Eibelstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Eibelstadt
Eibelstadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Eibelstadt hervorgehoben
Koordinaten: 49° 43′ N, 10° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Eibelstadt
Höhe: 180 m ü. NHN
Fläche: 7,06 km²
Einwohner: 3022 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 428 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97246
Vorwahl: 09303
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 124
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 2
97246 Eibelstadt
Webpräsenz: www.eibelstadt.de
Bürgermeister: Markus Schenk (CSU)
Lage der Stadt Eibelstadt im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Eibelstadt ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Würzburg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt. Sie ist die flächenmäßig kleinste Stadt Bayerns.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eibelstadt ist ein Weinort am Main in unmittelbarer Nähe zur Universitätsstadt Würzburg. Eibelstadt liegt im Regierungsbezirk Unterfranken, in der Region Mainfranken, im Landkreis Würzburg.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eibelstadt gliedert sich in zwei Stadtteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sommerhausen, Ochsenfurt, Randersacker, Winterhausen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung geht zurück auf das Jahr 787. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken. Im Jahre 1434 wurde durch Kaiser Sigismund dem Ort Eibelstadt das Stadtrecht verliehen, nachdem Eibelstädter Bürger ihn erfolgreich im Krieg gegen die Hussiten unterstützt hatten. Der ehemalige Keller des Domkapitels Würzburg des Hochstifts Würzburg wurde, nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns, 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Seit 1978 ist Eibelstadt Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 2023
  • 1987: 2279
  • 2000: 2838
  • 2007: 3065
  • 2013: 2784
  • 2014: 2855
  • 2015: 3022

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Koch, SPD (1990–2014)
  • Markus Schenk, CSU (seit 2014)

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eibelstadt von den Weinbergen aus gesehen
Eibelstadt von der gegenüberliegenden Mainseite aus gesehen

Die 15 Sitze des Stadtrates verteilen sich wie folgt:

(Stand: Kommunalwahl 2014)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Gold ein halber, golden gekrönter und rot bewehrter schwarzer Löwe, der eine rund gebogene, nach links offene grüne Weinrebe mit Blättern und einer blauen Traube in den Pranken hält.

Wappenbeschreibung: Das ehemalige Reichslehen Eibelstadt gehörte seit 1096 zum Hochstift Würzburg. Die Herrschaft über Eibelstadt war bis zum Ende des alten Reichs 1803 zwischen der Würzburger Dompropstei und dem Würzburger Domkapitel geteilt. Kaiser Sigismund verlieh dem Ort 1434 die Stadtrechte und ein Stadtwappen. Die Weinrebe im Wappen steht für den Weinbau, der bis heute den Haupterwerbszweig der Einwohner bildet. Das Stadtwappen ist das älteste in Bayern mit der Darstellung eines Weinmotivs. Der Löwe geht auf den böhmischen Löwen zurück, weil Kaiser Sigismund aus Böhmen stammt. Das Wappenbild hat sich seit der Verleihung kaum verändert. Ab 1820 wurde der Löwe für einige Zeit als Greif fehl gedeutet. Die Farben waren lange Zeit unsicher. Noch in den 1920er Jahren wurde in Silber ein rot gekrönter und rot bewehrter halber schwarzer Löwe innerhalb einer rund gebogenen, nach rechts geöffneten, grünen Weinrebe mit zwei goldenen Trauben, dargestellt (Hupp). Das jetzt gültige Wappen wurde 1987 festgelegt.

Wappenführung seit 3. Juli 1434 und in der jetzigen Darstellung seit 7. August 1987

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maintor mit Hochwassermarkierungen
  • Vollständig erhaltene Stadtmauer mit 14 Türmen, unter anderem mit dem Maintor und dem Kereturm aus dem Jahr 1573.
  • Marktplatz mit Mariensäule (Madonna im goldenen Strahlenkranz)
  • Heumarkt
  • Barockes Amtshaus des Würzburger Domkapitels. Den Rathaussaal ziert eine Stuckdecke aus der Erbauerzeit. Das Wein- und Steuerglöcklein aus dem 14. Jahrhundert im Dachtürmchen erinnert noch heute an die alte Form der Steuereinhebung.
  • Pfarrkirche St. Nikolaus. Das Gotteshaus birgt zahlreiche Kostbarkeiten: so eine Kreuzigungsgruppe aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders um 1505 und verschiedene spätgotische Figuren.
  • Den Ort zieren ferner wuchtige und verspielte Repräsentationsbauten vergangener Jahrhunderte, wie der ehemalige Präzenshof des Würzburger Domstifts, verschiedene Adelshäuser, ehemalige Höfe von Stiften und Klöstern und Reste eines Königshofes aus der Stauferzeit.
  • Lügensteinweg mit Erklärungen zu den Würzburger Lügensteinen

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Eibelstadt

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimatmuseum[3]
  • Stadtarchiv

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Teil der Mitglieder des Vocal-Ensembles heart&soul hat seine Wurzeln in Eibelstadt. Seit 1995 treten die 13 Sänger und Sängerinnen mit einem Programm von Gospels bis zu den Beatles im Raum Nordbayern auf. 2 Männerchöre (ATGV und Liederkranz) sowie ein Frauenchor (ATGV); Feuerwehr- und Stadtkapelle und seit einigen Jahren auch die fetzige Eibelstädter Guggemusik.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich im Juni sowie im Juli finden auf dem historischen Marktplatz in Eibelstadt die beiden großen Weinfeste statt. Den Anfang macht im Juni als Veranstalter der 1. FC Eibelstadt. Im Juli folgt dann die Freiwillige Feuerwehr Eibelstadt.

Am 30. April findet die Maibaumaufstellung traditionell am Abend auf dem Marktplatz statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 23, im produzierenden Gewerbe 169 und im Bereich Handel und Verkehr 274 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 153 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 927. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 62 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 140 Hektar, davon waren ca. 120 Hektar Weinberge.

Eibelstadt vom Weinberg aus gesehen (Frühling)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Bundesstraße 13, etwa zwei Kilometer entfernt von der Abfahrt Würzburg-Randersacker der Bundesautobahn 3. Der nächste Bahnhof ist Winterhausen an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg, ca. vier Kilometer von Eibelstadt entfernt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2013): Im Kindergarten gibt es vier Gruppen: Igel, Pinguine, Katzen und Bienen. In diesen Gruppen sind ca. 20–25 Kinder im Alter von zwei Jahren und fünf Monaten bis sechs Jahren. Die Krippe besteht aus zwei Gruppen, den Wichteln und den Zwergen. In diesen Gruppen sind je zwölf Plätze für Kinder im Alter bis zu drei Jahren.

Seit August 2016 laufen die Baumaßnahmen für den Teilneubau und die Sanierung des Kindergartens mit Kinderkrippe. Die Baumaßnahmen werden bis Ende 2017 abgeschlossen.

Darüber hinaus gibt es in Eibelstadt eine Grundschule. Mitglieder im Grundschulverband Eibelstadt sind alle Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt (Stadt Eibelstadt, Markt Frickenhausen, Markt Sommerhausen und Markt Winterhausen).

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit „Eibelstadt Aktuell“ liegt ein eigenes örtliches Internetfernsehprogramm vor.[4]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadtbücherei

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Eibelstadt gibt es mehr als 30 verschiedene Vereine.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eibelstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/171748&attr=OBJ&val=1784
  3. Heimatmuseum
  4. Eibelstadt Aktuell
  5. Liste der Vereine in Eibelstadt