Kürnach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kürnach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kürnach
Kürnach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kürnach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 51′ N, 10° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 12,28 km2
Einwohner: 4796 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 390 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97273
Vorwahl: 09367
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 156
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Kürnach
Kirchberg 15
97273 Kürnach
Webpräsenz: www.kuernach.de
Bürgermeister: Thomas Eberth (CSU)
Lage der Gemeinde Kürnach im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild
Blick auf Kürnach (2016)

Kürnach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kürnach liegt in der Region Würzburg, zehn Kilometer nordöstlich von Würzburg. Durch den Ort fließt ein Bach, der ebenfalls den Namen Kürnach trägt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt nur die Gemarkung Kürnach. Auf dieser liegen der Hauptort und die drei Ortsteile Obere Mühle, Mittlere Mühle, und Grießmühle (Untere Mühle).[2] Durch das Wachstum des Ortes befinden sich diese mittlerweile teils im Ortsgebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kürnach wurde erstmals im Jahr 779 mit der Bezeichnung Quirnaha - Mühlbach urkundlich erwähnt. Später behielt die älteste Siedlung am Bach diesen Namen. Im Jahr 822 wurde die Siedlung in einer Bestätigung zum Gütertausch Kaiser Ludwig des Frommen genannt. Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Kürnach 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit dem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gesicht des Dorfes wurde jahrhundertelang durch die drei Mühlen und die Landwirtschaft auf den fruchtbaren Böden geprägt. Bis weit ins 19. Jahrhundert wurde auch Weinbau betrieben. Weiterhin verliefen die Handelsstraßen von Würzburg nach Bad Neustadt und von Würzburg über Bamberg nach Leipzig durch den Ort. Ende des 18. Jahrhunderts wurde westlich eine neue Heerstraße gebaut, die heutige B 19.[3] Durch die Siedlungstätigkeit im Würzburger Umland ab den 1960er Jahren ist die Einwohnerzahl stark angestiegen. Das heutige Gemeindebild wird hauptsächlich von den vier Neubaugebieten und einer guten Infrastruktur geprägt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1904: 1237 Einwohner[4]
  • 1950: 1291 Einwohner
  • 1970: 1754 Einwohner[5]
  • 1987: 2849 Einwohner
  • 1991: 3020 Einwohner
  • 1995: 3539 Einwohner
  • 2000: 3991 Einwohner
  • 2005: 4387 Einwohner
  • 2010: 4466 Einwohner
  • 2015: 4796 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Mai 2008 ist Thomas Eberth (CSU) Bürgermeister.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1987 besteht eine Partnerschaft mit der im Süden von Portugal gelegenen Kleinstadt Aljezur. Das Bistum Brejo in Brasilien ist die Partnergemeinde der Pfarrgemeinde.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drei Mühlen von Kürnach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Michael[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ortsmitte steht die römisch-katholische Pfarrkirche St. Michael von 1723/24.

Hauptartikel: St. Michael (Kürnach)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr 268 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 1318. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 31 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 615 Hektar, davon waren 588 Hektar Ackerfläche und 25 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südwestlich führt die Autobahn A 7 vorbei und kreuzt sich im äußersten Westen des Gemeindegebietes mit der Bundesstraße 19 (Auffahrt AS 101, Würzburg/Estenfeld).

Eine Buslinie verkehrt nach Würzburg.

Rad- und Wanderwege:

Über Estenfeld und Lengfeld besteht eine Radweganbindung an den Main-Radweg bei Würzburg.

Die 24 Kilometer lange Zwei-Bäche-Tour – gekennzeichnet durch zwei Fische auf einem Fahrrad – führt über befestigte und ausgeschilderte Wege entlang der Bäche Kürnach und Pleichach.[6]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 200 Kindergartenplätze mit 191 Kindern
  • Grundschulen: eine mit zwölf Lehrern und 231 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kürnach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heike Drechsler: Kürnbach. ...einst Marktflecken zweier Staaten..., Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2005, ISBN 3-89735-297-4
  • Ortschronik, 1225 Jahre Kürnach (779–2004), herausgegeben von Christine Demel im Auftrag der Gemeinde Kürnach

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3. Gemeinde-Homepage: Geschichte
  4. Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, München, 1904
  5. Gemeinde-Homepage: Zahlen, Daten & Fakten
  6. Unterpleichfeld.de: Bachrundweg zwischen Kürnach und Pleichach. Online auf www.unterpleichfeld.de. Abgerufen am 26. Dezember 2016