Waldbrunn (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Waldbrunn
Waldbrunn (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Waldbrunn hervorgehoben
Koordinaten: 49° 45′ N, 9° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 315 m ü. NHN
Fläche: 6,62 km2
Einwohner: 2707 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 409 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97295
Vorwahl: 09306
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 204
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 2
97295 Waldbrunn
Webpräsenz: www.gemeinde-waldbrunn.de
Bürgermeister: Hans Fiederling (Unabhängige Bürgergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Waldbrunn im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Waldbrunn ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panorama Ansicht von Waldbrunn

Waldbrunn liegt etwa zwölf Kilometer westlich von Würzburg. Es gibt nur die Gemarkung Waldbrunn. Es grenzt an Eisingen, Waldbüttelbrunn und das gemeindefreie Gebiet „Irtenberger Wald“.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Waldbrunn besteht aus den althochdeutschen Wörtern wallen und brunno. Sie bedeuten „sprudeln“ und „Quelle“. Der Ort wurde demnach an einer sprudelnden Quelle errichtet. Als Bestimmungswort kommt aber auch ahd. walt (Wald) infrage. Dabei müsste man den Ausfall des Dentals t wegen der Mehrkonsonanz annehmen.[2]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[2]

  • 1164 Walbrunnen
  • 1182 Walprunnen
  • 1208 Walprunen
  • 1465 Walbrunne
  • 1655 Walbrunn
  • 1719 Waltbrun
  • 1791 Waldbrun
  • 1804 Waldbrunn

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Siedlungsname wird erstmals im Jahre 1164 als „Walbrunnen“ in einer Urkunde bezeugt. Als Teil des Hochstiftes Würzburg (Kloster Oberzell), das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Waldbrunn 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1910: 0591 Einwohner
  • 1970: 1129 Einwohner
  • 1987: 2061 Einwohner
  • 1991: 2264 Einwohner
  • 1995: 2484 Einwohner
  • 2000: 2566 Einwohner
  • 2005: 2557 Einwohner
  • 2010: 2615 Einwohner
  • 2015: 2707 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[3]
Wahlbeteiligung: 63,0 %
 %
40
30
20
10
0
39,5 %
38,9 %
21,6 %
UBG

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2002 bis 2008 war Ludwig Götzelmann (UBG) Bürgermeister, er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Arnulf Wilhelm (Unabhängige Bürgergemeinschaft). Seit 1. Mai 2008 ist sein Nachfolger Hans Fiederling (Unabhängige Bürgergemeinschaft).

Allianz Waldsassengau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 20. November 2014 ist Waldbrunn zusammen mit zwölf weiteren Gemeinden in der Allianz Waldsassengau organisiert.[4] Der Verein dient der interkommunalen Zusammenarbeit.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 73 und im Bereich Handel und Verkehr 122 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 95 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 919. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 elf landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 243 Hektar, davon waren 228 Ackerfläche und 14 Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht eine Verkehrsanbindung an die Bundesautobahn 3 von Frankfurt nach Würzburg über die Anschlussstelle Helmstadt und eine direkte Busanbindung nach Würzburg. Waldbrunn ist angebunden an mehrere überörtliche Radwanderwege: Romantische Straße, Aalbachtalradweg und Würzburg – Wertheim.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2013):

  • Kindertagesstätte: 100 Kindergartenplätze
  • Grundschule

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waldbrunn (Unterfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 233 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=679&suchbegriff=6
  4. Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen. Verein. Abgerufen am 20. Januar 2016.