Alfeld (Mittelfranken)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Alfeld
Alfeld (Mittelfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Alfeld hervorgehoben
Koordinaten: 49° 26′ N, 11° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Nürnberger Land
Verwaltungs­gemeinschaft: Happurg
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 17,95 km2
Einwohner: 1076 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91236
Vorwahl: 09157
Kfz-Kennzeichen: LAU, ESB, HEB, N, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 5 74 111
Gemeindegliederung: 18 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Kühberg 1
91236 Alfeld
Website: www.alfeld-mfr.de
Erster Bürgermeister: Karl-Heinz Niebler (CSU)
Lage der Gemeinde Alfeld im Landkreis Nürnberger Land
NürnbergNürnbergLandkreis RothLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis BayreuthLandkreis ForchheimLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Amberg-SulzbachEngelthaler ForstZerzabelshofer ForstSchönberg (gemeindefreies Gebiet)Rückersdorfer ForstLaufamholzer ForstGünthersbühler ForstForsthof (gemeindefreies Gebiet)Fischbach (gemeindefreies Gebiet)Feuchter ForstBrunn (gemeindefreies Gebiet)Behringersdorfer ForstFeucht (Mittelfranken)Offenhausen (Mittelfranken)Alfeld (Mittelfranken)Altdorf bei NürnbergBurgthannEngelthalHappurgHenfenfeldHersbruckKirchensittenbachLauf an der PegnitzLeinburgOttensoosPommelsbrunnReichenschwandRöthenbach an der PegnitzRückersdorf (Mittelfranken)Schwaig bei NürnbergSchwarzenbruckVelden (Pegnitz)VorraWinkelhaidSchnaittachNeunkirchen am SandSimmelsdorfWinkelhaid (gemeindefreies Gebiet)Haimendorfer ForstNeuhaus an der PegnitzKarte
Über dieses Bild

Alfeld ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Happurg.

Alfeld

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 35 Kilometer östlich von Nürnberg. Nächste Städte sind Hersbruck und Altdorf, beide circa 13 Kilometer entfernt. Die Topographie von Alfeld weist große Höhenunterschiede auf, und der bewegte Landschaftsraum wird als Kuppenalb bezeichnet. Die Gemeinde befindet sich in der schutzwürdigen Landschaft Nördliche Kuppenalb und Vilsplatten.[2]

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturräumlich gehört Alfeld zur Haupteinheit Mittlere Frankenalb, die nach der naturräumlichen Gliederung Deutschlands (gemäß Meynen/Schmithüsen et al.) Teil der Haupteinheitengruppe Fränkische Alb ist.[3]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfeld gliedert sich in 18 Ortsteile[4]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Pommelsbrunn, Birgland, Lauterhofen und Happurg.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Alfeld befindet sich in der Fränkischen Alb. Das Mittelgebirge ist Bestandteil des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes. Der vielfältig profilierte Landschaftsraum der Gemeinde gliedert sich in drei charakteristische Teilräume, das Albhochland, die Trockentäler und die postglazialen Bachtäler.[5]

Albhochland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Albhochland wird von Schichten des Weißen Jura (Malm) bestimmt.[6] In der Zeit des Weißen Jura wurde Kalk, insbesondere Riffkalk durch die Zufuhr von Magnesium in Dolomitgestein (Frankendolomit) umgewandelt. Bei diesem chemischen Prozess reagierte der Kalk im Meereswasser mit Magnesium-Ionen. Seit der Kreidezeit unterliegen die Weißjuragesteine der Verkarstung. Mächtige Riffdolomite und tafelbankige Dolomite prägen die charakteristische Kuppenlandschaft von Alfeld.[7][8] Der weiße bis graue Dolomitfelsen tritt an den Talflanken des Gemeindegebiets zu Tage und verleiht dem Landschaftsbild sein besonderes Gepräge. Alfeld weist aufgrund seiner Geologie das typische Relief und die charakteristischen Landschaftsformen der Kuppenalb auf. Neben den markanten Dolomitkuppen bestimmen die sanften Hohlformen die verkarstete Juralandschaft.[5] Die Albhochflächen zeichnen sich infolge der Verkarstung durch eine rezente Wasserarmut aus.[8] Quartäre Alblehme überdecken die Mulden des Hochlandes und bieten aufgrund der besseren Nährstoffversorgung gute landwirtschaftliche Standortbedingungen.[5]

Postglaziale Bachtäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tief in die Gesteine des Weißen Juras haben sich nacheiszeitliche Bachtäler eingeschnitten. Die überwiegend naturnahen Karstbäche sind lebhaft fließend und klar.[5]

Trockentäler, Doline und Karsthöhlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trockental mit Acker- und Wiesenterrassen sowie Wiesenflächen aus Kalkmagerrasen und Wacholderheiden nördlich von Alfeld (Rinntal bei Alfeld)

Geologische Besonderheiten der Alfelder Karstlandschaft sind das Vorkommen eines Trockentals und das Auftreten von Dolinen und Karsthöhlen. Doline sind trichterförmige Geländeformen, die sich aus Erdfällen infolge von Korrosion oder Auswaschen sowie Nachsacken von Deckschichten in unterirdische Hohlräume entwickelt haben. Eine repräsentative Karsthöhle aus einem Komplex fossiler Schwammriffe des Malm Delta stellt das Alfelder Windloch dar.[5]

Süddeutschland wurde in der Zeit der Unterkreide tektonisch gehoben und die Frankenalb bildete sich als Festland heraus. Aufgrund der feuchttropischen Klimaverhältnisse entstanden typische Kegelkarste. Die anstehende Malmtafel unterlag starken Verkarstungs- und Abtragungsprozessen. Im Zuge dieser Entwicklungen bildeten sich so genannte Poljen und ausgedehnte, tief in den Untergrund reichende Höhlensysteme aus. Die Vielzahl der fränkischen Höhlen und die meisten Hohlraumsysteme sind in der Kreidezeit bereits entstanden. Die rezenten Karstwässer, die Trockentäler und die Dolinen-Bildung sind auf diese erste Verkarstungsphase zurückzuführen. In der Oberkreidezeit kam es zu Meereseinbrüchen aus dem Ostalpen-Karpatenraum nach Ostbayern. Das Unterkreide-Karstrelief wurde vollständig von Oberkreide-Sedimenten verschüttetet. Als das Meer im Untercenoman die Täler des Juragebirges überflutete, führte dies zu einem Anstieg des Karstwasserspiegels in der Malmtafel. Die in den Höhlen befindlichen, eisenreichen Verwitterungsprodukte wurden daraufhin in die wassergefüllten Poljen und in die überfluteten Täler am Jura-Ostrand sowie in die Oberpfälzer Bucht verlagert. Zum Ende der Oberkreidezeit sank der Meeresspiegel und das Festland der Frankenalb lag wieder frei. Erosionsprozesse setzten daraufhin ein und die tropischen Klimabedingungen im Paläogen führten zur flächenhaften Korrosion und wiederholten Verkarstung der Malmtafel. Die Oberkreidesedimente wurden permanent erodiert und korrodiert. Das Oberflächenrelief veränderte sich ständig. Von den höherliegenden Höhlensystemen sind nur noch Reste auf den isolierten Bergkuppen mit meist dünnen Deckschichten erhalten. Die Oberfläche der damaligen Talsysteme, welche heute als Trockentäler in Erscheinung treten, entstanden vermutlich ab der Miozänzeit und seit dem Beginn der Pliozänzeit. Dabei wurden die Kreidesedimente fast vollständig von der Oberfläche ausgeräumt und die unterkretazische Malmkarstoberfläche freigelegt. Dieser geomorphologische Prozess setzte sich bis zum späten Tertiär fort.[8]

Böden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den kalkhaltigen Jura-Gesteinen haben sich überwiegend flachgründige Rendzina-Böden entwickelt. In den Senken, flachen Tallagen und auf den Albablagerungsflächen kommen die Bodentypen Braunerde und stellenweise Kolluvisol vor.[9]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Nordwesten auf Alfeld, im Vordergrund befindet sich die St. Bartholomäus Kirche und im Hintergrund rechts ist das Kriegerdenkmal erkennbar

Alfeld liegt in der kühl-gemäßigten Klimazone und weist ein humides Klima auf. Der Landschaftsraum der Gemeinde befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen Kontinentalklima. Nach der Klimaklassifikation von Köppen/Geiger zählt Alfeld zum warm gemäßigten Regenklima (Cfb-Klima). Dabei bleibt die mittlere Lufttemperatur des wärmsten Monats unter 22 °C und die des kältesten Monats über –3 °C. Die Niederschlagsmenge beträgt im durchschnittlichen Jahresmittel über 800 mm in Alfeld. Aufgrund des Regenstaus durch den Anstieg der Frankenalb ist die Niederschlagsmenge höher als im fränkischen Vergleich. Eine besondere Wärmegunst weisen die südexponierten Hänge der Täler und Trockentäler auf. Das Hochland der Alb zeichnet sich hingegen durch eine größere Windexposition und ein raueres Klima aus. Die Täler leiten die auf dem Albhochland entstandene Kaltluft ab und führen die Kalt- und Frischluft in die Siedlungen des Pegnitztales.[5]

Flächennutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flächennutzung Alfeld 2016
Nutzung Hektar
Wohnbaufläche 72
Industrie- und Gewerbefläche 24
Verkehrsfläche 6
Waldfläche 730
Landwirtschaftliche Fläche 790
Fläche der Gewässer 3
Gesamtfläche 1795

Alfeld ist aufgrund seiner Lage und Struktur eine ländlich geprägte Gemeinde. Dies spiegelt sich in der Flächennutzung wider. Wald-, Wiesen- und Ackerflächen (Vegetationsflächen) bilden zusammen 88,7 Prozent der Gemeindefläche, wie die Flächennutzungstabelle zeigt. Die Kommune weist einen hohen Anteil an landwirtschaftlicher Nutzfläche auf, der bei 44 Prozent liegt und damit fast die Hälfte der Gemeindefläche von Alfeld ausmacht. Die Waldflächen nehmen mit 40,7 Prozent einen ebenfalls hohen Flächenanteil ein. Der Anteil der Wohnbauflächen umfasst hingegen lediglich 1,3 Prozent. Industrie- und Gewerbeflächen nehmen einen vergleichsweise geringen Anteil in Höhe von 0,3 Prozent der Gemeindefläche ein. Der Verkehrsflächenanteil liegt bei 3,7 Prozent.[10]

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich des Dorfes Alfeld ist ein typisches Jura-Trockental der Albhochfläche gelegen, welches als Naturschutzgebiet Rinntal bei Alfeld ausgewiesen ist.[11] Das 33 Hektar große Schutzgebiet erstreckt sich als offener Talraum in Ost-West-Richtung und ist Bestandteil des europäischen Natura 2000-Gebietes Bachtäler der Hersbrucker Alb (FFH-Gebiet Nr. DE6534371).[12][13]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landschaftsraum von Alfeld wurde bereits in der Urgeschichte, insbesondere im Jungpaläolithikum und Spätpaläolithikum sowie in der späten Bronzezeit (Urnenfelderzeit) besiedelt. Mehrere Siedlungsplätze, Höhlenfunde, Grabwerke und Hügelgräber wurden in der Gemeinde archäologisch untersucht und entsprechend als Bodendenkmäler qualifiziert.[14][15]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Meierhof Lieritzhofen gehörte wie der Bauernhof Aicha zu den Ausstattungsgütern des Klosters Bergen, das im Jahre 976 durch Wiltrud von Bergen gegründet wurde. Somit zählte das gesamte Alfelder Gebiet zum Kloster. Der Bischof von Eichstätt, Gundekar II., weihte in seiner Amtszeit zwischen 1057 und 1075 die Kirche von Alfeld. Dem Kloster wurden die Besitzungen im 14. Jahrhundert durch das Geschlecht der Schenken von Reicheneck entfremdet.[16] Das Adelsgeschlecht hatte in der Burg Reicheneck ihren Stammsitz. Danach nahmen die Reichsministerialen von Reicheneck die Verwaltung von Alfeld wahr. Sie verfügten auch über einen Eigenhof im Ort, auf dem wahrscheinlich die Lehnsmänner ansässig waren. Die Lehnmänner waren nach Konrads von Alfeld benannt. Die Familie führte einen Wolf im Siegelbild. Die Errichtung eines einfachen befestigten Sitzes im namengebenden Alfeld lässt eine ministeriale Herkunft der Familie vermuten. Der abgängige Ministerialensitz wird beim Anwesen Bierweg 11 vermutet. Für die These spricht die geographische Lage des Grundstücks an der Altstraße, die nach Regensburg und Forchheim führte, und an einem steil abfallenden Felsen, der natürlichen Schutz bot. Der befestigte Bau wurde bereits im Jahre 1504 nicht mehr erwähnt.[17]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfeld gehörte seit dem Anfang des 16. Jahrhunderts zum Territorium der Reichsstadt Nürnberg. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Alfeld. Ab 1504 bildete der mitten durch das Dorf fließende Alfelder Bach die Grenze zwischen der Oberpfalz und dem Nürnberger Gebiet. 1806 wurde der Ort wieder vereinigt und gehörte zum Oberpfälzer Bezirk Sulzbach. 1911 wurde er auf eigenen Wunsch wieder dem fränkischen Bezirk und späteren Landkreis Hersbruck zugeordnet.

Vor der Gemeindegebietsreform bestand Alfeld neben dem Hauptort aus den Ortsteilen Haubmühle, Kauerheim, Kirchthalmühle, Kursberg, Otzenberg, Rosenmühle, Wetzlasmühle (Schwarzmühle) und Ziegelhütte. Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Pollanden mit acht Ortsteilen eingegliedert, Gotzenberg kam später zu Happurg. Am 1. Januar 1972 kamen die Ortsteile Claramühle und Regelsmühle der Gemeinde Heldmannsberg hinzu.[18] Alfeld ist die zweitkleinste Gemeinde des Landkreises. Die Einwohnerzahl stagniert nahezu. Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1115 und im Jahr 2008 1138 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Mai 2002 ist Karl-Heinz Niebler von der CSU Erster Bürgermeister von Alfeld.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit den Kommunalwahlen 2014 aus fünf Vertretern der CSU, fünf der Freien Wähler und zwei der WBA (Wählergemeinschaft Bürgerforum Alfeld) zusammen:

  • Freie Wähler: Hans Fischer, Gerhard Eichenmüller, Peter Kohl, Regina Mertel, Thomas Sebald
  • Christlich Soziale Union: Peter Windsheimer, Bernd Kolb, Georg Maul, Kerstin Rösel, Horst Kaspar
  • Wählergemeinschaft Bürgerforum Alfeld: Harald Seubert, Rudi Weiß

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Recht zur Führung eines eigenen Wappens wurde der Gemeinde Alfeld am 22. August 1951 erteilt.

Blasonierung: „Gespalten durch einen blauen Wellenpfahl, vorne in Schwarz ein halber, rotbewehrter, goldener Löwe, hinten fünfmal schräg geteilt von Rot und Silber.“

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Bartholomäus Kirche in Alfeld (Mittelfranken)

Den dominierenden Mittelpunkt des Ortes bildet die schon 1072 geweihte evangelische Kirche St. Bartholomäus. Um 1450 wurde ihrem romanischen Chor zusätzlich ein gotischer vorgesetzt, 1707/08 wurden das Langhaus mit einer Holztonne überwölbt und die Emporen eingebaut. So entstand ein sehr stimmungsvoller Raum: Auf das hohe Emporenlanghaus folgt torartig der niedrige ehemalige Chor, der sich zum gotischen Ostchor weitet. Besonders sehenswert sind die gotische Figur des Kirchenpatrons, der Altar von 1680 in bewegten barocken Formen und die Kanzel von 1663.[19]

In der Unteren Bachstraße befindet sich eine privat bewohnte, von dem Fabrikanten Georg Burgschmit 1896 erbaute Neurenaissance-Villa. Für das Anwesen wurde 2004 von der Hypo-Kulturstiftung eine Anerkennung ausgesprochen.[20]

In der Nähe von Nonnhof, das früher zum oberpfälzischen Gebertshofen gehörte und erst 1975 zu Alfeld kam, liegt das Naturdenkmal Alfelder Windloch (im Höhlenkataster als E 11 gelistet); mit 2,2 km Länge die zweitlängste bekannte Dolomithöhle in der Frankenalb. Die Höhle ist in der Zeit von April bis Oktober nur von höhlenkundigen Besuchern befahrbar.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wirtschaftliche Aktivität in Alfeld wird durch lokale Gewerbebetriebe, Kleinhandel und Gastronomiebetriebe bestimmt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2011):

  • Kindergärten: Evangelisches Haus für Kinder Alfeld mit 33 Kindern
  • Eine Volksschule mit drei Lehrern und zwei Klassen. Die 1. und 2. sowie die 3. und 4. Klasse werden in kombinierter Form unterrichtet.

Vereine und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der älteste Alfelder Verein ist der 1852 gegründete Gesangverein 1852 Alfeld. 1863 wurden die Alfelder Musikanten gegründet, 1882 die Kriegerkameradschaft Alfeld und Umgebung, 1903 der Männergesangverein „Liederkranz“ Alfeld. Der 1963 gegründete Sportverein Alfeld 1963 hat rund 400 Mitglieder, die größte Abteilung ist die Fußballabteilung.

Am Wochenende nach dem 24. August wird Kirchweih gefeiert.

Die Landschaft um Alfeld bietet für den Wanderer ein umfangreiches Netz gut ausgeschilderter Wanderwege.[21] Diese führen u. a. zu Naturschutzgebieten, zahlreichen Höhlen sowie Bau- und Naturdenkmälern.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eckhardt Pfeiffer (Hrsg.): Nürnberger Land. 3. Auflage. Karl Pfeiffer’s Buchdruckerei und Verlag, Hersbruck 1993, ISBN 3-9800386-5-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Landschaftssteckbrief 8101: Nördliche Kuppenalb und Vilsplatten. In: Schutzwürdige Landschaften. Bundesamt für Naturschutz (BfN), 1. März 2012, abgerufen am 22. Juni 2019.
  3. Karte der Naturraum-Haupteinheiten und Naturraum-Einheiten in Bayern. Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 21. Juni 2019.
  4. Bayerische Landesbibliothek Online
  5. a b c d e f Guido Bauernschmitt, Christian Krüßmann, Lisa Berner: Gemeinde Alfeld Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan. Gemeinde Alfeld, 1. August 2017, abgerufen am 21. Juni 2019.
  6. Geologische Karte von Bayern 1:500.000. In: BayernAtlas. Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 20. Juni 2019.
  7. Geologische Übersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 (GÜK200). In: UmweltAtlas. Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU), abgerufen am 20. Juni 2019.
  8. a b c Alfons Baier: Eine kurze Geschichte der Frankenalb. GeoZentrum Nordbayern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, abgerufen am 22. Juni 2019.
  9. Übersichtsbodenkarte von Bayern 1:25.000. In: BayernAtlas. Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 20. Juni 2019.
  10. Gemeinde Alfeld 09 574 111. In: Statistik kommunal 2018. Bayerisches Landesamt für Statistik, 31. Januar 2019, abgerufen am 21. Juni 2019.
  11. Naturschutzgebiete. In: BayernAtlas. Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 20. Juni 2019.
  12. Fauna-Flora-Habitat Gebiete. In: BayernAtlas. Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 20. Juni 2019.
  13. Naturschutzgebiet 11 -Rinntal bei Alfeld, Landkreis Nürnberger Land. Regierung von Mittelfranken, 21. November 2011, abgerufen am 20. Juni 2019.
  14. Baudenkmäler Alfeld. In: Denkmalliste. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, 17. Oktober 2018, abgerufen am 23. Juni 2019.
  15. Bayerischer Denkmal-Atlas. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege und Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, abgerufen am 23. Juni 2019.
  16. Eckhardt Pfeiffer (Hrsg.): Nürnberger Land. 2. Auflage. Karl Pfeiffer's Buchdruckerei und Verlag Hersbruck, Hersbruck 1989, ISBN 978-3-9800386-5-2, S. 320.
  17. Robert Giersch, Andreas Schlunk, Bertold Freiherr von Haller: Alfeld. Altnürnberger Landschaft e.V., abgerufen am 23. Juni 2019.
  18. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 481.
  19. Website der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Alfeld
  20. Liste aller Preisträger (Memento vom 3. August 2012 im Webarchiv archive.is)
  21. Lokales Wanderwegenetz Alfeld (Abgerufen am 5. April 2013)