Veitsrodt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Veitsrodt
Veitsrodt
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Veitsrodt hervorgehoben
Koordinaten: 49° 45′ N, 7° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Birkenfeld
Verbandsgemeinde: Herrstein
Höhe: 460 m ü. NHN
Fläche: 7,94 km2
Einwohner: 712 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55758
Vorwahl: 06781
Kfz-Kennzeichen: BIR
Gemeindeschlüssel: 07 1 34 089
Adresse der Verbandsverwaltung: Brühlstraße 16
55756 Herrstein
Webpräsenz: www.veitsrodt.de
Ortsbürgermeister: Bernd Hartmann
Lage der Ortsgemeinde Veitsrodt im Landkreis Birkenfeld
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Über dieses Bild

Veitsrodt ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Herrstein an. Veitsrodt ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veitsrodt liegt im Landschaftsschutzgebiet Hochwald-Idarwald. Zur Gemeinde gehören auch die Wohnplätze Lindenhof, Strudthof und Ziegelhütte.[3]

Veitsrodt ist eine Nationalparkgemeinde im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts als Rodt erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1319 gehörte er den Wildgrafen.

In Veitsrodt finden seit mehr als 500 Jahren Märkte, vor allem Viehmärkte, statt, was auch im Ortswappen festgehalten wurde (Stierkopf und die sich reichenden Hände, als Vertragsabschluss). Seit 175 Jahren trägt der Markt den Namen Veitsrodter Prämienmarkt. Jedes 2. Wochenende im Juli wird er auf dem Marktgelände bei Veitsrodt abgehalten. Jedes Jahr steht ein reichhaltiges Warenangebot an über 300 Marktständen zur Verfügung.

Im Ort lebte etwa von 1795 bis 1798 die Familie des Räubers Schinderhannes. Der Vater Johann Bückler war als Feldschütz und Tagelöhner beschäftigt. Zumindest während der ersten Zeit lebte der Schinderhannes noch bei den Eltern. Manchmal machte der Schinderhannes Botengänge für den Gastwirt Koch aus Veitsrodt. Am 16. September 1798 wurde Joseph Bückler, der jüngere Bruder des Schinderhannes, in Veitsrodt konfirmiert. Das prägende Gebäude des Dorfes ist die mit einer Orgel der berühmten Orgelbauerfamilie Stumm ausgestatteten evangelische Barock-Kirche im Ortszentrum. Von 1804 bis 1811 war Friedrich Christian Laukhard hier Pfarrer. Er verfasste in dieser Zeit viele seiner Schriften. Außerdem besitzt die Kirche eine über 500 Jahre alte Glocke, die über die Weltkriege erhalten blieb.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Veitsrodt, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 188
1835 297
1871 353
1905 351
1939 452
1950 434
Jahr Einwohner
1961 460
1970 567
1987 641
1997 635
2005 684
2017 712

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Veitsrodt besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Edelsteinstraße führt direkt durch den Ort. Im ortsnahen Wald wurde 1971 das steinerne Gästebuch der Deutschen Edelsteinstraße angelegt. Es handelt sich dabei um einen Wanderpfad, der mit ausgesuchten Findlingen aus einem nahen Steinbruch gesäumt ist.

Siehe auch:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veitsrodt verfügt über zwei Bushaltestellen. Während die eine Bushaltestelle direkt im Ort zu finden ist, liegt die Haltestelle Veitsrodt Markt knapp einen Kilometer vom Ort entfernt. Die Linien 346 und 351 halten in Veitsrodt. Endhaltestellen sind Herrstein/Wickenrodt bzw. Rhaunen/Flughafen Frankfurt-Hahn.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Bayerlein: Schinderhannes-Chronik. Mainz-Kostheim 2003.
  • Peter Bayerlein: Schinderhannes-Ortslexikon. Mainz-Kostheim 2003.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Veitsrodt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017 - Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2018 liegt vor.], S. 20 (PDF; 1,9 MB).
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen