Deutsche Davis-Cup-Mannschaft

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Deutschland
Flag of Germany.svg
Kapitän Carsten Arriens
Aktuelles ITF-Ranking 10
Statistik
Erste Teilnahme 1913
Davis-Cup-Teilnahmen 77
davon in Weltgruppe 29
Gewonnene Titel 3
Finalteilnahmen gesamt 5
Bestes Ergebnis S (1988, 1989, 1993)
Ewige Bilanz 137:74
Erfolgreichste Spieler
Meiste Siege gesamt Gottfried von Cramm (82)
Meiste Einzelsiege Gottfried von Cramm (58)
Meiste Doppelsiege Gottfried von Cramm (24)
Bestes Doppel Hans-Jürgen Pohmann / Jürgen Faßbender (13)
Meiste Teilnahmen Wilhelm Bungert (43)
Meiste Jahre Wilhelm Bungert (14)
Letzte Aktualisierung der Infobox: 16. September 2012

Die Deutsche Davis-Cup-Mannschaft ist die Tennisnationalmannschaft Deutschlands, die im Davis Cup eingesetzt wird. Diese Mannschaft wurde ebenfalls im nicht mehr ausgetragenen World Team Cup in Düsseldorf eingesetzt. Das Davis Cup Team ist die Herrennationalmannschaft im Profitennis, die Damenmannschaft stellt die Deutsche Fed-Cup-Mannschaft.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühe Erfolge bis zum Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

1913 nahm man als damaliges Deutsches Kaiserreich erstmals am Davis Cup teil, der damals noch unter dem Namen International Lawn Tennis Challenge ausgetragen wurde. Das erste Spiel gegen Frankreich wurde sogleich 4:1 gewonnen, gegen die USA blieb die Mannschaft um Oscar Kreuzer, Friedrich Wilhelm Rahe, Heinrich Kleinschroth und Otto Froitzheim mit 0:5 chancenlos. Froitzheim fungierte dabei als der erste Kapitän der deutschen Mannschaft. 1914 war man erneut im Halbfinale der Weltgruppe unterlegen, diesmal Australien. Erst 13 Jahre später, in der Saison 1927, folgte die dritte Teilnahme des Deutschen Reichs. Im Viertelfinale der Europazone unterlag die Mannschaft der Südafrikanischen Union mit 1:4. Mit Kleinschroth und Froitzheim waren noch zwei Spieler der alten Mannschaft übrig geblieben, hinzu stießen Hans Moldenhauer und Heinz Landmann. 1928 erfolgte ein weiterer Viertelfinaleinzug, ehe man 1929 die Europazone gegen Großbritannien mit 3:2 gewinnen konnte. Im anschließenden Playoff-Spiel der Kontinentalgewinner musste das Deutsche Reich jedoch eine 0:5-Niederlage gegen die USA hinnehmen. Neu zur Mannschaft stieß Daniel Prenn, zudem war Conrad Weiss seit dieser Saison Kapitän. Nach zwei schwachen Saisons wiederholte sich der Erfolg 1932, erneut unterlag die Mannschaft den USA in den Playoffs, diesmal mit 2:3. Es war die erste Saison von Gustav Jaenecke und von Gottfried von Cramm. Letzterer gehörte bis 1953 zur Mannschaft und ging als bester Spieler der deutschen Mannschaft in die Davis-Cup-Historie ein. Nach zwei erneut eher erfolglosen Jahren gewann die Mannschaft zum dritten Mal die Europazone, diesmal mit 4:1 gegen die Tschechoslowakei. Im dritten Aufeinandertreffen mit den USA in der Playoff-Begegnung folgte mit einem 1:4 die dritte Niederlage. Neben von Cramm und Kai Lund wurde auch der letzte deutsche Grand-Slam-Sieger Henner Henkel eingesetzt. In den darauf folgenden Saisons 1936, 1937 und 1938 erreichte die Mannschaft, die sich nun auf die internationalen Topspieler von Cramm und Henkel stützen konnte, dreimal hintereinander die Playoff-Begegnung. Dieser war 1936 ein 3:0-Sieg gegen Jugoslawien im Finale der Europazone vorangegangen. Henkel und von Cramm konnten gegen Australien jedoch nicht überzeugen und verloren die Partie mit 1:4, das bereits für das Endergebnis wertlose letzte Einzel bestritt Hans Denker. 1937 besiegte die Mannschaft im Finale der Europazone erneut die Tschechoslowaken mit 4:1, im Playoff mussten Henkel und von Cramm jedoch erneut eine Niederlage gegen USA hinnehmen, wenngleich diese mit 2:3 knapper ausfiel. Von Cramm verlor dabei das entscheidende fünfte Einzel gegen Don Budge im fünften Satz mit 6:8. In der Saison 1938 wurde im Finale der Europazone Jugoslawien mit 3:2 besiegt, in der Playoff-Begegnung traf die Mannschaft, die in dieser Saison auf von Cramm verzichten musste, zum zweiten Mal auf Australien. Die deutsche Mannschaft, vertreten durch Henkel und Georg von Metaxa, verlor die Partie mit 0:5. Fast hätte die Mannschaft auch 1939 den Erfolg wiederholt, jedoch verlor die Mannschaft um Henkel, Rolf Göpfert und Roderich Menzel erstmals das Finale der Europazone. Jugoslawien gewann das Spiel knapp mit 3:2.

Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und der damit verbundenen Wettkampfpause hatten in der deutschen Mannschaft darüber hinaus Curt Bergmann, Eberhard Nourney, Hans Redl, Fritz Kuhlmann, Friedrich Frenz, Walter Dessart, Edgar Dettmer, Phillip Buss und Walter Demasius Einsätze. Das Kapitänsamt hatten unter anderem Friedrich Rahe und Heinrich Kleinschroth inne.

Nachkriegszeit bis Ende der 1960er Jahre[Bearbeiten]

Es dauerte bis zur Saison 1951, ehe Deutschland wieder am Wettbewerb teilnahm, der nun unter dem heutigen Namen Davis Cup firmierte. Die Mannschaft gelang sofort der Einzug ins Finale der Europazone, wo man Schweden mit 0:5 unterlag. Da unter anderem Henner Henkel im Weltkrieg an der Ostfront gefallen war, wurde die deutsche Mannschaft um neue Spieler ergänzt. Neben von Cramm und Göpfert kam Ernst Buchholz neu in die Mannschaft, ebenso absolvierte Helmut Gulcz im Finale seinen ersten und einzigen Einsatz für Deutschland. Der Finaleinzug blieb für den Rest der 1950er Jahre der letzte große Erfolg, danach kam die Mannschaft nicht mehr über das Viertelfinale hinaus. Dieser Trend setzte sich bis zur Saison 1964 fort, ehe man erstmals wieder das Halbfinale erreichte. Erneut war es Schweden, das Deutschland, bestehend aus Wilhelm Bungert, Wolfgang Stuck, Ingo Buding und Christian Kuhnke mit 3:2 aus dem Wettbewerb warf. Nach einem weiteren Aus im Viertelfinale in der darauffolgenden Saison erreichte Deutschland 1966 als Sieger der Europa Gruppe B das Halbfinale der Interkontinental-Playoffs. Gegen Indien musste sich die Mannschaft um Bungert und Buding jedoch mit 3:2 geschlagen geben. Es folgte das Aus in der ersten Runde der Saison 1967. Die Saison 1968 verlief dann nahezu identisch zu 1966: Sieg im Finale der Gruppe B der Europazone gegen Südafrika, 2:3-Niederlage gegen Indien im Halbfinale der Interkontinental-Playoffs. Erneut gehörten Bungert und Buding zu dieser Mannschaft, ergänzt um Jürgen Faßbender und Karl Meiler. 1969 schied die Mannschaft im Halbfinale der Gruppe B der Europazone aus.

In den Jahren zwischen 1951 und 1969 wurde die Mannschaft zudem sporadisch ergänzt um die Spieler Peter Scholl, Engelbert Koch, Christoph Biederlack, Rupert Huber, Horst Hermann, Franz Feldbausch, Harald Elschenbroich und Dieter Ecklebe. Elschenbroich hatte mit zehn Berufungen die meisten Einsätze dieser Spieler.

1970 bis 1984: Erstes Finale, erster Abstieg[Bearbeiten]

In der Saison 1970 erreichte die deutsche Mannschaft zum ersten Mal in ihrer Geschichte das Finale des Cups. In der Europazone setzte sich Deutschland zunächst in der Gruppe B gegen Dänemark, Ägypten, Belgien und die Sowjetunion durch. Bis dahin kamen neben Wilhelm Bungert und Christian Kuhnke noch Ingo Buding und Jürgen Faßbender zum Einsatz. Wie schon 1966 und 1968 traf Deutschland im Halbfinale der Interkontinental-Playoffs auf Indien, konnte das Duell jedoch diesmal klar mit 5:0 für sich entscheiden. Im Finale der Playoffs traf Deutschland auf Spanien und gewann die Begegnung mit 4:1. In beiden Partien sowie im darauffolgenden Finale wurden nur noch Bungert und Kuhnke eingesetzt. So auch gegen die USA im Finale, gegen die bis dato noch keine Begegnung gewonnen wurde. Bungert und Kuhnke schafften jedoch keinen einzigen Punktgewinn, sodass die von Kapitän Ferdinand Henkel geführte Mannschaft gegen die von Arthur Ashe angeführten US-Amerikaner mit 0:5 unterlag. In der Folgesaison scheiterte Deutschland, ergänzt um den Debütanten Hans-Jürgen Pohmann, im Finale der Gruppe A in der Europazone an Rumänien. Von 1972 bis 1974 unterlag man jeweils den Tschechoslowaken bereits im Halbfinale, von 1975 bis 1979 scheiterte die Mannschaft stets spätestens im Viertelfinale. Zur Saison 1981 wurde im Davis Cup ein abgestuftes System mit einer Weltgruppe bestehend aus 16 Mannschaften eingeführt. Die acht unterlegenen Mannschaften der ersten Runde spielten dabei in einer Playoff-Begegnung vier Absteiger in die Kontinentalzonen aus. Nachdem Deutschland sein Auftaktspiel gegen Argentinien mit 2:3 verloren hatte, musste es den Gang in die Relegation antreten. In São Paulo sicherte man die Zugehörigkeit zur Weltgruppe durch einen 3:2-Sieg über Gastgeber Brasilien. Ulrich Pinner und Peter Elter gewannen dabei je eine ihrer beiden Einzelpartien, das Doppelpaar Hans-Dieter Beutel und Christoph Zipf gewann seine Partie in vier Sätzen. In der anschließenden Saison 1982 verlor Deutschland erneut sein Auftaktspiel die Tschechoslowakei und musste nach einer Niederlage in der Relegation gegen Argentinien den ersten Abstieg in der Geschichte der Mannschaft hinnehmen. Allerdings gelang der Mannschaft der direkte Wiederaufstieg im Jahr 1983, als man Belgien, Israel und im Finale die Schweiz besiegte. Zur Aufstiegsmannschaft gehörten Michael Westphal, Andreas Maurer, Damir Keretic und Wolfgang Popp. 1984 scheiterte Deutschland ein weiteres Mal in der Auftaktrunde an Argentinien, verhinderte den zweiten Abstieg der Mannschaftshistorie jedoch durch einen klaren 5:0-Sieg gegen Rumänien. Neben Westphal, Beutel und Popp kam außerdem Hans Schwaier zu seinem ersten Pflichtspiel.

Neben den genannten Spielern debütierten in den 15 Saisons zwischen 1970 und 1984 außerdem Reinhart Probst, Rolf Gehring, Ulrich Marten, Max Wünschig, Werner Zirngibl und Klaus Eberhard.

1985 bis 1993: Blütezeit mit drei Titelgewinnen[Bearbeiten]

Zum zweiten Mal nach 1970 gelang es der deutschen Davis-Cup-Mannschaft in der Saison 1985, ins Finale des Davis Cups einzuziehen. Im heimischen München unterlag die von Kapitän Wilhelm Bungert angeführte Mannschaft mit Boris Becker, der erstmals im Davis Cup spielte, sowie Michael Westphal und Andreas Maurer der schwedischen Mannschaft mit 2:3. Westphal verlor dabei das entscheidende Einzel gegen Stefan Edberg mit 1:3. Auf dem Weg zum Finale besiegte Deutschland zum ersten Mal das US-amerikanische Team: im Viertelfinale gelang ein knapper 3:2-Sieg. Die deutsche Mannschaft wurde Ende des Jahres als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet. In den beiden folgenden Saisons gelang es der Mannschaft nicht, an diese Leistung anzuknüpfen. Beide Male ging das Auftaktspiel verloren, der Klassenerhalt wurde aber durch ein 5:0 gegen Ecuador und ein 3:2 gegen die USA gesichert. 1986 gab Eric Jelen sein Debüt, in der anschließenden Saison kam Ricki Osterthun zu seinem einzigen Einsatz für die deutsche Davis-Cup-Mannschaft. Seit 1987 übernahm außerdem Nikola Pilić das Amt des Kapitäns. Die Saison 1988 verlief nahezu perfekt. Mit Boris Becker und den Debütanten Patrik Kühnen und Carl-Uwe Steeb besiegte man Brasilien glatt mit 5:0, ehe Becker gemeinsam mit Eric Jelen Dänemark und Jugoslawien im Alleingang mit jeweils 5:0 besiegte. Im Finale gegen Schweden wurden alle vier Spieler eingesetzt. Steeb und Becker gewann ihre Auftaktpartien im Einzel, sodass ein knapper Fünfsatz-Sieg von Becker und Jelen im Doppel gegen Anders Järryd und Stefan Edberg den ersten Titelgewinn im Davis Cup für Deutschland bedeutete. Steeb verlor sein nunmehr unbedeutendes zweites Einzel, während Kent Carlsson nicht mehr zur Partie gegen Kühnen antrat. Das Endresultat lautete demnach 4:1. 1989 gelang der deutschen Mannschaft die erfolgreiche Titelverteidigung. In derselben Besetzung besiegte Deutschland auf dem Weg ins Finale Indonesien, die Tschechoslowakei und die USA. In dem in Stuttgart stattfindenden Finale hatten erneut die Schweden mit 2:3 das Nachsehen: Steeb verlor sein Auftaktspiel, während Becker beide Einzelpartien sowie das Doppel an der Seite von Eric Jelen gewann. Die zweite Einzelpartie Steebs ging wiederum verloren. Eine zweite Titelverteidigung gelang Deutschland im Anschluss jedoch nicht, sie schieden im Viertelfinale gegen Argentinien aus. Auch 1991 musste man sich im Halbfinale den USA geschlagen geben. 1992 verlor man sogar die Auftaktpartie gegen Brasilien, allerdings konnte ein Abstieg durch ein klares 5:0 gegen Belgien verhindert werden. In diesen drei Jahren gaben sowohl Michael Stich als auch Jens Wöhrmann und Markus Zoecke ihr Debüt. In der Saison 1993 gelang der deutschen Mannschaft der fünfte Finaleinzug der Mannschaftshistorie. Mit zwei 4:1-Erfolgen über Russland und Tschechien zog Deutschland ins Halbfinale ein. Gegen Tschechien kam Marc-Kevin Goellner dabei zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz. Im Halbfinale wurde Schweden deutlich mit 5:0 besiegt. Im Finale traf Deutschland auf Australien, die zuvor den Titelverteidiger aus den USA in der ersten Runde besiegt hatten. Nach zwei von Stich und Goellnern gespielten Einzelpartien stand es 1:1-Unentschieden, ehe das Doppel Kühnen und Stich die Deutschen in Führung brachte. Die Entscheidung besorgte Stich mit einem glatten 3:0 über Richard Fromberg, der abschließende Sieg von Goellner über Jason Stoltenberg hatte nur noch statistischen Wert. Mit 4:1 gewann Deutschland in Düsseldorf somit gegen die Australier.

1994 bis 2003: Mittelmaß und der zweite Abstieg[Bearbeiten]

Eine erneute Titelverteidigung gelang der deutschen Mannschaft nicht. Sowohl 1994 als auch 1995 scheiterte man im Halbfinale an der russischen Mannschaft mit 1:4 bzw. 2:3. In den beiden Saisons kamen Karsten Braasch und Bernd Karbacher neu in die Mannschaft. Mit David Prinosil und Hendrik Dreekmann debütierten 1996 zwei weitere Spieler. Diesmal unterlag man bereits im Viertelfinale gegen Frankreich mit 0:5, es folgte 1997, ergänzt um Jens Knippschild, sogar eine Auftaktniederlage gegen Spanien. Gegen Mexiko wurde vor heimischem Publikum in Essen der drohende Abstieg verhindert. Gegen die schwedische Mannschaft hatte man im Folgejahr im Viertelfinale das Nachsehen, ehe es 1999 nach einer Auftaktniederlage gegen Russland erneut in die Relegation ging. Mit einem 4:1 über Rumänien hielt die deutsche Mannschaft weiterhin die Klasse. In den Jahren 1998 und 1999 stießen mit Tommy Haas, Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler neue Spieler zur Mannschaft, die auf lange Jahre als Stammspieler die Mannschaft prägten. Zwischen 1997 und 1999 hatte zudem Boris Becker den Kroaten Niki Pilić als Kapitän abgelöst, ehe Becker selbst das Kapitänsamt von 1999 bis 2001 an seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Carl-Uwe Steeb weitergab. Im Jahr 2000 zog die Mannschaft um den Debütanten Michael Kohlmann ins Viertelfinale ein, musste gegen Australien jedoch eine 2:3-Niederlage hinnehmen. 2001 folgte erneut ein Erstrundensieg mit anschließender Niederlage im Viertelfinale. Dieses Mal verlor das deutsche Team gegen die Niederlande mit 1:4. In der Saison 2002 flog Deutschland bereits in der ersten Runde gegen Kroatien mit 1:4 aus dem Wettbewerb, sicherte sich aber in der Relegation den Klassenerhalt. Im Jahr 2003 stieg Deutschland nach einer 0:5-Niederlage gegen Argentinien in die Relegationsrunde ab. Dort verlor man in Sundern gegen Weißrussland musste nach 1982 zum zweiten Mal in der Mannschaftshistorie den Gang in die Kontinentalzone I Europa/Afrika antreten. Erstmals wurden in der Saison Lars Burgsmüller und Tomas Behrend in die deutsche Mannschaft berufen. Michael Stich, der das Kapitänamt 2001 von Steeb übernommen hatte, trat zurück. Neuer Kapitän wurde Patrick Kühnen.

2004 bis heute: Wiederaufstieg 2005[Bearbeiten]

Im Wettbewerb 2004 spielte Deutschland in der zweiten Runde der Europa-/Afrikazone I und siegte mit 5:0 gegen Israel. Doch in der Relegationsrunde verloren die Deutschen erneut durch eine 2:3-Schlappe in Bratislava gegen die Slowakei, die im Jahr darauf das Endspiel erreichen sollte. Alexander Waske und Florian Mayer debütierten in dieser Saison. Im darauf folgenden Jahr starteten sie einen neuen Anlauf, der mit einem 3:2-Sieg gegen Südafrika glückte und erreichten die Weltgruppe durch einen 3:2-Erfolg über die tschechische Mannschaft. 2006 verloren sie zu Beginn in Düsseldorf gegen Frankreich, in der Relegation konnten die Deutschen gegen Thailand den Klassenerhalt in der Weltgruppe feiern. Im Wettbewerb 2007 spielte Deutschland zunächst erfolgreich mit jeweils 3:2 gegen Kroatien und Belgien. Im Halbfinale unterlag die Mannschaft, seit dieser Saison ergänzt um Philipp Kohlschreiber, Philipp Petzschner und Benjamin Becker, gegen Russland mit 2:3. 2008 und 2009 folgte zweimal der Einzug ins Viertelfinale, beide Male scheiterte man an Spanien. In den beiden Saisons kamen erstmals Christopher Kas, Michael Berrer, Andreas Beck und Mischa Zverev zum Einsatz. 2010 und 2011 folgten Niederlagen gegen Frankreich in der ersten Runde bzw. im Viertelfinale. Dabei absolvierte Simon Greul seine erste und einzige Partie. Im laufenden Davis Cup 2012 schied die Mannschaft in der ersten Runde gegen Argentinien aus und muss in der Relegation gegen Australien den Klassenerhalt sichern. Beim World Team Cup 2012 wurde die deutsche Mannschaft erstmals in der Geschichte dieses Wettbewerbs nicht vom aktuellen Davis-Cup-Kapitän (Patrik Kühnen) sondern von den Privattrainern der Spieler betreut.[1] In der Saison 2012 gab mit Cedrik-Marcel Stebe der insgesamt 96. Spieler sein Debüt für die deutsche Davis-Cup-Mannschaft. Stebe sicherte der deutschen Mannschaft beim knappen 3:2-Erfolg im Relegationsspiel gegen Australien durch einen glatten Sieg über Lleyton Hewitt im entscheidenden vierten Einzel den Klassenerhalt. Zuvor hatte die Mannschaft in der erste Runde gegen Argentinien mit 1:4 verloren. Auch 2013 unterlag die Mannschaft zum Auftakt gegen die Argentinier, diesmal mit 0:5. Tobias Kamke gab bei dieser Partie sein Debüt. Beim Relegationsspiel gegen Brasilien debütierten Daniel Brands und Martin Emmrich. Durch ein 4:1-Sieg konnte zum wiederholten Male der Abstieg verhindert werden. In der Saison 2014 erreichte die Mannschaft nach einem 4:1-Erfolg über Spanien das Viertelfinale. Dort unterlag sie Frankreich, gegen die Peter Gojowczyk und Andre Begemann debütierten, nach 2:0-Führung noch mit 2:3.

Spieler der deutschen Mannschaft[Bearbeiten]

Jahr Spieler
2013 Daniel Brands, Martin Emmrich, Tobias Kamke, Christopher Kas, Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer
2014 Daniel Brands, Tommy Haas, Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer, Tobias Kamke, Peter Gojowczyk, Andre Begemann

Teamchefs (unvollständig)[Bearbeiten]

Finalteilnahmen[Bearbeiten]

Ergebnisse aus deutscher Sicht:

Jahr Finalort Finalgegner Ergebnis
1970 Cleveland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0:5
1985 München SchwedenSchweden Schweden 2:3
1988 Göteborg SchwedenSchweden Schweden 4:1
1989 Stuttgart SchwedenSchweden Schweden 4:1
1993 Düsseldorf AustralienAustralien Australien 4:1

Siehe auch[Bearbeiten]

Deutsche Fed-Cup-Mannschaft

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kicker Online vom 18. Mai 2012, abgerufen am 21. Mai 2012.
  2. Arriens wird neuer Davis-Cup-Kapitän, In: Welt-Online, Meldung vom 22. November 2012 (abgerufen 22. November 2012).