus. Das Spiel im Santiago-Bernabéu-Stadion kam dabei durch den Torfall von Madrid in zweifelhaften Ruf. National belegte die Borussia zu Saisonende nur einen enttäuschenden zehnten Platz und die Zusammenarbeit mit Scala wurde eingestellt.

Zwischen 2000 und 2002 wirkte Scala beim türkischen Spitzenverein Beşiktaş. Im Februar 2002 wurde er auf die Trainerbank des ukrainischen Klubs Schachtar Donezk verpflichtet. Mit Schachtar, das in der Sowjetära viermal den nationalen Pokalwettbewerb gewann, holte er bis zum Mai des Jahres das Double von Meisterschaft und Pokal, was für den Verein aus der Bergarbeiterstadt die ersten beiden nationalen Titel seit der Unabhängigkeit der Ukraine bedeutete. Im September verlor Schachtar in der ersten Runde der Champions League beim FK Austria Wien mit 1:5, was zum Rücktritt Scalas führte.

2004 trainierte er Spartak Moskau, aber auch dieses Engagement endete vorzeitig. Dieser Tage ist er Kommentator beim italienischen Rundfunksender Radiouno (RAI 1).

Erfolge[Bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten]

Als Trainer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]