Freiburger Münster

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Freiburger Münster inmitten der Altstadt

Das Freiburger Münster (oder Münster Unserer Lieben Frau) ist die im romanischen und größtenteils im gotischen Stil erbaute römisch-katholische Stadtpfarrkirche von Freiburg im Breisgau. Sie wurde von ca. 1200 bis offiziell 1513 erbaut. Da Freiburg seit 1827 Bischofssitz ist (Erzbistum Freiburg), ist die Kirche heute formell eine Kathedrale, wird aber aus Tradition Münster und nicht Dom genannt.

Der bekannte Kunsthistoriker Jacob Burckhardt sagte 1869 in einer Vortragsreihe über den 116 Meter hohen Turm im Vergleich mit Basel und Straßburg: Und Freiburg wird wohl der schönste Turm auf Erden bleiben.[1] Daraus entwickelte sich wohl das häufig gehörte, aber nicht ganz wörtliche Zitat vom „schönsten Turm der Christenheit“. Nach Fertigstellung des 116 m hohen Westturmes um 1330 gehörte das Freiburger Münster für rund ein Jahrhundert zu den höchsten Sakralgebäuden der Welt.

Das Münster wurde im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört, obwohl die umgebenden Gebäude durch den Bombenangriff vom 27. November 1944 weitgehend in Schutt und Asche lagen.[2][3] Lediglich das Dach wurde beschädigt, konnte aber mit Unterstützung von Berliner Heeresdienststellen, des Basler Denkmalspflegers und von Jugendlichen der Münsterpfarrei bis zum Winter 1945/46 wieder komplett geschlossen werden.[4] Auch die Glasfenster sind original erhalten, da man sie vor den Bombenangriffen aus dem Münster entfernte und sie bis nach Kriegsende sicher lagerte. Kunsthistoriker aus der ganzen Welt rühmen das Münster Unserer Lieben Frau zu Freiburg als ein architektonisches Meisterwerk der Gotik.

Freiburger Münster ohne jegliches Gerüst (März 2006) – ein Bild mit Seltenheitswert
Grundriss des Freiburger Münsters aus dem Buch Freiburg im Breisgau. Die Stadt und ihre Bauten[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Baugeschichte[Bearbeiten]

Der erste Freiburger Kirchenbau, die konradinische Pfarrkirche ist nach dem Zähringer Konrad I. benannt und stammt aus der Gründungsphase der Stadt um 1120; in diesem Jahr erhielt Freiburg von ihm und seinem Bruder Berthold III. das Markt- und Stadtrecht: Diese beiden Zähringer gelten daher als „Stadtgründer“. Von diesem ersten Bau existieren nur noch Fundamentreste.

Berthold V. († 1218) wollte sich eine angemessene Grabstätte schaffen und gleichzeitig die für die wachsende Zahl der Einwohner der Stadt zu klein gewordene konradinische Pfarrkirche ersetzen. Der Bau der neuen Kirche begann etwa im Jahr 1200 anfänglich im spätromanischen Stil, nach dem Vorbild des Basler Münsters. Davon sind heute noch das Querschiff und die Untergeschosse der Seitentürme, der so genannten „Hahnentürme“ erhalten, die während der gotischen Bauphase mit durchbrochenen Turmhelmen aufgestockt wurden.

Lernphase: Im Vergleich der Fenster des Langhauses fällt der „schwere“ gotische Beginn in der Ausführung des Maßwerks beim zweiten Joch (gezählt vom romanischen Querhaus) gegenüber den folgenden auf.
Stiländerung: Zur Aufnahme der hohen gotischen Bögen des Langhauses musste beim Anschluss des ersten Jochs die ursprünglich vorgesehene Auflage am Vierungspfeiler des romanischen Querhauses aufgestockt werden.

Ab etwa 1230 wurde der Bau dann im neuen Stil der französischen Gotik fortgesetzt mit dem Langhaus und dem Turm. Dieser war bereits um 1330 vollendet und ist somit der einzige noch im Mittelalter fertiggestellte gotische Großturm in Deutschland. Anschließend beschloss der Stadtrat, den spätromanischen Chor durch einen neuen mit einem großen Kapellenkranz zu ersetzen, und beauftragte Johann Parler den Älteren mit der Ausführung. Von der Grundsteinlegung am 24. März 1354 kündet ein eingemeißelter mittelalterlicher Text: „von gottes geburt mcccliiii jar an unser frowen abent in der uasten leit man den ersten stein an disen kor“,[6] doch kam der Münsterbau ab ca. 1375/80 bis 1471 kaum voran, so dass der Stadtrat 1475 klagte: "haben wir ein chor der vor zydten von unsern vordern cosstlich erheppt und by hundert Jaren unußbuven gestand ist".[7] Erst 1510 (dieses Datum findet sich im Chorgewölbe) wurde das Gewölbe des neuen Chors geschlossen: Ludwigck horneck von hornberg hat den lesten stein im gewölb vermauret, got syß gelobt.[8] Die Weihe des neuen Münsterchors nahm am 5. Dezember 1513 der Konstanzer Weihbischof vor,[9] nachdem anlässlich des Reichstages zu Freiburg 1498 der Konstanzer Bischof Hugo von Hohenlandenberg in Anwesenheit König Maximilians bereits eine „Zwischenweihe“ vorgenommen hatte.[10] Der König stiftete für den Chor Glasmalereien, um für sein gedechtnus zu sorgen.[11] Der Kapellenkranz des Hochchores wurde erst bis 1536 fertiggestellt, das Jahr, welches den Abschluss des Münsterbaus markiert. Später wurden gelegentlich Anbauten hinzugefügt, so im 16. Jahrhundert an die Südfassade des romanischen Querschiffs die Renaissancevorhalle und im 19. und 20. Jahrhundert die zur Statik nicht notwendigen Stützstrebenaufsätze um den Hochchor.[12]

Während der Bau in einer lateinischen Urkunde vom 27. Mai 1298 noch als Pfarrkirche („ecclesia parochialis“) bezeichnet wird, erscheint die Bezeichnung „Münster“ erstmals am 24. Dezember 1356 in einer Urkunde der Pfalzgräfin Klara von Tübingen, der Tochter des am 9. November 1356 gestorbenen Grafen Friedrich von Freiburg: „zuo Friburg in dem münster“. Man hatte also den zur Bezeichnung von Großkirchen gewordenen Namen für den gotischen Erweiterungsbau übernommen.

Besonders beachtenswert ist die Zahl an bizarren Wasserspeiern, die nur an wenigen anderen gotischen Kirchen ihresgleichen haben.

Rechtliche Situation[Bearbeiten]

In Bezug auf die rechtliche Situation ist das Freiburger Münster eine Besonderheit. Von Beginn an gehörte das Münster nicht der Kirche.

Die Herzöge von Zähringen begannen um 1200 mit dem Bau des heutigen Münsters. In der Position von sogenannten Eigenkirchenherren gehörte das Münster ihnen – sie finanzierten auch zum größten Teil den Bau. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts übernahmen die Bürger die Verantwortung für den Münsterbau und richteten viele Stiftungen ein. 1295 findet sich zum ersten Mal der Hinweis auf den Münsterfabrikfonds. Von der „fabrica ecclesiae“ selbst ist erstmals 1314 die Rede: Dieses Rechtsinstitut umschließt den Münsterbau und den für seine Erhaltung bestimmten Fonds. Diese „fabrica ecclesiae“ unterstand dem Rat der Stadt, der Münsterpfleger ernannte, die mit zahlreichen Mitarbeitern die Neu- und Umbauten sowie die Reparaturen gewährleisteten.

1464 wurde die Münster-Pfarrei der 1457 von den Habsburgern gegründeten Universität einverleibt. Das bedeutete aber nicht, dass das Vermögen der Münsterfabrik einbezogen wurde – diese blieb selbständig und war weiterhin baupflichtig.

Die Säkularisation 1803 und der Übergang der Stadt Freiburg an das Großherzogtum Baden 1805 brachten eine neue rechtliche Situation mit sich. Das gesamte Kirchenvermögen wurde unter staatliche Verwaltung gestellt. 1813 wurde das Patronat der Universität aufgehoben.

Nach der Gründung des Erzbistums Freiburg 1821/27 und der Erhebung des Münsters zur Kathedrale des Erzbischofs von Freiburg entstand wiederum eine rechtlich neue Situation. Neben dem Münsterfabrikfonds existiert seitdem der Domfabrikfonds, der primär für die Bedürfnisse der Kathedralgottesdienste zuständig ist. Die genauen Zuständigkeiten sind exakt aufgeteilt, die beiden Institutionen sind also in keiner Gemengelage zu sehen.

Die Eigentumsfrage wurde endgültig 1901 in einem Vertrag zwischen der Stadt Freiburg, dem Erzbischöflichen Ordinariat und dem Katholischen Stiftungsrat der Münsterpfarrei geregelt. Das Münster gehört demnach dem Münsterfabrikfonds und ihm obliegt auch die Baupflicht. Der Stadt wurden einige Benutzungsrechte am Turm (beispielsweise Läuten der Glocken an Neujahr usw.) und am Platz eingeräumt.

Turm des Münsters mit „Mütze“ aus Baugerüsten

Der Münsterbauverein, entstanden 1890 aus der dringenden Notwendigkeit heraus, das Münster zu sanieren, betreibt die Münsterbauhütte und ist für die Instandhaltung des Äußeren des Münsters zuständig. Eigentum am Bauwerk hat er nicht. Für das Innere, die Vorhalle, die Glocken und die Orgel ist der Münsterfabrikfonds oder der Domfabrikfonds zuständig. Diese Arbeitsteilung wurde 1891 durch Erlass des Erzbischöflichen Ordinariates festgeschrieben und besteht zum Wohle des Freiburger Münsters bis heute.

Architektur[Bearbeiten]

Langhaus[Bearbeiten]

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Die Maße des Münsters: Länge innen: 124 Meter, Länge außen: 127 Meter, Breite: 30 Meter; Turmhöhe: 116 Meter (davon 70 Meter begehbar; 46 Meter gehören zum durchbrochenen Turmhelm)

Turm[Bearbeiten]

Der markante Turm des Münsters, vom Schweizer Kunsthistoriker Jacob Burckhardt einst als „schönster Turm auf Erden“ bezeichnet (s. o.), ist 116 Meter hoch. Nach Fertigstellung des 116 m hohen Westturmes um 1330 gehörte das Freiburger Münster über ein Jahrhundert zu den höchsten Kirchenbauten und damit auch zu den höchsten Gebäuden der damaligen Welt. Fast gleichzeitig wurde etwa um 1333 der 123 Meter hohe Vierungsturm der Kathedrale von Salisbury vollendet, dem um 1350 die knapp 125 m hohe Doppelturmfassade der Marienkirche in Lübeck folgte.

„Und soll Ervinus von Steinbach der diß Jahr das Münster zu Straßburg fertig gemacht, den Riß zu dißem (i.e. Thann) auch gemacht haben wie auch zu Freyburg“[13]

Bislang wurde der Wahrheitsgehalt dieses Eintrags des Franziskanermönchs Malachias Tschamser in dessen Chronik von Thann[14] (1724) zum Jahr 1275 angezweifelt und man ging davon aus, dass der Turm das Werk zweier Baumeister ist, deren Namen unbekannt blieben. Im Dezember 2009 wurde jedoch bekannt, dass das Institut für Baugeschichte an der Universität Karlsruhe nach umfassenden Vergleichen aller überlieferter gotischer Risszeichnungen der Münsterbauten in Straßburg, Freiburg, Thann und Breisach den Nachweis erbracht zu haben glaubt, dass Kirchenbaumeister Erwin von Steinbach tatsächlich auch den Turm des Freiburger Münsters entworfen habe.[15]

Blick in den durchbrochenen Turmhelm
Vorderansicht des Münsters
Brotmaße am Turmsockel
Die Turmuhr
Seitenansicht von Norden
Langhausfassade, Detail mit Wasserspeier

Am Fuße des Turms ist der Bau fast quadratisch im Grundriss; die Mauern sind wuchtig und fast ohne Durchbruch. Der Turm wird ungefähr oberhalb des ersten Drittels der Gesamthöhe von der zwölfeckigen Sterngalerie umgeben. Oberhalb der Galerie setzt sich der Turm als Achteck fort. Der achteckige Teil geht über in die sogenannte Laterne, die auch begehbar ist. Auf dieser Höhe ist der Turm bereits vielfach durchbrochen; von dessen acht hohen Spitzbogenfenstern geben vier den Blick nach außen frei. Über der Laterne befindet sich der ebenfalls achteckige, filigrane und vielfach durchbrochene Turmhelm. Die Rippenbögen sind mit Krabben besetzt. Seine Ausdruckskraft gewinnt der Turm durch die architektonisch vollendeten, wie spielerischen Übergänge von der viereckigen über die zwölfeckige zur achteckigen Form in den Turmhelm bis zur Kreuzblume auf der höchsten Spitze. Als Hauptbaumaterial wurde Sandstein verwendet, der im Mittelalter vor allem am Lorettoberg abgebaut wurde.

Es ist der einzige derartige gotische Kirchturm in Deutschland, der noch im Mittelalter vollendet wurde (um 1330) und seitdem fast wie ein Wunder die Zeit überdauert hat, auch den Bombenangriff vom 27. November 1944, der die Häuser in der nächsten Umgebung des Turmes zerstörte. Allerdings wurde das Gebäude durch die Erschütterungen stark in Mitleidenschaft gezogen. Dass auch der filigrane Turmhelm die Erschütterungen überstand, wird auf die in Blei gebetteten Eisenanker zurückgeführt, die als Verbindung der einzelnen Segmente des Turmhelmes dienen.

Am Fuß des Turms, links vom ersten Portalbogen, sind mittelalterliche Maße (Längenmaße, Brotgrößen, Kornmaß und andere) eingemeißelt (13. und 14. Jahrhundert). Das Anbringen an der Kirche sollte diesen Maßen besondere Legitimität verleihen. Eine Inschrift nennt auch die Daten für die beiden Jahrmärkte der Stadt.[16]

Der Turm enthält auch eine große und schöne Turmuhr von Jean-Baptiste Schwilgué aus dem Jahr 1851. Man kann die Uhr im Turm besichtigen. Sie läuft noch, aber treibt nicht mehr den Zeiger am äußeren großen Zifferblatt und schlägt nicht mehr die Glocken. Der Turm enthält auch eine Kontrolluhr von Schwilgué, die im selben Jahr für den Turmwächter installiert wurde.

Kunsthistorisch ist der im Mittelalter vollendete Freiburger Münsterturm als architektonisches Vorbild von großer Bedeutung, da er vor allem im 19. Jahrhundert als Vorlage für eine Vielzahl von neugotischen Turmvollendungen oder neugebauten Kirchtürmen kopiert wurde. Ganz in der Nähe befindet sich der Kirchturm der Mülhausener evangelischen Stephanskirche (97 Meter), errichtet 1859–1866. Der Turm der evangelisch-reformierten Kirche in Warschau (gebaut 1866–1880 von A. A. Loewe) wurde ebenfalls dem Turm des Freiburger Münsters nachempfunden. Dieser diente auch als Vorbild für den Neubau des Turmes der Lambertikirche in Münster (Westfalen), der 1888/89 an Stelle eines baufällig gewordenen älteren Turms errichtet wurde.

Ausstattung[Bearbeiten]

Innenausstattung[Bearbeiten]

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Im Freiburger Münster
Fastentuch im Freiburger Münster
Fenster im Freiburger Münster (Küferfenster im nördlichen Seitenschiff mit Zunftwappen unten)

Die bedeutendsten Stücke sind der Hochaltar von Hans Baldung Grien und ein Altar von Hans Holbein dem Jüngeren in einer der Chorkapellen. Der Hochaltar, gemalt von 1512 bis 1516, ist ein Flügelaltar, der in der Weihnachtszeit vier Weihnachtsbilder mit den Themen Mariä Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Christi und Flucht nach Ägypten zeigt. Die restliche Zeit des Jahres sieht man als Mittelbild die Krönung Mariens, umgeben von den zwölf Aposteln, je sechs auf einem Klappflügel, wobei Petrus und Paulus auf je einem der Flügel deutlich im Vordergrund stehen. Auf die Rückseite, die nur bei einer Besichtigung des Kapellenkranzes zu sehen ist, ist die Kreuzigung Christi gemalt. Hier hat sich Hans Baldung in einem der Knechte selbst porträtiert.

Seit 2003 wird der Chor in der Fastenzeit wieder mit dem Fastentuch von 1612 verhängt, welches den dahinter liegenden Hochaltar verbirgt. Dieses mit 1014×1225 cm größte noch erhaltene derartige Stück in Europa wurde restauriert und mit einem stützenden Stoff versehen. Es wiegt über eine Tonne.

Im Chor befindet sich das vom Bildhauer Johann Christian Wentzinger in den Jahren 1743 bis 1745 geschaffene Grabmal von Franz Christoph von Rodt (1671–1743), einem habsburgischen General und Kommandanten von der Festung Breisach.[17] In den Schrankenanlagen zwischen Binnenchor und Chorumgang finden sich vier Zähringer-Bildplatten von Franz Anton Xaver Hauser in kielbogengerahmten Nischen.[18]

Umstritten ist die Neugestaltung des Altarraumes (Altar, Ambo, Bischofskathedra und Chorgestühl) durch den Münstertäler Künstler Franz Gutmann, die im Dezember 2006 abgeschlossen wurde. Die schlicht gehaltene Umgestaltung, besonders die geplante Entfernung des Annen- und des Dreikönigsaltares und die Stellung des Bischofssitzes, rief teils heftige Proteste bei der Bevölkerung und bei den Gläubigen hervor. Am Sonntag, 10. Dezember 2006, fand durch Erzbischof Robert Zollitsch die Weihe des neuen Altars statt.

Seit November 2009 hängt im Altarraum das älteste Kunstwerk des Münsters, ein spätromanisches monumentales Kreuz, das um 1200 aus Eichenholz gefertigt wurde und mit Silberplatten beschlagen ist. Es ist 2,63 Meter hoch und 1,45 Meter breit und hatte bisher seinen Platz in einer der Chorkapellen. Ursprünglich war das möglicherweise von Herzog Berthold V. gestiftete Kreuz als Triumphkreuz mit Bezug zum Herzogsgrab aufgehängt, worauf Reste einer Aufhängevorrichtung am Kreuz hinweisen.

Kapellenkranz

Um den Hochchor ist ein Kapellenkranz mit elf Kapellen angeordnet, die meist nach den Stifterfamilien benannt sind und teilweise hochrangige Kunstwerke enthalten. Es sind dies: Die Stürtzelkapelle mit einem Taufstein von Joseph Hörr (Becken) und Anton Xaver Hauser (Deckel mit Täufergruppe) nach einem Entwurf oder Modell von Wentzinger (1768),[19] die Universitätskapelle mit den Seitenflügeln eines für die Basler Kartause geschaffenen Altar von Hans Holbein dem Jüngeren (1521), die Lichtenfels-Krozingen-Kapelle mit einem Marienaltar (Verkündigung) von 1615, die Schnewlin-Kapelle mit dem 1515 geschaffenen Schnewlin-Altar von Hans Wydytz (Figurengruppe) und Hans Baldung Grien (Flügel). Die erste und zweite Kaiserkapelle sind am Scheitel des Chores angeordnet; von hier aus kann man die Rückseite des Hochaltars von Hans Baldung sehen, mit einer Kreuzigung, den Stadt- und Universitätspatronen sowie den Münsterpflegern mit dem Schaffner, die den Baubetrieb organisierten und beaufsichtigten. Es schließen sich an die Villinger-Böcklin-Kapelle, die Sotherkapelle mit einem Altar aus der Zeit um das Jahr 1500, die Locherer-Kapelle mit einem Altar von Hans Sixt von Staufen (1521–1524), der eine Schutzmantelmadonna zeigt, und schließlich die Blumenegg-Kapelle.

Fenster

Die Glasfenster stammen aus allen Bauperioden des Münsters. Im romanischen Querschiff sind bunte Glasfenster aus dieser frühen Bauzeit zu sehen (um 1220–1260). Die gotischen Fenster im Langhaus wurden meist von den Handwerkszünften gestiftet, deren Symbole wie Brezel, Stiefel usw. sich darauf wiederfinden (um 1330). Kaiser Maximilian stiftete die so genannten Kaiserfenster im Hochchor. Nach der gotischen Zeit wurden eine Reihe der mittelalterlichen Fenster entfernt, da man – zeitentsprechend – mehr Licht in der Kirche haben wollte. Dadurch sind einige der wertvollen Glasmalereien unwiederbringlich verloren gegangen. Um 1900 hat sich der Glaskünstler Fritz Geiges um den Erhalt und die Restaurierung der Fenster verdient gemacht, allerdings mit – aus heutiger Sicht – zum Teil zweifelhaftem Ergebnis. Neben guten Kopien, die heute teilweise die im Museum befindlichen Originale ersetzen, ergänzte er auch bestehende Fenster oder brachte Teile davon in einen neuen Zusammenhang. Geiges schuf auch neue Fenster im historisierenden Stil seiner Zeit und versah sie mit einer künstlichen Alterung, um verloren gegangene Fenster nachzuahmen. Die Fenster waren während des Zweiten Weltkriegs herausgenommen worden, waren deshalb den Erschütterungen durch den Bombenangriff am 27. November 1944 nicht ausgesetzt und blieben deshalb erhalten.

Die Fenster an der Nordseite des Langhauses
Die Fenster an der Südseite des Langhauses

Aus dem 20. Jahrhundert stammen unter anderem das Westfenster in der Michaelskapelle und die südliche Fensterrosette von Valentin Peter Feuerstein. Der Freiburger Künstler Hans-Günther van Look schuf zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein Fenster, das Edith Stein zeigt, und gestaltete im Rundfenster des südlichen Querschiffes sechs Medaillons mit „Heiligen Frauen“, die mit den Medaillons im gegenüber liegenden „Fenster der Barmherzigkeit“ aus dem Mittelalter korrespondieren.

Lettner

1579 wurde Hans Böringer mit der Erstellung des Renaissancelettners beauftragt, der 1790 entfernt und in den Querschiffen als Musiktribünen wieder aufgebaut wurde. Der Lettner besteht aus geschliffenem feinkörnigem, graugelbem Sandstein.[20]

Portalvorhalle

Renoviert präsentiert sich seit November 2004 die gotische Portalhalle des Westturms in neuem Glanz. Sie zeigt auf dem Tympanon eine Darstellung des Jüngsten Gerichts, die um Szenen aus dem Leben Jesu (Geburt und Passion) erweitert ist. Im Mittelpunkt steht Christus als barmherziger Richter. Die Archivolten zeigen wichtige Figuren des Alten Bundes und weisen so auf die Kontinuität von Altem und Neuem Bund hin. Das Portalgewände ist von einem Marienzyklus besetzt, in dessen Zentrum eine großartige Mariendarstellung auf dem Trumeaupfeiler des Portals steht. Zum reichen Figurenschmuck der Vorhalle gehören auch die Skulpturen der fünf törichten und fünf klugen Jungfrauen, wie sie in mehreren gotischen Kathedralen zu finden sind. Ergänzt werden sie durch eine Darstellung des Fürsten der Welt, der als Versucher dem aus der Kirche hinaustretenden Gläubigen als Mahnung besonders auffallen sollte. Bei der Renovierung und Säuberung der Figuren wurde bewusst der Zustand der vorangegangenen Renovierung aus den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts wieder hergestellt, für die damals der Freiburger Glasmaler und Künstler Fritz Geiges verantwortlich war.

Stadtpatrone

Im Innern und am Außenbau des Freiburger Münsters, aber auch auf dem Münsterplatz sowie in den Museen und Archiven der Stadt befinden sich heute noch zahlreiche Darstellungen der Freiburger Stadtpatrone: St. Georg, Bischof Lambert von Lüttich sowie Katakombenheiliger und Märtyrer Alexander, der Georg ab dem 17. Jahrhundert auf Darstellungen verdrängte.[21] Bemerkenswert ist nicht nur die Vielzahl der Darstellungen als Skulpturen und Goldschmiedearbeiten, auf Gemälden und Glasfenstern, Holzschnitten und Kupferstichen, sondern auch die Tatsache, dass einige Darstellungen von bedeutenden Künstlern geschaffen worden sind, darunter Hans Baldung Grien (St. Georg auf der Rückseite des Hochaltars), Hans Holbein der Jüngere, Gregorius Sickinger und wahrscheinlich auch Wentzinger (Reiterstandbild des hl. Georg auf dem südwestlichen Strebepfeiler an der Chorpartie des Münsters).

Orgeln[Bearbeiten]

Hauptorgel (Marienorgel) des Münsters

Bekannt ist das Freiburger Münster auch wegen seiner Orgelanlage. Die vierteilige Anlage, bestehend aus der Marienorgel im nördlichen Querschiff, der Langschifforgel (Schwalbennestorgel), der Michaelsorgel auf der Empore unter dem Turm (Michaelskapelle) und der Chororgel ist mit 144 Registern auf vier Manualen und Pedal eine der größten Orgeln Deutschlands und der Welt. Die Orgeln stammen von verschiedenen Orgelbauern (Rieger, Marcussen, Späth und Fischer & Krämer) aus den Jahren 1964 bis 1966, teilweise erneuert und umgebaut 1990 und 2001. Ende 2008 wurde die Michaelsorgel durch einen Neubau des Orgelbauers Metzler aus Dietikon bei Zürich ersetzt.

Glocken[Bearbeiten]

Das Münster verfügt über einen Glockenbestand von 19 läutbaren Glocken. Mit einem Tonumfang von über zweieinhalb Oktaven und einem Gesamtgewicht von rund 25 Tonnen gehört das Freiburger Münstergeläut zu den größten Domgeläuten in Deutschland.[22] [23]

Die älteste Glocke unter ihnen ist die Hosanna aus dem Jahr 1258, die darüber hinaus zu den ältesten erhaltenen Glocken in dieser Größe gehört. Sie läutet heute auf Grund von Stiftungen donnerstagabends nach dem Angelus zur Erinnerung an die Todesangst Christi am Ölberg, freitags um elf Uhr zum Gedenken an die Kreuzigung Christi (im Volksmund auch Knöpfleglocke – da war es angeblich Zeit, das Wasser für die Knöpfle, eine Spätzle-Variante, aufzusetzen), samstagabends zum Gebet für die Verstorbenen der Woche und an jedem 27. November, dem Jahrestag der Bombardierung und Zerstörung der Stadt im Jahr 1944. In der Vergangenheit war sie auch die Brand- und Sturmglocke und wurde zur Einberufung einer Gerichtsversammlung geläutet. Die Inschrift der Glocke lautet:

ANNO DOMINI M C C L VII XV KLAS AVGVSUI STRVCTA EST CAMPANA – O REX GLORIE VENI CVM PACE – ME RESONANTE PIA POPVLO SVCVRRE MARIA
(Am 18. Juli 1258 wurde die Glocke gegossen. O König der Herrlichkeit, komm mit Frieden. Während ich ertöne, eile zu Hilfe dem Volk, gütige Maria).

Im Dachreiter über dem Südquerhaus hängt die spätmittelalterliche Taufglocke. Bis 1841/43, fast 600 Jahre lang, war die Hosanna die größte Glocke des Münsters. In diesen Jahren wurde ein neues, dem Zeitgeschmack entsprechendes Geläut von der Glockengießerei Rosenlächer aus Konstanz gegossen. Die zehn Glocken hatten die Töne b0, d1, f1, ges1, a1, b1, des2, d2, f2 und b2. Seitdem wurde die Hosanna nur einzeln geläutet, da sie im Gegensatz zur Stimmung der anderen Glocken einen Viertelton zu tief stand. Das Festgeläute bestand aus den Tönen b0, d1, f1, g1 und b1; die g1-Glocke wurde 1950 hinzugegossen.

Friedrich Wilhelm Schilling goss 1959 in Heidelberg 15 neue Glocken für den Westturm; die Hosanna war zunächst weiterhin als Sologlocke in Gebrauch.

Zwischen 2002 und 2008 wurde der historische Glockenstuhl saniert, dessen älteste Balken von Bäumen stammen, die 1290/91 gefällt wurden. Mit einer Umverteilung der Glocken war die Sanierung abgeschossen. Seitdem kann die Hosanna, deren 750-jähriges Jubiläum 2008 gefeiert wurde, zusammen mit allen übrigen Glocken geläutet werden. Das 1606 gegossene Vesperglöckchen und das Silberglöckchen aus dem 13. Jahrhundert sind nach erfolgreicher Restaurierung ebenfalls im Westturm läutbar aufgehängt worden.

Glockenstuhl
Maria läutet zur Mittagsstunde
Nr.
 
Name
 
Gussjahr
 
Gießer, Gussort
 
Ø
(mm)
Masse
(kg)
Schlagton
(HT-1/16)
1 Christus 1959 Friedrich Wilhelm Schilling,
Heidelberg
 2.133   6.856 g0 0±0
2 Petrus 1.774 3.917 b0 0±0
3 Paulus 1.566 2.644 c1 0±0
4 Maria 1.490 2.290 d1 0±0
5 Hosanna 1258 unbekannt 1.610 ≈3.290 es1 ±0
6 Josef 1959 Friedrich Wilhelm Schilling,
Heidelberg
1.242 1.354 f1 0±0
7 Nikolaus 1.095 958 g1 0±0
8 Johannes 1.081 913 a1 0±0
9 Jakobus 1.022 803 b1 0±0
10 Konrad 903 560 c2 0±0
11 Bernhard 798 381 d2 0±0
12 Lambert und Alexander 670 212 f2 0±0
13 Michael 594 149 g2 0±0
14 Schutzengel 575 130 a2 0±0
15 Odilia 505 112 c3 0±0
16 Magnificat 456 79 d3 0±0
17 Vesperglöckchen 1606 Hans Ulrich Bintzlin, Breisach 510 70 h2
18 Silberglöckchen 13. Jh. unbekannt 352 33 f3
19 Taufglocke 13./14. Jh. unbekannt 550 95 a2

Denkmalpflege[Bearbeiten]

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts blieb der bedrohliche Bauzustand des Freiburger Münsters der Stadt Freiburg und seinen Bürgern nicht verborgen, doch gleichzeitig hatten persönliches Engagement für das Münster und die finanziellen Zuwendungen der Freiburger einen Tiefpunkt erreicht. Eine Gutachterkommission stellte die Schäden 1889 offiziell fest.

Da der damalige Eigentümer des Freiburger Münsters – die Münsterfabrik, eine mittelalterliche Stiftung – die finanziellen Mittel nicht aufbringen konnte, rief Oberbürgermeister Dr. Otto Winterer in einem dringenden Appell die Bürger zu einer Vereinsgründung zur Rettung des Münsters auf. Dem verstärkten Ruf nach kirchlicher Finanzierung und der öffentlichen Hand zur Erhaltung des Bauwerks stellte Dr. Winterer bewusst die Idee eines Fördervereins entgegen.

So wurde 1890 zur Erhaltung des Münsters der Freiburger Münsterbauverein gegründet. Der Verein muss im Jahr mehrere Millionen Euro aufbringen, um das Freiburger Münster zu sichern und zu erhalten. Derzeitige Münsterbaumeisterin ist die Architektin Yvonne Faller. Erster Vorsitzender des Vereins ist der jeweilige Regierungspräsident.

Seit 2011 kommen Steine aus Buntsandstein für die Renovierung aus einem wieder geöffneten Steinbruch in Emmendingen, in der Nähe des ehemaligen Klosters Tennenbach. [24]

Physik im Freiburger Münster: Messingeinlassungen unterhalb der Turmspitze

Physik im Freiburger Münster[Bearbeiten]

Unterhalb des Glockenturms sind im Boden zwei Messingpunkte eingelassen. Der größere befindet sich geometrisch gesehen unmittelbar senkrecht unterhalb der Turmspitze des Glockenturms. Der kleinere Punkt ist der, an dem ein Gegenstand auftreffen würde, wenn man ihn direkt von der Spitze des Turmes fallen lassen würde. Die Diskrepanz (etwa 3,2 Zentimeter) zwischen dem geometrischen Punkt und dem Aufschlagspunkt entsteht durch die Corioliskraft (Ablenkung nach Osten) und die Zentrifugalkraft (Ablenkung nach Süden), die beide von der Erdrotation herrühren.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Standardwerke[Bearbeiten]

  • Freiburger Münsterbauverein (Hrsg.): Yvonne Faller, Heike Mittmann, Stephanie Zumbrink, Wolfgang Stopfel, Das Freiburger Münster. Verlag Schnell und Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-1685-0.
  • Rüdiger Becksmann: Die mittelalterlichen Glasmalereien in Freiburg i. Br. (= Corpus Vitrearum Medii Aevi Deutschland II, 2). Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 2010, ISBN 978-3-87157-226-5.

Kirchenführer[Bearbeiten]

  • Ernst Adam: Das Freiburger Münster. 3. Aufl. Stuttgart 1981
  • Wolfgang Hug: Das Freiburger Münster, Kunst-Geschichte-Glaubenswelt. 4. Aufl. Freiburg 1990
  • Hermann Gombert: Das Münster zu Freiburg im Breisgau. 5. Aufl. Regensburg 1997
  • Heike Mittmann: Das Münster zu Freiburg im Breisgau. Lindenberg 2000
  • Peter Kalchthaler: Freiburg und seine Bauten. Ein kunsthistorischer Stadtrundgang, 4. Aufl. Freiburg 2006
  • Konrad Kunze: Himmel in Stein. Das Freiburger Münster. Vom Sinn mittelalterlicher Kirchenbauten. 13. Auflage, Freiburg 2007

Ältere Gesamtdarstellungen[Bearbeiten]

  • Friedrich Kempf: Das Freiburger Münster. Karlsruhe 1926
  • Wolf Hart: Das Freiburger Münster. 2. Aufl. Freiburg 1999
  • Wolf Hart: Die Skulpturen des Freiburger Münsters. 3. Aufl. Freiburg 1999
  • Wolf Hart: Die künstlerische Ausstattung des Freiburger Münsters. 2. Aufl. Freiburg 1999

Einzelthemen[Bearbeiten]

  • Freiburger Münsterblätter 1-15, Freiburg 1905–1919
  • Münsterblatt. Jahresschrift des Freiburger Münsterbauvereins 1, 1994 ff. (erscheint jährlich)
  • Thomas H. T. Wieners: Selbstrepräsentation auf dem Weg zum Seelenheil. Kirchliche Stiftungen am Beispiel des Freiburger Münsters, in: Sönke Lorenz, Thomas Zotz (Hrsg.): Spätmittelalter am Oberrhein. Alltag, Handwerk und Handel 1350–1525. Aufsatzband, Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart 2001, S. 465–472.
  • Heike Mittmann: Die Glasfenster des Freiburger Münsters. Regensburg 2005
  • Fritz Geiges: Der mittelalterliche Fensterschmuck des Freiburger Münsters. Seine Geschichte, die Ursachen seines Zerfalles und die Maßnahmen seiner Wiederherstellung; zugleich ein Beitrag zur Geschichte des Baues selbst. Freiburg 1931/33. (Digitalisat)
  • Ingeborg Krummer-Schroth: Glasmalereien aus dem Freiburger Münster. Freiburg 1967
  • Volker Osteneck: Die romanischen Bauteile des Freiburger Münsters und ihre stilgeschichtlichen Voraussetzungen. Köln 1973
  • Thomas Flum: Der spätgotische Chor des Freiburger Münsters. Baugeschichte und Baugestalt., Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 2001
  • Heike Köster: Die Wasserspeier am Freiburger Münster. Lindenberg 1997
  • Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (Hrsg.): Die Turmvorhalle des Freiburger Münsters – Untersuchung und Konservierung der Polychromie. Stuttgart 2004
  • Sibylle Groß: Die Schrein- und Flügelgemälde des Schnewlin-Altares im Freiburger Münster. Studien zur Baldung-Werkstatt und zu Hans Leu d. J. In: Zeitschrift des Deutschen Vereins für Kunstwissenschaft 45, 1991, S. 88–130
  • Hans Georg Wehrens: Die Stadtpatrone von Freiburg im Breisgau. Freiburg 2007
  • Domkapitel und Dompfarrei Freiburg (Hrsg.): Identität im Wandel – Die Neugestaltung des Altarraums im Münster Unserer Lieben Frau zu Freiburg. Lindenberg 2007
  • Kurt Kramer: Die Hosanna und das Geläut des Freiburger Münsters. Geschichte und Geschichten. Kevelaer 2008
  • Markus Aronica: Vom Teufelchen zum Weltenrichter – Eine Einführung in das Bildprogramm der Portalhalle im Freiburger Münsterturm. Freiburg 2004
  • Wolfgang Hug: Schöne Frauen des Freiburger Münsters. Freiburg 2004
  • Rolf-Dieter Blumer, Daniela Straub, Dagmar Zimdars: Restauriert und aufgehängt. Das Freiburger Böcklinkreuz. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 39. Jg. 2010, Heft 2, S. 67–72 (PDF)
  • Rüdiger Becksmann: Zur Sicherung und Restaurierung der mittelalterlichen Glasmalereien im Freiburger Münster. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 9. Jg. 1980, Heft 1, S. 1-6. (PDF)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der schönste Turm auf Erden. In: Badische Zeitung, 10. März 2005, Seite 17
  2. Stadtverwaltung Freiburg: Ein Projekt des Freiburger Sozial- und Jugendamtes: „Chronik der Freiburger Nachkriegsnot“
  3. Münsterbauverein Freiburg: Geschichte des Münsterbaus: Das Erbe bewahren
  4. Heiko Haumann, Dagmar Rübsam, Thomas Schnabel und Gerd R. Ueberschär: Hakenkreuz über dem Rathaus. Von der Auflösung der Weimarer Republik bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs (1930–1945); in: Geschichte der Stadt Freiburg. Band 3: Von der Badischen Herrschaft bis zur Gegenwart, S. 365
  5. P. P. Albert: Urkunden und Regesten zur Geschichte des Freiburger Münsters. In: Freiburger Münsterblätter 5 (1909), S. 31, Nr. 155.
  6. Stadtarchiv Freiburg, Missiven 4, Lage 7, fol. IV., nach Thomas Flum: Der spätgotische Chor des Freiburger Münsters. Baugeschichte und Baugestalt, Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft Berlin 2001, S. 165.
  7. Münsterrechnungen, nach Thomas Flum: Der spätgotische Chor des Freiburger Münsters. Baugeschichte und Baugestalt, Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft Berlin 2001, S. 142.
  8. Henrich Schreiber: Das Münster zu Freiburg (Denkmale deutscher Baukunst des Mittelalters am Oberrhein. Band 2,2), Beilagen S. 22 Online (UB Heidelberg)
  9. Yvonne Faller, 5. Dezember 1513, Der neue Münsterchor wird geweiht, Vortrag in der Universität Freiburg am 4. März 2013 in der Vortragsreihe Auf Jahr und Tag, Freiburgs Geschichte im Mittelalter, 2013.
  10. Peter Kalchthaler: Kleine Freiburger Stadtgeschichte. Friedrich Pustet, Regensburg 2006
  11. Yvonne Faller, 5. Dezember 1513, Der neue Münsterchor wird eingeweiht, in der Vortragsreihe Auf Jahr und Tag, Freiburgs Geschichte im Mittelalter, 2013
  12. Frank Zimmermann: Die Kehrseite des Zettels. In: Badische Zeitung, Magazin III, 12. Dezember 2009
  13. Annales oder Jahresgeschichten der Baarfüseren zu Thann etc. durch Malachias Tschamser 1724. Kolmar 1864. Die ältere baugeschichtliche Literatur hatte aus dieser Notiz und formalen Vergleichen bereits den Schluss gezogen, Erwin sei der Freiburger Turmbaumeister, namentlich Friedrich Adler: Das Münster zu Freiburg i.Br.. In: Deutsche Bauzeitung 1881, S. 542-543. Online (PDF; 130,6 MB). Demgegenüber meinte Karl Schuster (Über die Beziehungen Erwin von Steinbachs zum Freiburger Münster. In: Friburger Münsterblätter 5 (1909), S. 52 Online), "dass die Tätigkeit des Meisters am Freiburger Münsterturm zwar nicht völlig unmöglich, aber sehr unwahrscheinlich ist."
  14. Wissenschaftler lüften das Münsterturm-Geheimnis. In: Badische Zeitung, 3. Dezember 2009. Die Autorschaft Erwins ist in der Forschung bislang nicht allgemein akzeptiert worden, vgl. den Bericht über die Tagung zum Freiburger Münsterturm: Volker Bauermeister: Der Hochgelobte. Ein „Weltwunder“ als Objekt der Forschung: Die große Tagung zum Freiburger Münsterturm. In: Badische Zeitung, 13. September 2010.
  15. Text der Jahrmarkt-Inschrift am südlichen Strebepfeiler der Turmvorhalle: ein iarmerkt wirdet den nechsten mentag und zinstag nach sanct Niclaus kilwi • Und der ander uf den nechsten zinstag und mitwochen nach aller heiligen tag und bed iarmerkt ein tag vor und ein nach gevriet. Zur weitere Bedeutung siehe Dr. Hermann Flamm: Die Jahrmarkt-Inschrift in der Turmvorhalle des Freiburger Münsters. In: Freiburger Münsterblätter. 6. Jahrgang 1910, S. 50 ff.
  16. Rudolf ReinhardtMaximilian Christoph v. Rodt. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 16, Duncker & Humblot, Berlin 1990, ISBN 3-428-00197-4, S. 506 f. (Digitalisat).
  17. Karl Schmid; Hans Schadek: Die Zähringer, Bd. 2, Anstoß und Wirkung., Thorbecke, Sigmaringen 1986, ISBN 3-7995-7041-1, S. 219
  18. Karl Schuster: Zur Baugeschichte des Freiburger Münsters im 18. Jahrhundert. in: Münsterbau-Verein (Hrsg.): Freiburger Münsterblätter: Halbjahrsschrift für die Geschichte und Kunst des Freiburger Münsters 5, Freiburg im Breisgau 1909, S. 7 f.
  19. Kempf, Friedrich; Schuster, Karl: Das Freiburger Muenster: ein Führer für Einheimische und Fremde abgerufen am 16. Januar 2013
  20. Peter Kalchthaler: Die Stadtpatrone: St. Georg, St. Lambert, St. Alexander, freiburgermuenster.info, abgerufen am 22. Juni 2013
  21. Kurt Kramer: Die Glocke und ihr Geläute. 3. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 1990, S. 51.
  22. Kurt Kramer u. a.: Die deutschen Glockenlandschaften. Baden-Hohenzollern. Deutscher Kunstverlag, München, S. 46.
  23. Emmendingen: Steine aus Tennenbach fürs Münster - badische-zeitung.de. Abgerufen am 21. April 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Freiburger Münster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


47.9955555555567.8522222222222Koordinaten: 47° 59′ 44″ N, 7° 51′ 8″ O