ESCP Europe

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ESCP Europe
Logo
Motto European Identity, Global Perspective
Gründung 1. Dezember 1819
Trägerschaft privat
Ort Berlin, London, Madrid, Paris, Turin und Warschau
Studenten etwa 4000
Website www.escpeurope.eu
ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin
Gründung 5. April 1973
Trägerschaft privat
Ort Berlin
Bundesland Berlin
Land Deutschland
Rektorin Marion Festing[1]
Website ESCP Europe Berlin
Neoklassizistisches Gebäude der ESCP Europe im Heubnerweg 8-10

Die ESCP Europe (bis 2009 ESCP-EAP) ist eine private, staatlich anerkannte wissenschaftliche Wirtschaftshochschule in Deutschland. Sie verfügt über insgesamt 6 Standorte in Berlin, London, Madrid, Paris, Turin und Warschau. Die Hochschule führt transnationale Bachelor-, Master-, Promotions- und MBA-Programme sowie Seminare zur Weiterbildung von Managern durch. 2015 erreichte sie den 11. Platz des Financial Times "European Business School" Rankings und den 1. Platz in Deutschland.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1819 gründeten Unternehmer in Frankreich die erste Wirtschaftshochschule weltweit,[3][4] die bald unter dem Namen „Ecole Supérieure de Commerce de Paris“ (ESCP) firmierte.

In Deutschland wurde im Jahr 1973 der deutsche Standort der heutigen transnationalen Wirtschaftshochschule, der EAP European School of Management, in Düsseldorf gegründet. Dieser entstand auf Initiative der Pariser Industrie- und Handelskammer (CCIP: Chambre de Commerce et d’Industrie de Paris). Hintergrund der Gründung war, dass französische Unternehmer Anfang der 1970er Jahre die Notwendigkeit sahen, Nachwuchsmanager auf das entstehende Europa vorzubereiten. Sie gründeten eine Hochschule, die zunächst, mit einem dreijährigen Studienprogramm, an den Standorten in Paris, Oxford und Düsseldorf ihre Arbeit aufnahm.

Figuren Eingangstür

In den folgenden Jahren zog der deutsche Standort 1985 nach Berlin um, wurde 1988 vom Land Berlin als wissenschaftliche Hochschule anerkannt, und dehnte sukzessive die Anzahl der Programme weiter aus – in gemeinsamer Arbeit mit den anderen europäischen Standorten, zu denen 1987 als vierter Madrid hinzugekommen war.

1997 bezog die Hochschule die ehemaligen Gebäude des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Säuglingsheim im Heubnerweg in Charlottenburg. Die Bauten im neobarocken Stil wurden in den Jahren 1907 bis 1909 unter Leitung des Architekten und Berliner Stadtbaurats Ludwig Hoffmann errichtet. Die Planung erfolgte maßgeblich durch Alfred Messel und Edmund May in den Jahren 1906 bis 1907.

1999 fusionierten die beiden Hochschulen und wurden zur ESCP-EAP bevor der Name 2009 zu ESCP Europe geändert wurde.

Im Jahr 2004 kam Turin hinzu. 2015 etabliert sich die ESCP Europe in Warschau in den Gebäuden der Akademia Leona Koźmińskiego. Zusätzlich zu ihren sechs Standorten verfügt die ESCP Europe über 100 akademische Partnerschaften weltweit.

Hochschulgebäude in Berlin
Außengang
Innenhof

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist die ESCP Europe eine staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule. Sie liegt nahe dem Schloss Charlottenburg in Berlin und verfügt über Promotionsrecht. Schwerpunkte sind Entrepreneurship, Internationales Management, und Nachhaltigkeit.

In England ist die Hochschule Mitglied der AMBA und dem Verband der Wirtschaftshochschulen. Die Hochschule befindet sich in Hampstead (London). Hier entwickelt sich innerhalb der ESCP Europe ein Schwerpunkt für Finanzen.

In Spanien liegt der Campus der ESCP Europe im Villenviertel Puerta de Hierro, in der Nähe der Universität von Madrid.

In Frankreich ist die ESCP Europe Mitglied der Conférence des Grandes Écoles. Die Hochschule liegt im 11. Bezirk von Paris, in der Nähe des Viertels Oberkampf (Metro Rue Saint-Maur).

In Italien arbeitet die ESCP Europe mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Turin zusammen. Hier sind auch die Räumlichkeiten der ESCP Europe angesiedelt. Der Standort Turin entwickelte sich zum Technologiezentrum innerhalb der ESCP Europe.

In Polen kooperiert die Schule mit der Akademia Leona Koźmińskiego in Warschau in deren Gebäude sie sich ebenfalls befindet.

Studienprogramme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Standorten der Hochschule werden z. T. unterschiedliche Studienprogramme durchgeführt. In Berlin sind dies

  • Bachelor in Management (BSc): ein dreijähriges Studium in Betriebswirtschaftslehre, das jedes Jahr in einem anderen Land stattfindet. Besonderer Wert wird auf die Erlangung von Fremdsprachenkompetenz gelegt. Das erste Jahr findet für alle Studenten in London statt, das letzte und dritte in Berlin. Das zweite Studienjahr kann entweder in Madrid, Turin oder Paris verbracht werden. EFC kürte dieses Programm zum Spitzenreiter für Studenten die im Finanzsektor arbeiten wollen.[5] In diesem Zusammenhang ist auch der Master in Finance der ESCP Europe zu nennen, der im 2016 FT Ranking den 2. Platz weltweit erhielt.[6]
  • Master in Management (MIM): ein zweijähriges Hauptstudium in Betriebswirtschaftslehre, das jedes Jahr bzw. Semester (bis zu vier unterschiedliche Studienorte sind möglich während des zweijährigem Programm) in einem anderen Land und einer anderen Sprache stattfindet, und mit bis zu vier staatlich anerkannten Diplomen abgeschlossen werden kann. Zwei Pflichtpraktika sind ebenfalls Teil des Programms, wie auch ein Company Consultancy Project. Es stehen unterschiedliche Kombinationen der sechs ESCP Europe Länderstandorte zur Wahl. Studenten können auch an internationalen Partneruniversitäten einen Teil des Studiums absolvieren. Dieses Programm erreichte den weltweit 4. Platz im Financial Times Ranking der "Masters in Management" Programme 2016.[7]
  • Spezialisierte Master- und Executive Masterprogramme: An der ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin werden ein Master in International Sales Management (Berlin/Paris), ein Master in Nachhaltigkeitsmanagement (Berlin/Paris), ein Executive Master in Digital Innovation and Entrepreneurial Leadership (Berlin/Paris/Shanghai/Silicon Valley), und ein Executive Master in Energy Management (Berlin, London, Paris, Madrid) angeboten.
  • MBA in International Management (ehemals MEB - Master in European Business): ein einjähriges Vollzeitprogramm in zwei Ländern, für Juristen, Ingenieure, Natur-, Sprach- und Geisteswissenschaftler; außerdem als Spezialisierung für Wirtschaftswissenschaftler. Eine Arbeitserfahrung von circa 3 Jahren ist Aufnahmevoraussetzung. Die Studierenden absolvieren an beiden Standorten ein Company Consultancy Project. Dieses Programm ist von der Association of MBAs akkreditiert.
  • Executive MBA (EMBA): berufsbegleitendes Programm (Teilzeit) dessen (Block)-Module und Seminare an allen Standorten der Hochschule stattfinden oder im Berlin/London Track. Dieses Programm erreichte den weltweit 13. Platz im Financial Times Ranking der "Executive MBAs" 2015[8]
  • Promotionsstudium: Regelstudienzeit des Programms sind drei Jahre.
  • General Management Programme (GMP): berufsbegleitende Managementweiterbildung, die sich an Fach- und Führungskräfte richtet und ein umfassendes Grundwissen in verschiedenen Managementfunktionen umfasst.
  • Open Enrolment: es werden modulare Executive-Education-Programme (Business Competence Programme und Internationale Business Programme)angeboten. Ein wachsendes Angebot von Bausteinen (Business und Management Modules) ermöglicht die grundlegende und umfassende Qualifizierung von Fach- hin zu Führungskräften. Zudem bieten die Module die Möglichkeit zur individuellen und themenfokussierten Weiterbildung. Die Bausteine können als Serie oder einzeln gebucht werden.
  • Customized Programmes: es werden gemeinsam ideale Lösungen für die Managementweiterbildung entwickelt. Im Rahmen der Customized Programme besteht die Möglichkeit ein Angebot zu entwickeln, das auf individuelle Anforderungen und Bedürfnisse eingeht.

Alumni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt hat die ESCP Europe circa 45 000 Alumni weltweit. Ehemalige finden sich in unterschiedlichsten Bereichen wie beispielsweise Akademia (Olivier Blanchard; Andreas Kaplan; Philippe Nemo), Kunst (Irma), Politik (Michel Barnier; Jean-Pierre Raffarin), Sport (Roxana Mărăcineanu; Stéphane Diagana), und natürlich der Wirtschaft wieder (Ignacio Garcia Alves – CEO Arthur D. Little; Nicola Petrovic – CEO Eurostar; Arnaud de Puyfontaine – CEO Vivendi).

Direktoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin

  • 1980-1991: Bruno Leblanc
  • 1991–2002: Jürgen Weitkamp
  • 2002–2009: Herwig Haase
  • 2009–2012: Ayad Al-Ani
  • 2012-: Marion Festing

ESCP Europe

  • 1819–1826: A. Brodart
  • 1826–1830: Monier des Taillades
  • 1830–1854: Adolphe Blanqui
  • 1854–1867: Gervais de Caen
  • 1867–1869: Aimé Girard
  • 1869–1870: Guillaume Denière
  • 1870–1879: Paul Schwaeblé
  • 1879–1898: Grelley
  • 1898–1905: Victor Cantagrel
  • 1905–1910: Emile Paris
  • 1910–1938: Paul Wiriath
  • 1938–1946: François Belin
  • 1946–1947: Marius Desbordes
  • 1967–1972: Jean Vigier
  • 1972–1974: Jean Schapira
  • 1974–1979: Jean-Christian Serna
  • 1979–1989: Jacques Perrin
  • 1989–1999: Véronique de Chantérac-Lamielle
  • 1999–2006: Jean-Louis Scaringella
  • 2006–2012: Pascal Morand
  • 2012–2014: Édouard Husson
  • 2014- : Frank Bournois

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin: [1]. Abgerufen am 13. September 2016.
  2. Financial Times 2015 European Business School Ranking.
  3. Alfred Renouard, Histoire de l'École supérieure de commerce de Paris, Raymond Castell éditions, 1999.
  4. Andreas Kaplan: European management and European business schools: Insights from the history of business schools. In: European Management Journal. 32, 2014, S. 529, doi:10.1016/j.emj.2014.03.006.
  5. The 6 Top Mainland European Universities for Finance Jobs.
  6. Financial Times 2016 Masters in Finance Ranking.
  7. Financial Times 2016 Masters in Management Ranking.
  8. Financial Times 2015 Executive MBA Ranking.

Koordinaten: 52° 31′ 26″ N, 13° 17′ 20″ O