Standard Lüttich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Standard Lüttich
Vereinslogo
Voller Name Royal Standard Club de Liège
Gegründet 1. April 1900
Vereinsfarben rot-weiß
Stadion Maurice-Dufrasne-Stadion
Plätze 30.023
Präsident BelgienBelgien Roland Duchâtelet
Trainer Guy Luzon
Homepage www.standard.be
Liga Jupiler Pro League
2013/14 2. Platz
Heim
Auswärts

Standard Lüttich, offizieller Name Royal Standard Club de Liège, ist einer der erfolgreichsten Fußballvereine Belgiens und in Lüttich beheimatet. Er spielt in der ersten belgischen Liga.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Royal Standard Club de Liège wurde am 1. April 1900 von Studenten als Standard FC gegründet. 1923 ergänzte er den Vereinsnamen mit dem verliehenen königlichen Prädikat. Der Vereinsname wurde ursprünglich durch Standard de Paris, einen weiland populären französischen Klub inspiriert. 1996 schloss sich der vormalige Erstligist RFC Seraing dem Verein an.

Standard Lüttich, der zweite in der ewigen Ligatabelle Belgiens, wurde bislang zehn Mal belgischer Meister und gewann sechs Mal den belgischen Pokal. Entsprechend hatte der Verein auch international viele Auftritte. Dabei drang er 1982 im Europapokal der Pokalsieger bis ins Finale vor, unterlag dort aber nach einer frühen 1:0-Führung im Camp Nou Stadion von Barcelona knapp dem FC Barcelona mit 1:2. Der frühere Mönchengladbacher und Fußballer des Jahres von Europa Allan Simonsen erzielte dabei einen der Treffer für die Katalanen.

Am 20. April 2008 konnte sich das Team erstmals seit 1983 im vorentscheidenden Heimspiel durch ein 2:0 gegen den RSC Anderlecht die belgische Meisterschaft sichern. Nach Saisonende verlängerte Meistertrainer Michel Preud’homme seinen auslaufenden Vertrag nicht und wechselte zum KAA Gent. Bei der Entscheidung Preud'hommes gegen ein weiteres Engagement in Lüttich war die Laufzeit seines neuen Vertrages der Knackpunkt. Während der Trainer einen Zweijahresvertrag favorisierte, wollte der Verein lieber einen Einjahreskontrakt abschließen. Vom Juni 2008 bis Februar 2010 wurde die Mannschaft vom ehemaligen rumänischen Nationalspieler László Bölöni trainiert.

In der Saison 2008/09 konnte Standard den Titel nach zwei Entscheidungsspielen gegen den RSC Anderlecht verteidigen. Die Entscheidungsspiele waren notwendig geworden, nachdem beide Klubs die Saison mit jeweils 77 Punkten und 24 Siegen abgeschlossen hatten. Die Tordifferenz spielt in Belgien keine Rolle.

Nach einem 1:1 im Hinspiel siegte Standard gegen den Rekordchampion im Rückspiel in Lüttich mit 1:0. Es war der zehnte Titelgewinn von Lüttich.

Am 10. Februar 2010 wurde der Vertrag mit Bölöni aufgelöst und der technische Direktor Dominique D'Onofrio übernahm das Training der Mannschaft bis zum Saisonende.

Stadion[Bearbeiten]

Überblick des Stadions gesehen vom Hafen Port d'Ougrée am rechten Ufer der Maas

Der Verein trägt seine Heimspiele im drittgrößten Stadion Belgiens, dem 1984 erbauten Maurice-Dufrasne-Stadion, inoffiziell Stade Sclessin genannt, aus. Das Stadion hat eine Kapazität von rund 30.000 Zuschauern.

Erfolge[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler der Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Torhüter[Bearbeiten]

Abwehrspieler[Bearbeiten]

Mittelfeldspieler[Bearbeiten]

Stürmer[Bearbeiten]

Rekordspieler[Bearbeiten]

Die meisten Spiele[Bearbeiten]

# Name Spiele
1 LuxemburgLuxemburg Guy Hellers 474
2 BelgienBelgien Gilbert Bodart 469
3 BelgienBelgien Guy Vandersmissen 465
4 BelgienBelgien Léon Semmeling 449

Die meisten Tore[Bearbeiten]

# Name Tore
1 BelgienBelgien Jean Capelle 245 (285)
2 BelgienBelgien Roger Claessen 161 (229)
3 BelgienBelgien Maurice Gillis 124 (275)

Ehemalige Trainer[Bearbeiten]

Frauenfußball[Bearbeiten]

Die Frauenfußballabteilung spielt seit der Saison 2012/2013 in der BeNe League Red und wurde seit ihrer Gründung 1975, 14 mal Meister in der Eerste Klasse. Daneben konnte man auch 5 mal den belgischen Super Cup, sowie zwei mal den BeNe Super Cup gewinnen.[1] Zu den Leistungsträgern gehören seit Jahren die belgischen Nationalspielerinnen Kelly Ickmans, Maud Coutereels, Julie Biesmans, Audrey Demoustier, Cécile De Gernier, Aline Zeler, Davina Philtjens und die marokkanische Nationalspielerin Ibtissam Bouharat.

Basketball[Bearbeiten]

Bei Standard wird auch seit Jahrzehnten eine Basketball-Abteilung betrieben. Im wichtigsten Europapokal dieser Sportart, dem Landesmeisterpokal, schaffte es Lüttich 1969 ins Halbfinale. Zudem spielte man diverse male im Korać-Cup mit, wo man 1972 ebenfalls das Halbfinale erreichte. Die nationale Meisterschaft gewann Standard dreimal, 1968, 1970 und 1977.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Standard Femina

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Standard Lüttich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien