Westerfilde

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Westerfilde
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 33′ 0″ N, 7° 23′ 0″ O
Höhe: 81 m ü. NHN
Fläche: 3,05 km²
Einwohner: 6901 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.265 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1928
Postleitzahl: 44357
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 96
Stadtbezirk AplerbeckStadtbezirk BrackelStadtbezirk EvingStadtbezirk HombruchStadtbezirk HördeStadtbezirk HuckardeStadtbezirk Innenstadt-NordStadtbezirk Innenstadt-OstStadtbezirk Innenstadt-WestStadtbezirk LütgendortmundStadtbezirk MengedeStadtbezirk ScharnhorstKarte
Über dieses Bild
Lage von Westerfilde in Dortmund

Westerfilde ist der Statistische Bezirk 96 und zugleich ein Stadtteil im Nordwesten der kreisfreien Großstadt Dortmund. Er gehört zum Stadtbezirk Mengede.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westerfilde liegt etwa 7 Kilometer nordwestlich der Dortmunder Innenstadt. Geographisch grenzt sich die Westerfilder Wohnbebauung, mit Ausnahme des nördlichen Übergangs nach Bodelschwingh, klar von seinen Nachbarstadtteilen ab. Westlich des Siedlungsbereichs verläuft die Bundesautobahn 45, die hier einen Teil des Dortmunder Autobahnrings darstellt.

Der Ort ist in weiten Teilen durch größere Mehrfamilien- und Hochhaussiedlungen geprägt. Im südlichen Bereich Westerfildes und am westlichen Ortsrand befinden sich hingegen überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Dortmunder Stadtteil Westerfilde existierte, wie eine Urkunde belegt, schon im späten 13. Jahrhundert, vermutlich als kleine Bauerngemeinde. Bis zum Beginn des Industriezeitalters, das in Westerfilde mit dem Abteufen der Zeche Westhausen im Jahr 1873 begann, sind die naheliegenden Schlösser Haus Westhusen und Haus Bodelschwingh erwähnenswert.

Am 1. April 1928 wurde Westerfilde nach Dortmund eingemeindet.[2]

Die heute noch erhaltenen Gebäude der Zeche Westhausen zählen zu den architektonisch bedeutsamsten im gesamten Ruhrgebiet und sind ein wichtiger Bestandteil der Route der Industriekultur.

Heute gehört Westerfilde aufgrund von hoher Arbeitslosigkeit und eines relativ geringen Durchschnittseinkommens zu den 13 sozial-benachteiligten Stadtteilen Dortmunds. Insbesondere die in den 1970er Jahren entstandene „Großwohnsiedlung Speckestraße“ galt lange Zeit als sozialer Brennpunkt. Doch mittlerweile beginnen die neuen Eigentümer, dem Renovierungsstau der Siedlung durch umfangreiche Modernisierungen entgegenzuwirken.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Struktur der Westerfilder Bevölkerung:

  • Minderjährigenquote: 25,7 % [Dortmunder Durchschnitt: 19,4 % (2016)][3]
  • Altenquote: 29,7 % [Dortmunder Durchschnitt: 30,0 % (2016)][4]
  • Ausländeranteil: 26,6 % [Dortmunder Durchschnitt: 18,2 % (2018)][5]
  • Arbeitslosenquote: 16,5 % [Dortmunder Durchschnitt: 11,0 % (2017)][6]

Das durchschnittliche Einkommen in Westerfilde liegt etwa 15 % unter dem Dortmunder Durchschnitt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1987 2003 2008 2013 2016 2018
Einwohner 7540 7151 6397 6775 7073 6901

Im Stadtteil befindet sich westlich der Bundesautobahn 45 der bekannte Biergarten Tante Amanda.

Sportlicher Bestandteil der Geschichte Westerfildes ist der Sportverein Germania Westerfilde-Bodelschwingh. Die Fußballabteilung spielt in der Kreisliga A in Dortmund.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dortmund-Westerfilde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen in den statistischen Bezirken am 31.12.2018 (PDF)
  2. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 294.
  3. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  4. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  5. Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31. Dezember 2018 (PDF-Datei)
  6. Arbeitslosenquoten nach statistischen Bezirken am 30. Juni 2017 (PDF-Datei)