FK Partizani Tirana

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Partizani Tirana
Vereinslogo
Voller Name FK Partizani Tirana
Ort Tirana
Gegründet 1946
Stadion Qemal-Stafa-Stadion
Plätze 18.500
Präsident Gazmend Demi
Trainer Andrea Agostinelli
Liga Kategoria Superiore
2015/16 2. Platz
Heim
Auswärts

Der FK Partizani Tirana ist ein albanischer Fußballverein aus der Hauptstadt Tirana. Aktuell spielt er in der höchsten Liga Kategoria Superiore.

Partizani Tirana galt lange als einer der erfolgreichsten Fußballklubs des Landes: Der Verein hat jeweils 15 Meistertitel und Pokalsiege aufzuweisen und gewann zudem zweimal den albanischen Supercup. Im neuen Jahrtausend stieg Partizani hingegen zwei Mal ab.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der am 16. August 1946 gegründete Verein unterstand zur Zeit des kommunistischen Regimes wie alle Sportvereine Albaniens dem Staat. Partizani wurde dabei der albanischen Armee untergeordnet und somit vom Verteidigungsministerium kontrolliert. Daher war es üblich, gute Spieler anderer Mannschaften zum Militär einzuziehen, damit diese für Partizani auflaufen konnten.

Mitte der 1990er wurde Partizani als erstes albanisches Team privatisiert. Allerdings musste zur Klärung der Besitzfrage vor ein Gericht gezogen werden, und der Verein geriet infolgedessen in wirtschaftliche Probleme. Während vor Gericht gestritten wurde, landete der Verein in der Saison 1999/2000 auf dem letzten Platz und musste absteigen. Albert Xhani gewann den Rechtsstreit und übernahm auch die Präsidentenrolle im Verein.

2001 gelang die Meisterschaft in der zweiten Liga und damit der direkte Wiederaufstieg. Bis 2009 spielte Partizani wieder in der höchsten Liga. Nach der Niederlage gegen KS Kastrioti Kruja im Relegationsspiel stieg der Verein in die Kategoria e parë ab. 2011 musste Partizani als Ligaletzter sogar in die Kategoria e dytë absteigen. Allerdings schaffte man in der folgenden Saison mit dem ersten Platz den sofortigen Wiederaufstieg und es gelang sogar der sofortige Durchmarsch zurück in die erste Liga.

Die Saison 2016 beendete man auf dem zweiten Platz und qualifizierte sich für die Europa League. Nach dem ersten Qualifikationsspiel, das zu Hause torlos ausging, rückte Partizani aber in die UEFA Champions League nach, weil KF Skënderbeu Korça vom Wettbewerb ausgeschlossen worden war.[1]

Namensänderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1946 - Ushtria Kombetare Tiranë
  • 1946 - KS Partizani Tiranë
  • 1998 - FK Partizani Tiranë

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1962/63 Europapokal der Landesmeister 1. Runde SchwedenSchweden IFK Norrköping 1:3 0:2 (A) 1:1 (H)
1963/64 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Bulgarien 1948Bulgarien Spartak Plowdiw 2:3 1:0 (H) 1:3 (A)
1964/65 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland 1. FC Köln 0:2 0:0 (H) 0:2 (A)
1968/69 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde ItalienItalien FC Turin 1:3 0:0 (H) 1:3 (A)
1970/71 Europapokal der Pokalsieger Vorrunde SchwedenSchweden Åtvidabergs FF 3:1 1:1 (A) 2:0 (H)
1. Runde OsterreichÖsterreich Wacker Innsbruck 3:5 2:3 (A) 1:2 (H)
1971/72 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Bulgarien 1971Bulgarien ZSKA Sofia 0:4 0:3 (A) 0:1 (H)
1979/80 Europapokal der Landesmeister 1. Runde SchottlandSchottland Celtic Glasgow 2:4 1:0 (H) 1:4 (A)
1980/81 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde SchwedenSchweden Malmö FF 0:1 0:1 (A) 0:0 (H)
1981/82 Europapokal der Landesmeister 1. Runde OsterreichÖsterreich FK Austria Wien 2:3 1:3 (A) 1:0 (H)
1987/88 Europapokal der Landesmeister 1. Runde PortugalPortugal Benfica Lissabon 0:7 0:4 (A) 00:3 (H)1
1990/91 UEFA-Pokal 1. Runde RumänienRumänien FC Universitatea Craiova 0:2 0:1 (H) 0:1 (A)
1991/92 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde NiederlandeNiederlande Feyenoord Rotterdam 0:1 0:0 (H) 0:1 (A)
1993/94 UEFA Champions League 1. Runde IslandIsland ÍA Akranes 0:3 0:0 (H) 0:3 (A)
1995/96 UEFA-Pokal Vorrunde TurkeiTürkei Fenerbahçe Istanbul 0:6 0:2 (A) 0:4 (H)
2002/03 UEFA-Pokal Qualifikation IsraelIsrael Hapoel Tel Aviv 1:5 0:1 (A) 1:4 (H)
2003 UEFA Intertoto Cup 1. Runde IsraelIsrael Maccabi Netanja (a)3:3(a) 2:0 (H) 1:3 (A)
2. Runde MoldawienMoldawien FC Dacia Chișinău 0:5 0:2 (A) 0:3 (H)
2004/05 UEFA-Pokal 1. Qualifikationsrunde MaltaMalta FC Birkirkara 5:4 4:2 (H) 1:2 (A)
2. Qualifikationsrunde IsraelIsrael FC Bnei Sachnin 1:6 0:3 (A) 1:3 (H)
2006 UEFA Intertoto Cup 1. Runde Zypern RepublikZypern Ethnikos Achnas 4:5 2:4 (A) 2:1 (H)
2008/09 UEFA-Pokal Vorrunde Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina NK Široki Brijeg 1:3 0:0 (A) 1:3 (H)
2015/16 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde NorwegenNorwegen Strømsgodset IF 1:4 1:3 (A) 0:1 (H)
2016/17 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde SlowakeiSlowakei ŠK Slovan Bratislava 2 0:0 (H) – (A)
2016/17 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde UngarnUngarn Ferencváros Budapest2 2:2
(3:1 i. E.)
1:1 (H) 1:1 n. V. (A)
3. Qualifikationsrunde OsterreichÖsterreich FC Red Bull Salzburg 0:3 0:1 (H) 0:2 (A)
2016/17 UEFA Europa League Play-offs RusslandRussland FK Krasnodar 0:4 0:4 (A) 0:0 (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 53 Spiele, 7 Siege, 12 Unentschieden, 34 Niederlagen, 32:92 Tore (Tordifferenz −60)

1 Wertung durch die UEFA, da der FK Partizani Tirana wegen tätlicher Angriffe auf den Schiedsrichter disqualifiziert wurde.
2 Da KF Skënderbeu Korça von der Champions League ausgeschlossen wurde, rückte Vizemeister Partizani in den Wettbewerb nach.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Heimspiele trägt Partizani im Selman-Stërmasi-Stadion aus, das 12.500 Zuschauern Platz bietet. Bei bedeutenden Partien wich man früher ins Qemal-Stafa-Stadion, das albanische Nationalstadion, aus; hier konnten 19.000 Anhänger das Spiel verfolgen. 2016 wurde die Partie der UEFA Europa League und UEFA Champions League in der Elbasan Arena ausgetragen.

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. UEFA Champions League - News – UEFA.com. uefa.com, 6. Juli 2016, abgerufen am 6. Juli 2016.