Greußenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Greußenheim
Greußenheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Greußenheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 49′ N, 9° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Hettstadt
Höhe: 259 m ü. NHN
Fläche: 17,67 km²
Einwohner: 1587 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97259
Vorwahl: 09369
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 141
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 2
97265 Hettstadt
Webpräsenz: www.greussenheim.de
Bürgermeister: Karin Kuhn (Bürgermitte (BGM))
Lage der Gemeinde Greußenheim im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Greußenheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hettstadt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greußenheim liegt 15 Kilometer nordwestlich von Würzburg in einer Talsenke.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greußenheim gliedert sich in drei Ortsteile[2]:

Es gibt nur die Gemarkung Greußenheim. Der Ortsneckname der Greußenheimer ist Zwiewldrader (Zwiebeltreter).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem ursprünglichen Flurnamen liegt das althochdeutsche Wort gruzzi oder grûz zugrunde, das Sandkorn bedeutet. Er ging von der Flur auf den Ort über. Der zweite Namensteil -heim ist sekundär und wurde erst im 17. Jahrhundert erweitert.[3]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1136 Gruzzi
  • 1227 Grvzen
  • 1270 Gruzen
  • 1293 Gruzzen
  • 1303 Griczen
  • 1304 Gruezzen
  • 1338 Greussen
  • 1342 Grueszen
  • 1379 Greussen
  • 1465 Grewssen
  • 1655 Greüsenheimb
  • 1747 Greusenheim
  • 1800 Greussenheim
  • 1904 Greußenheim

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Teil des Hochstiftes Würzburg kam Greußenheim im Reichsdeputationshauptschluss 1803 an die Grafen Löwenstein-Wertheim. Beide gehörten ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. 1806 wurde es Bestandteil des badischen Mediatamtes Steinfeld, das 1816 an Österreich abgetreten wurde. Im Rezess von Frankfurt 1819 fiel es an Bayern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1097
  • 1987: 1251
  • 2000: 1605

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeinderat gehören seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 jeweils sechs Gemeinderäte der Listen CSU/Freie Wählergemeinschaft und FREIE WÄHLER Unabhängige Wählergemeinschaft e. V. an.

Bürgermeister ist Karin Kuhn (Bürgermitte (BGM)).

Im Jahr 2009 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 2.849.000 Euro, davon waren 2.177.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Partnergemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1995 existiert eine Partnerschaft mit der Gemeinde Valfabbrica in Umbrien, Italien.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gewerbegebiet Untere Mühle und Untere Mühle II liegt zwischen Greußenheim und der Bundesstraße 8, mit einer nahen Auffahrt zur Bundesautobahn 3.

In dem Gewerbegebiet findet regelmäßig die Greußenheimer Gewerbeschau statt.

Es gab 2009 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 524 und im Bereich Handel und Verkehr 174 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 96 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 674. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe ebenfalls einen Betrieb.

Im Jahr 2007 bestanden 16 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von mindestens zwei Hektar (ha), die eine Fläche von insgesamt 1594 ha bewirtschafteten; davon waren 1502 ha Ackerland und 84 ha Dauergrünland.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Buslinie 50 des Verkehrsverbundes Mainfranken verbindet Greußenheim mit der Innenstadt von Würzburg, die mit dem Bus in etwa 20 Minuten erreicht werden kann

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2010 gab es einen Kindergarten mit 75 Kindergartenplätze, in dem 73 Kinder von neun Personen betreut und gefördert wurden.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Malteser Hilfsdienst
  • Musikverein Greußenheim e. V.
  • Freiwillige Feuerwehr Greußenheim e. V.
  • Greußenheimer Gesangsverein e. V.
  • Sportverein Greußenheim e. V.
  • Obst- und Gartenbauverein Greußenheim
  • St. Vinzenzverein Greußenheim e. V.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adam Stegerwald (1874–1945), christlicher Gewerkschafter und Politiker
  • Hans Kohl (1887–1975), der Vater Helmut Kohls, stammt aus Greußenheim, wo die Familie schon seit vielen Generationen ansässig ist.


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Greußenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/183626&attr=OBJ&val=1794
  3. a b Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 86 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).