La Roque-sur-Pernes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
La Roque-sur-Pernes
Wappen von La Roque-sur-Pernes
La Roque-sur-Pernes (Frankreich)
La Roque-sur-Pernes
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Vaucluse
Arrondissement Carpentras
Kanton Pernes-les-Fontaines
Gemeindeverband Ventoux-Comtat-Venaissin
Koordinaten 43° 59′ N, 5° 7′ OKoordinaten: 43° 59′ N, 5° 7′ O
Höhe 142–502 m
Fläche 11,03 km2
Einwohner 425 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 39 Einw./km2
Postleitzahl 84210
INSEE-Code

La Roque-sur-Pernes ist eine französische Gemeinde mit 425 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Administrativ gehört sie zum Kanton Pernes-les-Fontaines im Arrondissement Carpentras.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bergdorf liegt ungefähr fünf Kilometer südöstlich von Pernes-les-Fontaines, auf den Monts de Vaucluse in der Nähe von Le Beaucet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgrabungen am Hypogäum von Sanguinouse haben einen Friedhof aus der Kupfersteinzeit (-2300 bis -1900) freigelegt. Er beinhaltete fünfzig bis sechzig Leichen, die auf einer Fläche von zehn Quadratmetern beerdigt wurden. An ihrer Seite befanden sich Feuersteinklingen, Pfeilspitzen, Schabmesser, aber auch Reliefs, auf denen Totenmahle zu sehen sind. Die Mahlzeiten bestanden aus Schaf, Wildschwein, Hirsch, Pferd und Kaninchen.[1]

1113 trug das Dorf den Namen Rocha.[1]

In der Nacht des 10. Dezember 1573 wurde das Dorf von Hugenotten aus Ménerbes und Joucas eingenommen. Sechs Tage später verließen sie den Ort wieder, begleitet von einer Karawane mit sechzig Ochsen, dreihundert Schweinen und hundert Maultieren, auf denen ihre Beute aufgeladen war.[2]

Erste schriftliche Aufzeichnungen berichten von Weinanbau in dem Gebiet, der im siebzehnten Jahrhundert begonnen haben soll.[1]

1950 nahm das entvölkerte Dorf auf Initiative von Robert Schuman Personen französischer Herkunft aus dem rumänischen Banat auf, die nach dem Zweiten Weltkrieg gezwungen wurden, diese Region zu verlassen. Nach Abzug der Ottomanen und der darauf folgenden, hauptsächlich deutschsprachigen Auswanderungswelle, ließen sich im achtzehnten Jahrhundert die Vorfahren dieser Leute in der rumänischen Ebene des Banat nieder.[1] → siehe auch: Ansiedlung der Banater in Frankreich.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
Einwohner 175 233 235 262 357 447 416

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss aus dem elften Jahrhundert.
  • Kirche aus dem Jahr 1758.
  • Mehrere Springbrunnen und Waschhäuser
  • Calade-Gassen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Bailly: Dictionnaire des communes du Vaucluse, Avignon, 1986, ISBN 2-903044-27-9
  • Jules Courtet: Dictionnaire géographique, géologique, historique, archéologique et biographique du département du Vaucluse, Nîmes, 1997, ISBN 2-84406-051-X
  • Jean-Pierre Saltarelli: Les Côtes du Ventoux, origines et originalités d'un terroir de la vallée du Rhône, Avignon, 2000, ISBN 2-87923-041-1
  • Guy Barruol, Nerte Dautier, Bernard Mondon: Le mont Ventoux. Encyclopédie d'une montagne provençale|, 2007, ISBN 978-2-906162-92-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: La Roque-sur-Pernes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Jean-Pierre Saltarelli, Les Côtes du Ventoux, origines et originalités d'un terroir de la vallée du Rhône, S. 95
  2. Jules Courtet, Dictionnaire géographique, S. 182.