Laura Ludwig

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Laura Ludwig Volleyball (Beach)
LauraLudwig Muenster2013.jpg
in Münster 2013
Porträt
Geburtstag 13. Januar 1986
Geburtsort Berlin, Deutschland
Größe 1,81 m
Partnerin bis 2003 Jana Köhler
2004–2012 Sara Goller
2013–2014 Kira Walkenhorst
2014 Julia Sude
Verein 2005–2013 Hertha BSC
2013– Hamburger SV
Deutsche Rangliste Position 4[1]
Weltrangliste Position 17[2]
Erfolge
2003 - Weltmeisterin U18
2003 - Europameisterin U18
2004 - EM-Dritte U23
2005 - Vizeeuropameisterin U23
2005 - DM-Dritte
2006 - Europameisterin U23
2006 - Deutsche Meisterin
2007 - Vizeeuropameisterin
2007 - Deutsche Meisterin
2008 - Europameisterin
2008 - Deutsche Meisterin
2009 - Vizeeuropameisterin
2009 - DM-Dritte
2009 - Beachvolleyballerin des Jahres
2010 - Europameisterin
2010 - Deutsche Vizemeisterin
2010 - Beachvolleyballerin des Jahres
2011 - EM-Dritte
2011 - Beachvolleyballerin des Jahres
2011 - Deutsche Meisterin
2012 - Olympia-Fünfte
2012 - Beachvolleyballerin des Jahres
2013 - WM-Fünfte
2013 - EM-Dritte
2013 - Beachvolleyballerin des Jahres
2013 - Deutsche Meisterin
2014 - 1. Platz FIVB Grand Slam Shanghai
2014 - EM-Dritte
(Stand: 17. Juli 2014)

Laura Ludwig (* 13. Januar 1986 in Berlin) ist eine deutsche Beachvolleyballspielerin. Sie war bisher zweimal Europameisterin und fünfmal deutsche Meisterin.

Karriere[Bearbeiten]

Austrian Masters 2008
Sieger der EM 2008 in Hamburg

Ludwig begann 1994 beim Köpenicker SC mit dem Volleyball in der Halle. In der Saison 2004/05 stand sie mit Bayer Leverkusen und ihrer langjährigen Beachpartnerin Sara Goller in allen drei Endspielen. In den Jahren 2009 und 2010 half sie in der zweiten Bundesliga für ein paar Spiele beim VfL Oythe aus.[3][4]

Die Leser der Fachzeitschrift Volleyball-Magazin wählten sie in der Saison 2003/04 zur Aufsteigerin des Jahres.

Als Beachvolleyballerin ist Ludwig seit 1999 aktiv. Zunächst spielte sie mit Jana Köhler. Das Duo wurde 2003 Welt- und Europameister in der Altersklasse U18. Am 15. Mai 2004 gründete sie mit Sara Goller ein neues Duo, das sich unter dem Namen gollerplusludwig vermarktete und seit dem 1. November 2005 zu Hertha BSC gehörte. Die von Olaf Kortmann trainierten jungen Damen feierten den ersten gemeinsamen Erfolg mit dem dritten Platz bei der U23-EM 2004 in Brünn. Die erste Teilnahme an der „großen“ Europameisterschaft in Timmendorfer Strand endete mit Rang 25. Im August 2004 geriet Ludwigs Karriere in Gefahr, da sie im Training einen Schlaganfall erlitt. Bei der nächsten Junioren-Europameisterschaft 2005 in Mysłowice holten Goller/Ludwig Silber. Im gleichen Jahr wurden die zum Nationalduo aufgestiegenen Frauen Dritter bei der Deutschen Meisterschaft und nahmen in Berlin erstmals an einer Weltmeisterschaft teil (Platz 17). 2006 etablierten sie sich dann endgültig in der deutschen Elite. Sie gewannen die U23-EM in St. Pölten, nahmen an der World Tour teil, wo sie einen fünften Platz in Acapulco erreichten, und wurden Vierte bei der EM in Den Haag. Im Finale gegen Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich gewannen sie die deutsche Meisterschaft. Im folgenden Jahr setzten sie ihren Aufstieg fort. Bei der WM in Gstaad reichte es nur zum 17. Platz, aber bei der Europameisterschaft in Valencia erreichten sie das Finale. Außerdem gewannen sie bei Turnieren der FIVB World Tour die Silbermedaille in Espinho und die Bronzemedaille in Klagenfurt, erreichten den vierten Platz in Stavanger und den fünften Platz in Marseille. Laura Ludwig wurde 2007 zusätzlich als „Most Improved Player of the Year“ der FIVB ausgezeichnet. Goller/Ludwig verteidigten in diesem Jahr ihren nationalen Titel im Endspiel gegen Helke Claasen und Antje Röder. Den bis dahin größten Erfolg ihrer Karriere erzielten die beiden Wahl-Hamburgerinnen mit dem Gewinn der Europameisterschaft 2008 in ihrem derzeitigen Wohnort. Kurz zuvor hatten sie sich bereits die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking gesichert. Dort schieden sie im Achtelfinale nach einer Dreisatz-Niederlage gegen die Österreicherinnen Doris und Stefanie Schwaiger aus. Bei der deutschen Meisterschaft 2008 gewannen sie zum dritten Mal in Folge den nationalen Titel.

Saison 2009[Bearbeiten]

Das Jahr 2009 war das Jahr der dritten Plätze für Laura Ludwig und Sara Goller. Bronzemedaillen bei den FIVB-Turnieren in Brasília, Moskau und Marseille sowie ein dritter Platz bei den deutschen Meisterschaften in der Ahmann-Hager-Arena, dazu kamen bei FIVB-Turnieren ein vierter Platz in Shanghai sowie drei fünfte Plätze. Nur bei der Europameisterschaft konnten sich Goller und Ludwig die Silbermedaille sichern. In diesem Jahr löste Laura Ludwig ihre Partnerin als Beachvolleyballerin des Jahres ab.

Saison 2010[Bearbeiten]

Erfolgreich starteten die beiden Athletinnen von Hertha BSC in das Jahr. Bei den Brasília Open besiegten sie zunächst die Olympiasiegerin Misty May-Treanor mit ihrer neuen Partnerin Nicole Branagh und anschließend das brasilianische Duo Larissa/Juliana. Im Finale mussten sich Ludwig/Goller allerdings den beiden Brasilianerinnen geschlagen geben wie schon beim Turnier in Portugal 2007 und somit ihren ersten Sieg bei der FIVB-Tour noch verschieben. Während die beiden Deutschen in Shanghai überhaupt nicht zurechtkamen und nur den 25. Platz belegten, erreichten sie in Rom wiederum das Finale, scheiterten diesmal jedoch an den aktuellen Weltmeisterinnen April Ross und Jennifer Kessy. Auch bei den folgenden Turnieren in Seoul und Moskau wurden Laura Ludwig und Sara Goller von den beiden Amerikanerinnen besiegt und belegten jeweils den fünften Platz. In Gstaad erreichten die beiden Deutschen zum dritten Mal in dieser Saison das Finale, zum dritten Mal gab es jedoch eine Niederlage, diesmal wie in Brasilia gegen die topgesetzten Brasilianerinnen Larissa und Juliana. Nach einem fünften Platz in Marseille erreichten Ludwig/Goller in Klagenfurt zum vierten Mal 2010 einen Medaillenrang. Im Spiel um den dritten Platz besiegten die Damen von Hertha BSC die Österreicherinnen Barbara Hansel und Sara Montagnolli, an denen sie in Marseille noch beim Kampf um den Einzug ins Halbfinale gescheitert waren. Nach einem neunten Platz beim FIVB-Turnier in Polen gewannen die beiden Deutschen ihre zweite Europameisterschaft. Im Finale besiegten sie ihre Landsfrauen Katrin Holtwick und Ilka Semmler. Anschließend wurde Laura Ludwig zum zweiten Mal in Folge zur Beachvolleyballerin des Jahres gewählt. Beim folgenden FIVB-Turnier in Sanya erreichte sie mit ihrer Partnerin nach Siegen über die Weltmeisterinnen Kessy und Ross sowie die Doppelolympiasiegerin und -weltmeisterin Kerri Walsh mit ihrer Partnerin Nicole Branagh wiederum das Endspiel, das gegen die Chinesinnen Xue und Zhang Xi verloren wurde. Beim letzten Event des Jahres in Thailand belegten die Hamburgerinnen nach drei Siegen und zwei Niederlagen den fünften Platz.

Saison 2011[Bearbeiten]

DKB-Beach-Cup 2011

Bei der Beachvolleyball-Europameisterschaft 2011 in Kristiansand gewannen Goller/Ludwig die Bronzemedaille. Danach wurde Laura Ludwig zum dritten Mal in Folge zur Beachvolleyballerin des Jahres gewählt. Bei den Deutschen Meisterschaften konnte sie mit Sara Goller zum vierten Mal den nationalen Titel erringen. Nicht ganz so erfolgreich wie im vergangenen Jahr waren die beiden Deutschen bei der FIVB World Tour. Neben einer Silbermedaille in Stavanger erreichten sie vier weitere Platzierungen unter den besten acht Teams. Bei den Myslowice Open belegten Ludwig/Goller den vierten Platz, in Brasilia sowie in Moskau wurden sie jeweils Vierte und in Åland Siebte. Bei den Weltmeisterschaften in Rom verloren sie im Achtelfinale gegen May-Treanor/Walsh. Zum Abschluss der Beachtour wurde Laura Ludwig als Best Offensive Player des Jahres ausgezeichnet.

Saison 2012[Bearbeiten]

Ins Jahr der Olympischen Spiele in London starteten Laura Ludwig und Sara Goller mit fünften (Brasilia, Peking) und neunten Plätzen (Shanghai, Moskau, Gstaad, Berlin, Klagenfurt) in die FIVB World Tour. In Rom wurden sie erst im Finale von Kuhn/Zumkehr (SUI) gestoppt. Bei den Europameisterschaften in Scheveningen (Niederlande) belegten sie den neunten Platz. Anschließend siegten sie beim nationalen Turnier der Smart Beach Tour auf Norderney. Bei den Olympischen Spielen in London erreichten sie den zweiten Platz in der Gruppenphase und qualifizierten sich damit für das Achtelfinale. Dort trafen sie mit Holtwick/Semmler auf das zweite deutsche Duo, das sie mit 2:0 besiegten. Sie unterlagen dann aber im Viertelfinale dem brasilianischen Team Larissa / Juliana mit 0:2 und belegten damit den fünften Platz. Danach wurde Laura Ludwig zum vierten Mal in Folge zur Beachvolleyballerin des Jahres gewählt. Bei den Deutschen Meisterschaften schieden Goller/Ludwig nach zwei Niederlagen vorzeitig aus und beendeten das Turnier auf dem siebten Rang. Im September 2012 trat Goller zurück.[5]

Saison 2013[Bearbeiten]

Laura Ludwig startete ab der Saison 2013 mit ihrer neuen Partnerin Kira Walkenhorst für den Hamburger SV. Im ersten Turnier des Jahres, dem CEV Satellite in Antalya (Türkei) erreichten Ludwig/Walkenhorst das Finale, das sie mit 0:2 gegen die Niederländerinnen van Gestel/Meppelink verloren.[6] Nachdem sie wegen einer Verletzung von Walkenhorst das erste Turnier der Welttour in Fuzhou (China) nicht spielen konnten, holten sie sich in Shanghai den fünften Platz. In Den Haag erreichten sie den neunten Platz. Bei der WM in Stare Jabłonki erreichten Ludwig/Walkenhorst das Viertelfinale, wo sie gegen das chinesische Team Xue/Zhang Xi ausschieden und Platz Fünf belegten. Bei der Europameisterschaft in Klagenfurt erreichten sie den dritten Platz. Gegen Ende der Saison konnten Ludwig/Walkenhorst bei den Grand Slams in Moskau und Sao Paulo jeweils einen zweiten Platz erreichen.[7]

Auf der deutschen Smart Beach Tour erreichten sie dritte Plätze in Norderney, Hamburg und Münster. Im August wurde Ludwig zum fünften Mal in Folge zu Deutschlands Beachvolleyballerin des Jahres gewählt und wurde mit Walkenhorst schließlich Deutscher Meister.[8]

Saison 2014[Bearbeiten]

Beim Saisonstart in Fuzhou (China) erreichten Ludwig/Walkenhorst den neunten Platz. Im ersten Grand Slam der Saison in Shanghai war das Team im Finale gegen die Chinesinnen Wang/Yue Y. erfolgreich und erreichte damit den ersten Sieg eines deutschen Teams in einem Grand Slam.[9] Bei der Europameisterschaft in Quartu Sant’Elena gewannen sie erneut die Bronzemedaille. Wegen einer Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber musste Walkenhorst Anfang Juli die Saison vorzeitig beenden. Interims-Partnerin auf der World Tour ist seitdem Julia Sude.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Laura Ludwig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. deutsche Rangliste
  2. FIVB-Weltrangliste
  3. Der VfL Oythe freut sich auf absolute Weltklasse. VfL Oythe, 24. November 2009, abgerufen am 17. Juli 2012.
  4. Europameisterin hilft spontan. VfL Oythe, 3. Dezember 2010, abgerufen am 17. Juli 2012.
  5. DVV-Nationalteam: Goller/Ludwig beenden gemeinsame Karriere
  6. 2013 CEV Beach Volleyball Satellite Antalya. CEV, 6. April 2013, abgerufen am 6. April 2013.
  7. Sao Paulo GRAND SLAM. FIBV, abgerufen am 14. Oktober 2013.
  8. DVV: Beach-DM: Ludwig/Walkenhorst sind Deutsche Meisterinnen, 31. August 2013
  9. Ludwig/Walkenhorst mit historischem Erfolg – Grand Slam Sieg in Shanghai. DVV, abgerufen am 6. Mai 2014.