God of War

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God of War
God of war logo.png
Studio SCE Studios Santa Monica
Publisher Sony Computer Entertainment
Erstveröffent-
lichung
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 22. März 2005
EuropaEuropa 8. Juli 2005
JapanJapan 17. November 2005
DeutschlandDeutschland 17. Mai 2006
Plattform PlayStation 2, PlayStation 3
Genre Action-Adventure, Hack and Slay
Thematik Fantasy, Griechische Mythologie
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Gamepad
Medium 1 DVD-ROM
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 18
PEGI ab 18+ Jahren empfohlen
Joseph Gatt als Kratos (Motion Capture)

Das Videospiel God of War (engl. Gott des Krieges) ist ein Action-Adventure, das von den SCE Studios Santa Monica unter Leitung von David Jaffe für die PlayStation 2 entwickelt wurde und in einer Fantasywelt spielt, die auf der griechischen Mythologie basiert. Der Spieler übernimmt die Rolle des blutrünstigen spartanischen Antihelden Kratos, der einen Bluteid mit den Kriegsgott Ares einging und sich in einer Filmsequenz zu Beginn das Leben nehmen will. Die Spielhandlung entfaltet sich als Rückblick.

God of War wurde von der Kritik sehr positiv aufgenommen und mit vielen Auszeichnungen wie etwa der Academy of Interactive Arts & Sciences und von Spieleseiten wie IGN prämiert.

2010 wurde die God of War Collection exklusiv für die PlayStation 3 herausgebracht. Die Sammlung beinhaltet God of War und den Nachfolger God of War II. Beide Spiele wurden dafür durch das Studio Bluepoint Games digital nachbearbeitet, verfügen über eine HD-720p-Auflösung und bieten Trophäenunterstützung durch das PlayStation Network.

Spielablauf[Bearbeiten]

Bei seiner Reise durch das antike Griechenland lernt Kratos insgesamt vier Zauber und zahlreiche Angriffsvarianten für seine Klingenwaffen. Alle Waffen und Zauber können mit Orbs verbessert werden, rote Kugeln, die von besiegten Gegnern, Truhen und zerstörbaren Objekten wie Amphoren freigegeben werden. Daneben gibt es grüne Kugeln, die Teile der Lebensenergie regenerieren, und blaue Kugeln, die Kratos’ Magie wiederherstellen. Je nach Vernichtung des Gegners variiert die Farbe der erhaltenen Orbs. Außerhalb der Kämpfe sieht sich Kratos vielen Geschicklichkeitseinlagen und Rätseln gegenüber, die das Spielgeschehen auflockern.

Deutsche Versionen[Bearbeiten]

Während in Österreich und der Schweiz bereits eine deutsche Version von God of War erhältlich war, erschien das Spiel in Deutschland offiziell erst am 17. Mai 2006. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel in Österreich und der Schweiz bereits als Platinum-Edition zum halben Preis verfügbar. In allen europäischen Versionen des Spiels wurde allerdings eine kurze Sequenz leicht entschärft: Muss der Spieler der US-Version einen Menschen opfern, um ein Tor durchschreiten zu können, so ist es in Europa lediglich ein Untoter.

Handlung[Bearbeiten]

Die griechische Antike und deren Mythologie bilden frei den Handlungshintergrund der Geschichte.

Der Hauptcharakter, Kratos, ist ein spartanischer Heerführer, dessen Geschichte während des Spiels in Rückblenden erzählt wird. Eines Tages führt Kratos seine Armee gegen ein Heer von Barbaren, die den Spartanern überlegen sind. Als der Barbarenkönig zum finalen Schlag gegen Kratos ausholt, bietet dieser in einem Verzweiflungsakt dem Kriegsgott Ares seine Seele an, wenn dieser seine Feinde vernichtet. Der Gott des Krieges erscheint daraufhin auf dem Schlachtfeld und gibt Kratos die Chaosklingen, eine Waffe, die in den Tiefen des Tartaros erschaffen wurde, mit dem er seinen Feind töten kann. Kratos zieht mit seiner Armee mordend durch Griechenland, bis er ein kleines Dorf angreift, welches von Anbetern der Göttin Athene bewohnt wird. Obwohl ihm seine Instinkte davon abraten, tötet er alle Bewohner des Dorfes, muss dann aber entsetzt feststellen, dass unter den Opfern auch seine Frau und seine Tochter sind. Dies war eine List von Ares, um aus Kratos den perfekten Krieger zu machen. Das Orakel des Dorfes verschlimmert den Schmerz des Spartaners, indem sie die Asche seiner ermordeten Familie auf dessen Haut zaubert. Der wütende Kratos löst daraufhin seinen Bund mit Ares und dient zehn Jahre lang als „Geist Spartas“ den anderen Göttern des Olymps; er wird in dieser Zeit von düsteren Visionen seiner Taten gequält.

Ares und Athene – interpretiert von Jacques-Louis David

Auf dem Weg nach Athen wird sein Schiff von einer Hydra angegriffen, einem mehrköpfigen mythischen Seeungeheuer; Kratos erschlägt die Hydra und erfährt von Athene, dass Ares Athen mit seiner Armee dem Erdboden gleichmachen will. Die Schutzgöttin Athens verlangt von Kratos, Ares zu vernichten. Im Gegenzug würden ihn die Götter von seinen Visionen befreien. In Athen trifft Kratos auf einen mysteriösen Mann, der am Eingang zum Tempel des Orakels ein Grab schaufelt. Auf die Frage, für wen dieses Grab sei, antwortet dieser, es sei für Kratos selbst. Er erwähnt aber auch, dass Kratos sich mit dem Sterben Zeit lassen solle bis er das Grab fertig habe. Kratos erfährt vom Orakel Athens, dass er, um Ares zu töten, die Büchse der Pandora benötige, die sich im Tempel der Pandora befinde. Verwirrt macht sich der Spartaner auf den Weg durch die Wüste und erklimmt den Rücken des Titanen Kronos, der den Tempel der Pandora trägt. Nachdem er sich durch zahlreiche Fallen gekämpft und Monster besiegt hat, findet er auf der Spitze des Tempels die Büchse der Pandora. Bevor er jedoch mit der Büchse den Tempel verlassen kann, wird er von Ares getötet. Sterbend muss Kratos mit ansehen, wie die Diener des Kriegsgottes die Büchse fort tragen. Er fällt daraufhin in den Hades, doch dank des mysteriösen Grabschauflers gelingt ihm die Flucht. Dieser wirft Kratos nämlich ein Seil herunter und er kann aus eben jenem Grab entsteigen, dass der Fremde zuvor für ihn gegraben hat. Wieder in der Welt der Lebenden, öffnet er die Büchse, wodurch er ebenso groß und mächtig wird wie Ares. Schließlich kann Kratos den Kriegsgott töten. Jedoch wird Kratos nicht von seinen Visionen befreit, da die Abmachung zwischen ihm und Athene durch geschickte Wortwahl der Göttin unwirksam wird. Deshalb beschließt Kratos, in den Freitod zu gehen, und will sich von einer Klippe stürzen. Hier ist Kratos dann wieder am Anfang der Handlung angelangt; Athene lässt Kratos jedoch nicht in den Freitod gehen, da er einen Gott getötet hat und der Platz des Kriegsgottes nun frei geworden ist. Kratos wird daraufhin zum neuen Gott des Krieges.

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Im Jahr 2007 folgte die Fortsetzung God of War II, dessen Ende wiederum auf ein drittes Sequel verweist, nämlich God of War III, was am 19. März 2010 exklusiv für die PlayStation 3 veröffentlicht wurde. Dieser Titel verfügt über eine neue Grafik-Engine. Außerdem kann man Kratos auf den Titanen spielen, welche als ganze Level integriert werden. Wie in den Vorgängern kombiniert die Spielmechanik die beiden Elemente Kampf und das gelegentliche Lösen von Rätseln. Bewegte Bilder wurden erstmals auf der Spielemesse E3 2009 gezeigt, zusammen mit einer spielbaren Demo-Version. Diese Demo wurde später für die Vorbesteller des dritten Teils als Download angeboten.

Bis zu diesem Zeitpunkt wurde angenommen, dass es sich bei der God-of-War-Reihe um eine Trilogie handelt und diese nun mit God of War III abgeschlossen sei. Doch schon kurze Zeit nach Erscheinen des bis dato letzten Videospiels kam es aufgrund diverser Details im Abspann von God of War III zu Gerüchten, dass die Saga um Kratos womöglich doch nicht zu Ende ist. Tatsächlich verdichteten sich in den folgenden Monaten die Hinweise auf ein neues Konsolenspiel, bis schließlich am 19. April 2012 ein weiterer Teil der Reihe von SCE Studios Santa Monica bestätigt wurde. Das Spiel wurde unter dem Titel God of War: Ascension im März 2013 veröffentlicht. Es ist jedoch keine Fortsetzung, sondern ein Prequel, das sechs Monate nach dem Tod von Kratos’ Familie spielt.

Des Weiteren existieren zwei Videospiele für die PlayStation Portable, in denen die Leidensgeschichte von Kratos intensiver beleuchtet wird und diverse offene Fragen der Haupttrilogie beantwortet werden. Obwohl sich diese Spiele in ihrer Erzählweise, der Thematik und dem Gameplay nicht von der Haupttrilogie unterscheiden, wurden sie von Ready at Dawn Studios entwickelt. Beide PSP-Spiele erschienen am 16. September 2011 in der sogenannten God of War Collection 2 auch für die Playstation 3. Das erste PSP-Spiel erschien am 28. März 2008 und trägt den Titel God of War: Chains of Olympus. Es handelt zeitlich vor God Of War und erzählt von der Entführung des Sonnengottes Helios, was die Welt in ewige Dunkelheit tauchen könnte. Das Spiel besitzt einen abgeschlossenen Handlungsrahmen, der lediglich indirekt mit dem weiteren Weg von Kratos zusammenhängt. Am 3. November 2010 folgte God of War: Ghost Of Sparta, was zeitlich zwischen God Of War und God of War II angesiedelt ist. In diesem PSP-Spiel ist Kratos bereits der Gott des Krieges, der aufgrund seiner neugewonnenen göttlichen Fähigkeiten versucht das Schicksal seines Bruders Deimos zu klären, der als Kind entführt wurde. Der Handlungsrahmen von God of War: Ghost Of Sparta mündet dabei fast flüssig in God of War II, weil dort der eigentliche Ursprung seines Hasses auf die Götter geklärt wird und sein Verhalten in God of War II wesentlich rationaler wirkt.

Roman zum Spiel[Bearbeiten]

Verfilmung[Bearbeiten]

Bereits im Jahr 2005, kurz nach dem Erscheinen von God Of War, sicherte sich die Produktionsfirma Atlas Entertainment die Rechte an einer Verfilmung. Dies wurde von David Jaffe noch im selben Jahr bestätigt. David Self wurde verpflichtet das Drehbuch zu schreiben, jedoch wurde es in den folgenden Jahren relativ still um das Filmprojekt. Im Juli 2012 wurde jedoch bekannt gegeben, dass Patrick Melton und Marcus Dunston an die Verfilmung herangezogen wurden, um das Skript zu überarbeiten. Darsteller und Regisseur sind nach wie vor unbekannt.

In einem Interview mit IGN Ende August 2012 teilten Patrick Melton und Marcus Dunston mit, dass das Budget der Verfilmung bei circa 150 Millionen Dollar liegen würde und man mit dem Skript ebenso über diesen einen Film hinausgehen wolle.

Weblinks[Bearbeiten]