Barop

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51.4833333333337.433333333333399Koordinaten: 51° 29′ 0″ N, 7° 26′ 0″ O

Barop
Stadt Dortmund
Höhe: 99 m ü. NN
Fläche: 1,96 km²
Einwohner: 7524 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 3.837 Einwohner je km²
Eingemeindung: 1. August 1929
Postleitzahlen: 44225, 44227
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 61
Stadtbezirk Aplerbeck Stadtbezirk Brackel Stadtbezirk Eving Stadtbezirk Hombruch Stadtbezirk Hörde Stadtbezirk Huckarde Stadtbezirk Innenstadt-Nord Stadtbezirk Innenstadt-Ost Stadtbezirk Innenstadt-West Stadtbezirk Lütgendortmund Stadtbezirk Mengede Stadtbezirk ScharnhorstKarte
Über dieses Bild

Lage von Barop in Dortmund

Siedlungskern Groß Barop
Margarethenkapelle von 1348 in Klein Barop
Margarethenkapelle, Chor
Rüpingsbach vor der Renaturierung in Barop

Barop (niederdeutsch: Borop[2]) ist der Statistische Bezirk 61 und zugleich ein Stadtteil der kreisfreien Großstadt Dortmund. Er liegt nahe der Technischen Universität Dortmund im Stadtbezirk Hombruch. Der Stadtteil besteht aus den eher dörflichen Ortskernen Groß-Barop (niederdeutsch: Grautborop[2]) und Klein-Barop, die jedoch dem Statistischen Bezirk nicht angehören, den eher städtisch geprägten südlichen Bereichen um die Stockumer Straße und den Bahnhof Dortmund-Barop sowie dem 2001 eingegliederten Ortsteil Schönau. Durch Barop fließen die Emscher sowie der Rüpingsbach, welcher in Schönau in die Emscher mündet.

Geschichte[Bearbeiten]

Durch archäologische Funde ist eine germanische Siedlung im Bereich des Ortes Barop bereits aus den Jahren um 500 n. Chr. belegt. 1229 wurde Barop unter dem Namen Bardorpe erstmals urkundlich erwähnt und diente seit dem frühen Mittelalter als Rittersitz der Ministerialenfamilie Badorpe (später Barop).

Etwa im Jahr 1920 wurden Eichlinghofen, Menglinghausen, Persebeck und Salingen eingegliedert. Am 1. August 1929 wurde Barop nach Dortmund eingemeindet.[3]

Die Margarethenkapelle[Bearbeiten]

→ Hauptartikel: Margarethenkapelle (Barop)

Das älteste noch erhaltene Gebäude des Stadtteils ist die Margarethenkapelle aus dem 14. Jahrhundert, ursprünglich eine Filiale von St. Reinoldi in Dortmund. Die der hl. Margaretha geweihte Kapelle wurde nach dem Muster der westfälischen Hallenkirchen mit gerade geschlossenem Chor errichtet. 1348 wurde das Gebäude erstmals urkundlich erwähnt. 1655 wurde Barop eine eigenständige evangelische Kirchengemeinde. 1829 wurde das ursprüngliche Langhaus abgetragen und unter Erhalt des Chores neu errichtet. An der Ostseite finden sich heute einige verwitternde Grabsteine aus der Zeit um 1800.

Zerstörung und Wiederaufbau[Bearbeiten]

1647 zerstörte ein Feuer den Stadtteil nahezu komplett. Nach der Einweihung der Bahnstrecke Elberfeld–Dortmund durch die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft am 20. Dezember 1848 entwickelte sich um den Bahnhof herum ein Siedlungszentrum und städtische Strukturen entstanden. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts umfasste das Amt Barop innerhalb des Landkreises Dortmund und später des Kreises Hörde einen großen Teil der umliegenden Bereiche. 1888 kam es zu einer Aufteilung in kleinere Ämter, wie das Amt Kirchhörde. Mit der Auflösung des Landkreises Hörde im Jahr 1929 wurde auch Barop nach Dortmund eingemeindet und mit der Gemeindereform 1975 schließlich in den neu gebildeten Stadtbezirk Hombruch eingegliedert. Seit 2001 gehört auch der zuvor eigenständige Stadtteil Schönau nördlich von Klein-Barop zu Barop.

Aufgrund der Nähe der Universität befinden sich in Barop mehrere Studierendenwohnheime, die entlang der Emil-Figge-Straße sowie auf dem Ostenberg das Siedlungsbild prägen. Außerdem befindet sich zwischen Groß- und Klein-Barop die Ostenberg-Grundschule, die in den Jahren 2004 und 2005 komplett neu gebaut wurde, nachdem das alte Gebäude aus den 1920er Jahren baufällig geworden war.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Ort liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 99 m ü. NN. Da sich die Siedlungsgebiete jedoch vom Tal des Rüpingbachs bis auf den Ostenberg erstrecken, sind deutliche Höhenunterschiede vorhanden.

Alle Nachbarorte sind ebenfalls Dortmunder Stadtteile, nach Westen schließt sich Eichlinghofen an, im Südwesten Menglinghausen. Im Südosten grenzt Barop an Hombruch, im Osten an Renninghausen und im Nordosten schließt sich an das ebenfalls zu Barop gehörige Schönau bereits die Dortmunder Innenstadt an. Im Norden begrenzt die Bundesstraße 1 den Stadtteil, die Gebiete nördlich dieser Straße gehören zu Dorstfeld.

Von Süden nach Norden durchfließt der Rüpingsbach den Ort Barop, in Schönau mündet dieser in die Emscher.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 2010 lebten in Barop 7493 Einwohner.

Struktur der Baroper Bevölkerung:

  • Bevölkerungsdichte: 119 Einwohner pro Hektar Siedlungsfläche.
  • Minderjährigenquote: 16,2 %, liegt unter dem Dortmunder Durchschnitt von 20,1 %.
  • Altenquote: 34,7 %, liegt über dem Dortmunder Durchschnitt von 31,3 %.
  • Ausländeranteil: 8,6 %, liegt unter dem Dortmunder Durchschnitt von 12,8 %.
  • Arbeitslosenquote: 8,1 %, liegt deutlich unter dem Dortmunder Durchschnitt von 13,4 %.

Das durchschnittliche Einkommen in Barop entspricht etwa dem Dortmunder Durchschnitt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einw.
1987 7415
2003 7684
2008 7595
2010 7493
2013 7524

Verkehr[Bearbeiten]

Barop S-Bahnhof

Die wichtigsten Verkehrsverbindungen in Barop sind die Stockumer Straße, eine Ost-West-Verbindung zwischen Hörde und Bochum im Süden des Stadtteils und der Krückenweg, der Barop mit der Dortmunder Innenstadt verbindet. Im Dezember 2009 wurde eine nach dem Ortsteil benannte Anschlussstelle an der A 40 (Nr. 44 „DO-Barop“, auf der Westseite der Schnettkerbrücke) eröffnet, die jedoch geographisch noch Eichlinghofen zuzuordnen ist.

Barop wird von der Stadtbahnlinie U 42 durchquert, die ebenfalls eine Verbindung zum Dortmunder Stadtzentrum und darüber hinaus nach Grevel darstellt. Ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den Dortmunder Südwesten ist die Haltestelle Barop Parkhaus, an der neben der Stadtbahn mehrere Stadtbuslinien halten. Etwas weiter südlich existiert auch der Bahnhof Dortmund-Barop, an dem die S-Bahn-Linie 5 von Dortmund nach Hagen hält. Eine Verlegung des Bahnhofs in die Nähe der Haltestelle Barop Parkhaus ist seit längerem im Gespräch, da er derzeit kaum ins Stadtverkehrsnetz eingebunden ist. Eine Umsetzung ist jedoch in der nächsten Zeit nicht zu erwarten.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Bereich des heutigen Stadtteils Hombruch, dessen Gebiet damals zu Barop gehörte, wurde bereits im 18. Jahrhundert Kohle abgebaut, der noch heute bestehende Bahnhof wurde zur Abfuhr der geförderten Kohlen in der Nähe der Zeche Louise Tiefbau angelegt. Auch mehrere Unternehmen der Schwerindustrie siedelten sich in dessen Nähe an. Die Kohleförderung im Baroper Revier wurde mit der Stilllegung der Zeche Glückauf-Tiefbau im Jahr 1925 eingestellt, die Baroper Maschinenfabrik wurde kurz darauf im Jahr 1932 abgewickelt.

Aber auch der Name Hoesch ist über lange Jahre mit Barop verbunden: Die Hoesch AG kaufte und betrieb ebenfalls im Süden des Stadtteils mehrere Stahl- und Walzwerke. Erst 1989 schloss das Baroper Röhrenwerk als letztes Hoesch-Unternehmen des Stadtteils. [4]

Heute befinden sich auf dem ehemaligen Hoesch-Gelände östlich des Bahnhofs mehrere mittelständische Firmen aus dem metallverarbeitenden Bereich und der Energietechnik sowie ein Einkaufszentrum. Weiter nördlich findet sich zudem ein Weichenwerk, das aufgegeben werden wird.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Dietmar Bär (* 5. Februar 1961), Schauspieler

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dortmund-Barop – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jahresbericht Dortmunder Statistik 2014 – Bevölkerung (PDF-Datei)
  2. a b Wilhelm Schleef: Dortmunder Wörterbuch, 1967. (PDF; 3,9 MB)
  3.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 212.
  4. Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e.V.