George Emil Palade

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George Emil Palade (* 19. November 1912 in Iași, Rumänien; † 7. Oktober 2008 in Del Mar, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Forscher rumänischer Herkunft und Träger des Nobelpreises für Physiologie oder Medizin 1974.

Palade wurde als Sohn eines Philosophieprofessors und einer Lehrerin in Iași geboren. Nach Ausbildungen in seiner Heimatstadt und in Buzău begann er 1930 mit dem Studium der Medizin an der Universität Bukarest, das er 1940 mit dem Doktorgrad abschloss. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er 1945 zu weiteren Studien in die USA. Dort traf er 1946 an der Rockefeller University in New York City auf Albert Claude, der ihn für die Arbeit mit dem Elektronenmikroskop begeisterte. 1952 erhielt er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.

Schwerpunkte seiner Arbeit waren elektronenmikroskopische und Pulsmarkierungs-Untersuchungen von Zellstrukturen wie Mitochondrien, Chloroplasten und dem Golgi-Apparat, 1953 lieferte er die erste Beschreibung der Ribosomen. Von 1958 bis 1973 war er Professor am Rockefeller-Institut. 1967 wurde Palade mit dem Gairdner Foundation International Award ausgezeichnet, 1971 mit dem Dickson Prize in Science. 1973 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.[1] 1974 erhielt er gemeinsam mit Albert Claude und Christian de Duve den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin „für ihre Entdeckungen zur strukturellen und funktionellen Organisation der Zelle“. 1981 erhielt er die E. B. Wilson Medal.

Von 1973 bis 1990 war er als Professor an der Yale University und seit 1990 an der University of California, San Diego tätig.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitgliedseintrag von George E. Palade bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 12. Oktober 2012.