Reichenbach (bei Baumholder)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Reichenbach
Reichenbach (bei Baumholder)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Reichenbach hervorgehoben
49.6408333333337.2852777777778413Koordinaten: 49° 38′ N, 7° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Birkenfeld
Verbandsgemeinde: Baumholder
Höhe: 413 m ü. NHN
Fläche: 11,12 km²
Einwohner: 568 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55776
Vorwahl: 06783
Kfz-Kennzeichen: BIR
Gemeindeschlüssel: 07 1 34 068
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Weiherdamm 1
55774 Baumholder
Webpräsenz: www.vgv-baumholder.de
Ortsbürgermeister: Olaf Schmidt
Lage der Ortsgemeinde Reichenbach im Landkreis Birkenfeld
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Über dieses Bild

Reichenbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Baumholder an.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt am gleichnamigen Reichenbach westlich des 563 Meter hohen Feldbergs. 37,5 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet.

Im Osten befinden sich die Stadt und der Truppenübungsplatz Baumholder, im Süden Ruschberg, im Westen Nohen und Kronweiler und nördlich liegt Frauenberg.

Zu Reichenbach gehören auch die Wohnplätze Gerichtmannsmühle, Reichenbacherhöfe und Sonnenhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Reichenbach gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Hinteren Grafschaft Sponheim und war der zum Oberamt Birkenfeld gehörenden Pflege Rimsberg zugeordnet. Im Jahr 1607 wurden in Reichenbach 32 Familien gezählt, 1699 waren es nur 14, deren Anzahl bis 1772 auf 66 anstieg. 1790 hatte der Ort 233 Einwohner, die Gemarkung von Reichenbach umfasste 1084 Hektar.[3]

Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer von französischen Revolutionstruppen eingenommen. Von 1798 bis 1814 gehörte Reichenbach zum Kanton Baumholder im Saardepartement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region 1816 zum sachsen-coburgischen Fürstentum Lichtenberg, dem es bis 1834 angehörte. Die Gemeinde Reichenbach wurde 1817 Sitz einer Bürgermeisterei, zu der auch die Gemeinden Aulenbach, Ausweiler, Frauenberg, Hammerstein und Ruschberg gehörten (siehe auch Liste der Gemeinden im Fürstentum Lichtenberg). Dieser Verwaltungsbezirk wurde bereits 1823 aufgelöst und in die Bürgermeisterei Baumholder integriert. Nach dem Verkauf an Preußen und der Auflösung des Fürstentums Lichtenberg kam Reichenbach zum neu errichteten Kreis St. Wendel in der Rheinprovinz. Seit 1937 gehört Reichenbach zum Landkreis Birkenfeld und ist seit 1946 Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Reichenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 382
1835 446
1871 596
1905 646
1939 604
1950 678
Jahr Einwohner
1961 707
1970 694
1987 655
1997 634
2005 676
2013 568

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Reichenbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Das Schachbrettmuster verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Grafschaft Sponheim.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Süden verläuft die Bundesautobahn 62.

In Nohen ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Reichenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011). (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 18 (PDF; 2,3 MB)
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 443, 456
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen