Püttlingen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Püttlingen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Püttlingen
Püttlingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Püttlingen hervorgehoben
49.2833333333336.8833333333333273Koordinaten: 49° 17′ N, 6° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Regionalverband Saarbrücken
Höhe: 273 m ü. NHN
Fläche: 23,94 km²
Einwohner: 18.668 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 780 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66346
Vorwahlen: 06806, 06898
Kfz-Kennzeichen: SB
Gemeindeschlüssel: 10 0 41 515
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
66346 Püttlingen
Webpräsenz: www.puettlingen.de
Bürgermeister: Martin Speicher (CDU)
Lage der Stadt Püttlingen im Regionalverband Saarbrücken
Regionalverband Saarbrücken Saarland Frankreich Landkreis Saarlouis Landkreis Neunkirchen Saarpfalz-Kreis Großrosseln Völklingen Püttlingen Riegelsberg Heusweiler Quierschied Friedrichsthal Sulzbach Kleinblittersdorf SaarbrückenKarte
Über dieses Bild

Püttlingen (Saarländisch Piddlinge[2]) ist eine Stadt im südlichen Saarland und gehört zum Regionalverband Saarbrücken.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im Köllertal, etwa 20 Kilometer nordwestlich von Saarbrücken und fünf Kilometer nördlich von Völklingen. Nachbargemeinden sind (von Norden im Uhrzeigersinn) Heusweiler, Riegelsberg, Saarbrücken und Völklingen im Regionalverband Saarbrücken und die Gemeinde Schwalbach im Landkreis Saarlouis.

Klima[Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 834 mm und liegt damit im oberen Drittel der von den Messstellen des Deutschen Wetterdienstes erfassten Werte. 69 % zeigen niedrigere Werte an. Der trockenste Monat ist der April; am meisten regnet es im November. Im niederschlagreichsten Monat fällt ca. 1,4-mal mehr Regen, als im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im unteren Zehntel. In nur einem Prozent aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.

Blick auf Püttlingen
Weitere Ansicht

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt besteht aus den Stadtteilen Püttlingen (mit den Ortsteilen Berg, Bengesen und Ritterstraße) und Köllerbach (mit den Ortsteilen Engelfangen, Etzenhofen, Herchenbach, Kölln, Rittenhofen und Sellerbach).

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mittelalter war Püttlingen im Besitz von Metzer Bischöfen. Während des Investiturstreits (1075–1122) übertrugen die kaisertreuen Metzer Bischöfe das Gebiet um Püttlingen den Herren von Forbach, doch behielten sie selbst die Oberlehnsherrschaft über Püttlingen.

1365 heiratete Henriette, die letzte Besitzerin aus dem Hause Forbach, Johann I. von Kriechingen und somit ging Püttlingen an das Haus Kriechingen über. Johann I. wählte Püttlingen zum Sitz eines Amtes, zu dem unter anderem auch Obersalbach, Rockershausen und Luisenthal gehörten. Doch durch den Umstand, dass Püttlingen immer noch ein Lehen des Hochstifts Metz war, zugleich aber zur Grafschaft Kriechingen gehörte, die Reichslehen war, nahm Püttlingen eine Sonderrolle im deutsch-französischen Grenzbereich ein, und wurde dadurch immer mehr in die Rolle eines politisch eigenständigen Territoriums gedrängt.

Im Jahre 1552 wurde im Zuge des Vertrags von Chambord Metz unter französische Schutzherrschaft als Gegenleistung zur französischen Unterstützung protestantischer Fürsten gegen Kaiser Karl V. genommen. Da Püttlingen Metzer Lehen war, fiel es ebenfalls unter französische Schutzherrschaft. Auch nach dem Dreißigjährigen Krieg 1648 und den Reunionskriegen 1697 blieb Püttlingen mit Metz französisch.

Im Jahre 1766 tauschte der französische König Ludwig XV. die Herrschaft Püttlingen gegen das strategisch günstigere Territorium der Abtei Wadgassen mit dem Fürsten Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken und dem Fürsten Christian Ludwig zu Wied-Runkel (1762–1791), Herr von Püttlingen, im so genannten Austauschvertrag vom 15. Februar 1766. Damit verzichtete Frankreich auf die Metzische Exklave. 1788 verkaufte Christian Ludwig die Herrschaft Püttlingen an den Fürsten Ludwig von Nassau-Saarbrücken und Püttlingen gehörte ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zur Grafschaft Kriechingen.

In den Jahren 1792–1793 wurden die Gebiete an der Saar von französischen Revolutionstruppen besetzt. Püttlingen (sonst genannt Puttelange-lès-Sarrelouis und Pettelange-Créhange) wurde in die Französische Republik eingegliedert und dem Département Moselle zugeteilt. Im Zweiten Pariser Frieden (1815) wurde die Region und damit Püttlingen dem Königreich Preußen zugeordnet, nachdem Napoleon am 21. Juni 1815 von den Alliierten bei Waterloo geschlagen wurde.

In der Folge gehörte die Gemeinde Püttlingen zur Bürgermeisterei Völklingen im Kreis Saarburg, während die kleinen Gemeinden im mittleren Köllertal der Bürgermeisterei Sellerbach zugeordnet wurden.

Das Köllertal war überwiegend landwirtschaftlich geprägt, bis in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Bergbau die Industrialisierung der Region einleitete. 1866 bzw. 1881 wurden in Püttlingen die Steinkohlegruben Viktoria I und II abgeteuft. 1891 folgte der Aspenschacht und 1902 die Grube Viktoria III im Köllerbacher Ortsteil Engelfangen

Durch den starken Zustrom von Arbeitskräften kam es zu einem raschen Bevölkerungswachstum und damit zur Ausdehnung der Ortschaften, was zu Schwerpunktverlagerungen in den Verwaltungsstrukturen führte. 1868 schied Püttlingen deshalb aus der Bürgermeisterei Völklingen aus und wurde eine eigenständige Gemeinde.

Nach dem Ersten Weltkrieg 1919 wurde das Saargebiet von Deutschland abgetrennt und geriet unter französische Besatzung. Am 10. Januar 1920 wurde im Versailler Friedensvertrag geregelt, dass die Saarregion durch den Völkerbund in Genf verwaltet, wirtschaftlich aber zu Frankreich gehören sollte. Nach einer Frist von 15 Jahren sollten dann die Bürger der Saarregion frei über ihre zukünftige Zugehörigkeit entscheiden dürfen.

Am 13. Januar 1935 entschieden sich 90,8 % der Saarbevölkerung für die Rückgliederung an Deutschland, welche dann am 1. März 1935 vollzogen wurde – das Saargebiet wurde wieder an das Deutsche Reich angeschlossen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam das Saarland erneut unter französische Besatzung. Am 17. November 1947 wurde das Saarland mit den Saargruben wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen und in den französischen Währungs- und Zollbereich eingegliedert. Bei der Volksabstimmung über das Saarstatut am 23. Oktober 1955 – in der es eigentlich um die Beibehaltung des Status Quo ging – wurde dieses von dem größten Teil der Saarbürger (rund 67 %) abgelehnt. Das Ergebnis des Referendums wurde allerdings eindeutig als politischer Wille der Bevölkerung für eine Rückgliederung an Deutschland gesehen, nach Verhandlungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich wurde das Saarland zum 1. Januar 1957 gemäß Artikel 23 GG das zehnte Land der Bundesrepublik Deutschland, die wirtschaftliche Rückgliederung mit Einführung der DM vollzog sich am 6. Juli 1959 ("Tag X").

Am 21. Mai 1968 wurde Püttlingen zur Stadt erhoben.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Stadt Püttlingen und die Gemeinde Köllerbach wurden im Rahmen der Gemeindegebietsreform am 1. Januar 1974 zusammengeschlossen.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

(jeweils zum 31. Dezember)

Jahr 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2008 2011 2012
Einwohner 20.822 20.679 20.682 20.693 20.853 20.956 20.887 20.765 20.552 20.142 19.134 18.848

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 52,7 % (2009: 66,3 %)
 %
50
40
30
20
10
0
42,5 %
31,2 %
7,9 %
7,7 %
4,5 %
3,4 %
2,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-2,6 %p
+4,8 %p
+7,9 %p
-2,9 %p
+0,9 %p
-3,7 %p
-4,3 %p

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat Püttlingen zählt 33 Ratsmitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem Ergebnis[5]:

Partei Stimmenanteil Sitze
CDU 42,54 % 15
SPD 31,24 % 11
AfD 7,90 % 2
LINKE 7,70 % 2
GRÜNE 4,45 % 1
DKP 3,37 % 1
FDP 2,82 % 1

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bei der Direktwahl des Bürgermeisters am 7. Juni 2009 konnte sich Martin Speicher bereits im ersten Wahlgang mit 50,01 % gegen seine Gegenkandidaten durchsetzen.[6] Er wurde somit für eine zweite Legislaturperiode bis 2017 gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Grafschaft Kriechingen
Köllerbach
Stadtlogo von Püttlingen

Blasonierung: Durch eine eingebogene Spitze, darin in blauem, mit neun goldenen Schindeln bestreuten Feld, ein rechtsgewendeter, rotbewehrter und rotgezungter goldener gekrönter Löwe. Im rechten Obereck in Rot ein schwebendes, silbernes Ankerkreuz, im linken Obereck in Silber ein roter Balken.

Das Püttlinger Wappen wurde der Stadt am 9. Mai 1975 vom saarländischen Innenminister mit folgender Beschreibung verliehen: „Durch eine eingebogene Spitze, darin in blauem, mit neun goldenen Schindeln bestreuten Feld, ein rotbewehrter und rotgezungter goldener gekrönter Löwe, gespalten; vorne in Rot ein schwebendes silbernes Ankerkreuz, hinten in Silber ein roter Balken.“ Das Wappen enthält Bestandteile der Wappen der ehemals selbstständigen Kommunen Stadt Püttlingen und Gemeinde Köllerbach.

Das silberne Ankerkreuz in rotem Feld und der rote Balken in silbernem Feld entstammen dem ehemaligen Püttlinger Wappen und sind dem Familienwappen der Grafschaft Kriechingen entnommen, die den roten Balken als Stammwappen, das Ankerkreuz dagegen von ihrer Herrschaft Simmern (Septfontaines) in Luxemburg führte. Aus dem ehemaligen Köllerbacher Wappen stammt der Löwe in blauem Feld, entnommen aus dem Wappen der Grafen von Nassau-Saarbrücken. Die dem Löwen beigegebenen neun goldenen Schindeln sollen auf die neun Ortsteile der Stadt Püttlingen, nämlich Berg, Bengesen, Ritterstraße im Stadtteil Püttlingen und Engelfangen, Sellerbach, Etzenhofen, Herchenbach, Rittenhofen und Kölln im Stadtteil Köllerbach hinweisen.

Darüber hinaus führt die Stadt auch ein eigenes Logo.[7]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Zusammen mit Saint-Michel-sur-Orge und Senftenberg und den nachfolgend genannten Städten hat Püttlingen am 26. Mai 1996 ein „Europäisches Städtebündnis für Jugend- und Kulturaustausch“ geschlossen:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Liebfrauenkirche Püttlingen
Der Hexenturm im Stadtpark

Museen[Bearbeiten]

  • Das Saarländische Uhrenmuseum in Uhrmachers Haus befindet sich im Stadtteil Köllerbach.[8]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die Burg Bucherbach wurde zum ersten Mal Im Jahr 1326 erwähnt. Heute existiert sie nur noch als Ruine.
  • Die Martinskirche im Ortsteil Kölln wurde zum ersten Mal Im Jahr 1223 urkundlich erwähnt und gehört heute zu den ältesten spät-gotischen Kirchen der Region.
  • Die Kreuzkapelle wurde 1584 erbaut.
  • Kloster Heilig-Kreuz, erbaut zwischen 1956 und 1960 ist ein Kloster der Redemptoristinnen.
  • Die Liebfrauenkirche wurde 1888/90 erbaut und 1953/54 nach Plänen der Kölner Kirchenbaumeister Dominikus Böhm und Gottfried Böhm umgestaltet und erweitert.
  • Die Herz-Jesu-Kirche in Köllerbach wurde in den Jahren 1897–1900 erbaut.
  • Die Pfarrkirche St. Sebastian wird auch als Köllertaler Dom bezeichnet. Sie wurde 1908/09 nach dem Vorbild der Abteikirche Maria Laach im neoromanischen Stil erbaut. Hier fand am 19. Dezember 2004 die Fernsehaufzeichnung Alle Jahre wieder – Eine saarländische Weihnacht mit dem Bundespräsidenten statt.
  • Die Püttlinger Wasserburg. Ihre Fundamente wurden im Herbst 2002 bei Ausgrabungen gefunden und an der Oberfläche sichtbar gemacht. Hierbei stellte sich heraus, dass der Hexenturm nicht der letzte Turm einer Wasserburg war, sondern im 18. Jahrhundert unter preußischer Regierung als Gefängnisturm errichtet wurde.

Parks[Bearbeiten]

  • Im Stadtpark befindet sich ein Schlösschen und der Hexenturm.
  • Der Pfarrer-Rug-Park liegt in Köllerbach hinter der Martinskirche und dem Schwesternhaus.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

In Püttlingen wird traditionell am Sonntag vor Allerheiligen der Mantelsonntag als verkaufsoffener Sonntag begangen.

Das Püttlinger Stadtfest findet Mitte August statt.

Seit 1998 findet das Rockfestival Rocco del Schlacko statt, zu dem auch bekannte Künstler wie „Wir sind Helden“, Mia, Farin Urlaub Racing Team, Deichkind, Sportfreunde Stiller, aber auch internationale Acts wie Strike Anywhere, Koufax (beide USA), Beatsteaks, Rise Against, Anti Flag oder Moneybrother und The Films (Schweden) kamen.

1981 fand das erste Hinterwald-Festival statt, das als (2009 im 28. Jahr) mittlerweile größtes nichtkommerzielles und ungebundenes Rockmusikfest Deutschlands gelten kann. (Immer am 1. Wochenende in den großen Schulferien im Saarland)

Darüber hinaus findet seit dem Jahr 2005 jährlich im August der City-Biathlon der Weltelite statt, an dem schon Olympiasieger und Weltmeister wie Ole Einar Bjørndalen, Kati Wilhelm, Michael Greis, Raphaël Poirée und Sven Fischer teilnahmen.

In den Köllerbacher Ortsteilen werden Dorffeste gefeiert, bei denen besondere kulinarische Leckerbissen angeboten werden: Dorffest Engelfangen (Obst- und Gartenbauverein Köllerbach), Dorffest Etzenhofen (Obst- und Gartenbauverein Etzenhofen), Dorffest Rittenhofen (Förderverein Dorf Rittenhofen) Dorffest Herchenbach (Obst- und Gartenbauverein Herchenbach).

Am 19. Dezember 2004 besuchte Bundespräsident Horst Köhler die Stadt Püttlingen. Er war wegen der Fernsehaufzeichnung des ZDF Alle Jahre wieder – Eine saarländische Weihnacht mit dem Bundespräsidenten im Köllertaler Dom (St.Sebastian) in Püttlingen. Nebenbei trug er sich noch ins Goldene Buch der Stadt Püttlingen ein und hielt eine Rede in der Stadthalle.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Im Köllerbacher Ortsteil Etzenhofen liegt das Gewerbegebiet Etzenhofen mit einer Größe von insgesamt ca. 15 ha. Angesiedelt sind dort u. a. Industrien des Maschinenbaus, der Metallverarbeitung, Logistikunternehmen, Großhandel, Automobilhandel, Unternehmen des Baugewerbes. Nach der Schließung einer Kugellagerfabrik im Dezember 2004 und nachfolgendem Rückbau der Produktionsstätte und vollständiger Bodensanierung ist eine Fläche von zwei Hektar für neue Ansiedlungen frei geworden.[9] Im Püttlinger Ortsteil Ritterstraße befindet sich das Gewerbegebiet Viktoria.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrgemeinde Liebfrauen im Stadtteil Püttlingen und die katholische Kirchengemeinde Herz Jesu im Stadtteil Köllerbach sind Träger von öffentlichen Büchereien in Püttlingen.

Bildung[Bearbeiten]

In Püttlingen befinden sich drei Grundschulen, eine Erweiterte Realschule sowie eine Staatliche Förderschule körperliche und motorische Entwicklung und eine Dependance der Staatlichen Förderschule soziale Entwicklung. Weitere Bildungseinrichtungen sind verschiedene Kindertageseinrichtungen, die Musikschule Püttlingen e. V., sowie die Volkshochschule in Püttlingen.

Verkehr[Bearbeiten]

Das Püttlinger Straßennetz hat eine Länge von rund 85 km. Im Stadtgebiet verlaufen drei Landesstraßen: Die L 136 von Völklingen in Richtung Lebach, die L 139 von Schwalbach/Sprengen Richtung Riegelsberg und die L 269 vom Ortseingang Püttlingen in Richtung Riegelsberg.[10]

Durch Anschlussstellen in den umliegenden Nachbargemeinden erfolgt die Anbindung an das Autobahn-Netz: In der Nachbarstadt Völklingen an die A 620 (Saarbrücken-Mannheim), an der Gemarkungsgrenze zur Gemeinde Schwalbach im Stadtteil Köllerbach, Ortsteil Herchenbach an die A 8 (Pirmasens-Luxemburg) sowie in der Nachbargemeinde Riegelsberg an die A 1 (Saarbrücken-Trier-Koblenz).[10]

Im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs ist Püttlingen über den Busverkehr der Saar-Pfalz-Bus GmbH und den Saarländischen Verkehrsverbund an das überregionale Verkehrsnetz angeschlossen. Die Püttlinger Stadt- und Ortsteile sind durch den sogenannten Ringbus, einem privat betriebenen und von der Stadt Püttlingen bezuschussten lokalen Busverkehr, im Stundentakt miteinander verbunden.[10] Über eine Anbindung an das Eisenbahnnetz verfügt die Stadt seit Einstellung des Personenverkehrs auf der Bahnstrecke Lebach–Völklingen (Köllertalbahn) im Jahr 1985 und dem Rückbau des Abschnitts Völklingen–Etzenhofen in den Jahren danach nicht mehr.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Liste der Ehrenbürger von Püttlingen

Ankerkreuz.JPG

Ankerkreuz der Stadt Püttlingen[Bearbeiten]

Das Ankerkreuz der Stadt Püttlingen ist eine Auszeichnung für verdiente Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Die runde Medaille am rot-weißen Bande wird mit einer Urkunde verliehen. Bisher (2008) sind acht Personen Träger dieser Auszeichnung:
Theodolinde Katzenmeier, Klaus Peter, Gerhard Speicher, Norbert Frank, Joachim Conrad, Priorin Sr. Hildegard Kossorz, Georg Fox, Arthur Walz.[11]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes, war bis 2011 Stadträtin in Püttlingen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Albert Hardt: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Wiesbaden 2007, Bd. 4 und 5
  • Michael Müller, Paul Sperling: Archivbilder Püttlingen. Sutton, Erfurt 2006, ISBN 978-3-86680-023-6
  • Lorenz Himbert, Günter Altmeyer: Köllertaler Familienbuch 2: Familien der katholischen Pfarreien Kölln mit Elm und Sprengen vor 1850
  • Lorenz Himbert, Günter Altmeyer: Köllertaler Familienbuch 3: Familien der katholischen Pfarreien Kölln mit Elm und Sprengen sowie Güchenbach 1850 bis 1910
  • Hans-Joachim Kühn, Robert Baltes: Zur Geschichte der Pfarrei Herz Jesu Köllerbach, Krüger, Dillingen
  • Hans-Joachim Kühn: Wann eine Kuh nicht stieren will … Kräutermedizin und Volksmagie um 1800. Stadenverlag, Saarbrücken, ISBN 3-935348-13-4
  • Josef Gillet: Quellenbuch zur Geschichte der Herrschaft Püttlingen (Saar)
  • Karl Rug: Burg Bucherbach im Köllertal. Hrsg. von der Stadt Püttlingen, Püttlingen 1984
  • Karl Rug (Hrsg.): Die evangelischen Familien des Köllertales vor 1840 (= Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft für Saarländische Familienkunde e. V., 16. Sonderband), Saarbrücken 1984
  • Karl Rug (Hrsg.): Familien der evangelischen Pfarrei Kölln und der evangelisch-lutherischen Pfarrei Walpershofen 1840–1910. Hrsg. von Rudolf Budenz, Werner Ludwig Klein, Werner Habicht, (= Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft für Saarländische Familienkunde e. V., 34. Sonderband), Saarbrücken 1994
  • 775 Jahre Evangelische Martinskirche zu Kölln 1223–1998. Vorträge und Programme aus dem Festjahr nebst einem Vortrag zur 30. Wiederkehr der Stadterhebung Püttlingens, hrsg. von Joachim Conrad (= Beiträge zur Geschichte des Köllertals Bd. 8), Püttlingen 1999
  • Joachim Conrad, Rainer Knauf, Günther Scharwath: St. Martin zu Kölln (= Thema: Monographien zur Kunst- und Kulturgeschichte in der Saarregion, Bd. 9), Walsheim 1999
  • Rainer Knauf (Hrsg.): Die historischen Grabsteine auf dem Kirchhof der Martinskirche zu Kölln. Eine Inventarisation (= Quellen zur Geschichte des Köllertals, hrsg. von Joachim Conrad, Patrick Engel, Bd. 7), Püttlingen 2000
  • Joachim Conrad (Hrsg.): 400 Jahre Renaissancekanzel der Martinskirche zu Kölln. Predigten und Programme (= Veröffentlichungen des Presbyteriums der Kirchengemeinde Kölln, Bd. 1), Saarbrücken 2001
  • Joachim Conrad (Hrsg.): Die evangelische Martinskirche in Köllerbach und ihr historischer Friedhof. Avec résumé en français (= Kulturdenkmäler im Stadtverband Saarbrücken), Saarbrücken 2001
  • Joachim Conrad (Hrsg.): Karl Ludwig Rug – Leben und Werk (= thema: Monographien zur Kunst- und Kulturgeschichte in der Saarregion, Bd. 11), Blieskastel 2001
  • Anne Katharina Pfeifer (Hrsg.): Starke Speise für die Vollkommenen. Der Katechismus des Köllner Pfarrers Johann Friedrich Rupp aus dem Jahre 1780 (= Veröffentlichungen des Presbyteriums der Kirchengemeinde Kölln, Bd. 4), Püttlingen 2003, S. 5–11
  • Günther und Maria Altmeyer: Einwohnerbuch Püttlingen 1868–1910 (= Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft für Saarländische Familienkunde Bd. 46), Saarbrücken 2004
  • Joachim Conrad: Evangelisches Leben in Püttlingen. Festschrift zum 70. Geburtstag von Pfarrerin i.R. Margund Braun (= Veröffentlichungen des Presbyteriums der Kirchengemeinde Kölln, Bd. 8), Püttlingen 2005
  • Joachim Conrad: Die ev. Martinskirche in Kölln/Saar (= DKV-Kunstführer Nr. 226), 2. Aufl., München/Berlin 2006

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Püttlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Saarland.de – Fläche und Bevölkerung – Stand: 31.12.2013 (Basis Zensus 2011) (PDF; 0,03 MB) (Hilfe dazu)
  2. Geoplatt - kräse vum saarlond (Version vom 13. November 2007 im Internet Archive)
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 807.
  4. Wahl des Stadtrates der Stadt Püttlingen vom 25. Mai 2014 Auf: www.puettlingen.de, abgerufen am 28. Mai 2014
  5. Wahlen zum Stadtrat der Stadt Püttlingen am 25. Mai 2014 Auf: www.puettlingen.de, abgerufen am 20. Juni 2014
  6. Wahl Bürgermeister/in vom 7. Juni 2009 Auf: www.puettlingen.de, abgerufen am 2. November 2012
  7. Wappen und Logo Auf: www.puettlingen.de, abgerufen am 2. November 2012
  8. saarland.digicult-museen.net
  9. Gewerbegebiet Etzenhofen Auf: www.puettlingen.de, abgerufen am 2. November 2012
  10. a b c Püttlingen – Zahlen, Daten, Fakten Auf: www.puettlingen.de, abgerufen am 2. November 2012
  11. Träger des Ankerkreuzes (PDF) Amtsblatt der Stadt Püttlingen