Leisel

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Wappen Deutschlandkarte
Leisel
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Leisel hervorgehoben

Koordinaten: 49° 43′ N, 7° 12′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Birkenfeld
Verbandsgemeinde: Birkenfeld
Höhe: 420 m ü. NHN
Fläche: 8,82 km2
Einwohner: 530 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55767
Vorwahl: 06787
Kfz-Kennzeichen: BIR
Gemeindeschlüssel: 07 1 34 050
Adresse der Verbandsverwaltung: Schneewiesenstraße 21 55765 Birkenfeld
Website: www.leisel.net
Ortsbürgermeister: René Dietrich
Lage der Ortsgemeinde Leisel im Landkreis Birkenfeld
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Über dieses Bild

Leisel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Birkenfeld an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Leiselbach am Idarwald im Hunsrück. 65 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Im Nordosten befindet sich Siesbach, im Südosten Wilzenberg-Hußweiler und südwestlich liegt Schwollen. Leisel ist eine Nationalparkgemeinde im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leisel wurde 1180 als Lucei erstmals urkundlich erwähnt, als es zum Erzstift Trier gehörte. 1328 gelangte es zur Grafschaft Sponheim. 1437 wurde es ein Kondominat von Pfalz-Zweibrücken und Baden, bis es 1776 ganz zu Baden kam.

Leisel wurde in der Franzosenzeit 1801 Sitz einer Mairie, einer Bürgermeisterei, die bis 1840 fortbestand. Sie umfasste die Orte Siesbach, Leisel, Schwollen, Hattgenstein, Rinzenberg, Hambach, Böschweiler und Heupweiler.

Überregionale Bekanntheit erlangte die Gemeinde Leisel, weil es dort 1929 zu einem von zwei bekannten Bürgerbegehren im seinerzeitigen oldenburgischen Landesteil Birkenfeld gekommen ist. Allerdings war das Bürgerbegehren in Leisel, anders als ein entsprechendes Verfahren in Kirn-Sulzbach, wohl unzulässig.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Leisel, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 197
1835 321
1871 536
1905 515
1939 475
1950 493
1961 552
Jahr Einwohner
1970 538
1987 534
1997 592
2005 589
2011 577
2017 533
2021 530[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Leisel besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

René Dietrich wurde am 21. März 2022 Ortsbürgermeister von Leisel. Da für eine am 27. März 2022 angesetzte Direktwahl kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl dem Rat, der sich für Dietrich entschied.[5][6] Die Neubesetzung des Amtes war notwendig geworden, da Vorgänger Karlheinz Bittig es mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 niedergelegt hatte. Bereits bei seiner erneuten Wahl 2019 hatte er angekündigt, nach der Halbzeit der Wahlperiode an einen Nachfolger übergeben zu wollen.[7]

Frühere Bürgermeister seit 1945:

  • 1945–1969: Emil Hey
  • 1969–1976: Walter Schüßler
  • 1976–1988: Werner Jung
  • 1988–2004: Karlheinz Bittig[8]
  • 2004–2009: Klaus Bohrer
  • 2009–2019: Wolfgang Schüßler[8]
  • 2019–2021: Karlheinz Bittig (zweiter Zeitraum)[8][9][7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Leisel
Blasonierung: „Über rot-silbern geschachtem Schildfuß in Grün ein silbernes Hirschgeweih mit Grind, darin eine goldene Krone.“

Es wurde 1965 vom rheinland-pfälzischen Innenministerium genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nordosten verläuft die Bundesstraße 422. In Kronweiler ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Heyl (1812–1893), Reichstags- und Landtagsabgeordneter, geboren in Leisel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Leisel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2021, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Christopher Schmidt: Unmittelbare Gemeindedemokratie im mittel- und süddeutschen Raum der Weimarer Republik. Baden-Baden 2007, ISBN 978-3-8329-2607-6, S. 103.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 12. Februar 2020.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  5. Rainer Lübke: Öffentliche Bekanntmachung über den Ausfall der Ortsbürgermeisterwahl am 27.03.2022 in der Ortsgemeinde Leisel. In: Birkenfelder Anzeiger, Ausgabe 7/2022. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 10. Februar 2022, abgerufen am 4. Juni 2022.
  6. Direktwahl 2022: 134 02 050 Leisel (VG Birkenfeld). Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, 1. April 2022, abgerufen am 4. Juni 2022.
  7. a b Axel Munsteiner: Karl-Heinz Bittig verlässt politische Bühne. In: Nahe-Zeitung (Artikel auf Internet-Seite der Ortsgemeinde Leisel). 2. Dezember 2021, abgerufen am 3. April 2022.
  8. a b c Felix Horstfeld: Wahl in Leisel: Karlheinz Bittig kehrt als Ortschef zurück. In: Nahe-Zeitung. Mittelrhein-Verlag GmbH, Koblenz, 23. August 2019, abgerufen am 17. September 2020 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Birkenfeld, Verbandsgemeinde, 17. Ergebniszeile. Abgerufen am 18. September 2020.