Aachener Dom

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Aachener Dom*
UNESCO-Welterbe
UNESCO-Welterbe-Emblem

Aachen Cathedral North View at Evening.jpg
Aachener Dom, Nordfassade, Blick vom Rathaus über den Katschhof, rechts die Aachener Domsingschule
Staatsgebiet: DeutschlandDeutschland Deutschland
Typ: Kultur
Kriterien: (i)(ii)(iv)(vi)
Referenz-Nr.: 3
Region: ª Europa
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1978  (Sitzung 2)

* Der Name ist auf der Welterbe-Liste aufgeführt.
ª Die Region ist von der UNESCO klassifiziert.

Der Aachener Dom, auch Aachener Münster oder Aachener Kaiserdom, ist die Bischofskirche des Bistums Aachen. Patronin der Kathedrale ist die Gottesmutter Maria. Der heutige Dom besteht aus mehreren Teilbauten: Das karolingische Oktogon, ehemals die Pfalzkapelle der Aachener Königspfalz, ist das weltweit bedeutsamste architektonische Beispiel für die karolingische Renaissance. Karl der Große ließ den Zentralbau gegen Ende des achten Jahrhunderts als Kern seiner Pfalzanlage errichten; die Grundsteinlegung erfolgte 796.[1][2] Er ist umgeben von mehreren Anbauten aus späterer Zeit, darunter die gotische Chorhalle im Osten, das Westwerk und der vielgestaltige Kapellenkranz.

Architektur und Baugeschichte[Bearbeiten]

Westansicht mit Blick auf den Domhof

Westwerk[Bearbeiten]

Das Westwerk des Domes ist karolingischen Ursprunges, davon erhalten sind die beiden seitlichen Treppentürme. Sie flankieren das eigentliche Westwerk. Es handelt sich um einen doppelgeschossigen Bau, der im Untergeschoss mit einem Tonnengewölbe versehen und durch eine Vorhalle aus dem 18. Jahrhundert nach Westen abgeschlossen ist. Dem Westwerk vorgelagert war in karolingischer Zeit ein Atrium in Form eines von beiden Seiten durch Bogengänge umschlossenen Innenhofs.[3] Die heute an der Stelle der Arkadenbauten befindlichen Räumlichkeiten deuten diese Struktur noch heute an. Sie dienen u. a. als Wohnungen der residierenden Domherren und lassen den Besucher die vormalige Gestalt erahnen.

Die in der Vorhalle angebrachten bronzenen Torflügel, die gemeinsam die 43 Zentner schwere sogenannte Wolfstür (vgl. hierzu die Aachener Dombausage), das Hauptportal der Domkirche, bilden, wurden um 800 in Aachen gegossen und befanden sich bis zum Jahr 1788 zwischen Westwerk und Oktogon im Sechszehneck. 1924 wurde das Portal restauriert.[4] Jeder der Flügel ist in acht Rechtecke eingeteilt – eine Zahl, die im Christentum als Hinweis auf den Sonntag, den Tag der Auferstehung Jesu Christi, und damit – ähnlich der Zwölf – auf die Vollkommenheit, eine religiös-symbolische Bedeutung hat und sich immer wieder in den Maßen der Pfalzkapelle finden lässt. Diese Felder werden von Zierleisten umrahmt, die aus eiförmigen Ornamenten bestehen. Das Ei galt seit der Antike als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit. In christlicher Interpretation wird damit wiederum auf das Ewige Leben verwiesen. Die Türzieher in Gestalt von Löwenköpfen sind umkränzt von 24, sprich zweimal zwölf oder dreimal acht Akanthus-Blättern – erneut ein in der Tiefe theologisch zu verstehendes Zahlenspiel. Die schlichte Schönheit in der Gestaltung der Wolfstür nach dem Vorbild antiker römischer Tempelportale deutet bereits den Anspruch Karls des Großen an, in Aachen ein neues Rom mit der Pfalzkapelle als dessen unverwechselbarem Repräsentationsbau entstehen zu lassen.[5]

In der Vorhalle findet sich die in Bronzeguss gefertigte Plastik einer Wölfin oder nach anderer Auffassung einer Bärin, die nach der herrschenden Ansicht aus der römischen Spätantike stammt. Jüngste Forschungen datieren sie als Teil einer Jagdgruppe sogar in das dritte vorchristliche Jahrhundert.[6] Als Wölfin interpretiert bringt das Werk, das als Vorlage für die Löwenköpfe der Wolfstür gelten kann, erneut Karls Anspruch der Schaffung eines neuen römischen Reiches äußerst greifbar zur Anschauung: Die unverkennbare Anleihe an die Sage von Romulus und Remus als mythischem Gründerpaar Roms würde die Kontinuität des karolingischen Imperiums zum alten Weltreich und die Legitimität seiner Neuerrichtung herausstellen.[7]

Dieser gegenüber ist ein gleichfalls bronzener, samt Sockel 91 cm hoher, mit 129 hohlen, durchbohrten Schuppen versehener Pinienzapfen aufgestellt; seine Datierung ist umstritten und reicht vom dritten bis ins zehnte nachchristliche Jahrhundert. Sein eindeutig als ottonisch eingeordneter Sockel ist neben vier noch in Teilen vorhandenen Wasserträger-Plastiken mit einer in leoninischem Hexameter verfassten Inschrift versehen, welche auf die mesopotamischen Flüsse Euphrat und Tigris Bezug nimmt. Nach teilweise vertretener Ansicht soll der Pinienzapfen ursprünglich als Wasserspeier eines Springbrunnens gedient haben, der in karolingischer Zeit im dem Westwerk vorgelagerten Atrium der Pfalzkapelle aufgestellt gewesen sein soll.[8] Eine bewusst gewählte Reminiszenz an den im Atrium der alten Petersbasilika, mithin der Mutterkirche der Christenheit, aufgestellten Springbrunnen, der von einem zwei Meter hohen Pinienzapfen bekrönt wurde, ist denkbar. Die Pinie mit ihren verschwenderisch vielen Zapfen und den darin enthaltenen unzähligen Samen stand in der Antike als Fruchtbarkeitssymbol für Gesundheit, Stärke und Leben, in christlicher Tradition dann für den Lebensbaum. Damit wäre die Aussage eine politische und kirchenpolitische: Das Reich, in dem Karl mit dem Segen der Kirche regierte, sollte grenzenlose Fruchtbarkeit mit sich bringen. Der Dombausage zufolge symbolisiert der Pinienzapfen die der Wölfin geraubte Seele.[9]

Glockenturm

Das Obergeschoss zeichnet sich durch eine außergewöhnlich aufwendig gemauerte Westwand aus. Im Innenraum bildet sie eine Wölbung nach außen, während sich die Außenseite mit einer Wölbung nach innen formt, so dass von einer konvex-konkaver Wölbung der karolingischen Westwand gesprochen werden kann. Vom Atrium her gesehen war die karolingische Westfassade daher bis zum Anbau der Vorhalle im 18. Jahrhundert besonders repräsentativ: Eine große, halbrund abgeschlossene Wandnische im westlichen Obergeschoss korrespondierte mit dem Halbrund des Tonnengewölbes im Untergeschoss.

Die Westwand wird heute durch ein großes Westfenster durchbrochen. Die Rahmengröße des Fensters stammt aus der Gotik und ersetzt ein wesentlich kleineres Fenster aus karolingischer Zeit, ursprünglich vermutlich mit einer eingestellten Säule in Form eines rundbogigen Biforium gegliedert. Das heutige Fenster wurde 1956 von Ewald Mataré entworfen. Der Entwurf Matarés nimmt abstrahierend die Gliederung der karolingischen Bronzegitter im Inneren des Domes auf. Bronze und unbearbeitete Bergkristalle bilden das eigentliche Fenster.

Die Funktion des Westwerkes im Obergeschoss ist bislang nicht eindeutig geklärt. Das lange dem Marienstift vorbehaltene Taufrecht in Aachen wurde an einem Taufstein, der sich hinter dem Marmorthron befand, bis gegen Ende des Ancien Régime wahrgenommen.[10] Möglicherweise war der Raum in diese Zeremonie involviert. Ferner befindet sich auch heute noch in der Westwand unterhalb des großen Westfensters eine Fenestella (kleines Fenster), durch das eine Sichtverbindung zum unten liegenden Platz, dem ehemaligen Atrium, ermöglicht wurde.[11] Sicher ist, dass zu diesem Raum an seiner nördlichen Wand der Karolingische Gang führte, der die Aula Regia (Königshalle) im Norden der Königspfalz mit der Kirche verband.

Der untere tonnengewölbte Raum im Westen diente möglicherweise nach dem Tod Karls des Großen am 28. Januar 814 und seiner Bestattung im Proserpina-Sarkophag als dessen Grablege.

Die über diesem Raum liegenden Stockwerke des Westwerks wurden in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts sowie im 17. Jahrhundert umgestaltet und der hohe Turmabschluss zwischen 1879 und 1884 fertiggestellt.

Oktogon (Pfalzkapelle)[Bearbeiten]

Baugeschichte und Gestaltung[Bearbeiten]

Oktogon, Südansicht
Blick in das Oktogon

Das im Zentrum des Doms gelegene karolingische Oktogon wurde zwischen 796 und 805 nach byzantinischen Vorbildern (San Vitale in Ravenna, Kirche der Heiligen Sergios und Bakchos in Konstantinopel) als Kapelle der Aachener Kaiserpfalz errichtet.[12] Überlieferter Baumeister war der Franke Odo von Metz. Die Pfalzkapelle Kaiser Karls des Großen war der erste nachantike Kuppelbau nördlich der Alpen und blieb über 200 Jahre lang in der Höhe und Gewölbeweite unübertroffen.

Die Pfalzkapelle besteht aus einem hohen, achteckigen Raum mit einem niedrigeren zweigeschossigen Umgang. Das innere Oktogon wird durch starke Pfeiler gebildet, auf welchen ein aus acht gekrümmten Flächen (Wangen) bestehendes, den Mittelraum überdeckendes Klostergewölbe liegt. Um dieses innere Oktogon herum läuft ein 16-seitiger, mit niedrigen Kreuzgratgewölben versehener Umgang, über dem sich, die Empore bildend, eine hohe Galerie befindet. Dieses Obergeschoss wird als Hochmünster bezeichnet. Die Rundbogenöffnungen des Untergeschosses sind nur etwa halb so hoch wie die des Hochmünsters, wodurch das Untergeschoss wuchtig und gedrungen wirkt. Unter- und Obergeschoss sind durch ein kräftig ausladendes Gesims voneinander abgesetzt. Hauptaltar und Kaiserthron befinden sich im oberen Umgang der Pfalzkapelle. Dieser Bereich ist durch einen Verbindungsgang mit dem Palast verbunden. Überdeckt wird der achteckige Raum von einem schräg liegenden Tonnengewölbe. Über den Galeriebögen erhebt sich ein achteckiger Tambour mit Fensteröffnungen, auf welchem das Kuppelgewölbe ruht.

Die oberen Galerieöffnungen werden durch bronzene karolingische Säulengitter geschmückt. Diese Säulen sind antik und stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus St. Gereon in Köln.[13] Karl der Große ließ weitere Spolien der Überlieferung nach am Ende des 8. Jahrhunderts aus Rom und Ravenna nach Aachen schaffen. 1794 wurden sie während der französischen Besetzung des Rheinlands ausgebrochen und nach Paris geschafft – sie konnten 1815 bis auf die im Louvre verbliebenen Stücke nach Aachen zurückgeholt werden. In den 1840er Jahren wurden sie wieder an ihrem ursprünglichen Ort eingebaut, acht fehlende Säulen wurden auf Weisung des preußischen Königs Friedrich Wilhelms IV. in der Zeit von 1844 bis 1847 durch den Berliner Steinmetzbetrieb C. G. Cantian aus Oderberger Granit neu hergestellt. Die im oberen Stockwerk in den Seitenwänden des Oktogons zwischen den Säulen vorhandenen rundbogenförmigen Öffnungen, hinter denen sich ein Rundgang befindet, sind mit einem etwa einem Meter hohen Geländer aus karolingischen Bronzegittern abgesichert. Diese Bronzegitter waren vor 1200 Jahren in einem komplizierten Gussverfahren nach römischen Vorbildern in einem Stück gegossen worden. Das ursprüngliche, vielleicht schon um 800 ausgeführte und aus mittelalterlichen Quellen stammende Motiv des Kuppelmosaiks mit Christus als dem triumphierenden Weltenherrscher (Pantokrator), umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten, dem die 24 Ältesten aus der Apokalypse des Johannes ihre Kronen darbringen, wurde in den Jahren 1880/81 im Stil des Neobyzantinismus nach Entwürfen des belgischen Architekten Jean-Baptiste de Béthune von der venezianischen Werkstatt Antonio Salviati neu geschaffen. Spätestens hier wird deutlich: Die Pfalzkapelle dient als Abbild des Himmlischen Jerusalems. Die Außenwände des in Bruchstein gefertigten karolingischen Oktogons sind weitestgehend ungegliedert und ohne weiteren Bauschmuck. Lediglich die Pfeilervorsprünge an der Kuppel sind von antikisierenden Kapitellen gekrönt. Oberhalb des karolingischen Mauerwerks befindet sich eine romanische Blendbogenreihe, darüber spätromanische Giebel. Gekrönt wird das Oktogon durch die eigentümliche barocke Dachhaube.

Beim Bau der Pfalzkapelle wurden über 20 verschiedenen Gesteinsarten verwendet, darunter u. a. im unteren Oktogonbereich verschiedene lokal abgebaute Grauwacken, Aachener Blaustein, Herzogenrather Sandstein sowie vornehmlich Travertin im oberen Bauabschnitt. Auch fand Trachyt vom Drachenfels als Baumaterial Verwendung, der noch 450 Jahre später beim Bau des Kölner Doms eingesetzt wurde. Der Aachener Dom war nach neuesten Forschungsergebnissen des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege während der Zeit Karls des Großen rot verputzt. Durch die Beigabe von rotem Ziegelsplittmehl in den Mörtel wurde dessen Haltbarkeit erhöht. Daneben war die Farbe möglicherweise ein Hinweis auf die kaiserliche Bedeutung des Bauwerks.[14]

Das Oktogon ist sowohl im unteren Umgang als auch im Hochmünster mit aufwendig gestalteten, nach Entwürfen Hermann Schapers von der Glasmosaikgesellschaft Puhl & Wagner in den Jahren von 1896 bis 1902 ausgeführten Mosaiken sowie einer üppigen, an den Arkadenbögen zweifarbig gehaltenen Marmorverkleidung ausgestattet. Zuerst entstanden die Mosaiken im Oktogon, später der kostbare Marmorfußboden, 1907 bis 1911 schließlich der Mosaik- und Marmorschmuck der Umgänge.[15] In den Mosaikdarstellungen finden sich sowohl biblische als auch historische und seinerzeit gegenwartspolitische Motive, wie z. B. ein Bildnis Otto von Bismarcks.[16] Die kostbaren im Umgang aufgehängten Alabasterlampen datieren gleichfalls aus der Zeit um 1900 und sind heute noch regelmäßig in Betrieb.

Geometrie der Pfalzkapelle[Bearbeiten]

Die Frage, welches geometrische Konzept und Basismaß dem Aufbau der Kapelle zu Grunde liegen, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Studien früherer Dombaumeister gingen zumeist von den Einheiten Drusianischer Fuß oder Römischer Fuß aus. Diese Maße erfordern komplexe Theorien, um die tatsächlichen Abmessungen zu erklären.[17] Die Bauforscherin Ulrike Heckner legte 2012 eine Theorie vor, die auf einem neuen bislang unbekannten Grundmaß von 32,24 cm beruht, dem sogenannten karolingischen Fuß, auf den sich alle geometrischen Verhältnisse der Pfalzkapelle zurückführen lassen sollen. In Anlehnung an den ähnlich großen Pariser Königsfuß wird dieses Maß als „Aachener Königsfuß“ bezeichnet.[18] Nach dieser Deutung hat neben der Acht als eine auf den achten Tag, also den Sonntag als Gedenktag der Auferstehung Jesu Christi, und damit auf das Ewige Leben verweisende Chiffre die Zehn als Zeichen der Vollkommenheit in die architektonischen Symbolik der Pfalzkapelle Einzug erhalten: Ihr Durchmesser misst zusammen mit ihrem Umfang zehn mal zehn, demnach einhundert karolingische Fuß; Gleiches gilt für die Höhe (ohne Umfang).[19]

Chorhalle[Bearbeiten]

Aachen Kaiserdom Chor 1.JPG AachenerDomApsis.jpg
Chorhalle, Glashaus von Aachen

Östlich an das Oktogon wurde auf Initiative des Marienstiftes und des Aachener Bürgermeisters Gerhard Chorus zwischen 1355 und 1414 die gotische, aufgrund ihrer großartigen Bleiglasfenster Glashaus von Aachen genannte Chorhalle[20][21] angebaut. Zuvor musste dort der karolingische Vorgängerbau, ein rechteckiger Chor, niedergelegt werden.

Der gotische Chor misst 25 m in der Länge, ist 13 m breit und 32 m hoch. Seine Außenwand ist weitestgehend in Fenster aufgelöst, die mit einer Höhe von 25,5 m als die höchsten gotischen Fenster in ganz Europa gelten. Die mehr als 1.000 Quadratmeter Glasfläche waren als gleichsam gläserner Reliquienschrein für die im Marienschrein aufbewahrten Aachener Heiligtümer und die Gebeine Karls des Großen, welche im Karlsschrein aufbewahrt werden, konzipiert. Die Architektur orientiert sich am Vorbild der Sainte-Chapelle in Paris, ebenfalls ein Aufbewahrungsort wichtiger Reliquien und königliche Palastkapelle. Zur Sicherung der Gewölbe der Aachener Chorhalle wurden bereits während der Bauzeit eiserne Zuganker eingebaut, um den Seitenschub auf das schmale Tragwerk zu reduzieren und dazwischen möglichst viel Fensterfläche zu belassen. Nachdem die mittelalterlichen Bleiglasfenster durch Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs nahezu vollständig zerstört wurden, erfolgte in den Jahren von 1949 bis 1951 unter Walter Benner und Anton Wendling eine durch zahlreiche öffentliche und private Spenden finanzierte umfassende Wiederherstellung.

Ein weiteres besonderes Kunstwerk stellt die in der Chorhalle angebrachte Strahlenkranzmadonna aus dem Jahre 1524 dar. Sie wurde von dem bedeutenden Maastrichter Bildschnitzer Jan van Steffeswert gefertigt.[22] Die doppelseitige Madonna mit Kind ist mit einem später hinzugegebenen Strahlen- und Wolkenkranz umgeben.[23]

An der Südseite des ersten Chorjoches angebracht findet sich der einzigartige Ambo Heinrichs II. aus dem beginnenden elften Jahrhundert.

In den Boden der Chorhalle ist das Grab Kaiser Ottos III. eingelassen, der an Ostern des Jahres 1002 in der damaligen Aachener Stifts- und Krönungskirche St. Marien, dem heutigen Aachener Dom, beigesetzt wurde.

Seitenkapellen[Bearbeiten]

Rings um das Oktogon scharen sich mehrere Seitenkapellen, die im Laufe der Jahrhunderte angebaut wurden, da die alte Pfalzkapelle die zunehmenden Pilgerströme aus ganz Europa insbesondere während der alle sieben Jahre stattfindenden Aachener Heiligtumsfahrt nicht mehr zu fassen vermochte. Die einzelnen Kapellen im Uhrzeigersinn:

  • Im Südosten liegt die Matthiaskapelle, die zeitgleich mit der daneben liegenden Chorhalle errichtet wurde.
  • Südlich der Matthiaskapelle schließt sich die gotische Annakapelle an. Sie war im Untergeschoss ursprünglich die Vorhalle zu einem Domportal, jedoch wurden die Wände später verschlossen und der Raum als Kapelle genutzt.
  • Südlich des Westwerks liegt die Ungarnkapelle, ursprünglich ebenfalls eine gotische Seitenkapelle, wurde sie im 18. Jahrhundert nach Plänen des italienischen Architekten Joseph Moretti in barocken Formen neu errichtet. Heute dient sie als Sakraments- und Andachtskapelle.
  • Nördlich des Westwerks schließt sich die Nikolaus- und Michaeliskapelle aus dem 15. Jahrhundert mit ihrem neubarockem Altaraufsatz im Chorraum, im 20. Jahrhundert von Joseph Buchkremer gestaltet, an. Sie ist der ehemalige Begräbnisort der Stiftsherren des Aachener Münsters.
  • Nordöstlich wurde die Karls- und Hubertuskapelle an das Oktogon angebaut.
  • Daneben befinden sich die Allerseelenkapelle und die Allerheiligenkapelle, die 1955 im karolingischen Gewölbe als Gruftkapelle für verstorbene Bischöfe und Weihbischöfe von Aachen eingerichtet wurde.
  • Weitere zum Domkomplex gehörige Kapellen befinden sich im Kreuzgang und am Domvorhof (Taufkapellen).

Ausstattung[Bearbeiten]

Karlsthron
Ambo Heinrichs II.
Pala d'Oro
Barbarossaleuchter
Karlsschrein
Marienschrein

Mittelalterliche Ausstattungsstücke[Bearbeiten]

Der Aachener Dom beherbergt eine in ihrer Originalität und kunstgeschichtlichen wie liturgischen Bedeutung exemplarische Zusammenstellung mittelalterlicher Kunstgegenstände aus der karolingischen über die ottonische bis hin zur staufischen Epoche.

Thron Karls des Großen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Aachener Königsthron

Im westlichen Galeriejoch, im Obergeschoss gegenüber dem Chor, steht der Aachener Königsthron, der in den vergangenen Jahrzehnten Gegenstand neuerer Untersuchungen war. Der ursprünglich karolingische Thron ist ein schlichter Marmorsessel, der aus Spolien aus der Grabeskirche in Jerusalem besteht. Das Aussehen und der Standort des Thrones wurden im Laufe der Jahrhunderte nicht verändert. Zwischen 936 und 1531 haben 30 deutsche Könige nach ihrer Salbung und Krönung am Hauptaltar diesen Thron bestiegen.

Ambo Heinrichs II. („Heinrichskanzel“)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ambo Heinrichs II.

Zwischen den Jahren 1002 und 1014 ließ Heinrich II. im östlichen Umgang einen Ambo errichten[24], der zu den prunkvollsten Kunstschätzen der Ottonischen Kunst gehört. Die Inschriften am oberen und unteren Rand weisen eindeutig auf eine Stiftung durch Heinrich II. hin, der als REX PIUS HEINRICUS tituliert wird. Die Kanzel besteht aus einem Eichenholzgrund und ist über und über mit Filigranarbeiten, Edelsteinen, mit mehreren kostbaren Gefäßen aus der Antike, achatenen Schachfiguren und vier getriebenen Kupferreliefs mit Evangelistenendarstellungen sowie sechs Elfenbeinreliefs des sechsten nachchristlichen Jahrhunderts geschmückt. Nach Vollendung der Chorhalle im Jahre 1414 wurde der Ambo aus dem Oktogon an die heutige Stelle, der Südseite des ersten Chorjoches versetzt.[23] Der hölzerne Treppenaufgang entstand 1782. In den Jahren 1816/17 und 1926–1937 wurde der Ambo umfassend restauriert. Zu hohen Feierlichkeiten ist er bis zum heutigen Tage in liturgischem Gebrauch.

Pala d’Oro[Bearbeiten]

Eine goldene Altartafel, die um 1020 vermutlich in Fulda[25] entstandene Pala d’Oro[26] bildet heute das Antependium des Hauptaltars. Sie besteht aus 17 Einzeltafeln mit Reliefs aus getriebenem Goldblech. In der Mitte thront Christus als Erlöser in der Mandorla, begleitet von Maria und dem Erzengel Michael. Vier Rundmedaillons mit den Evangelistensymbolen bilden die Verbindung zu den zwölf Relieftafeln mit Darstellungen aus der Leidensgeschichte Jesu Christi. Sie beginnt mit dem Einzug in Jerusalem und endet mit der Begegnung der Frauen mit dem Auferstandenen vor dem leeren Grab am Ostermorgen; die Darstellungen werden wie in einem Buch von links nach rechts gelesen.

Stilistisch ist die Pala d’Oro nicht einheitlich gearbeitet. Die ersten fünf Reliefs stammen vermutlich von einem im Rheinland geschulten Goldschmied und zeichnen sich durch eine auffallende Erzählfreudigkeit aus. Vermutlich gehen sie auf eine Stiftung Kaiser Ottos III. zurück. Die übrigen, gemeinsam mit der Mittelgruppe von Christus, Maria und Michael, lehnen sich an byzantinische und spätkarolingische Vorbilder an und wurden offensichtlich erst unter Ottos Nachfolger, Kaiser Heinrich II., der zugleich den Ambo Heinrichs II. stiftete, hinzugefügt.[27]

Wahrscheinlich bildete die goldene Altartafel im späten 15. Jahrhundert zusammen mit den zwölf Apostelreliefs des Aachener Domschatzes sowie Altartafeln mit Szenen des Marienlebens eine große Altaranlage, die erst 1794, als die französischen Revolutionstruppen sich Aachen näherten, abgebaut wurde.[27]

Die Pala d’Oro scheint gleichsam die Vorgängerin für die vielen mittelalterlichen und spätmittelalterlichen, in Schnitzkunst oder Malereien gestalteten Altäre zu sein, die dazu bestimmt waren, den des Lesens und Schreibens unkundigen Gläubigen die Heilsgeschichte bildhaft zu vermitteln.[27]

Barbarossaleuchter[Bearbeiten]

Hauptartikel: Barbarossaleuchter

Der Barbarossaleuchter, ein Radleuchter von über vier Metern Durchmesser, hängt etwa vier Meter über dem Boden vom Gewölbe des Domes herab. Das Kunstwerk, welches mit seinem Kranz und den 16 turmartigen Laternen die Stadtmauer des Himmlischen Jerusalems symbolisiert, ist eine Stiftung (um 1165) Kaiser Friedrich I. und seiner Frau Beatrix von Burgund. Die 48 Kerzen des Leuchters werden zu den Hochfesten und anderen besonderen Feierlichkeiten angezündet.

Karlsschrein[Bearbeiten]

Hauptartikel: Karlsschrein

Der in Form einer einschiffigen Basilika gefertigte Karlsschrein wurde von König Friedrich II. in Auftrag gegeben und im Jahre 1215 von Aachener Goldschmieden fertiggestellt, nachdem Friedrich I., Großvater von Friedrich II., im Jahre 1165, dem Jahr der Heiligsprechung Karls des Großen, dessen Gebeine aus seinem Grab in der Aachener Pfalzkapelle zur feierlichen Verehrung erhoben hatte. Friedrich II. vollzog persönlich die Überführung der Gebeine und das Schließen des Schreins am 27. Juli 1215, dem ersten Jahrestag der Schlacht von Bouvines, welche die Entscheidung im deutschen Thronstreit brachte. Zwei Tage zuvor war er erneut und endgültig in Aachen zum römisch-deutschen König gekrönt worden. Der bemerkenswert reiche, in Reliefarbeit gestaltete Figurenschmuck zeigt an der Stirnseite des Schreins Christus, Karl den Großen, Papst Leo III., Erzbischof Turpin von Reims und auf der rückwärtigen Stirnseite die Patronin des Aachener Marienstiftes, die Gottesmutter mit dem Jesuskind, sowie an den Längsseiten anstelle von üblicherweise zu erwartenden Apostel- und Heiligendarstellungen je acht Könige des Heiligen Römischen Reiches als Nachfahren Karls des Großen, von seinem Sohn Ludwig dem Frommen angefangen bis hin zu Friedrich II. Damit wird der imperiale Herrschaftsanspruch des staufischen Kaisertums auf eindrucksvolle Weise zum Ausdruck gebracht. Der Karlsschrein stellt ein Meisterwerk der maasländischen Goldschmiedekunst dar.[28]

Marienschrein[Bearbeiten]

Hauptartikel: Marienschrein

Auch der 1239 vollendete Marienschrein wurde in Aachen gefertigt und zählt ebenfalls in der Tradition rhein-maasländischer Goldschmiedearbeiten des Mittelalters stehend zu den bedeutendsten Reliquienschreinen überhaupt. Um das Jahr 1220 vom Aachener Stiftskapitel in Auftrag gegeben, stellt der in Gestalt einer einschiffigen Basilika mit Querhaus gestaltetene Marienschrein ein Übergangsmodell von der romanischen zur gotischen Goldschmiedekunst dar. Der Schrein beherbergt jedoch zugleich einen spirituellen Schatz in Form der vier großen Aachener Heiligtümer: Dies sind der Tradition zufolge die Windeln und das Lendentuch Jesu, das Kleid Mariens und das Enthauptungstuch Johannes' des Täufers, die nachweislich seit dem Pestjahr 1349 alle sieben Jahre im Rahmen der Aachener Heiligtumsfahrt den Gläubigen gezeigt werden. Der meisterhaft gearbeitete Schrein überzeugt vor allem durch seinen exzellenten Figurenschmuck und Detailreichtum: Dargestellt sind in der Mitte der Schauseite die thronende Muttergottes mit dem Christuskind, gegenüber Karl der Große, auf der rechten Stirnseite Christus, auf der linken Papst Leo III. An den Seiten des Langhauses finden sich Statuetten der zwölf Apostel, während die Dachflächen Szenen aus dem Leben Jesu behandeln.[29]

Domorgeln[Bearbeiten]

Die Orgelanlage des Aachener Doms wurde 1939 erbaut. Sie besteht in Teilen aus der Vorgängerorgel aus den Jahren 1845–1847, die von dem Orgelbauer Wilhelm Korfmacher aus Linnich erbaut worden war. Dieses Instrument hatte 60 Register, verteilt auf drei Werke.[30]

Dieses Instrument wurde 1939 von Johannes Klais neugestaltet und auf 65 Register erweitert, die auf nunmehr fünf Werke verteilt wurden. Um eine gleichmäßige Beschallung des Domes zu erreichen, wurden die Werke im Dom verteilt: im Nordwest- und Südwestjoch der Chorhalle befanden sich die Werke der Hauptorgel, an den Ostpfeilern des Oktogons wurden je eine Schwalbennestorgel aufgehängt.[31]

In den Jahren 1991–1993 wurde die Orgelanlage durch die Orgelbaufirma Klais restauriert und auf insgesamt 89 Register erweitert.[32] In diesem Zuge wurden die Schwalbennestorgeln zu einem neuen, selbständigen Instrument zusammengefasst, das heute auf dem Hochmünster, also zwischen Oktogon und Chorhalle steht.

Hauptorgel[Bearbeiten]

Die Hauptorgel besteht nach wie vor aus zwei Teilwerken (Nordost und Südost), die beide über ein eigenes Pedalwerk verfügen. Das Instrument hat insgesamt 59 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch.

I Hauptwerk C–g3
(Nordost-Orgel)
1. Prinzipal 16′
2. Octave 8′
3. Rohrflöte 8′
4. Superoctave 4′
5. Koppelflöte 4′
6. Quinte 22/3
7. Doublette 2′
8. Cornett V 8′
9. Mixtur VI 2′
10. Cymbel III 1/2
11. Trompete 16′
12. Trompete 8′
Glockenspiel
II Chorwerk C–g3
(Südost-Orgel)
13. Bordun 16′
14. Prinzipal 8′
15. Holzflöte 8′
16. Gemshorn 8′
17. Octave 4′
18. Rohrflöte 4′
19. Spitzquinte 22/3
20. Superoctave 2′
21. Hohlflöte 2′
22. Terz 13/5
23. Mixtur IV–VI 11/3
24. Cymbel IV 1/2
25. Dulcian 16′
26. Trompete 8′
27. Kopftrompete 4′
Tremulant
III Schwellwerk C–g3
(Südost-Orgel)
28. Gedacktpommer 16′
29. Geigenprinzipal 8′
30. Liebl. Gedackt 8′
31. Gamba 8′
32. Vox coelestis 8′
33. Prinzipal 4′
34. Blockflöte 4′
35. Octave 2′
36. Nasard 11/3
37. Sesquialter II 22/3
38. Scharff IV
39. Basson 16′
40. Trompette harmonique 8′
41. Hautbois 8′
42. Clairon 4′
Tremulant
Pedal I C–f1
(Nordost-Orgel)
43. Offenbaß 16′
44. Quintbaß 102/3
45. Bartpfeife 8′
46. Venezianerflöte 4′
47. Bauernflöte 2′
48. Hintersatz VI 22/3
49. Bombarde 32′
50. Bombarde 16′
51. Trompete 8′
52. Klarine 4′
Pedal II C–f1
(Südost-Orgel)
53. Prinzipalbaß 16′
54. Subbaß 16′
55. Octavbaß 8′
56. Spillpfeife 8′
57. Superoctave 4′
58. Glöckleinton II 22/3
59. Baßtrompete 8′
  • Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P

Hochmünsterorgel[Bearbeiten]

Die Werke der ursprünglichen Schwalbennestorgeln von 1939 bilden heute die Hochmünsterorgel, als ein selbständiges Instrument mit 30 Registern, verteilt auf vier Werke (drei Manuale und Pedal). Die Orgel hat einen eigenen mechanischen Spieltisch mit elektrischen Registertrakturen. Die Hochmünsterorgel ist der Hauptorgel zuschaltbar.

I Hauptwerk C–g3
1. Praestant 8′
2. Sing. Gedackt 8′
3. Prinzipal 4′
4. Spielflöte 4′
5. Waldflöte 2′
6. Scharffmixtur IV 11/3
7. Trompete 8′
8. Vox humana 8′
II Positiv C–g3
9. Spitzflöte 8′
10. Quintade 8′
11. Praestant 4′
12. Holzgedackt 4′
13. Octave 2′
14. Quinte 11/3
15. Glockenzymbel III 2/3
16. Cromorne 8′
Tremulant
III Echo C–g3
17. Gedackt 8′
18. Rohrgedackt 4′
19. Nasard 22/3
20. Flachflöte 2′
21. Terz 13/5
22. Sifflet 1′
Tremulant
Pedal C–f1
23. Violon 16′
24. Gedackt 16′
25. Prinzipalbaß 8′
26. Gedackt 8′
27. Flöte 4′
28. Posaune 16′
29. Trompete 8′
30. Trompete 4′
  • Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P.

Kleininstrumente[Bearbeiten]

Neben einem Orgelpositiv verfügt der Dom über eine kleine Orgel (sogenannte Zoboli-Orgel) mit 16 Registern. Sie wurde von dem norditalienischen Orgelbauer Cesare Zoboli erbaut, vermutlich um das Jahr 1850. Das Pfeifenwerk, die Windladen und Spieltrakturen sind erhalten. Das historische Gehäuse existiert nicht mehr, es wurde später nach dem Vorbild oberitalienischer Schrankorgeln im klassizistischen Stil erbaut. Das Instrument ist im klassischen italienischen Stil disponiert, hat zudem typische Register der Romantik.[33]

Glocken[Bearbeiten]

Im Glockenstuhl des Turmes hängen acht Glocken an Holzjochen im Holzglockenstuhl. Das Geläut wurde drei Jahre nach dem Stadtbrand von 1656 durch den Aachener Glockengießer Franz von Trier und seinem Sohn Jakob gegossen. Die dabei veränderte Disposition des mittelalterlichen Geläutes wurde bis heute beibehalten, obwohl die Marienglocke zweimal erneuert werden musste. Die heutige Marienglocke stammt aus dem Jahr 1958 und wurde durch die Glockengießerei Petit und Gebr. Edelbrock gegossen.[34]

Nr.
 
  Name
 
Nominal
(HT-1/16)
Gewicht
(kg)[35]
Ø
(mm)
 Inschrift
 
1   Maria g0 +8 6045 2075 + O MATER ALMA CHRISTI CARISSIMA—SUSCIPE PIA LAUDUM PRAECAMINA. (O hehre und liebste Mutter Christi, nimm auf unsere frommen Lobgesänge)
GEGOSSEN 1535 + ZERSTOERT 1656 + ERNEUERT 1659 + ZERBORSTEN 1818 + UMGEGOSSEN 1881 + ZERSCHLAGEN 1942 + WIEDERUM ERNEUERT 1958
2   Carolus h0 +7 2900 1628 HONOR ET CULTUS, QUEMREGALIS ECCLESIA AQUEN: SANCTISSIMO IMPERATORI PATRONO AC FUNDATORI SUO CAROLO VIRTUTE, MERITO, IMPERIO VERE MAGNO DEBET ET DEFERT MIHI NOMEN DEDIT ANNO 1 6 5 9 (Lob und Verehrung zollt Aachens königliche Kirche ihrem Gründer und Patron, dem heiligsten Kaiser Karl, groß an Tugend, Verdiensten und Herrschaft. Man gab mir darum seinen Namen).
3   Johannes
  Evangelista
d1 +8 1400 1367 NASCENTES INTER SOCIAS MECUM ORDINE PONOR TERTIA, SED CUM QUINTA TONO APPELLATA JOHANNES(Ich heiße Johannes und nehme unter den mit mir gegossenen Gefährtinnen der Ordnung nach den dritten Platz ein, in der Tonleiter jedoch den fünften)
4   Johannes
  Baptista
e1 +7 1225 1217 JOHANNES BAPTISTA ORA PRO NOBIS. IN LUDO HAUD IN AGRO FLORENS NOS CURIA FECIT SED LONGO SUB ARGO FUDIT NOS IPSE DECANO. A O. 1 6 5 6 (Johannes der Täufer, bitte für uns...)
5   Leopardus fis1 +3 850 1078 SANCTE LEOPARDE ORA PRO NOBIS ANNO 1 6 5 9 (Hl. Leopard, bitte für uns. Im Jahr 1659.)
6   Stephanus g1 +8 715 1027 SANCTE STEPHANE ORA PRO NOBIS ANNO 1 6 5 9 (Hl. Stephanus, bitte für uns. Im Jahr 1659.)
7   Petrus a1 +1 425 894 SANCTE PETRE ORA PRO NOBIS ANNO 1 6 5 9 (Hl. Petrus, bitte für uns. Im Jahr 1659.)
8   Simeon h1 +8 290 793 SANCTE SIMEON JUSTE ET TIMORATE ORA PRO NOBIS (Heiliger Simeon, gerecht und gottesfürchtig, bitte für uns)

Das Glockenmotiv bildet der lateinische Hymnus Veni creator spiritus, deutsch „Komm, Heilger Geist, der Leben schafft“ oder „Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein“ (vgl. Gotteslob Nr. 341, 342 und 351).[34]

Historische und religiöse Bedeutung[Bearbeiten]

Kleines Stadtsiegel 1327 Karl der Große überreicht die Pfalzkapelle der Jungfrau Maria
Aachener Dom 1520, Zeichnung von Albrecht Dürer
Aachener Heiligtumszeigung (Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert)
Aachener Dom 1913 (Katholische Enzyklopädie)
Auftakt der Aachener Heiligtumsfahrt 1930
Karlsdenar aus dem Fundamentbereich des Oktogons

Krönungsort der deutschen Könige[Bearbeiten]

Der Kernbau des Aachener Domes, das karolingische Oktogon, wurde ursprünglich als Kapelle der Pfalz Karls des Großen errichtet, dessen Begräbnisstätte sie wurde. Noch an seinem Todestag, dem 28. Januar 814, wurde er in seiner Kirche bestattet; der genaue Ort ist jedoch aufgrund fehlender Dokumente und uneindeutiger Grabungsbefunde nicht bekannt. Möglich ist, dass er unter dem Westturm am Eingang zum Oktogon im Proserpina-Sarkophag beigesetzt wurde. Im Zuge der Heiligsprechung Karls im Jahre 1165 wurden seine Gebeine umgebettet. 1215 soll Kaiser Friedrich II. anlässlich seiner Krönung den letzten Nagel in den Karlsschrein eingeschlagen haben, in dem sich die sterblichen Überreste Karls bis heute befinden. Diese bedeutende Goldschmiedearbeit des Mittelalters befindet sich heute in der gotischen Chorhalle. Auch Otto III. ist im Aachener Dom beigesetzt. Auf ausdrückliche Anweisung Karls des Großen krönte sich dessen Sohn Ludwig der Fromme in der Kapelle selbst zum König. Ab der Krönung König Ottos I. 936 wurden bis zum Jahre 1531 nahezu alle deutschen Könige in der Aachener Pfalzkapelle gekrönt. Die Salbung und Krönung fanden am Hauptaltar statt, die spätere Thronsetzung dann auf dem Thron Karls des Großen, der bis heute besichtigt werden kann. Bemerkenswert ist weiterhin, dass in diesem Zeitraum alle deutschen Herrscher – gleichgültig, ob in Aachen gekrönt – auf dem Karlsthron Platz genommen haben.

Wallfahrt[Bearbeiten]

Hauptartikel: Aachener Heiligtumsfahrt

Seit 1349 findet die Aachener Heiligtumsfahrt statt, eine Wallfahrt, bei der die Reliquien des Doms von den Gläubigen verehrt werden.[36] Die Reliquien werden im Marienschrein (1220–1239) aufbewahrt, der sich im vorderen Teil der Chorhalle befindet. Bei den Reliquien handelt es sich um antike Stoffe.[36] So soll es sich der Überlieferung nach um die sogenannten Windeln Jesu, das Lendentuch Christi, das Kleid Marias und das Enthauptungstuch Johannes des Täufers handeln. Seit 1349 findet diese Wallfahrt in einem Turnus von sieben Jahren statt, dabei werden die Reliquien dem Marienschrein entnommen und für die Dauer von zehn Tagen für Besucher und Pilger gezeigt.[36]

Die letzte Aachener Heiligtumsfahrt fand im Jahr 2007 statt und stand unter dem Motto „Kommt, und ihr werdet sehen“. Die Ende Juni 2014 stattfindende Heiligtumsfahrt steht unter dem Leitwort: „Glaube in Bewegung: Zieh in das Land, das ich dir zeigen werde.“[37] Begleitet wird die Heiligtumsfahrt im Jahr 2014 von dem 600-jährigen Jubiläum der Chorhalle und dem 1200-jährigen Todestag Kaiser Karls des Großen.[36]

Vorbild[Bearbeiten]

Schon im Mittelalter wurde der Dom bewundert und nachgeahmt, so etwa im Essener Münster, dem Alten Turm in Mettlach und in der elsässischen Abteikirche Ottmarsheim. Konstruktionselemente von Oktogon und Chor wurden 2007 für die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert.

Daten[Bearbeiten]

  • 768–800: Aachen wurde Residenz Karls des Großen. Bau der Pfalz (heutiges Rathaus und Aachener Dom) an der Stelle eines römischen Bades. Das Oktogon wurde mit Säulen und Marmorböden aus antiken Bauten (Rom, Ravenna, Trier, Köln) ausgestattet, der Bau im Äußeren rot verputzt. Mit der Errichtung des karolingischen Zentralbaus des heutigen Doms wurde frühestens 793 begonnen; sie wurde spätestens 813 abgeschlossen. Diese genaue Datierung gelang erst 2009 mittels Dendrochronologie anhand verbauten Holzes, das bei der Sanierung des Doms gefunden wurde.[2]
  • 805: Weihe durch Papst Leo III.
  • 814: Beisetzung Karls in der Pfalzkapelle, der genaue Ort ist nicht mehr zu lokalisieren.
  • 936: Krönung Ottos I. in der Pfalzkapelle.
  • ab 997: Otto III. veranlasste die Ausmalung der Wände der Pfalzkapelle. Beisetzung 1002 im Oktogon. Heinrich II. stiftete den Ambo Heinrichs II., Friedrich I. Barbarossa den Barbarossaleuchter.
  • 1187–1193: Errichtung der romanischen Klostergebäude, Erhöhung des Oktogons um die Blendbogenreihe.
  • um 1240/1250: Errichtung der Giebel auf dem Oktogon, Einbruch des Fensters in die Westnische, der Bau erhielt eine Weißfassung (vielleicht schon um 1187–1193), die Giebel waren farbig bemalt.
  • um 1350: Ausbau des Westturmes in gotischen Formen mit hoher Pyramide und Flankierungstürmchen, Brücke zum Oktogon zur Präsentation der Reliquien.
  • 1367: Gotischer Vorgängerbau der heutigen Ungarnkapelle.
  • 1355–1414: Errichtung der Chorhalle, gleichzeitig Errichtung der Matthiaskapelle, Weihedatum nicht überliefert (datiert zwischen etwa 1379 (Vollendung Untergeschoss) und 1420)
  • um 1420: Chorpfeilerfiguren in der Chorhalle aus Baumberger Kalksandstein.
  • 1429: Doppelportal des Atriums (1811 abgebrochen, Reste im Domhof vorhanden, an der Südwand mit Rötel ausgeführte gotische Graffiti).
  • 1449: Annakapelle, zunächst im Untergeschoss als offene Halle, 1772 in barocken Formen zugesetzt, 1862 erneut mit gotischen Maßwerken zugesetzt.
  • 1456–1474: Doppelstöckige Karls- und Hubertuskapelle.
  • bis 1487: Nikolauskapelle. Weitere gotische Kapellenbauten waren geplant, wurden jedoch nicht ausgeführt.
  • 1656: Stadtbrand von Aachen, weitgehende Zerstörung der Stadt, alle Dächer des Doms wurden vernichtet.
  • 1664: Neue Dächer auf Oktogon und Chorhalle, Oktogondach in heutiger Form (Zitronenpresse).
  • 1719–1733: Barockisierung mit Stuckierung des Innenraumes durch Joh. Bapt. Atari, Ausmalung der Gewölbe, barocke Faschen um die Zentralbaufenster, Ausbruch der Chorhallenmaßwerke.
  • 1748: Neubau der Ungarnkapelle, 1755 Abbruch des Rohbaus von Johann Joseph Couven wegen Baufehlern, 1756–1767 erneuter Neubau nach Plänen von Joseph Moretti.
  • 1788: Portalvorbau vor der Westfassade, dabei Umsetzung der karolingischen Bronzetüren (Wolfstür).
  • 1794: Besetzung der Stadt durch französische Revolutionstruppen, Ausbau der Säulen und Transport nach Paris (einige davon bis heute im Louvre), Demontage der Bleidächer (1803 in Schiefer erneuert), zeitweise Nutzung des Doms als Pferdestall.
  • 1814: Aachen wird preußisch.
  • 1832: Beginn der Wiederherstellungsarbeiten.
  • 1843: Wiedereinbau der teilweise zurückgebrachten Säulen (28 Stück) ins Oktogon, zahlreiche Säulen dabei erneuert, die ehemaligen Basen aus Bronze in Marmor, nahezu alle Kapitelle (10 zurückgebracht) in Marmor erneuert.
  • 1847: Gründung des Karlsvereins.
  • 1849–1861: Instandsetzung der Chorhalle und ihrer Ausstattung, Erneuerung der Maßwerke auf Betreiben der Glaskünstler mit fünf Bahnen, die gotischen waren sechsbahnig, Figuren außen aus Savonnières-Kalkstein 1873 (Gottfried Götting).
  • 1857–1862: Instandsetzung der Annakapelle, Figuren 1871 aus Savonnières-Kalkstein (Götting).
  • 1864–1866: Instandsetzung der Matthiaskapelle, Figuren 1866 aus Udelfanger Sandstein (Götting).
  • 1868: Instandsetzung der Karls- und Hubertuskapelle, Figuren aus Savonnières-Kalkstein (Götting).
  • 1869–1873: Entfernung der Barockdekoration und Abschlagen der Außenputze, Herstellung der heutigen Steinsichtigkeit, bis 1871 völliger Neubau der staufischen Giebel, lediglich der Giebel zur Chorhalle als mittelalterliche Substanz erhalten.
  • 1879–1884: Neugotischer Ausbau des Westturmes in Anlehnung an den gotischen Zustand.
  • 1879–1881: Mosaikdekoration der Kuppel nach Entwürfen des Belgiers Béthune, Ausgeführt von der Mosaikanstalt Antonio Salviatis in Venedig.
  • 1896–1902: Marmorverkleidung und Mosaikdekoration der Umgänge nach Entwürfen Hermann Schapers aus Hannover, ausgeführt von der Firma Puhl & Wagner.
  • 1913: Marmorböden im Oktogon und auf den Umgängen.
  • 1941–1945: Eine Gruppe Aachener Jugendlicher unter der Führung von Stephan Buchkremer schützt den Dom während des Zweiten Weltkrieges als Feuerlöschgruppe Dom (Domwache)
  • 1949–1951: Erneuerung der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Fenster der Chorhalle durch Walter Benner und Anton Wendling.
  • 2006: Die seit 20 Jahren laufende Außensanierung des Doms wurde abgeschlossen.
  • 2011: Nach 25 Jahren ist der Sanierungsmarathon am Aachener Dom beendet (Grund- und Innensanierung). Zuletzt waren Mosaike im zentralen und ältesten Teil, dem Oktogon, gereinigt und konserviert worden. Laut Dombaumeister Maintz wurden seit 1986 rund 35 Millionen € in die Arbeiten zum Erhalt des Domes gesteckt.

Sonstiges[Bearbeiten]

Seit dem 15. November 2012 betreibt der Geologische Dienst NRW zur Überwachung der seismischen Aktivität in der Niederrheinischen Bucht eine Erdbebenmeßstation, die im Bereich der Fundamente des Sechzehnecks in der Nähe des Zuganges zur Annakapelle installiert wurde.[38]

Domschatz[Bearbeiten]

Hauptartikel: Aachener Domschatzkammer

Der Aachener Dom wurde 1978 zusammen mit seinem Kunstschatz als erstes deutsches Denkmal in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Der Aachener Domschatz stellt einen der bedeutendsten Kirchenschätze Europas dar. Eine Vielzahl von Stücken der Sammlung ist in der Domschatzkammer ausgestellt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Bock: Das Heiligthum zu Aachen. Kurzgefaßte Angabe und Abbildung sämtlicher „großen und kleinen Reliquien“ des ehemaligen Krönungs-Münsters, sowie der vorzüglichsten Kunstschätze daselbst. Köln, Neuß 1867.
  • Wolfgang Braunfels: Die Welt der Karolinger und ihre Kunst. München 1968. (ab 1984: ISBN 3-7667-0012-X), S. ???.
  • Ludwig Falkenstein: Karl der Große und die Entstehung des Aachener Marienstiftes. Paderborn 1981, ISBN 3-506-73253-6.
  • Hans Belting: Das Aachener Münster im 19. Jahrhundert. Zur ersten Krise des Denkmal-Konzeptes. In: Wallraf-Richartz-Jahrbuch. Bd. 45, 1984, S. 257–290.
  • Herta Lepie (Text); Ann Münchow (Foto): Die Domschatzkammer zu Aachen. 5. Auflage. Aachen 1986.
  • Leo Hugot: Der Dom zu Aachen. Ein Wegweiser. Aachen 1986, ISBN 3-920284-23-2.
  • Ernst Günther Grimme: Der Dom zu Aachen. Architektur und Ausstattung. Einhard-Verlag, Aachen 1994, ISBN 3-920284-87-9.
  • Herta Lepie, Georg Minkenberg: Die Schatzkammer des Aachener Domes. Aachen 1995, ISBN 3-923773-16-1.
  • Georg Minkenberg: Führer durch den Dom zu Aachen. Aachen 1995, ISBN 3-9804836-0-6.
  • Günther Binding: Deutsche Königspfalzen von Karl dem Großen bis Friedrich II. (765–1240). Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 1996, ISBN 3-89678-016-6.
  • Axel Hausmann: Cherubim und Kreuze. Karolingische Bronzen im Aachener Dom. Meyer & Meyer, Aachen 2000, ISBN 3-89124-608-0.
  • Dieter P. J. Wynands: Der Dom zu Aachen. Ein Rundgang. Insel-Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 2000 (Insel-Bücherei 1205), ISBN 3-458-19205-0.
  • Walter Maas, Pit Siebigs: Der Aachener Dom. Köln 2001, ISBN 3-7743-0325-8.
  • Ernst Günther Grimme: Der goldene Dom der Ottonen. Einhard-Verlag, Aachen 2001, ISBN 3-930701-90-1.
  • Gisbert Knopp, Ulrike Heckner: Die gotische Chorhalle des Aachener Doms. Baugeschichte – Bauforschung – Sanierung. Petersberg, 2002, ISBN 3-935590-38-5.
  • Hans-Karl Siebigs: Der Zentralbau des Domes zu Aachen: Unerforschtes und Ungewisses. Worms 2004, ISBN 3-88462-195-5.
  • Andreas Herrmann (Fotos), Anne Heermann (Text): Der Aachener Dom. Bilder Pictures Images, Einhard, Aachen 2009, ISBN 978-3-936342-765.
  • Manfred Groten, Georg Mölich, Gisela Muschiol, Joachim Oepen (Hrsg.), Wolfgang Rosen (Redaktion): Nordrheinisches Klosterbuch – Lexikon der Stifte und Klöster bis 1815. Teil 1: Aachen bis Düren. Verlag Franz Schmitt, Siegburg 2009, ISBN 978-3-87710-453-8. (Ausschnitt zum Marienstift von Peter Offergeld: online (PDF)).
  • Hans Jürgen Roth: Ein Abbild des Himmels. Der Aachener Dom – Liturgie, Bibel, Kunst, Thouet, Aachen 2011.
  • Helmut Maintz: Sanierung Mosaiken, Marmorverkleidung und Fußböden im Zentralbau des Aachener Doms. (= Schriftenreihe Karlsverein-Dombauverein, Heft 14.) Thouet, Aachen 2012.
  • Walter Maas, Pit Siebigs: Der Aachener Dom. Schnell & Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2445-9.
  • Andrea Pufke u. a. (Hrsg.): Die karolingische Pfalzkapelle in Aachen. Material – Bautechnik – Restaurierung. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2012, ISBN 978-3-88462-325-1.
  • Harald Müller, Clemens M. M. Bayer, Max Kerner (Hrsg.): Die Aachener Marienkirche. Aspekte ihrer Archäologie und frühen Geschichte. Schnell & Steiner, Regensburg 2014, ISBN 978-3-7954-2801-3.

Belletristik[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aachener Dom – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Burghart Schmidt, Ulrike Heckner u.a.: Die Hölzer aus dem karolingischen Oktogon der Aachener Pfalzkapelle – Möglichkeiten einer dendrochronologischen Datierung. In: Jahrbuch der Rheinischen Denkmalpflege 40/41, 2009, S. 220–235; Ulrike Heckner: Die Bauzeit der Aachener Pfalzkapelle. In: Die Denkmalpflege. 67, 2009, S. 195-196.
  2. a b Bewiesen: Aachener Dom 1200 Jahre alt. In: Aachener Nachrichten. 4. Juni 2009. abgefragt am 4. Januar 2010.
  3. Joseph Buchkremer: Das Atrium der karolingischen Pfalzkapelle zu Aachen. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Bd. 20, 1898, S. 247-264; Felix Kreusch: Über Pfalzkapelle und Atrium zur Zeit Karls des Großen. In: Dom zu Aachen. Beiträge zur Baugeschichte. Bd. 4, Metz, 1958, S. ?-?.
  4. Hans Jürgen Roth: Ein Abbild des Himmels. Der Aachener Dom – Liturgie, Bibel, Kunst, Thouet, Aachen 2011, S. 7.
  5. Vgl. Hans Jürgen Roth: Ein Abbild des Himmels. Der Aachener Dom – Liturgie, Bibel, Kunst., Thouet, Aachen 2011, S. 8.
  6. Hans Jürgen Roth: Ein Abbild des Himmels. Der Aachener Dom – Liturgie, Bibel, Kunst, Thouet, Aachen 2011, S. 16.
  7. Ernst Künzl: Die antike Bärin im Dom zu Aachen. In: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums 49, 2002, S. 1-39, auch als Sonderdruck Mainz 2003, ISBN 978-3-88467-083-5.
  8. Weiterführende Informationen unter Die Deutschen Inschriften.
  9. Hans Jürgen Roth: Ein Abbild des Himmels. Der Aachener Dom – Liturgie, Bibel, Kunst., Thouet, Aachen 2011, S. 15, 17–18.
  10. Ludwig Falkenstein: Karl der Große und die Entstehung des Aachener Marienstiftes. Paderborn 1981, ISBN 3-506-73253-6, S. 64.
  11. Leo Hugot: Der Westbau des Aachener Domes. In: Aachener Kunstblätter. 24/25 (1962/63), S. 108–126.
  12. Wider den Zahn der Zeit – Der Dom zu Aachen, Monumente online – Magazin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, September 2005, abgerufen am 19. Oktober 2013.
  13. Günther Binding: Vom dreifachen Wert der Säule im frühen und hohen Mittelalter. Hirzel, Stuttgart 2003, ISBN 9783777612294, S. 10 (PDF, 163 KB); Marianne Gechter: Frühe Quellen zur Baugeschichte von St. Gereon zu Köln. In: Kölner Jahrbuch für Vor- und Frühgeschichte. Bd. 23, 1990, S. 531-562, hier S. 557-559; Sven Schütte: „… träumen zwei Kapitelle von besseren Zeiten …“. Baugeschichtliche Anmerkungen zur frühen Geschichte von St. Gereon in Köln. Thesen zur Diskussion und zum Erscheinungsbild des „Urbaues“ der Kirche. In: Colonia Romanica. Bd. 14 (1999), S. 53-66.
  14. Ulrike Heckner, Christoph Schaab: Baumaterial, Bautechnik und Bauausführung der Aachener Pfalzkapelle. In: Andrea Pufke u. a. (Hrsg.): Die karolingische Pfalzkapelle in Aachen. Material – Bautechnik – Restaurierung. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2012, ISBN 978-3-88462-325-1, S. 117–228.
  15. Sicherung und Konservierung der Mosaiken, Marmorverkleidung und Fußbodenbeläge im Oktogon, Sechzehneck und Westwerk. Bericht von Dombaumeister Helmut Maintz über erfolgte Sanierungsmaßnahmen aus dem Jahr 2006.
  16. Stephan Beissel: Die Pfalzkapelle Karls des Großen zu Aachen und ihre Mosaiken. In: Stimmen aus Maria Laach. Bd. 60 (1901), S. 136-153, 284-297.
  17. Das Rätsel um den Bau des Aachener Doms. Welt, 16. Juni 2012.
  18. Ulrike Heckner: Die perfekte Geometrie der Pfalzkapelle Karls des Großen (PDF; 376 kB). LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, 2012.
  19. Hans Jürgen Roth: Ein Abbild des Himmels. Der Aachener Dom – Liturgie, Bibel, Kunst. Thouet, Aachen 2011, S. 23.
  20. Gisbert Knopp, Ulrike Heckner (Hrsg.): Die gotische Chorhalle des Aachener Doms und ihre Ausstattung. Baugeschichte, Bauforschung, Sanierung. (= Arbeitsheft der Rheinischen Denkmalpflege. Bd. 58) Michael Imhof Verlag, Petersberg 2002, ISBN 978-3-935590-38-9.
  21. Hans-Karl Siebigs: Die Chorhalle des Aachener Domes. Baugeschichte und Sanierungsmaßnahmen. Thouet, Aachen 1997, ISBN 3-930594-24-2.
  22. Regina Urbanek, Vera Henkelmann: Salve Regina. Zur Strahlenkranzmadonna des Jan van Steffeswert im Aachener Dom. Domkapitel Aachen, Aachen 1998.
  23. a b Kleiner Wegweiser durch den Aachener Dom. Domkapitel Aachen (Hrsg.).
  24. Helga Giersiepen: Die Inschriften des Aachener Doms (= Die Deutschen Inschriften, Band 31). Reichert, Wiesbaden 1992, ISBN 3-88226-511-6, S. 17–18 Nr. 19 (Online).
  25. Ernst Günther Grimme: Der Aachener Domschatz. Schwann, Düsseldorf 1973, S. 10.
  26. Ann Münchow, Herta Lepie: Pala d’Oro. Der Goldaltar im Dom zu Aachen. Wienand Verlag & Medien, Köln 1996, ISBN 3-87909-520-5.
  27. a b c Herta Lepie, Georg Minkenberg: Die Schatzkammer des Aachener Domes. Brimberg, Aachen 1995, ISBN 3-923773-16-1, S. 37.
  28. Herta Lepie, Georg Minkenberg: Die Schatzkammer des Aachener Domes. Brimberg, Aachen 1995, ISBN 3-923773-16-1, S. 12.
  29. Herta Lepie, Georg Minkenberg: Die Schatzkammer des Aachener Domes. Brimberg, Aachen 1995, ISBN 3-923773-16-1, S. 90–91.
  30. Zur Geschichte der Orgeln auf der Website des Doms.
  31. Zu den Domorgeln, Website der Dommusik.
  32. Heutige Dispositionen auf der Website der Orgelbaufirma Klais
  33. vgl. Zoboli-Orgel
  34. a b Norbert Jachtmann: Glocken in der Region Aachen-Stadt. (PDF; 741 kB)
  35. Die Glocken des Aachener Domes: Offizielle Webseite des Aachener Domes, aufgerufen am 28. Januar 2012.
  36. a b c d Domkapitel Aachen (Hrsg.): Heiligtumsfahrt Aachen 2014 – Glaube in Bewegung. Aachen 2014.
  37. Heiligtumsfahrt 2014, abgerufen am 31. Januar 2014
  38. Neue Messstation unter dem Aachener Dom, Aachener Nachrichten online, aufgerufen am 15. November 2012.

50.7746944444446.0838888888889Koordinaten: 50° 46′ 28,9″ N, 6° 5′ 2″ O