Eisenheim

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Eisenheim in Bayern, für die gleichnamige Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet siehe Siedlung Eisenheim.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Eisenheim
Eisenheim
Deutschlandkarte, Position des Marktes Eisenheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 53′ N, 10° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Estenfeld
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 11,55 km2
Einwohner: 1323 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97247
Vorwahl: 09386
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 167
Marktgliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Untere Ritterstr. 6
97230 Estenfeld
Webpräsenz: www.eisenheim.info
Bürgermeister: Andreas Hoßmann (UWG)
Lage des Marktes Eisenheim im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild
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Obereisenheim von Osten

Eisenheim ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Würzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld. Das Marktrecht liegt eigentlich nur beim Ort Obereisenheim, der deshalb auch – im Gegensatz zu Untereisenheim – einen Marktplatz hat. Bei der Zusammenlegung der beiden Ortschaften zu einer Gemeinde „Eisenheim“ wurde auch der Begriff „Markt“ auf beide Orte ausgedehnt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenheim liegt in der Region Würzburg und direkt am Main.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenheim gliedert sich in vier Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Obereisenheim und Untereisenheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher ging man von einer ersten Erwähnung Eisenheims im Jahre 788 als „Isanesheim“ in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda aus. Hierauf bezog sich auch die 1200-Jahr-Feier 1988.

Nach neueren Bewertungen einer Urkunde aus dem Jahr 772, wird nun dieses Datum als erste Erwähnung herangezogen, da man davon ausgeht, dass „Isinleiba“ bzw. „Isleiba“, wie es im Urkundenbuch des Klosters Fulda erwähnt ist, auch das frühere Eisenheim meint. [3]

Obereisenheim war Bestandteil der Grafschaft Castell-Rüdenhausen, die 1806 durch Bayern mediatisiert wurde. 1810 überließ Bayern das Gebiet dem Großherzogtum Würzburg im Zuge von Grenzpurifikationen. 1814 fiel es endgültig an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Zugehörigkeit zur evangelischen Grafschaft Castell-Rüdenhausen ist Obereisenheim auch heute noch überwiegend evangelisch. Es gibt einen evangelischen Pfarrer und eine evangelische Pfarrkirche.

Untereisenheim gehörte dem Bistum Würzburg an. Noch heute ist das Wappen von Fürstbischof Julius Echter dort zu finden. Durch die Zugehörigkeit zum katholischen Bistum Würzburg ist Untereisenheim auch heute noch überwiegend katholisch.

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Markt Obereisenheim und die Gemeinde Untereisenheim gehörten zum Landkreis Gerolzhofen, ehe sie durch die Kreisgebietsreform in Bayern am 1. Juli 1972 zum Landkreis Würzburg kamen. Am 1. Mai 1978 wurden beide Gemeinden zum neuen Markt Eisenheim zusammengeschlossen.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1165 Einwohner, davon 543 in Obereisenheim und 622 in Untereisenheim[4]
  • 1970: 1156 Einwohner, davon 564 in Obereisenheim und 592 in Untereisenheim[4]
  • 1987: 1177 Einwohner
  • 1991: 1219 Einwohner
  • 1995: 1214 Einwohner
  • 2000: 1309 Einwohner
  • 2005: 1340 Einwohner
  • 2010: 1316 Einwohner
  • 2015: 1323 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Andreas Hoßmann (UWG).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Eisenheim
Wappenbeschreibung: „Geviert von Rot und Silber mit aufgelegtem schräglinkem schwarzen Abtstab; in 1 ein silbernes Hufeisen, darin ein silberner Stern mit Schweif, in 4 ein gestürztes silbernes Hufeisen.“[5]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 50 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 406. Im verarbeitenden Gewerbe im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Es bestanden im Jahr 1999 110 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 489 ha, davon waren 250 ha Ackerfläche und zehn Hektar Dauergrünfläche. In Obereisenheim existiert des Weiteren eine Zweigstelle der Raiffeisenbank Volkach-Wiesentheid.

Gastronomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In beiden Ortsteilen gibt es zahlreiche Heckenwirtschaften, die zu unterschiedlichen Zeiten – maximal jedoch vier Monate im Jahr – geöffnet haben. In Obereisenheim gibt es außerdem die beiden Gaststätten „Zur Rose“ und „Zum Schiff“. Außerdem besteht ein Café im Erzgebirgischen Spielzeugwinkel und ein Sportheim mit Vereinsgaststätte. In Untereisenheim gibt es einen Biergarten „Zum Kutscher“ und im Ortsteil Kaltenhausen den „Biergarten an der Mainschleife“.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenheim liegt am Main. Eine Besonderheit sind die beiden Fahrzeugfähren, die die Ortsteile Obereisenheim mit Stammheim und Kaltenhausen mit Fahr verbinden. Die Obereisenheimer Fähre ist die einzige noch aktive Motorfähre im Landkreis Würzburg.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2010):

  • Kindergärten: Ein Kinderhaus im Ortsteil Untereisenheim für alle Kinder des Marktes Eisenheim (und bei Bedarf und Platz aus Nachbarorten) mit Kinderkrippe für Kleinkinder von 6 Monaten bis 2,5 Jahren, Kindergarten mit 50 Kindergartenplätzen und Schulkindbetreuung. Das Kinderhaus ist seit dem 1. September 2010 geöffnet, die offizielle Einweihung sollte im Oktober 2010 stattfinden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eisenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/172356&attr=OBJ&val=1808
  3. http://www.eisenheim.de/geschichte
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.
  5. Eintrag zum Wappen von Eisenheim in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 8. September 2017.