Europapokal der Pokalsieger 1991/92

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Europapokal der Pokalsieger 1991/92
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Pokalsieger Deutschland Werder Bremen (1. Titel)
Beginn 21. August 1991
Finale 6. Mai 1992
Finalstadion Estádio da Luz, Lissabon
Mannschaften 34
Spiele 65
Tore 166  (ø 2,55 pro Spiel)
Torschützenkönig Ungarn Peter Lipcsei (6)
Europapokal der Pokalsieger 1990/91

Der Europapokal der Pokalsieger 1991/92 war die 32. Ausspielung des Wettbewerbs der europäischen Fußball-Pokalsieger. 34 Klubmannschaften aus 33 Ländern nahmen teil, darunter Titelverteidiger Manchester United, 26 nationale Pokalsieger und 7 unterlegene Pokalfinalisten (Athinaikos Athen, Jeunesse Esch, Eisenhüttenstädter FC Stahl, Glenavon FC, Fyllingen IL, Tampereen Ilves und FC Bacău). Jugoslawien war letztmals durch seinen Pokalsieger Hajduk Split vertreten.

Aus Deutschland waren DFB-Pokalsieger Werder Bremen, für den Bereich des NOFV Pokalfinalist Eisenhüttenstädter FC Stahl (Pokalsieger F.C. Hansa Rostock war als NOFV-Meister für den Europapokal der Landesmeister qualifiziert), aus Österreich ÖFB-Cupssieger SV Stockerau und aus der Schweiz Cupsieger FC Sion am Start. Der NOFV als Regionalverband des DFB und Nachfolger des DFV der DDR durfte in der Saison 1991/92 noch eigene Vertreter in den Europapokal entsenden, da er erst am 20. November 1990 gegründet wurde und die Saison 1990/91 mit eigenständigen Spielklassen noch vor der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 begonnen hatte.

Das Endspiel im Estádio da Luz in Lissabon gewann der SV Werder Bremen mit 2:0 gegen den französischen Vertreter AS Monaco und war damit nach Borussia Dortmund 1966, dem FC Bayern München 1967, dem 1. FC Magdeburg 1974 und dem Hamburger SV 1977 der fünfte und letzte deutsche Verein, dem ein Sieg in diesem Wettbewerb gelang.

Der Torschützenkönig wurde der Ungar Peter Lipcsei von Ferencváros Budapest mit sechs Toren.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Teilnehmer spielten wie gehabt im reinen Pokalmodus mit Hin- und Rückspielen den Sieger aus. Gab es nach beiden Partien Torgleichstand, entschied die Anzahl der auswärts erzielten Tore (Auswärtstorregel). War auch deren Anzahl gleich fand im Rückspiel eine Verlängerung statt, in der auch die Auswärtstorregel galt. Herrschte nach Ende der Verlängerung immer noch Gleichstand, wurde ein Elfmeterschießen durchgeführt. Das Finale wurde in einem Spiel auf neutralem Platz entschieden. Bei unentschiedenem Spielstand nach Verlängerung wäre der Sieger ebenfalls in einem Elfmeterschießen ermittelt worden.

Vorrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hinspiele fanden am 21. August, die Rückspiele am 3./4. September 1991 statt.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
Galway United  Irland 0:7 Danemark Odense BK 0:3 0:4
SV Stockerau  OsterreichÖsterreich 0:2 EnglandEngland Tottenham Hotspur 0:1 0:1

1. Runde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hinspiele fanden vom 17. bis 19. September, die Rückspiele am 1./2. Oktober 1991 statt.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
Swansea City  Wales 01:10 FrankreichFrankreich AS Monaco 1:2 0:8
Valur Reykjavík  Island 1:2 Schweiz FC Sion 0:1 1:1
Hajduk Split  Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik 1:2 EnglandEngland Tottenham Hotspur 1:0 0:2
Glenavon FC  Nordirland (a)4:4(a) Finnland Ilves Tampere 3:2 1:2
FC Bacău  Rumänien 00:11 Deutschland Werder Bremen 0:6 0:5
Fyllingen IL  Norwegen 2:8 SpanienSpanien Atlético Madrid 0:1 2:7
FK Partizani Tirana  Albanien 1946 0:1 NiederlandeNiederlande Feyenoord Rotterdam 0:0 0:1
ZSKA Moskau  Sowjetunion (a)2:2(a) ItalienItalien AS Rom 1:2 1:0
Omonia Nikosia  Zypern 1960 0:4 Belgien FC Brügge 0:2 0:2
GKS Katowice  Polen (a)3:3(a) Schottland FC Motherwell 2:0 1:3
Odense BK  Danemark 1:4 Tschechoslowakei FC Baník Ostrava 0:2 1:2
IFK Norrköping  SchwedenSchweden 6:1 Luxemburg Jeunesse Esch 4:0 2:1
FK Lewski-13 Sofia  Bulgarien 3:7 Ungarn Ferencváros Budapest 2:3 1:4
Athinaikos Athen  Griechenland 0:2 EnglandEngland Manchester United 0:0 0:2 n. V.
Eisenhüttenstädter FC Stahl  Deutschland 1:5 Turkei Galatasaray Istanbul 1:2 0:3
FC Valletta  Malta 0:4 Portugal FC Porto 0:3 0:1

2. Runde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hinspiele fanden am 22./23. Oktober, die Rückspiele vom 5. bis 7. November 1991 statt.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
IFK Norrköping  SchwedenSchweden 1:3 FrankreichFrankreich AS Monaco 1:2 0:1
Galatasaray Istanbul  Turkei (a)2:2(a) Tschechoslowakei FC Baník Ostrava 0:1 2:1
Atlético Madrid  SpanienSpanien 4:1 EnglandEngland Manchester United 3:0 1:1
GKS Katowice  Polen 0:4 Belgien FC Brügge 0:1 0:3
Ilves Tampere  Finnland 3:6 ItalienItalien AS Rom 1:1 2:5
FC Sion  Schweiz 0:0
(3:5 i. E.)
NiederlandeNiederlande Feyenoord Rotterdam 0:0 0:0 n. V.
Werder Bremen  Deutschland 4:2 Ungarn Ferencváros Budapest 3:2 1:0
Tottenham Hotspur  EnglandEngland 3:1 Portugal FC Porto 3:1 0:0

Viertelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hinspiele fanden am 4. März, die Rückspiele am 18. März 1992 statt.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
Werder Bremen  Deutschland 2:1 Turkei Galatasaray Istanbul 2:1 0:0
AS Rom  ItalienItalien 0:1 FrankreichFrankreich AS Monaco 0:0 0:1
Atlético Madrid  SpanienSpanien (a)4:4(a) Belgien FC Brügge 3:2 1:2
Feyenoord Rotterdam  NiederlandeNiederlande 1:0 EnglandEngland Tottenham Hotspur 1:0 0:0

Halbfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hinspiele fanden am 1. April, die Rückspiele am 15. April 1992 statt.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
AS Monaco  FrankreichFrankreich (a)3:3(a) NiederlandeNiederlande Feyenoord Rotterdam 1:1 2:2
FC Brügge  Belgien 1:2 Deutschland Werder Bremen 1:0 0:2

Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werder Bremen AS Monaco Aufstellung
Werder Bremen
6. Mai 1992 in Lissabon (Estádio da Luz)
Ergebnis: 2:0 (1:0)
Zuschauer: 15.000
Schiedsrichter: Pietro D’Elia (Italien Italien)
AS Monaco
Aufstellung Werder Bremen gegen AS Monaco
Jürgen RollmannRune BratsethThomas Wolter (34. Thomas Schaaf), Uli BorowkaManfred Bockenfeld, Mirko Votava (C)ein weißes C in blauem Kreis, Frank Neubarth (75. Stefan Kohn), Dieter Eilts, Marco BodeWynton Rufer, Klaus Allofs
Cheftrainer: Otto Rehhagel
Jean-Luc Ettori (C)ein weißes C in blauem KreisPatrick Valery (62. Youri Djorkaeff), Roger Mendy, Emmanuel Petit, Luc SonorJerôme Gnako, Rui Barros, Marcel Dib, Gérald PassiGeorge Weah, Yousouf Falikou Fofana (58. Benjamin Clement)
Cheftrainer: Arsène Wenger
Tor 1:0 Klaus Allofs (40.)
Tor 2:0 Wynton Rufer (55.)
Gelbe Karten Mirko Votava Gelbe Karten Marcel Dib, Jerôme Gnako, George Weah

Beste Torschützen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Spieler Klub Tore
1 Italiener Péter Lipcsei Ferencváros Budapest 6
2 Portugiese Paulo Futre Atlético Madrid 5
Spanier Manolo Atlético Madrid 5
4 Portugiese Rui Barros AS Monaco 4
Liberianer George Weah AS Monaco 4
Neuseeländer Wynton Rufer SV Werder Bremen 4
Deutscher Bernd Schuster Atlético Madrid 4
Pole Roman Kosecki Galatasaray Istanbul 4

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]