Hans Teuscher

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Hans Teuscher (* 10. April 1937 in Dresden; † 31. Oktober 2015 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler, Synchron- und Hörspielsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Teuscher war der Spross einer weit verzweigten Schauspielerfamilie. Seine Eltern, Großeltern sowie ein Onkel und ein Großonkel waren ebenfalls Schauspieler. In den Wirren der Nachkriegszeit kam er ins Allgäu, wo er einige Jahre lebte und auch zum ersten Mal Theater spielte.

Er absolvierte seine Ausbildung an der Theaterhochschule Leipzig. Anschließend machte er Theaterkarriere als Ensemblemitglied in Berlin an der Volksbühne und am Deutschen Theater sowie am Staatsschauspiel Dresden. Daneben gehörte er bald zu den profiliertesten und bekanntesten Fernseh- und Kinoschauspielern der DDR, wo er zwischen 1978 und 1988 an über 30 Produktionen beteiligt war.

1988 siedelte er nach West-Berlin über. Hier hatte er bald Engagements an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin, dem Renaissance-Theater und dem Theater des Westens und gastierte daneben auch in Basel, Zürich, Dresden, Essen und Hamburg. Auch im Fernsehen wurde er bald ein bekannter Darsteller.[1]

Teuscher führte bis Dezember 2014 durch die Sendung Abschied ist ein leises Wort des MDR.

Hans Teuscher starb am 31. Oktober 2015 im Alter von 78 Jahren an einem Krebsleiden in Berlin[2] und wurde am 12. November 2015 auf dem Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden in der Berliner Chausseestraße beigesetzt.[3][4]

Theaterauftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme unter anderem Charles Durning (in Der große Spieler), Al Lewis (in The Munsters), Donald Pleasence (in Halloween VI – Der Fluch des Michael Myers), Pernell Roberts (in In 80 Tagen um die Welt), Rod Steiger (in Mars Attacks!) und Robert Vaughn (in Hexenjagd) sowie dem Fliegenden Holländer in der Zeichentrickserie SpongeBob Schwammkopf, B. P. Richfield in der Trickserie Die Dinos, Fowler in Chicken Run – Hennen rennen, Leon Russom in Prison Break, dem König Kashekim Nedakh in Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt und Onkel Iroh in Avatar – Der Herr der Elemente. In The Big Lebowski sprach er den Millionär Jeffrey Lebowski. In Scrubs – Die Anfänger sprach er den Vater des Hausmeisters und Nebenrollen wie Patienten und Andrej Kalinin/Andrei Kolinin aus Full Metal Panic!, außerdem auch David Margulies als Bürgermeister in Ghostbusters II. Des Weiteren lieh er einem asiatischen Koch im Film Eat Drink Man Woman seine Stimme. Zu seinen Sprechrollen zählen auch kleinere Nebenrollen wie der Mörder im ersten Fall des Anime Detektiv Conan.

2011 lieh er in Wasser für die Elefanten dem irischen Schauspieler Jim Norton seine Stimme.

Hörspiele und Features[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1981: II. Leistungsvergleich der Schauspiel- und Musikensembles der DDR: Sonderpreis für hervorragende Einzelleistung für die Titelrolle in Kippenberg (TiP)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Teuscher. In: Agentur Nicolai, Abgerufen am 1. April 2012.
  2. Hans Teuscher ist tot – Schauspieler wurde 78 Jahre alt. In: rp-online.de. Rheinische Post, 31. Oktober 2015, abgerufen am 1. November 2015.
  3. Private Traueranzeige in der Berliner Zeitung vom 7./8. November 2015; S.11
  4. knerger.de: Das Grab von Hans Teuscher
  5. starwars-union.de: Thrawn-Hörspiel: Alle Synchronsprecher kehren zurück! Artikel vom 21. Juli 2012