George Herbert Hitchings

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George Herbert Hitchings
George Herbert Hitchings, 1988

George Herbert Hitchings (* 18. April 1905 in Hoquiam, Washington; † 27. Februar 1998 in Chapel Hill, North Carolina) war ein US-amerikanischer Biochemiker. Er war lange Zeit als Forschungs-Direktor der Burroughs Wellcome & Company tätig.

1988 erhielt er gemeinsam mit James W. Black und Gertrude Elion den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Er forschte insbesondere über die Unterschiede im Nucleinsäurestoffwechsel von menschlichen Zellen, Krebszellen, Bakterien, Viren und Protozoen. Die so gewonnenen Erkenntnisse trugen wesentlich zur Verbesserung der Bekämpfung von Krebszellen durch Chemotherapie bei. Bereits 1968 war er mit einem Gairdner Foundation International Award ausgezeichnet worden.

Hitchings besuchte die Franklin High School in Seattle und studierte ab 1923 an der University of Washington, mit dem Bachelor-Abschluss in Chemie 1927 und dem Master-Abschluss 1928 mit einer an der meeresbiologischen Station der Universität im Puget Sound angefertigten Arbeit. Er setzte sein Studium an der Harvard University fort und promovierte 1933 an der Harvard Medical School. Danach forschte er in Harvard und an der Case Western Reserve University und war ab 1942 an den Wellcome Forschungslaboratorien, wo seine Zusammenarbeit mit Gertrude Elion begann. Zu den Medikamenten, an deren Entwicklung er beteiligt war, gehörten Pyrimethamin (u.a. gegen Malaria), Mercaptopurin (ein Zytostatikum gegen Leukämie), Tioguanin (ein Zytostatikum), Allopurinol (gegen Gicht), Azathioprin (Immunsuppressivum) und Trimethoprim (ein Antibiotikum).

1967 wurde er Vizepräsident für Forschung bei Burroughs-Wellcome. 1976 ging er in Pension. Neben seiner Tätigkeit bei Wellcome lehrte er an der Duke University School of Medicine.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: George H. Hitchings – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien