Landkreis Ostprignitz-Ruppin

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Ostprignitz-Ruppin Deutschlandkarte, Position des Landkreises Ostprignitz-Ruppin hervorgehoben52.99137512.636131Koordinaten: 52° 59′ N, 12° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Verwaltungssitz: Neuruppin
Fläche: 2.509,22 km²
Einwohner: 99.125 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: OPR, KY, NP, WK
Kreisschlüssel: 12 0 68
Kreisgliederung: 23 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Virchowstraße 14–16
16816 Neuruppin
Webpräsenz: www.ostprignitz-ruppin.de
Landrat: Ralf Reinhardt (parteilos)
Lage des Landkreises Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg
Berlin Polen Freistaat Sachsen Freistaat Thüringen Sachsen-Anhalt Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Frankfurt (Oder) Cottbus Potsdam Brandenburg an der Havel Landkreis Prignitz Landkreis Ostprignitz-Ruppin Landkreis Oberhavel Landkreis Uckermark Landkreis Barnim Landkreis Havelland Landkreis Potsdam-Mittelmark Landkreis Märkisch-Oderland Landkreis Teltow-Fläming Landkreis Dahme-Spreewald Landkreis Oder-Spree Landkreis Elbe-Elster Landkreis Oberspreewald-Lausitz Landkreis Spree-NeißeKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist ein Landkreis im Nordwesten des Landes Brandenburg.

Geografie[Bearbeiten]

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin umfasst den Osten der Region Prignitz, die Ruppiner Platte, einen Großteil des Ruppiner Landes und das Ländchen Bellin des Havellandes. Er geht im Norden in die Mecklenburgische Seenplatte über.

Nachbarkreise sind im Norden der mecklenburg-vorpommerische Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, im Osten der Landkreis Oberhavel, im Süden der Landkreis Havelland, im Südwesten der sachsen-anhaltische Landkreis Stendal und im Westen der Landkreis Prignitz.

Zum Landkreis gehören fünf der 100 flächengrößten Städte und Gemeinden Deutschlands (Wittstock/Dosse, Rheinsberg, Neuruppin, Fehrbellin, Heiligengrabe). Ostprignitz-Ruppin ist der flächenmäßig drittgrößte Landkreis Brandenburgs und steht deutschlandweit an neunter Stelle.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin entstand am 6. Dezember 1993 im Rahmen der brandenburgischen Kreisreform durch Zusammenlegung der Landkreise Wittstock, Kyritz und Neuruppin. Bestrebungen, die Ostprignitz mit dem jetzigen Landkreis Prignitz in einem die ganze Prignitz umfassenden Landkreis zu vereinen, wurden von der Landesregierung abgelehnt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerentwicklung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin (Einwohnerzahl 1990 vom 3. Oktober, ab 1991 jeweils 31. Dezember des Jahres). Alle Angaben sind nach dem jeweiligen Gebietsstand (1990 bis 1992: Gebietsstand 6. Dezember 1993).[2]

Jahr Einwohner
1990 118.794
1991 116.002
1992 117.102
1993 116.866
1994 116.180
1995 116.005
1996 115.637
1997 115.670
1998 115.193
1999 114.273
Jahr Einwohner
2000 112.930
2001 111.878
2002 111.009
2003 110.057
2004 108.894
2005 108.027
2006 106.830
2007 105.812
2008 104.786
2009 103.734
Jahr Einwohner
2010 102.868
2011 99.753
2012 99.125
2013
Bevölkerungsentwicklung im aktuellen Gebietsstand und Prognosen[3]
Bevölkerungsentwicklung Landkreis Ostprignitz-Ruppin.pdf
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Bevölkerungsprognosen Landkreis Ostprignitz-Ruppin.pdf
Prognosen der Bevölkerungsentwicklung
Altersstrukturentwicklung Landkreis Ostprignitz-Ruppin.pdf
Prognose der Altersstruktur


Politik[Bearbeiten]

Landrat[Bearbeiten]

  • 1994–2010 – Christian Gilde (SPD)
  • seit 2010 – Ralf Reinhardt (parteilos)

Kreistag[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 41,9 % (-4,4 %)
 %
30
20
10
0
24,5 %
22,4 %
19,9 %
9,8 %
7,3 %
4,3 %
4,2 %
7,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,1 %p
+4,2 %p
-3,4 %p
+2,1 %p
+0,6 %p
-4,1 %p
+1,1 %p
-1,5 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Wählergruppe des Kreisbauernverbandes Ostprignitz-Ruppin
g Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen
h Freie Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin, Brandenburgische Gemeinde Ruppin, Pro Ruppin (2014 + Piraten)

Bei der Wahl zum Kreistag am 25. Mai 2014 ergab sich bei einer Wahlbeteiligung von 41,9 % folgende Verteilung der insgesamt 46 Sitze[4]:

Partei / Gruppierung Sitze Fraktion
Brandenburgische Gemeinde Ruppin (BG Ruppin) 1 Bauern, freie Wähler, FDP
Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE/B90) 4 Bündnis 90/Die Grünen
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 10 CDU
Die Linke 9* Die Linke
Freie Demokratische Partei (FDP) 2 Bauern, freie Wähler, FDP
Freie Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin e.V. (FWG e. V.) 1 Bauern, freie Wähler, FDP
Pro Ruppin e.V. 1 Bauern, freie Wähler, FDP
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 11 SPD
Wählergruppe des Kreisbauernverbandes Ostprignitz-Ruppin (WG-KBV) 5 Bauern, freie Wähler, FDP
Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen 2 BVB/Freie Wähler
  • Ein für die Linke gewählter Abgeordneter ist inzwischen fraktionslos.[5]

Wappen, Dienstsiegel und Flagge[Bearbeiten]

Der Landkreis erhielt am 2. Mai 1993 die Genehmigung, das nachfolgend beschriebene Wappen zu führen.

Blasonierung: „Gespalten durch eine silberne Deichsel; oben in Rot ein goldbewehrter silberner Adler; unten in Grün vorn eine rotgebundene goldene Lilie, hinten eine rotbelegte goldene Mitra.“[6]

Das Dienstsiegel zeigt, vorbehaltlich anderer gesetzlicher Bestimmungen, das Kreiswappen mit der Umschrift „LANDKREIS OSTPRIGNITZ-RUPPIN – DER LANDRAT“.[6]

Die Landkreisflagge ist Grün – Weiß – Rot (1:2:1) gestreift und mittig mit dem Kreiswappen belegt.[6]

Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der Region spielt der Erholungstourismus mit Camping-, Jagd- und Wassersportmöglichkeiten eine Rolle. Große Teile sind land- und forstwirtschaftlich geprägt.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Nach der Gemeindegebietsreform 2003 umfasste der Landkreis 23 Gemeinden, darunter sechs Städte.

Die Gemeinden Herzsprung und Königsberg erreichten 2004 einen Beschluss des Landesverfassungsgerichts, dass ihre Zwangseingemeindung am 26. Oktober 2003 in die Stadt Wittstock/Dosse aus Formfehlern nichtig war. Sie wurden solange vom Amt Wittstock/Dosse verwaltet, bis sie sich entschieden, in welche Gemeinde sie eingemeindet werden sollen. Seit dem 1. Januar 2005 gehören sie als Ortsteile zur Gemeinde Heiligengrabe.

(Einwohner am 31. Dezember 2012)[7]

Städte
¹ amtsangehörige Stadt

  1. Kyritz (9236)
  2. Lindow (Mark) ¹ (3047)
  3. Neuruppin (30.162)
  4. Neustadt (Dosse) ¹ (3462)
  5. Rheinsberg (8179)
  6. Wittstock/Dosse (14.708)

Amtsfreie Gemeinden

  1. Fehrbellin (8606)
  2. Heiligengrabe (4510)
  3. Wusterhausen/Dosse (6017)

Ämter und zugehörige Gemeinden

1. Lindow (Mark) (4643)

  1. Herzberg (Mark) (634)
  2. Lindow (Mark), Stadt (3047)
  3. Rüthnick (495)
  4. Vielitzsee (467)

2. Neustadt (Dosse) (7747)

  1. Breddin (903)
  2. Dreetz (1157)
  3. Neustadt (Dosse), Stadt (3462)
  4. Sieversdorf-Hohenofen (742)
  5. Stüdenitz-Schönermark (617)
  6. Zernitz-Lohm (866)

3. Temnitz (5317) (Amtssitz: Walsleben)

  1. Dabergotz (599)
  2. Märkisch Linden (1193)
  3. Storbeck-Frankendorf (473)
  4. Temnitzquell (772)
  5. Temnitztal (1456)
  6. Walsleben (824)
Wittstock/Dosse Heiligengrabe Rheinsberg Neuruppin Lindow (Mark) Vielitzsee Herzberg (Mark) Rüthnick Fehrbellin Kyritz Breddin Stüdenitz-Schönermark Zernitz-Lohm Neustadt (Dosse) Sieversdorf-Hohenofen Dreetz Walsleben Dabergotz Storbeck-Frankendorf Temnitzquell Temnitztal Märkisch Linden Wusterhausen/Dosse Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernMunicipalities in OPR.png
Über dieses Bild

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1994 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen OPR zugewiesen und seitdem ausgegeben. Seit dem 18. März 2013 sind zudem die Unterscheidungszeichen KY (Kyritz), NP (Neuruppin) und WK (Wittstock) erhältlich.

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Kreisgebiet wird gelegentlich noch ostniederdeutsches Platt gesprochen.

Zwischen den Städten Wittstock, Rheinsberg und Neuruppin liegt ein ehemals von der sowjetischen Armee genutzter, Bombodrom genannter ehemaliger Truppenübungsplatz. Pläne der Bundesregierung zur Weiternutzung durch die Bundeswehr waren seit 1993 juristisch und politisch heftig umstritten. 2009 gab Bundesverteidungsminister Franz Josef Jung den Verzicht auf das Gelände bekannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Ostprignitz-Ruppin – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
  3. Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr und der Bertelsmann-Stiftung finden sich in den Wikimedia Commons.
  4. Wahlergebnis auf den Seiten des Landkreises. Abgerufen am 25. Juli 2014.
  5. Sitzverteilung auf den Seiten des Landkreises. Abgerufen am 25. Juli 2014.
  6. a b c Hauptsatzung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin
  7. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)