Langeoog

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Langeoog (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Langeoog
Langeoog
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Langeoog hervorgehoben
53.7483333333337.47972222222225Koordinaten: 53° 45′ N, 7° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Wittmund
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 19,67 km²
Einwohner: 1691 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26465
Vorwahl: 04972
Kfz-Kennzeichen: WTM
Gemeindeschlüssel: 03 4 62 007
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 28
26465 Langeoog
Webpräsenz: www.langeoog.de
Bürgermeister: Uwe Garrels (parteilos)
Lage der Gemeinde Langeoog im Landkreis Wittmund
Landkreis Aurich Langeoog Spiekeroog Landkreis Friesland Nordsee Landkreis Aurich Landkreis Friesland Landkreis Leer Wilhelmshaven Blomberg (Ostfriesland) Dunum Esens Eversmeer Friedeburg Holtgast Moorweg Nenndorf (Ostfriesland) Neuharlingersiel Neuschoo Ochtersum Schweindorf Stedesdorf Utarp Werdum Westerholt WittmundKarte
Über dieses Bild

Langeoog (friesisch lange = lange, oog = Insel, also lange Insel) ist eine der Ostfriesischen Inseln im Nordwesten Deutschlands, die dem Festland des Bundeslandes Niedersachsen zwischen der Ems- und Wesermündung in der Deutschen Bucht vorgelagert sind. Nachbarinseln sind Spiekeroog im Osten und Baltrum im Westen. Langeoog gehört als Einheitsgemeinde zum Landkreis Wittmund.

Geographie[Bearbeiten]

Lage von Langeoog innerhalb der Ostfriesischen Inseln
Blick von Baltrum auf Langeoog, dahinter Spiekeroog und Wangerooge
Pirolatal vom Fuße der Seenotrettungsstation aus gesehen. Große Teile der seewärtigen Dünen des Pirolatals wurden künstlich aufgeschüttet
Natürliche Dünenlandschaft im Osten der Insel
Vordünenlandschaft auf Langeoog
Im Inselwald von Langeoog
Blick auf den Ort vom Wasserturm
Die Kaapdünen auf Langeoog. Im Hintergrund der Wasserturm.

Langeoog hat eine Fläche von rund 20 Quadratkilometer und einen etwa 14 Kilometer langen Sandstrand. Dem Strand schließt sich eine Dünenlandschaft mit bis zu 20 m hohen Dünen an. Die Dünenbereiche sind von Westen nach Osten wie folgt angeordnet: Flinthörndünen, Süderdünen, Kaapdünen und die Heerenhusdünen. Unter den ostfriesischen Inseln nimmt Langeoog die Besonderheit ein, dass sie die einzige Insel ist, die bisher ohne seeseitige Küstenschutzbauwerke auskommt.[2]

Im Südwesten der Insel Langeoog befindet sich das sogenannte Flinthörn (Flint entspricht dabei dem Feuerstein und Hörn bedeutet Fluthaken). Das ausgeprägte Salzwiesen- und Dünengebiet entstand mit der Zeit aus einer eigenständigen, sich anlagernden Sandplate. Begünstigt durch den von 1937 bis 1944 errichteten Flinthörndeich, entwickelte sich das Deichvorland ungestört von der Sandplate über die unterschiedlichsten Stadien der Dünenentwicklung bis hin zu den älteren Graudünen. Seit 1963 steht das Flinthörn unter Naturschutz und darf nicht mehr betreten werden. Eine Ausnahme bildet der „Naturpfad Flinthörn“. Ausgehend vom 7,4 Meter hohen Flinthörndeich führt der Pfad über 1,5 Kilometer zu einer Beobachtungsplattform am Dünenrand und weiter bis zum Flinthörnstrand. Start und Ende des Naturpfades sind durch Stelen gekennzeichnet. Bebilderte Informationstafeln erläutern die vorkommenden Lebensräume mit ihren Vogel- und Pflanzenarten.

Nördlich der Flinthörndünen folgen die Süderdünen. Südöstlich davon findet sich ein ausgedehnter Inselwald, der dort nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem ehemaligen Militärflugplatz entstanden ist. Der Wald wird von verschiedenen Wander-, Rad- und Reitwegen sowie einem Fitnesspfad durchzogen. Am Rande des Waldes erstreckt sich eine Schrebergartenkolonie.

An die Süderdünen schließen sich in nordöstlicher Richtung die Kaapdünen an. Sie trennen die Wohnbebauung des Inseldorfes von den hier beginnenden offiziellen Strandabschnitten. Ein gepflasterter Weg führt als „Höhenpromenade“ durch die Dünen in Richtung Osten bis zu den Heerenhusdünen, denen sich das langgezogene Pirolatal anschließt. Südlich der beiden letztgenannten Gebiete befindet sich im Inselinneren das so genannte Meedland. Es wird im Süden vom alten, 1932/1933 errichteten Polderdeich begrenzt. Der Deich trägt auch den Namen Schniederdamm (Sniederdiek), da er unter Aufsicht eines Langeooger Schneiders in Notstandsarbeit errichtet wurde. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs verlor der Schniederdamm seine Bedeutung durch den Neubau eines vier Meter hohen, südöstlich in Richtung Hafen verlaufenden Seedeichs. Der neue Deich wurde 1971 auf 6,16 bis 6,80 Meter erhöht.

In der östlich vom Pirolatal verlaufenden Dünenlandschaft liegt der Schloppsee (Sloppersee) nahe dem Großen Schlopp (Grote Sloop). Der recht junge See entstand erst 1971 durch Sandentnahme für den Küstenschutz. Es folgen die Melkhörndünen mit der etwa 20 m hohen Melkhörndüne. Sie ist die höchste Erhebung der Insel und war mit einstmals 21,3 Metern Höhe lange Zeit auch die höchste natürliche Erhebung Ostfrieslands. Das Melkhörn (= Melkecke) verdankt seinen Namen dem Umstand, dass hier an der ehemaligen 1. Meierei bis 1952 die Kühe gemolken wurden. Heute ist im Gebäude die Langeooger Jugendherberge untergebracht.[3] Östlich der Melkhörndünen erstreckt sich nach dem Kleinen Schlopp (Lütje Sloop) ein Dreebargen genanntes Gebiet. Bis zum Inselende am Osterhook nimmt nun der Bewuchs und die Ausprägung der Dünen kontinuierlich ab.

Im südlichen Gebietsabschnitt des Großen und Kleinen Schlopp wurde in den Jahren 1934 und 1935 ein 218 ha großes Salzwiesenareal durch die Errichtung eines 5,5 Kilometer langen Sommerdeiches vom Wattenmeer abgetrennt, so dass ein Sommerpolder entstand. Dieser wurde in den Jahren von 2002 bis 2005 renaturiert, als man im Zuge der Verlegung der Europipe I und II - Gasleitungen im Accumer Ee eine Kompensationsfläche für diesen Eingriff in die Natur brauchte. Durch die Beseitigung des Sommerdeiches wurde der ursprüngliche Gebietscharakter wiederhergestellt.[4][5]

Obwohl Langeoog vom Salzwasser der Nordsee umgeben ist, befindet sich im Sediment unterhalb des Inselkerns ein Süßwasservorkommen, das je nach Dünenhöhe unterschiedlich groß ist.[6] Das Vorkommen in Form einer mächtigen Süßwasserlinse ist seit mehreren Jahren stark gefährdet, da die Sturmfluten im Winter die Schutzdünen nördlich des Pirolatals immer mehr abbrechen lassen.[7]

Lage[Bearbeiten]

Langeoog gehört zu den Ostfriesischen Inseln vor der Küste Ostfrieslands. Teile der Insel und das Wattenmeer um die Insel gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Nachbarinseln sind, getrennt durch die Seegatte Otzumer Balje, Hullbalje und Schillbalje, Spiekeroog im Osten und Baltrum knapp zwei Kilometer entfernt im Westen, getrennt durch das Accumer Ee. Die Entfernung von der südlichsten Spitze der Insel bis zum Festland beträgt vier Kilometer. Die einzelnen Areale im Wattbereich südlich der Insel in Richtung Festland tragen von West nach Ost die Bezeichnungen Dornumer Nacken, Accumersieler Balje, Neiderplate, Dollart, Ruteplate, Langeooger Plate und Stüversplate, Hungat Plate und das Seriemer Watt. Der große Priel Rute führt südlich der Ruteplate in Richtung Hullbalje.

Flächennutzung[Bearbeiten]

Die Flächenaufteilung der Insel Langeoog ist detailliert in der folgenden Tabelle angegeben:[8]

Flächennutzung (Stand 2005) Fläche in ha Anteil in %
Bauflächen 102 05,2
Flächen für den Gemeinbedarf 9 00,4
Verkehrsflächen 24 01,2
Ver- und Entsorgungsflächen 5 00,3
Grünflächen 49 02,4
Landwirtschaftsflächen 555 28,2
Forstwirtschaftsflächen 104 05,3
Wasserflächen 59 03,0
Flächen für Aufschüttungen und Abgrabungen 8 00,4
Sonstige Flächen 1.054 53,6
Gesamtfläche 1.967 100,0

Klima[Bearbeiten]

Auf der Insel Langeoog herrscht ein Seeklima mit eher milderen Wintern und kühleren Sommern. Das durchschnittliche Jahrestemperaturmittel liegt bei 8,8 °C. Das Monatstemperaturmittel liegt im Februar bei 1,1 °C, im August bei 16,4 °C. Durchschnittlich werden pro Jahr sieben Tage mit Temperaturen über der 25-°C-Marke registriert. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 680 Millimetern, wobei der August der niederschlagsreichste Monat ist. Der geringste Niederschlag ist dagegen im März zu verzeichnen.

Historische Wetterextreme auf Langeoog[Bearbeiten]

Eine Internetquelle[9] berichtet von jeweils harten Eiswintern in den folgend aufgeführten Jahren:

  • 1829/30 - Eiswinter
  • 1890/91 - Zwischen dem 12. Dezember 1890 und dem 23. Januar 1891 war die Insel infolge der Eisdecke auf dem Wattenmeer vom Festland abgeschnitten.
  • 1929 - Auch hier machte das zugefrorene Wattenmeer die Schiffspassage zwischen Januar und März dieses Jahres unmöglich. Jedoch konnte die geschlossene Eisdecke mittels Wagen, teilweise auch Autos, überquert werden.[10]
  • 1955/56 - Über Wochen lag auch hier der Fährverkehr lahm. Die Inselversorgung wurde über die Seenotrettungsboote Borkum, Lübeck und Langeoog gewährleistet.
  • 1962/63 - Infolge wochenlanger Abgeschnittenheit mit bis zu drei Meter hoch am Strand aufgetürmten Eisschollen erfolgte die Versorgung mit Bundeswehr-Hubschraubern.
  • 1968/69 - Die Insel war zwei Tage lang von der Stromversorgung abgeschnitten, da Eismassen an den Überland-Stromleitungen des Festlandes zu deren Reißen führten.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Langeoog beherbergte zeitweise die größte Silbermöwenkolonie Deutschlands mit bis zu 30.000 Brutpaaren. Zum Schutz dieser Vogelart und ihrer Brutgebiete besteht bereits seit 1875 im Bereich Dreebargen mit der Möwenkolonie das älteste Naturschutzgebiet auf der Insel. Durch Veränderungen der Umweltbedingungen, etwa durch Schließung von offenen Mülldeponien, sind jedoch aktuell lediglich noch 10 % des in den 1930er Jahren gezählten Bestands und somit rund 2000 bis 2500 Silbermöwen-Paare vorhanden.[11] Fasane, Turmfalken, Rotschenkel, Austernfischer, Zwergseeschwalben und andere Seeschwalbenarten gehören neben einer Vielzahl weiterer Vogelarten zu den ebenfalls auf der Insel vorkommenden Vögeln. Seit 1958, als ein Bock sowie zwei Ricken seitens des Jagdpächters ausgesetzt wurden, gibt es Rehe auf Langeoog. Mitte der 1980er Jahre bevölkerten etwa 80 dieser Tiere die Insel. Ferner existiert eine Hasen-Population, die zu diesem Zeitpunkt rund 600 bis 700 Tiere umfasste. Die ursprünglich auf der Insel vorzufindenen Kaninchen gibt es jedoch seit den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts nicht mehr.[12]

Höchster Baum der Insel ist eine 17 Meter hohe Bergulme[13] hinter dem 1902 erbauten ehemaligen Kurhaus, das zwischenzeitlich auch als Hotel Falke[14] bzw. Hotel Deutsches Haus firmierte und heute den Namen Inselhotel Kröger trägt.[15]

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung der Insel[Bearbeiten]

Die Ostfriesland vorgelagerten Inseln waren nicht wie die Nordfriesischen Inseln mit dem Festland verbunden. Vor etwa 10.000 Jahren hat sich das Festland noch weit in die Nordsee hinein bis zur Doggerbank und zur englischen Küste ausgedehnt. Danach begann – als Folge der Eisschmelze nach der letzten Eiszeit und des dadurch bedingten Anstiegs des Meeresniveaus – eine Überflutung des Gebietes, welches die heutige Deutsche Bucht bildet. Durch das Zusammenspiel von Strömung, Wasser und Wind lagerte sich Sand ab, der im Laufe der nächsten Jahrtausende zu Sandbänken anwuchs. Die Sandbänke, die auch bei Flut nicht mehr überschwemmt wurden (siehe Kachelotplate), bildeten den idealen Boden für diverse Pflanzen, die mit ihren Wurzeln als Bodenbefestiger fungierten. Dieser Bewuchs erleichterte die Bildung von Dünen und ermöglichte so das Wachstum der Insel.

Antike und Mittelalter[Bearbeiten]

Karte der Insel Langer Oge von Karl Ludwig von Le Coq 1805: Hauptinsel Westerende mit Inseldorf und zwei Teilinseln, auf dem Osterende eine Siedlung

Die erste überlieferte Erwähnung der Ostfriesischen Inseln findet man bei Strabon, einem griechischen Historiker und Geographen in römischen Diensten. Berichtet wird von der Besetzung einer Insel nahe der Emsmündung namens Burchana durch Drusus. Auch Plinius der Ältere berichtet über Borcana.

Bei Aufzeichnungen zu den Kreuzzügen werden Borkum, Juist, Memmert, Buise und Bant erwähnt. 1227 sammelte sich vor diesen Inseln eine Flotte ostfriesischer Kreuzfahrer zum fünften Kreuzzug. 1229 konnte sich der Staufer Friedrich II. mit Hilfe dieser Flotte zum König von Jerusalem krönen lassen.

Zu dieser Zeit muss auch Langeoog bereits besiedelt gewesen sein, denn das Ostfriesische Urkundenbuch verzeichnet einen Mord im Hafen Ackumhe (Accumer Ee). Er ist noch heute der Name des Seegatts zwischen der westlichen Nachbarinsel Baltrum und Langeoog. Die Namensanalogie legt den Schluss nahe, dass dieser Hafen ein früherer Inselhafen Langeoogs war.

Häuptlingszeit[Bearbeiten]

Karte Ostfrieslands im 16. Jahrhundert durch Ubbo Emmius

Während der Häuptlingszeit von 1350 bis 1464 gehörten die ostfriesischen Inseln zum Herrschaftsgebiet der Familie tom Brok. Widzeld tom Brok ist die erste urkundliche, namentliche Erwähnung Langeoogs zu verdanken: Im Jahr 1398 übertrug er dem Herzog Albrecht von Bayern das Lehen über Langeoch.

1464 setzte sich das Geschlecht der Cirksena mittels politischer und militärischer Winkelzüge gegen die meisten der ostfriesischen Häuptlinge durch. Ulrich I. war der erste Reichsgraf aus diesem Geschlecht. Die zum Lehen gehörenden Inseln blieben aber auch in dieser Zeit politisch unbedeutend. Sowohl die neuen als auch die alten Herren hatten nur wenig Interesse an den Inseln, solange sie ihr Drittel bei Strandbergungen bekamen.

Neuzeit[Bearbeiten]

Als erster namentlich bekannter Siedler ist der von 1619 bis 1692 die Insel bewohnende Beyffe Eyben verzeichnet.[15] Der erste namentlich erwähnte Inselvogt war Melchior Edden Garmer. Im Jahr 1630 umfasste sein Obrigkeitsgebiet sieben Haushaltungen mit 35 Bewohnern.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde die Küste Ostfrieslands von einigen schweren Sturmfluten, wie der Zweiten Cosmas- und Damianflut 1509 oder der Antoniflut 1511 heimgesucht. Von konkreten Auswirkungen auf die Insel ist jedoch nichts bekannt. Im Zeitraum von 1650 bis 1700 musste das Dorf mehrfach infolge Sandflugs verlagert werden.[16] So wurde im Osten der Insel 1666 eine Kirche errichtet und auch für die Jahre 1702 bis 1706 wird von einem Kirchbau und der Errichtung eines Ostdorfs in der Nähe der Melkhörndünen berichtet.[15]

Ferner ist zu lesen, dass die Petriflut am 22. Februar 1651 zu einem Durchbruch der Insel geführt hat.[17] Ein Bericht des Pastors Balthasar Arend aus dem Jahre 1684 lässt aber zumindest keinen Rückschluss auf eine zweigeteilte Insel im Berichtszeitpunkt zu.[18]

Die Weihnachtsflut 1717 riss die Insel in der Nähe des Großen Schlopp (Grote Sloop; Sloop bezeichnet dabei einen linienhaften Dünendurchbruch[19]) in zwei Teile. Die Kirche und das Pfarrhaus wurden dabei zerstört, das zu diesem Zeitpunkt wieder im Westteil der Insel befindliche Dorf beschädigt. Bis auf vier Familien verließen daraufhin die Bewohner die Insel. Nach einer weiteren schweren Sturmflut wurde die Insel im Jahr 1721 komplett verlassen.

1723 versuchten Helgoländer unter Führung von Jacob Jacobsen trotz Verbot des damaligen Helgoländer Landesherren König Friedrich von Dänemark[20] die Insel wieder zu bevölkern, gaben jedoch nach wenigen Jahren wieder auf. Erst 1732 wurde die Insel wieder dauerhaft von drei Familien besiedelt, doch wird auch für das Jahr 1736 berichtet, dass die Bewohner die Insel wieder verließen.[18] 1740 entsteht die Domäne Ostende. 1749 existierten vier Gehöfte im Westen der Insel und ein Gehöft im Bereich der heutigen Meierei. Für das Jahr 1777 wird berichtet, dass neben einer Einwohnerzahl von 39 nun auch 129 Nutztiere (82 Schafe, 23 Kühe, 19 Kälber und 5 Pferde) auf der Insel registriert wurden.[21] Ihr Leben bestritten die Bewohner durch Fisch- und Walfang. Der äußerst lukrative Walfang endete jedoch um 1780, als ein Seekrieg zwischen den Niederlanden und Großbritannien jegliche Schifffahrt unterband. Außerdem wurde Muschelschill verkauft. Bei Schill (wie Schale, wortverwandt mit dem engl. shell) handelt es sich um Muschelschalen, die Meeresströmung und Brandung an der Insel ablagerten. Früher wurden sie für die Herstellung von Kalk abgebaut.

Napoleonische Zeit[Bearbeiten]

Infolge der Niederlage Preußens 1806 gegen Napoleon I. trat Preußen im Friedensvertrag von Tilsit 1807 alle Hoheitsgebiete westlich der Elbe ab, darunter auch Langeoog. Napoleon schlug das „Department Oost-Vriesland“, darin eingeschlossen auch Langeoog, den Niederlanden zu. Damit gerieten die Insulaner in die Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und England mit dem Seehandelsverbot durch die französische Kontinentalsperre. Auf Langeoog und auch anderen ostfriesischen Inseln blühte in dieser Zeit der Schmuggel. Vom damals britischen Helgoland wurden Waren über Langeoog zum Festland gebracht. Um den Schmuggel zu unterbinden, stationierte Napoleon bis zu 200 Soldaten auf der Insel. Hierzu errichtete man unweit der Meierei in den Dünen die heute nicht mehr erkennbare Napoleonschanze. Die Stationierung der Soldaten hinderte die Langeooger jedoch nicht am Schmuggel, kannten sie ihr Watt mit Ebbe und Flut doch wesentlich besser als die Franzosen.

In der Folge der gescheiterten Russlandfeldzüge wurde Langeoog 1813 wieder preußisch. Der Frieden zwischen den Siegermächten entzog dem Schmuggel die Grundlage.

1824 schrieb der Chronist Friedrich Arends:

„Die Insel Langeoog liegt beinah 2 Stunden von der Küste entfernt, jedoch in zwei Theile zerrissen, die nur bei Ebbezeit zusammenhängen, zusammen 2 Stunden Länge haltend, bei nicht 1/4 Stunde Breite. Sie zählt nur 45 Einwohner, wovon einige auf dem östlichen Theil, dem Ostende wohnen, die anderen auf Westerende, welche aber bald ihre Häuser nach jenem Theil versetzen müssen, da die See ihnen ganz nahe ist, und wie bei den anderen Inseln, immerfort an der westlichen Seite Abbruch thut.“

Friedrich Arends

Ein Jahr nach dieser Niederschrift entstanden durch eine Sturmflut das Große und das Kleine Schlopp, die Salzwiesen versandeten. Gleichzeitig kam der lokale Fischfang durch die aufkommende Schleppnetzfischerei fast vollständig zum Erliegen. Einen neuen Geschäftszweig eröffnete jedoch das 1797 gegründete Nordseebad Norderney. Die Langeooger lieferten Möweneier nach Norderney, die dort zum maritimen Frühstück angeboten wurden.

Eine Sturmflut im Februar 1825 hatte die Versandung der Äcker auf der Insel zur Folge. Im gleichen Jahr begann die bis 1851 andauernde Ausbildung der Flinthörndünen im Südwesten der Insel.[16] Bei einer Volkszählung im Jahre 1842 konnten 118 Einwohner auf der Insel gezählt werden.

Einsetzen des Bädertourismus[Bearbeiten]

Hospiz auf Langeoog, Postkarte (ca. 1906)

Im Jahr 1830 begann mit dem ersten Badegast, dem Amtsrichter Vangerow aus Aurich[22], die touristische Entwicklung der Insel. Ab diesem Jahr bestand auch erstmals eine regelmäßige Fährverbindung zum Festland. Fährmann war Cassen Frerichs, dessen mit staatlicher Unterstützung gekaufte Schaluppe jedoch ein Jahr später bei einem Sturm zerstört und anschließend wohl durch ein anderes Boot ersetzt wurde. Ab 1839 übernahm Tjark Heeren Tjarks die Position als Fährmann und wurde nach seinem Tod im Jahre 1843 von Jost H. Börgmann abgelöst. Anlaufhäfen am Festland waren nun Bensersiel und Westeraccumersiel. Die Steigerung der Gästezahlen ging zunächst langsam voran (1851: 100 Badegäste). Mit der Einrichtung einer regelmäßigen Fährverbindung zwischen Bensersiel auf dem Festland und der Insel im Jahr 1843 sollten dann auch mehr Gäste auf die Insel gelockt werden, was der Gemeinde Langeoog auch gelang. Ab 1867 bestand mittels der Schaluppe Hoffnung des Kapitän Adam Leiss eine regelmäßige wöchentliche Verbindung zum Festland. Fünf Jahre später konnte bereits zweimal pro Woche eine Anbindung Langeoogs per Schiff gewährleistet werden, da nach Indienststellung der Arthur von Landsberg des Kapitäns Frerich Otten Leiss eine zweite Schaluppe zur Verfügung stand. So konnte man 1876 bereits 365 Badegäste zählen.

1863 wurde zudem mit Zum Fürsten Schaumburg-Lippe das erste Gasthaus auf der Insel errichtet, das diesen Namen aber erst später aufgrund eines darin vorangegangenen Aufenthaltes des Fürsten von Schaumburg Lippe erhielt. 1861 errichtete der am 3. März 1861 von Steuerinspektor Breusing in Emden gegründete „Verein zur Rettung Schiffbrüchiger“ eine der ältesten Rettungsstationen an der deutschen Küste im Westteil der Insel. Im Herbst 1874 wurde eine Telegraphenstation auf Langeoog durch den Kaufmann Heye Broers in Betrieb genommen.[20] 1884 wurde das Hotel Ahrenholtz, das später als Hotel Flörke firmierte, errichtet. Im Folgejahr folgte sowohl der Bau des Langeooger Inselhospiz' als auch des Aussichtszelts „Abtei“ als Vorläufer der Strandhalle. Letzteres wurde jedoch bereits 1891 aufgrund drohender Unterspülung weiter ins Inselinnere verlegt. Außerdem fand 1885 die Eröffnung der ersten Postagentur auf der Insel statt.[15] Der Tourismus brachte dann genügend Einnahmen, um 1892 die Deichanlagen des Kleinen Schlopps wieder instand zu setzen. Ein Jahr später wurde der Deich am Großen Schlopp geschlossen. Ab 1895 war die ärztliche Versorgung Langeoogs gewährleistet.

1901 wurde die „Langeooger Pferdebahngesellschaft OHG“[23] gegründet, die die Badegäste vom Fähranleger zum Bahnhof am Hospiz des Klosters Loccum brachte. Ab 1936 erfolgte die Umstellung der Pferdebahn auf eine dieselbetriebene Inselbahn mit 1000 mm Spurweite. Die Inbetriebnahme der neuen Bahn konnte am 2. Juli 1937 erfolgen. Seitdem fährt die Inselbahn nicht mehr durch das Inseldorf bis zum Hospiz, sondern endet im heutigen Inselbahnhof am südlichen Ortsrand.

20. Jahrhundert bis heute[Bearbeiten]

Inseldorf, Postkarte (ca. 1909)
Topographische Karte von Langeoog.
Zusammengesetzt aus den Blättern 2211 - Ostende Langeoog aus dem Jahr 1951 und 2210 - Baltrum aus dem Jahr 1955

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach einer schweren Sturmflut 1906 wurde über Nacht ein Großteil der damals vorhandenen Hausbrunnen verschmutzt, was die Insulaner zum Bau des Wasserturms zwang. Im selben Jahr wurde der Große Schlopp durch einen Sanddamm geschlossen.[16] 1908 wurde das Kurmittelhaus und 1909 der Wasserturm Langeoog errichtet. Bei Fertigstellung der Wasserversorgung wurden 90 Hausanschlüsse gezählt. Das öffentliche Rohrnetz mit einer gesamten Rohrlänge von 4500 Metern stellte die Wasserversorgung sicher. Mit Vertrag vom 15. März 1909 wurde die Wasserversorgung an die BAMAG Berlin auf 30 Jahre verpachtet. Die Nachfahren des damaligen Bauunternehmers Johann Eilts leben noch heute auf der Insel. 1923 wurde mit der Elektrifizierung Langeoogs begonnen.

Der 1900 erbaute, 75 Meter lange Dampfer Heinrich Horn sank am 5. Dezember 1917 am Ostende der Insel in der Otzumer Balje, wo bei Niedrigwasser noch heute die Reste des in zwei Teile zerbrochenen Wracks zu sehen sind.[24][25] Etwa anderthalb Jahre später, am 10. April 1919, ereignete sich ein weiterer Seenotfall in Inselnähe. So strandete der Fischkutter Justitia auf einer Sandbank vor Langeoog. Die aus vier Personen bestehende Besatzung konnte mit dem Rettungsboot Reichspost gerettet werden.[20]

Noch vor der großen Weltwirtschaftskrise übernahm 1927 die Kurverwaltung den gesamten Badebetrieb. 1929 wurde der erste Flugplatz auf Langeoog eröffnet. Im Jahr 1937 wurde der Inselbahnhof fertiggestellt, der nach mehrmaligem Umbau in den nachfolgenden Jahrzehnten 1995 durch einen Neubau ersetzt wurde.[26] In der Zeit des Nationalsozialismus wurden in der Vorkriegszeit Zeltlager der Hitlerjugend auf der Insel abgehalten. So wird in einer im Juni 1937 erschienenen Broschüre mit dem Titel Hitlerjungen auf Langeoog aus der Reihe Heimatlese von einem solchen Zeltlager berichtet, an dem 700 Personen teilnahmen.[27] In diesem Zusammenhang wird ein - vermutlich auf der Melkhorndüne stehendes - Schlageter-Kreuz erwähnt, an dem die Ablegung eines Gelöbnises seitens der Lagerteilnehmer stattfand.[28] Vom 31. Mai 1939 bis zum 3. Juni desselben Jahres fand auf Langeoog die erste deutsche Seebädersporttagung statt. Sowohl Reichsfremdenverkehrsverband als auch das Reichssportamt waren hieran beteiligt. Ab dem 11. Juni 1939 wurde eine neue, unter anderem Wohnraum-Verdunkelungsmöglichkeiten vorschreibende Luftschutzverordnung auf der Insel angewandt. Die erste Langeooger Segelregatta wurde am 22. Juli 1939 durchgeführt.[20] Auch von den Auswirkungen des wenige Wochen später beginnenden Zweiten Weltkriegs blieb die Insel nicht unberührt. Während des Krieges wurde die Insel systematisch zu einer Luftwaffenbasis der Wehrmacht ausgebaut. Hierzu dienten zunächst deutsche Arbeitsdienstler. Am 22. August 1940 wurden sodann 250 französische Kriegsgefangene auf die Insel verlegt, die am weiteren Ausbau mitwirken sollten.[20] Die Fertigstellung gelang jedoch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges nicht. Noch heute finden sich zahlreiche Überbleibsel des früheren Flugplatzes, dessen Flugfeld nach Kriegsende von alliierten Truppen durch gezielte Sprengungen unbrauchbar gemacht wurde. Das Flugfeld wurde mit Bäumen bepflanzt und bildet das Inselwäldchen. Die ehemalige Start- und Landebahn dient heute als Wander- und Radweg. Langeoog war, mindestens in den ersten Kriegsjahren, wiederholtes Angriffsziel alliierter Flugzeuge. Bei diesen Luftangriffen entstand aber in der deutlichen Mehrzahl allenfalls Flur- oder Sachschaden, sofern nicht gar das Watt oder die Dünen getroffen wurden. Im Jahr 1940 sind dabei der Angriff vom 31. Mai 1940, bei dem 61 Brand- und drei Sprengbomben auf den Scheinflugplatz fielen, der erneut am 28. Juni Ziel eines Angriffs war, als auch die beiden Angriffe vom 30. Juni bzw. 1. Juli 1940 hervorzuheben, die jeweils drei Tote zur Folge hatten.[29] Im Folgejahr trafen jeweils vier (2. Juni 1941) bzw. sechs Bomben (20. Juli 1941) Flug-, sowie Flug- und Scheinflugplatz. Am 7. September wurden durch Brand- und Sprengbomben die Anlegebrücke und zwei Schiffe in Mitleidenschaft gezogen.[30] 1942 kam es infolge Luftangriffs am 18. Juni und 9. Juli zu Gebäudeschäden auf der Insel. Des Weiteren starb eine Person bei vier Bombentreffern am 29. Oktober.[31] Während des Zweiten Weltkriegs kam es am 3. Februar 1944 zudem zum Absturz einer über Wangerooge abgeschossenen amerikanischen Fortress II im Langeooger Watt, wobei ein Besatzungsmitglied ertrank und fünf weitere in Kriegsgefangenschaft gerieten.[20]

Nach dem Krieg erhielt die Insel 1949 die staatliche Anerkennung als Nordseeheilbad. Am 31. Januar 1950 ereignete sich etwa vier Seemeilen vor Langeoog (54° Nord, 7° Ost) ein Schiffsunglück. Der mit 900 Tonnen Kali beladene 743-BRT-Frachter Fidamus der Bremer Reederei Arnold Thyselius sank bei Windstärke 7 und Schneetreiben, wobei 8 seiner 16 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen.[32][33] Die Insel verzeichnete 1962 erstmals mehr als 40.000 Kurgäste. Im Jahr 1976 wurde durch den Ausbau eines tideunabhängigen Hafens die Erreichbarkeit der Insel stark verbessert. Der Betrieb des Wasserturms wurde 1996 eingestellt. Er dient heute als Aussichtsplattform in 23 m über NN.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1680 62[34]
1777 39[21]
1830 35[15]
1842 118[15]
1885 202[15]
1968 2724[35]
Jahr Einwohner
1975 2690[35]
1985 3050[35]
1990 2030[35]
2000 2000[35]
2009 1953[35]
2011 1968[35]

Religion[Bearbeiten]

Die Hälfte der rund 2000 Inselbewohner gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an. Rund 250 Inselbewohner sind Katholiken.

Auf Langeoog befinden sich zwei Kirchenbauten. Die 1890 fertiggestellte evangelisch-lutherische Inselkirche entstand fünf Jahre nach der Eröffnung des Loccumer Inselhospizes, da der viel kleinere Vorgängerbau von 1859 die stetig steigende Anzahl von Kurgästen auf Langeoog nicht mehr aufnehmen konnte. Sie besitzt einen 24,5 Meter hohen Glockenturm, in dem fünf Glocken hängen. Vier Glocken läuten mehrmals täglich in verschiedenen Variationen. Die fünfte und älteste Glocke schlägt zur vollen Stunde. Die Inselkirche kann knapp 400 Besucher aufnehmen. Sehenswert ist das ungewöhnliche Altarbild, das der Nordener Künstler Hermann Buß anlässlich der Restaurierung der Inselkirche in den Jahren 1988/1989 schuf.[36] Das zeitgenössische Altarbild zeigt als Leitmotiv ein gestrandetes Schiff und bildet einen scharfen Kontrast zu dem das Bild tragende Retabel von 1889. Erst 1962 entstand als zweites Kirchengebäude der Insel die katholische Nikolauskirche, die in den darauffolgenden Jahren noch erweitert wurde und erst 1973 ihr heutiges Aussehen erhielt. Eine katholische Kirche wurde erst nach dem 2. Weltkrieg gebaut, da erst mit dem Ausbau der Inselinfrastruktur während des Dritten Reiches auch Katholiken auf die Insel zogen. Bis dahin waren die Bewohner der Insel wie überall in Ostfriesland traditionell evangelisch.[37] Aktuell hat die Gemeinde keinen eigenen hauptamtlichen Seelsorger, sondern wird von Esens aus betreut.

Politik[Bearbeiten]

In den vergangenen Jahrhunderten verfügte Langeoog spätestens ab 1630 über einen Inselvogt. Melchior Edden Garmer wurde als solcher 1636 auch namentlich bezeichnet.[38] Eine weitere – unvollständige – Aufzählung seiner Nachfolger, sofern vorhanden mit Amtszeit:

  • Hayduck Taaken, um 1741, der erste Erbauer eines Hauses bei der heutigen Meierei[38][39]
  • Otto Leuß, 1747–1777 war Schiffer und stammte aus Bensersiel. Nach ihm wurde der Otto-Leuß-Weg benannt.[40]
  • Gerjet Ludwig Kuper
  • Friedrich Jacob Pauls, um 1845[41]
  • Oeljeschlager, um 1904[42]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Das 1938 erbaute und 1985 erweiterte Rathaus von Langeoog

Der Gemeinderat der Inselgemeinde Langeoog besteht aus 10 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1.001 und 2.000 Einwohnern.[43] Durch die sinkende Einwohnerzahl sind das zwei Ratsmitglieder weniger als in der letzten Amtsperiode. Die zehn Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011.

Stimmberechtigt im Gemeinderat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Uwe Garrels.

Die letzte Kommunalwahl vom 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:[44][45][46]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze Veränderung Stimmen Veränderung Sitze
CDU 41,4 % 4 −8,0 % −2
Bündnis 90/Die Grünen 26,1 % 3 +26,1 % +3
SPD 16,0 % 2 −12,3 % −1
FDP 15,0 % 1 +2,0 % −1
Einzelbewerber Schmidt 1,4 % 0 +1,4 % -

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2011 lag mit 74,2 %[44] deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt von 52,5 %.[47] Zum Vergleich – bei der vorherigen Kommunalwahl vom 10. September 2006 lag die Wahlbeteiligung bei 68,0 %.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Aus der Bürgermeisterwahl vom 11. September 2011 ging der parteilose Uwe Garrels als Sieger hervor. Er erhielt 687 Stimmen (60,4 %) und löst damit den bisherigen Amtsinhaber Hans Janssen (376 Stimmen / 33 %) ab. Auf Rüdiger Schmidt entfielen 75 und somit 6,6 % der Stimmen.[48][49]

Vertreter in Land- und Bundestag[Bearbeiten]

Langeoog ist dem Landtagswahlkreis Wittmund/Inseln (Wahlkreis 87) zugeordnet, der den Landkreis Wittmund sowie im Landkreis Aurich die Städte Norderney und Wiesmoor, die Gemeinde Dornum und die Inselgemeinden Juist und Baltrum umfasst. Das Direktmandat für den Niedersächsischen Landtag (Wahlperiode bis 2018) gewann bei der letzten Wahl Anfang 2013 Holger Heymann von der SPD. Er ist seit 1994 Mitglied des Landtags. Er löste den nicht mehr angetretenen Hermann Dinkla von der CDU ab.

Der Bundestagswahlkreis Friesland – Wilhelmshaven (Wahlkreis 27) umfasst die Stadt Wilhelmshaven sowie die Landkreise Friesland und Wittmund.[50] Direkt gewählte Abgeordnete ist Karin Evers-Meyer (SPD), die seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages ist. Ihr Gegenkandidat Hans-Werner Kammer von den Christdemokraten zog über die Landesliste Niedersachsen der CDU in den Bundestag ein.[51]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Langeoog
Blasonierung:

„Auf blauem Schild zwei venezianisch rote Segel auf sich überschlagenden weißen Wogen und drei schwebende silberne (weiße) Möwen.“[53]

Beschreibung:

Der Gemeinderat hat 1946 das Wappen angenommen, das bereits vom lokalen Turn- und Sportvereins geführt wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Wasserturm Langeoog
Inselmuseum Seemannshus
Die Einkaufsmeile von Langeoog: Die Barkhausenstraße
Seenotbeobachtungsstation

Der 1909 erbaute Wasserturm Langeoog ist das Wahrzeichen der Insel und kann während der Sommersaison bestiegen werden. Zu seinem 100-jährigen Bestehen 2009 wurde er aufwändig renoviert. Von oben hat man eine Aussicht über das Dorf und die Dünen, die das Dorf vom Strand trennen. Etwa vier Meter westlich des Turms befindet sich ein viereckiger Granitpfeiler, dessen obere waagerechte, mit einem Kreuz versehene Fläche einen trigonometrischen Punkt im europäischen Hauptdreiecksnetz darstellt. Dieser liegt auf einer Höhe von 17,75 m ü. NHN.[54]

Das Langeooger Kurzentrum mit dem 1983/84 entstandenen Kurgarten befindet sich im Nordwesten des Inseldorfes. Zu den Kureinrichtungen gehört unter anderem ein Meerwasserwellenbrandungsbad mit einer Wassertemperatur von 28 °C und ein Erlebnisbad mit einer Wassertemperatur von 30 °C. Dazu gehört eine 42 Meter lange Wasserrutsche. Für Veranstaltungen wird das 1973 eröffnete „Haus der Insel“ genutzt. Hier finden im Sommer regelmäßig Musik- und Kulturveranstaltungen sowie Ausstellungen statt. Im „Haus der Insel“ befindet sich seit 1981 das Langeooger Schifffahrtsmuseum mit einer großen Sammlung an Schiffsmodellen sowie einem seit 1998 neu hinzugekommenen Nordseeaquarium.[55] Vor dem „Haus der Insel“ kann man das alte Museumsrettungsboot Langeoog besichtigen, das sich von der In-Dienst-Stellung 1945 bis Juli 1980 im Einsatz befand und seit diesem Jahr dort ausgestellt ist.

Im Caspar-Döring-Pad befindet sich das Heimatmuseum der Insel. Das Seemannshus ist ein altes Insulanerhaus mit Wohnstube, Veranda und vier Gästezimmern aus dem Jahr 1844, in dessen Räumlichkeiten der örtliche Heimatverein Ausstellungsstücke aus der Langeooger Geschichte sowie Gegenstände aus dem Leben der Insulaner ausstellt. Als Nebenstandort des Standesamtes Langeoog ist es möglich, sich in der ehemaligen Wohnstube des Seemannshus trauen zu lassen.

Im seit 1992 stillgelegten Wasserwerk-West[56] befindet sich seit dem Juni 2000 das Infohaus „Altes Wasserwerk“. Es erläutert den Besuchern die Schwierigkeiten bei der Trinkwasserversorgung der Insel. Die Langeooger Trinkwassergewinnung erfolgt über eine große unter der Insel liegende Süßwasserlinse. Die Ausstellung informiert über die Süßwasserlinse, ihre Lage und ihren Schutz sowie über die notwendigen Schritte von der Förderung bis zur Bereitstellung als Trinkwasser. Das Infohaus befindet sich am Ende der Mittelstraße und kann täglich unentgeltlich besichtigt werden.[57]

Auf der Nordseite des Inselbahnhofs befindet sich das Denkmal einer historischen Diesellokomotive. Die nur rund 4,4 Meter lange Kö 2 wurde 1937 für die damalige Inselbahn gebaut und fuhr über Jahrzehnte auf der Insel. 1982 erfolgte die Außerdienststellung. Seit 1987 steht die kleine zweiachsige Diesellokomotive als Denkmal am Bahnhof.[58]

Die nach dem ehemaligen Kurator des Inselhospizs des Klosters Loccum Friedrich Wilhelm Barkhausen benannte Barkhausenstraße und die Hauptstraße sind die beiden Hauptgeschäftsstraßen im Ortszentrum von Langeoog. Die meisten Einkaufsgelegenheiten, Restaurants, Kneipen, Cafés und Fahrradverleihe liegen an diesen beiden Straßen. Obwohl Langeoog bereits als autofreie Insel verkehrsberuhigt ist, wurden diese beiden Straßen im Dorfzentrum zu einer Fußgängerzone erklärt, die jedoch von Pferdefuhrwerken, Elektrofahrzeugen von Gewerbetreibenden und Radfahrern im Schritttempo befahren werden darf. Sehenswürdigkeiten in der Barkhausenstraße sind die Bronze-Skulptur eines Fischers vor dem Café Leiß sowie die im April 2007 eingeweihte Bronze-Skulptur des Langeooger Fährkapitäns Johann Wilhelm Leiß vor dem „Bernsteinstübchen“.[59]

Auf den Heerenhusdünen am Ostrande des Ortes befindet sich die alte Seenotbeobachtungsstation der Insel. Der weithin zu sehende orangefarbene Kastenbau der DGzRS steht auf einer 21 m hohen Düne. Der Sockel der Station stammt noch aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Seenotbeobachtungsstationen, von denen es an der deutschen Küste insgesamt 19 Stationen gab, dienten als wichtige Bindeglieder in der Alarmierungskette im Seenotfall. Sie wurden 2005 außer Dienst gestellt. Die Beobachtungsplattform der Seenotbeobachtungsstation kann gegen eine Spende tagsüber bestiegen werden und gewährt einen Rundblick über Langeoog bis hin zum Festland.[60]

Der Langeooger Dünenfriedhof liegt nordöstlich des Inseldorfs inmitten von Dünen. Der Friedhof ist vor allem wegen des Grabs der 1972 bestatteten Sängerin Lale Andersen bekannt. Weiter befinden sich hier auch zwei Gedenkstätten. Die eine Gedenkstätte auf dem so genannten „Russenfriedhof“ erinnert an 113 auf Langeoog gestorbene sowjetischen Kriegsgefangene, die ab August 1941 zum Bau eines neuen Luftwaffenstützpunkts auf die Insel verbracht wurden und an der unmenschlichen Behandlung starben. Das Massengrab am Rande des Dünenfriedhofs wird heute durch sechs Stelen mit den Namen der 113 Toten markiert.[61] Die zweite Gedenkstätte erinnert an die rund 450 Baltendeutschen, die im Februar 1945 aus einem Altenheim in Schwetz/Westpreußen evakuiert wurden und nach einer dramatischen Flucht auf Langeoog eine neue Heimat fanden. Viele von ihnen sind in einer eigenen Abteilung auf dem Dünenfriedhof begraben.[62]

Weitere das Bild der Insel prägende Bauwerke sind etwa die Strandhalle oder die Meierei.

Am Strandabschnitt vor dem Pirolatal finden sich zudem im Sand verborgen die Reste eines Schiffswracks, das vermutlich von einem Plattenbodenschiff aus der Zeit der Kontinentalsperre stammt. Gelegentlich wurden die Überreste des Schiffs, in denen man vor vielen Jahren Kanonenkugeln fand, im Laufe der Zeit durch die Gezeiteneinwirkung teilweise freigelegt, wobei 2009 zu erkennen war, dass der Rumpf des Schiffes mittlerweile auseinandergebrochen ist.[63][64]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten]

Entwicklung der Badegastzahlen Langeoogs
Zahlen von 1851 bis 2001
Jahr Badegäste
1851 100
1876 365
1885 1106
1887 1216[21]
1891 1719[21]
Jahr Badegäste
1959 >30.000
1962 >40.000
~1985 ~83.000
2001 182.000[65]
2010 204.000[65]
Quelle der Zahlen, sofern nicht bereits im Text wiedergegeben:[15]

Der Tourismus ist wie auch auf den anderen Ostfriesischen Inseln der zentrale Wirtschaftsfaktor. Vor allem im Sommer besuchen zahlreiche Gäste die Insel, um an den insgesamt 14 km langen Stränden mit weitläufigem Dünengelände ihren Urlaub, meist in Ferienwohnungen, Hotels oder Pensionen, zu verbringen. Die einzelnen Strandabschnitte sind dabei hinsichtlich der Nutzungsarten zumindest teilweise ausdrücklich bezeichnet. So existieren im Bereich des Badestrands mehrere als Nichtraucherstrand deklarierte Zonen, in denen das Rauchen untersagt ist. Weitere Bezeichnungen sind etwa Jugendstrand, Surfstrand, Hundestrand, Sportstrand und Drachenstrand. Mitte der 1980er Jahre lag die Zahl der jährlichen Kurgäste bei etwa 83000, was rund das 27fache der damaligen Einwohnerzahl von 3119 darstellte. Die Insel verfügt auch über eine Jugendherberge. Diese befindet sich einige Kilometer östlich des Inseldorfs in einer 1923 errichteten Domäne nahe der Melkhörndünen. 1953 wurde diese zu einer Jugendherberge mit 126 Betten und 13 Schlafräumen umfunktioniert. Seit dem Jahr 2000 gibt es die „LangeoogCard“. Diese dient als Kurkarte, Fahrkarte für die Inselfähre, Eintrittskarte für das Erlebnisbad und berechtigt zur kostenlosen Benutzung der Inselbahn.

Langeoog trat zur touristischen Vermarktung der Insel der Marketing-Organisation Die Nordsee GmbH in Schortens bei, die die sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln sowie 15 niedersächsische Küstenorte vertritt.[66]

Verkehr[Bearbeiten]

„Inseltaxis“ auf Langeoog

Die Insel ist nahezu frei vom Verkehr mit Verbrennungsmotoren. Erlaubt sind nur Fahrräder, Pferdefuhrwerke, Elektrofahrzeuge für Gewerbetreibende und einige Transportfahrzeuge der Inselgemeinde. Nur Rettungsdienst und Freiwillige Feuerwehr setzen Fahrzeuge mit Otto- bzw. Dieselmotoren ein, außerdem dürfen Traktoren und Baumaschinen fahren.

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Fährschiff Langeoog IV im Morgengrauen
Teil des Langeooger Hafens

Die Insel verfügt über einen Fährhafen, den die inseleigene Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog von Bensersiel aus anfährt, von dem aus in der Saison aber auch touristische Tagesfahrten nach Norderney, Spiekeroog oder Wangerooge durchgeführt werden.

1830 wurde ein herrschaftlicher Fährmann zur Durchführung einer wöchentlichen Verbindung nach Langeoog verpflichtet. 1888 erfolgte die Gründung der „Reederei Esens-Bensersiel-Langeoog“. Eines der ersten Fährschiffe der Reederei war die Kaiserin Auguste Victoria. 1927 kaufte die Gemeinde die Reederei einschließlich der Pferdebahn und benannte diese in „Schifffahrt der Inselgemeinde Langeoog“ um.

Der Langeooger Hafen wurde in den Jahren 1937 bis 1941 erbaut. 1951 wurde eine neue Anlegebrücke im westlichen Teil des Hafens als Ersatz für den im Tide-unabhängigen Hafenbecken befindlichen Ostanleger errichtet. 1978 kam eine Hubbrücke hinzu. Die Fährverbindung ist seit einem Hafenausbau im Jahre 1976 Tide-unabhängig, die Fährzeiten ändern sich also nicht täglich, es wird nur zwischen einem Sommer- und einem Winterfahrplan unterschieden. Die Fahrzeit von Bensersiel aus beträgt etwa 30 Minuten. Aufgrund der Tide-Unabhängigkeit und des zunehmenden Baus von Zweitwohnungen erhöhte sich das Passagieraufkommen in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre beträchtlich. Deshalb wurden im Jahre 1979 die beiden Personenfahrgastschiffe Langeoog III und Langeoog IV angeschafft, die jeweils 800 Personen aufnehmen können. Die Schifffahrt der Inselgemeinde Langeoog betreibt heute vier Passagierschiffe (Langeoog I, II, III und IV) sowie zwei Frachtfähren (Pionier und Onkel Otto).

Auf Langeoog befindet sich eine SAR-Rettungsstation, die von der DGzRS betrieben wird. Seit dem 18. Oktober 2001 ist dort das Seenotrettungsboot Casper Otten stationiert. Bei Stationsgründung im Jahre 1861 wurde diese zunächst mit einem 30'-Francis-Boot ausgestattet. 1870 erfolgte dann der Bau eines massiven Rettungsschuppens. Zwei Jahre später wurde am Ostende Langeoogs eine weitere Station mit Rettungsschuppen und einem 20'-Francis-Boot eingerichtet. Ein Jahr nachdem die westliche Station einen neuen Rettungsschuppen erhielt, wurde dort 1883 zunächst das 7,5 Meter lange Ruderrettungsboot Papenburg stationiert. Vier Jahre danach erfolgte dessen Verlegung zur Oststation, während es gleichzeitig durch ein neues, 8,5 Meter langes Ruderrettungsboot namens Reichspost inklusive Transportwagen ersetzt wurde. Nach 23 Jahren Dienst wurde es 1910 gegen einen namens- und größengleichen Neubau ausgetauscht. Zuvor hatte bereits 1899 die Oststation mit der Dr. G. Krause ein neues Boot erhalten. Die Reichspost blieb dann bis zu ihrer letzten Einsatzfahrt am 5. März 1942 als eines der letzten Ruderrettungsboote überhaupt im Dienst. Mit der 1941 auf Langeoog erfolgten Verlegung der Hamburg I (spätere August Nebelthau I) begann die Zeit der Motorrettungsboote. Schon im Dezember 1942 wurde dieses Boot jedoch von der 13 Meter langen Hamburg II abgelöst. Die weiteren Nachfolgeschiffe auf dieser Station waren das heutzutage auf der Insel ausgestellte Motorrettungsboot Langeoog (1945–1980) und die Seenotkreuzer Hans Lüken (Juli 1980 bis 23. April 1991) und Hannes Glogner (23. April 1991 bis 18. Oktober 2001).[67]

Der wohl bedeutendste Einsatz der Langeooger Rettungsmänner fand mit der legendären Rettungsfahrt vom 5. März 1942 in jenem Jahr statt, bei dem nahe der Insel zwölf Schiffbrüchige gerettet werden konnten.[68]

2011/2012 fanden im Hafen Langeoog Instandsetzungsarbeiten statt, die eine Erhöhung des Anlegers auf m ü. NHN und eine neue Anlegebrücke zur Kapazitätserweiterung beinhaltete. Im Jahr 2011 wurden rund 1,2 Millionen Passagiere mit den Fähren befördert. Durchschnittlich finden nach Angaben des zuständigen Hafenbetreibers Niedersachsen Ports im Jahr rund 10.000 meldepflichtige Schiffsbewegungen im Hafen Langeoog statt.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Der Flugplatz Langeoog liegt etwa 500 Meter südöstlich des Inselbahnhofs. Er wird regelmäßig von der in Wittmund ansässigen Fluggesellschaft Luftverkehr Friesland Harle angeflogen.

Inselbahn[Bearbeiten]

Inselbahnhof Langeoog

Die Inselbahn Langeoog verbindet den Fährhafen mit dem Ortskern. Die Fahrzeit für die 2,5 Kilometer vom Hafen zum Inseldorf beträgt etwa sieben Minuten.

Am 22. Juni 1901 wurde von der Reederei eine 3,5 Kilometer lange Pferdebahn in Betrieb genommen, die vom damaligen Anleger, der nahe dem heutigen Hafen gelegen war, durch das Inseldorf zum Hospiz führte. Dazu wurde die Langeooger Pferdebahngesellschaft OHG gegründet.[69] Nach Zerstörung des Anlegers durch eine Sturmflut Ende 1936 wurde die Pferdebahn durch eine motorisierte Inselbahn mit Meterspur ersetzt. Die Inbetriebnahme der neuen Bahn erfolgte am 2. Juli 1937. Seitdem führt die Inselbahn nicht mehr durch das Inseldorf, sondern endet im neuen Inselbahnhof am Ortsrand. 1995 wurden für die Inselbahn zwei neue Züge mit insgesamt zehn Waggons und fünf Lokomotiven beschafft. Zwischen 1993 und 1996 wurde außerdem der Inselbahnhof von 1937 durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. 2005 wurden noch zwei Personenwagen beschafft, die jeweils mit Einstiegshilfen für Rollstühle und Kinderwagen versehen sind. Heute verfügt die Inselbahn über 5 Lokomotiven für den Personenverkehr, 2 Güterzuglokomotiven, 12 Personenwagen, einen historischen Personenwagen, 2 Gepäckcontainerwagen und 23 Güterwagen.

Energie- und Wasserversorgung[Bearbeiten]

Langeoog ist durch zwei 50 mm² starke Kupferkabel, die durch das Watt entlang der Fahrrinne führen und mit Kabelbojen markiert sind, mit dem Festland verbunden und damit an die Elektrizitätsversorgung angeschlossen.[70] Dies ist seit 1923 der Fall.[71]

Die Wasserversorgung wird ausschließlich über das auf der Insel in der Süßwasserlinse vorhandene Wasservorkommen gedeckt, auch aus diesem Grund werden die Schutzdünen entlang des Pirolatals regelmäßig verstärkt.[72] Der Wasserverbrauch liegt bei 330.000 m³/ Jahr. Die 18 Vertikal-Förderbrunnen des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) liegen im Pirolatal, über ein 29 Kilometer langes Rohrnetz erfolgt die Verteilung an die privaten und gewerblichen Abnehmer.[73] Das Wasserwerk selbst befindet sich in den Dünen östlich des Inseldorfes, seit 1961 erfolgt der Betrieb vollautomatisch. Die Wasseraufbereitung geschieht mittels Quarzsand und Polyaluminiumchloridhydroxid bei einer maximalen Aufbereitungsmenge von 100 m³/Stunde. Die Speicherkapazität beträgt 1250 m³. 1992 wurde die Wasserversorgung an das OOWV übertragen[74].

Medien[Bearbeiten]

Alle außerhalb der Insel erscheinenden Printmedien werden morgens mit der ersten Fähre von Bensersiel auf die Insel gebracht. Der „Anzeiger für Harlingerland“ ist die Tageszeitung für den Landkreis Wittmund, zu dem auch die Insel Langeoog gehört. Die Zeitung erscheint in der Kreisstadt Wittmund und berichtet regelmäßig über Langeooger Themen.

Die Wochenzeitung „Langeoog News“ wird seit Mitte 2005 durch die Langeoog Multimedia GmbH herausgegeben. Sie erscheint wöchentlich von April bis Oktober, in der übrigen Zeit 14-täglich. Sie enthält eine aktuelle Berichterstattung und das Veranstaltungsprogramm der Woche. Die Internet-Ausgabe der „Langeoog News“ berichtet ganzjährig täglich von der Insel. Hier findet man aktuelle Berichterstattungen, Veranstaltungstipps, einen Überblick der örtlichen Gastgeber, Fahrplanänderungen und vieles mehr.[75]

Die aktuelle Informationsbroschüre für das Nordseeheilbad Langeoog „de Utkieker“ erscheint im Verlag E. Söker aus Esens und wird in Zusammenarbeit mit der Langeooger Kurverwaltung, der Langeooger Ortshandwerkerschaft, der DEHOGA-Inselgruppe Langeoog und dem Langeooger Einzelhandelsverband erstellt. Die während der Saison monatlich herausgegebene Broschüre berichtet auf mehr als 200 Seiten über Veranstaltungen, Personen und Hintergründe.

Bildung[Bearbeiten]

Langeoog verfügt mit der Inselschule Langeoog[76] über eine Grund-, Haupt- und Realschule mit Schule für Lernhilfe. Die derzeitige Schülerzahl liegt bei circa 110. Schüler der Insel, die das Abitur machen möchten, besuchen nach der zehnten Klasse das Niedersächsische Internatsgymnasium in Esens. Die Schüler des Internates kommen zu über 90 Prozent von den Ostfriesischen Inseln. Durch die Schulstrukturreform in Niedersachsen und den damit verbundenen Wegfall der Orientierungsstufe kann es in Zukunft bereits für Schüler ab dem Alter von zehn Jahren nötig werden, nach der vierten Klasse auf das Internat zu wechseln.

Jedes Jahr zu Pfingsten treffen sich ehemalige Schüler und Lehrer des im Jahre 1988 geschlossenen Nordseegymnasiums und des dazugehörigen Internats auf der Insel.[77] Das seitdem leerstehende Gebäude des Internats wurde am 13. Mai 2009 bei einem Brand vollständig zerstört.[78]

Sport[Bearbeiten]

Größter Sportverein der Insel ist der 1908 gegründete TSV Langeoog, ein Sportverein mit über 700 Mitgliedern und 23 Abteilungen[79]. Als Sportstätten nutzt der Verein den nördlich des Flugplatzes gelegenen Sportplatz und die 1966 errichtete Turnhalle in der Friesenstraße. Der Fußball-Bundesligist SC Freiburg nutzte den Sportplatz von 1990 bis 2006 regelmäßig für seine Vorbereitungen auf die Bundesliga-Saison. Auch der 1. FC Köln und die TSG 1899 Hoffenheim absolvierten mit ihren Bundesligamannschaften bereits Trainingslager auf der Insel.

Weiterhin gibt es den am 22. August 1972 gegründeten rund 260 Mitglieder zählenden Seglerverein Langeoog (SVL).[80] Seit Mai 1996 existiert zudem ein Golfklub auf Langeoog. Er verfügt über eine südlich des Flugplatzes neu angelegte Neun-Loch-Golfplatz-Anlage.[81] Der Betrieb dieser Anlage in einer Zwischenzone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer steht in der Diskussion, da er nach Ansicht des Wattenrats seit 2001 illegal erfolgt.[82] Sonstige Sportvereine der Insel sind der 1971 gegründete Schiessverein Langeoog e.V.[83] und der den zwischen Flughafen und Deich gelegenen Baggersee nutzende Langeooger Sportfischerverein, dessen Gründungsdatum der 13. Dezember 1995 ist.

Auf Langeoog findet jährlich im Sommer das Zeltlager des Landessportbundes Niedersachsen mit bis zu 14-tägigen Freizeiten für Kinder und Jugendliche statt.

Freizeit[Bearbeiten]

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen auf der Insel gehört ein im Ortskern von Langeoog abgehaltenes, Dörpfest genanntes Straßenfest. Ebenso wird einmal jährlich ein Schlagball-Wettkampf gegen das Team der benachbarten Insel Spiekeroog durchgeführt. Auch gibt es auf der Insel ein am Hospizplatz gelegenes Kino mit zwei Sälen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Jahr 1988 wurde Langeoog durch den damaligen Sozialminister Niedersachsens Hermann Schnipkoweit im Landeswettbewerb Freizeit in Niedersachsen ausgezeichnet.[15]

Die Insel Langeoog wies im Jahr 2004 mit 2775 Euro pro Einwohner die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller Gemeinden in Niedersachsen auf. Ein Grund dafür mag in den oben erwähnten Investitionen insbesondere im Bereich der Inselbahn Langeoog in den 1990er Jahren liegen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Inselgemeinde aufgrund ihrer besonderen Lage auch gemeindefremde Aufgaben wahrnehmen muss, die auf Festlandsgemeinden etwa der Landkreis übernimmt.

Seit dem Jahr 2007 hat die Insel Langeoog eine eigene Brauerei, welche die erste auf den ostfriesischen Inseln ist – in der Produktion befinden sich neben Langeooger Inselbier Dunkel, Pils und Hefe auch Bierschnaps, Bierlikör, Bierfeuer und Bierbrand. Daneben werden Bierseife, Bierschokolade und Bierbrot produziert. Seit dem Jahr 2008 betreibt die Langeooger Inselbrauerei auch die Langeooger Kaffee-Rösterei, in deren Angebot sich neben 42 sortenreinen Kaffees auch die „Langeooger Inselmischung“ befindet, welche bei der Kaffeemeisterschaft 2013 den 2. Platz belegte und mit dem Silber-Award ausgezeichnet wurde. Im Angebot sind auch Kaffeeschokolade und Kaffeeseife zu finden.

Anfang 2008 standen die Insel und einige ihrer Bewohner im Mittelpunkt einer mehrteiligen Fernsehserie. In der Kabel1-Sendung Jedes Kilo zählt – Eine Insel wird schlank wurde berichtet, wie 21 Einwohner von Langeoog abgenommen haben. Pro verlorenem Kilogramm erhielten sie 100 Euro, die für wohltätige Zwecke auf der Insel verwendet wurden.

Über die Insel Langeoog wurden mehrere Inselkrimis verfasst, so unter anderem der Inselkrimi Die Langeoog-Lektion der Schriftstellerin Antje Friedrichs. Am 24. November 2013 wurde der auf Langeoog spielende Tatort: Mord auf Langeoog in der ARD ausgestrahlt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Wasserturm mit Lale-Andersen-Denkmal
Lale Andersens ehemaliges Haus „Der Sonnenhof“

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Das Ehrenbürgerrecht ist die höchste Würdigung der Gemeinde Langeoog. Die Gemeinde hat die folgenden Personen damit ausgezeichnet:

Söhne und Töchter der Insel[Bearbeiten]

Auf Langeoog geboren:

  • Johann Tongers (1881–1969), Pastor, Heimatforscher und Autor (veröffentlichte mehrere Schriften zur Inselgeschichte von Langeoog)
  • Jan-Gerhard Vestering (* 12. März 1937), Fußballspieler

Persönlichkeiten, die mit der Insel verbunden sind[Bearbeiten]

Mit der Insel Langeoog sind zudem die Namen der folgenden Personen verbunden:

  • Lale Andersen (* 23. März 1905 in Lehe; † 29. August 1972 in Wien) – Sängerin und Schauspielerin. Sie war eine der bekanntesten Einwohnerinnen von Langeoog. Die mit dem Lied Lili Marleen weltberühmt gewordene Lale Andersen wohnte viele Jahre im „Sonnenhof“, einem reetgedeckten, aus einer Wehrmachtsbaracke entstandenen[84] Haus auf der Insel. Lange war in diesem ein Café eingerichtet, in dem Bilder, Kleidung und andere Erinnerungsstücke der Sängerin und Schauspielerin ausgestellt waren. Gegenwärtig (Stand: Juli 2011) steht das Anwesen zum Verkauf. Obwohl sie in Wien verstarb, wurde sie 1972 entsprechend ihrem eigenen Wunsch auf dem Dünenfriedhof Langeoogs begraben. Zum 100. Geburtstag von Lale Andersen am 23. März 2005 wurde unterhalb des Wasserturms ein von der Goldschmiedin Eva Recker geschaffenes Bronzestandbild feierlich enthüllt.
  • Christian Bartholomae (* 21. Januar 1855 in Forst; † 9. August 1925 auf Langeoog) – deutscher Indogermanist, Iranist und Indologe.
  • Max Böhlen (* 14. April 1902 in Bern; † 23. August 1971 in Basel) – Schweizer Maler. Max Böhlen besuchte in seiner ostfriesischen Lebensphase während der 1930er Jahre die Insel und schuf dort eines seiner Hauptwerke.[85]
  • Rudolf Eucken (* 5. Januar 1846 in Aurich; † 15. September 1926 in Jena) – Philosoph und Literaturnobelpreisträger. Eucken war einer der ersten Urlaubsgäste und wiederholt auf der Insel zu Gast. Er berichtete darüber in seinen Memoiren „Ein Stück deutsches Leben“. Auf der Insel ist mit dem Rudolf-Eucken-Weg ein Straße nach ihm benannt.
  • Wolf Gerlach (* 17. April 1928 in Stolp, Pommern; † 12. November 2012 in Bad Zwischenahn) – Bühnenbildner, Filmarchitekt, Karikaturenzeichner, Maler, Autor und Erfinder der Mainzelmännchen und von Ute, Schnute, Kasimir wuchs auf der Insel auf.
  • Anselm Prester (* 17. Juli 1943 in Tegernsee) – Auf der Insel beheimateter deutscher Kunstmaler.[86]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Oltmann Ammermann, Gert Uwe Detlefsen, Franz Horb, Ulrich Uplegger, Inselgemeinde Langeoog (Hrsg.): Schifffahrt der Inselgemeinde Langeoog – Chronik der Reederei und Inselbahn. Verlag Gert Uwe Detlefsen, 1996, ISBN 3-928473-29-8.
  •  Antje Bruns: Insel- und Küstenschutz in Niedersachsen. Das Beispiel Langeoog. VDM Verlag Dr. Müller, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-8364-7600-3.
  •  Gisela Hennig: Ein Leben wie Ebbe und Flut. Schardt-Verlag, 2003, ISBN 3-89841-112-5.
  •  Hans Jürgen Jürgens: Zeugnisse aus unheilvoller Zeit. Ein Kriegstagebuch über die Ereignisse 1939–1945 im Bereich Wangerooge-Spiekeroog-Langeoog sowie die Lage im Reich und an den Fronten. 6 Auflage. C. L. Mettcker & Söhne, Jever 2003, ISBN 3-87542-008-X.
  •  Manon Loock-Braun: Unterwegs auf Langeoog. Naturkundlicher und kulturhistorischer Inselspaziergang. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2005, ISBN 978-3-89876-195-6.
  • Johann Tongers: Unser Langeoog, wie es wurde. 3. Auflage. Ostendorp-Verlag, Rhauderfehn 1975, ISBN 3-921516-12-9.
  • Johann Tongers: Unser Langeoog. Kleiner Langeoogführer. 2. Auflage. H. & J. Altmeppen, Rheine in Westfalen 1962.
  • Johann Tongers: Unser Langeoog, wie es wurde. 2., erweiterte und verbesserte Auflage. Selbstverlag, Langeoog 1962.
  • Johann Tongers: Unser Langeoog. Inselwerden. Mettcker, Wittmund 1951 (Unser Langeoog, Bd. 1).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Langeoog – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Langeoog – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Langeoog – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2.  Antje Bruns: Insel- und Küstenschutz in Niedersachsen. Das Beispiel Langeoog. VDM Verlag Dr. Müller, Wiesbaden 2008, S.1ff., ISBN 978-3-8364-7600-3.
  3. Dünen auf Langeoog auf www.nordwestreisemagazin.de
  4. Vegetationskundliche und paläoökologische Untersuchungen im Sommerpolder auf Langeoog auf der Internetpräsenz des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg
  5. Renaturierung Langeooger Sommerpolder auf www.nlwkn.niedersachsen.de
  6. Wasserlinse Langeoog. Arnold Meyer. Abgerufen am 10. Juli 2009.
  7. Natürliche Gefahren für die Süßwasserlinse. Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 7. November 2006. Abgerufen am 10. Juli 2009.
  8. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen-Online: Tabelle Z00100001 - 462007 - Gemeinde Langeoog
  9. Lediglich unbequellter Foren-Eintrag, der vermutlich so jedoch aus einer Sekundärquelle übernommen wurde. Diese Informationen sind daher mit Vorsicht zu genießen und gegebenenfalls durch besser geeignete Belege zu ersetzen.
  10. Langeoog.de Geschichtlicher Abriss – Überblick auf gut 600 Jahre Siedlungsgeschichte der Insel Langeoog, eingesehen am 21. August 2010
  11. Biologische Vielfalt in Niedersachsen: Schätze vor unserer Haustür (PDF; 485 kB), eingesehen am 21. September 2012
  12. Kleiner Langeoog-Führer, F. Runge, H. & J. Altmeppen, Buchdruckerei und Verlag, Rheine (Westf.), 1986, S.25
  13. Kleiner Langeoog-Führer, F. Runge, H. & J. Altmeppen, Buchdruckerei und Verlag, Rheine (Westf.), 1986, S.41 / Die Höhenangabe datiert also aus dem Jahre 1986 und könnte in der Zwischenzeit abweichen.
  14. Hotel Deutsches Haus - Informationen zum Gebäude auf www.internat-langeoog.org
  15. a b c d e f g h i Langeoog - Geschichtlicher Abriss auf schiffahrt-langeoog.de
  16. a b c Die Flora und Fauna der Ostfriesischen Inseln: Langeoog
  17. Naturereignisse für Deutschland auf www.nierswetter.de
  18. a b Langeoog anno 1684: Offenbar ungeteilt auf www.langeoog-news.de vom 10. Februar 2010
  19. Langeoog - Historische Entwicklung auf www.nordwestreisemagazin.de
  20. a b c d e f Inselkirche Langeoog - Chronik auf www.inselkark.de
  21. a b c d Ostfriesische Inseln & Nordseeküste von Claudia Banck
  22. Informationen über Langeoog
  23. Geschichte der Langeooger Schifffahrt
  24. Horn Line auf www.theshipslist.com
  25. Bild der Wrackreste
  26. Symbiosen, Rituale, Routinen: Technik als Identitätsbestandteil. Technikakzeptanz der 1920er bis 1960er Jahre von Rolf-Ulrich Kunze, S.228ff
  27. Blog-Eintrag Zeltlager der Hitlerjugend lockt Nazi-Prominenz nach Langeoog vom 31. Mai 2009 auf Langeooger Geschichtswerkstatt
  28. Blog-Eintrag Gelöbnis der Hitlerjungen am Schlageterkreuz auf der Melkhörndüne vom 31. Mai 2009 auf Langeooger Geschichtswerkstatt
  29. Daten auf www.bunkermuseum.de
  30. Daten auf www.bunkermuseum.de
  31. Daten auf www.bunkermuseum.de
  32. Weitere Informationen kostenpflichtig im Archiv des Hamburger Abendblatts
  33. [Using Full-Scale Capsizing Accidents for the Validation of Numerical Seakeeping Simulations auf der Internetpräsenz des Instituts für Entwerfen von Schiffen und Schiffssicherheit der Technische Universität Hamburg-Harburg.]
  34. Langeoog – Die Insel fürs Leben
  35. a b c d e f g Über die Formularmaske des Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen zu ermitteln
  36. Das Altarbild der Inselkirche
  37. Katholische Kirche St. Nikolaus
  38. a b Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog – Historie / Langeoog
  39. Die Geschichte der Meierei
  40. Karl Herquet: Miscellen zur Geschichte Ostfrieslands, 1883 (Neudruck 1985 und 1971) ISBN 3-500-23180-2, S. 44
  41. [1]
  42. 100 Jahre Langeooger Wasserturm
  43. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 7. November 2011
  44. a b Gemeinderatswahl 2011, abgerufen am 13. Dezember 2011
  45. „Erdrutsch auch bei Ratswahl“ auf www.langeoognews.de vom 12. September 2011, abgerufen am 12. September 2011
  46. Gemeinde Langeoog: Wahlergebnisse ab 2001 (PDF; 368 kB), abgerufen am 13. Dezember 2011
  47. www.ndr.de: Abwärtstrend bei Wahlbeteiligung gestoppt, abgerufen am 13. Dezember 2011
  48. aktuelle-wahlen-niedersachsen.de / http://www.aktuelle-wahlen-niedersachsen.de/KW2011/DW_Uebersicht.pdf
  49. Uwe Garrels neuer Bürgermeister auf www.langeoognews.de vom 12. September 2011, abgerufen am 12. September 2011
  50. Wahlkreiseinteilung beim Bundeswahlleiter
  51. Jeversches Wochenblatt: Karin Evers-Meyer nicht zu schlagen, abgerufen am 23. September 2013
  52. Die Wappen und Flaggen der deutschen Watteninseln
  53. [52]
  54. Kleiner Langeoog-Führer, F. Runge, H. & J. Altmeppen, Buchdruckerei und Verlag, Rheine (Westf.), 1986, S. 4
  55. Langeooger Schifffahrtsmuseum, abgerufen am 8. August 2010
  56. Süßwasserlinse Langeoog, abgerufen am 13. Dezember 2011
  57. Info-Flyer zum Alten Wasserwerk auf der Internetpräsenz des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (PDF; 3,3 MB)
  58. Daten der Diesellok Kö 2, abgerufen am 10. August 2010
  59. Denkmal für einen Kapitän, abgerufen am 20. August 2010
  60. Die SAR - Wache von Langeoog, abgerufen am 8. August 2010
  61. Haus Meedland: Wer die Toten vergisst, abgerufen am 15. August 2010
  62. Der Schicksalsweg der Bewohner des Baltenheims in Schwetz, abgerufen am 8. Januar 2013
  63. Wrack auseinandergebrochen auf langeoognews.de vom 27. Oktober 2009
  64. Luftaufnahmen des Wracks
  65. a b Tourismus-Statistik 2000-2010 auf der Internetpräsenz der Inselgemeinde Langeoog
  66. Die Nordsee GmbH – Wir über uns, abgerufen am 11. Juli 2011
  67. Langeoog - Geschichte der Station auf der Internetpräsenz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGZRS)
  68. Retter ohne Ruhm - Kampf mit dem Eis auf der Internetpräsenz der DGzRS Langeoog
  69. Kurzer Abriss über die Langeooger Geschichte bis heute
  70. Kleiner Langeoog-Führer, F. Runge, H. & J. Altmeppen, Buchdruckerei und Verlag, Rheine (Westf.), 1986, S.19
  71. Geschichte | Ostfriesische Inseln | Langeoog auf www.haus-eschengrund.de
  72.  Antje Bruns: Insel- und Küstenschutz in Niedersachsen. Das Beispiel Langeoog. VDM Verlag Dr. Müller, Wiesbaden 2008, S. 44ff., ISBN 978-3-8364-7600-3.
  73. Wasserlinse Langeoog auf www.nordwestreisemagazin.de
  74. Wasserwerk Langeoog auf der Internetpräsenz des OOWV
  75. Internetpräsenz der Tageszeitung Langeoog News
  76. Website der Inselschule
  77. Webseite ehemaliger Internatsschüler
  78. Langeoognews.de vom 17. Mai 2009
  79. Die Abteilungen des TSV Langeoog, abgerufen am 7. August 2010
  80. Geschichte des SV Langeoog auf der Internetpräsenz des Vereins
  81. Golfclub Insel Langeoog, abgerufen am 7. August 2010
  82. 20 Jahre Nationalpark niedersächsisches Wattenmeer auf www.wattenrat.de
  83. Internetpräsenz des Schiessverein Langeoog e.V.
  84. Symbiosen, Rituale, Routinen: Technik als Identitätsbestandteil. Technikakzeptanz der 1920er bis 1960er Jahre von Rolf-Ulrich Kunze, S.243
  85. Max Huggler, Max Böhlen, mit Werkeverzeichnis, Frauenfeld 1973, ISBN 3-7193-0466-3
  86. Ein Atelier am Meer auf Langeoog auf reisebuch.de