Brücken (bei Birkenfeld)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Brücken
Brücken (bei Birkenfeld)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Brücken hervorgehoben
Koordinaten: 49° 38′ N, 7° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Birkenfeld
Verbandsgemeinde: Birkenfeld
Höhe: 405 m ü. NHN
Fläche: 13,62 km2
Einwohner: 1168 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55767
Vorwahl: 06782
Kfz-Kennzeichen: BIR
Gemeindeschlüssel: 07 1 34 015
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schneewiesenstraße 21
55765 Birkenfeld
Webpräsenz: www.bruecken-nahe.de/
Ortsbürgermeister: Karl-Otto Engel
Lage der Ortsgemeinde Brücken im Landkreis Birkenfeld
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Über dieses Bild

Brücken ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Birkenfeld an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brücken liegt am Traunbach am Schwarzwälder Hochwald im Hunsrück. Rund 63 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet.[2] Auf der Gemarkung Brücken entspringt am Friedrichskopf der Allbach, der im Oberlauf den Namen Königsbach trägt.

Die Gemeinde gliedert sich in die Ortsteile Brücken und Traunen. Zur Gemeinde gehört neben den beiden Ortsteilen auch der Wohnplatz Friesenhof.[3]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 1021 mm. Die Niederschläge sind hoch. Sie liegen im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 86 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monate ist der Juli, die meisten Niederschläge fallen im Dezember. Im Dezember fallen 1,8 mal mehr Niederschläge als im Juli. Die Niederschläge variieren sehr stark. An nur 18 % der Messstationen werden höhere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traunen wurde 1256 erstmals urkundlich erwähnt, Brücken im Jahr 1374.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war die heutige Gemeinde geteilt, Brücken gehörte zur Hinteren Grafschaft Sponheim, Traunen zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken.[4]

Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufer von französischen Revolutionstruppen eingenommen. Von 1798 bis 1814 gehörten Brücken und Traunen zum Kanton Birkenfeld im Saardepartement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region 1817 zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld. Die Gemeinde Brücken war der Bürgermeisterei Birkenfeld im Amt Birkenfeld zugeordnet, die Gemeinde Traunen der Bürgermeisterei Achtelsbach im Amt Nohfelden. Von 1918 an gehörten beide Orte zum oldenburgischen „Landesteil Birkenfeld“. Der heutige Ortsteil Traunen wurde 1934 nach Brücken eingemeindet. Die Gemeinde Brücken kam 1937 zum preußischen Landkreis Birkenfeld, seit 1946 ist sie Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bekannt ist Brücken für die Sage von Hinzhausen. Laut dieser Sage gab es ein Dorf im Wald, das von der Pest befallen wurde. Nach langem Überlegen der noch lebenden Einwohner beschlossen diese ihr Dorf von innen zu verriegeln und alles abzubrennen. So blieb die restliche Umgebung von der Pest verschont. Heute erzählt man sich, dass inmitten des Waldes um Brücken noch einige Ruinen vorhanden sind. Diese Ruinen gibt es tatsächlich, doch ist nicht geklärt, ob sie von dem tragischen Pestbefall von Hinzhausen übrig geblieben sind.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Brücken bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 363
1835 602
1871 603
1905 675
1939 784
1950 909
Jahr Einwohner
1961 980
1970 987
1987 1.095
1997 1.243
2005 1.266
2015 1.168

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Brücken besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU WGR Gesamt
2014 5 4 7 16 Sitze
2009 6 2 8 16 Sitze
2004 4 3 9 16 Sitze

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1946 gab es drei Ortsbürgermeister:

  • 1946–1949: Adolf Schöpfer
  • 1949–1974: Johann Mörsdorf
  • 1974–0000: Karl-Otto Engel

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Unter dreifach eingebogenem goldenem Schildhaupt schräglinks geteilter Schild, vorne rot-silbernes Schach, hinten in Schwarz ein wachsender rotbewehrter, -gezungter und -gekrönter goldener Löwe“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alljährlich findet in Brücken die Glockenkirmes statt, zu der auch Leute von außerhalb gerne kommen.

Bekannt ist in Brücken aber auch die Fastnachtsveranstaltung (Kappensitzung). Diese Feier erfreut sich solcher Beliebtheit, dass zwei Abende für die verschiedenen Darbietungen vorgesehen sind.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Brücken

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt eine Grundschule und einen Kindergarten. In diese Einrichtungen gehen auch Kinder aus den umliegenden Gemeinden.

Außerdem gibt es in Brücken einen großen Festplatz, ein Dorfmuseum, ein Gemeinschaftshaus sowie eine Turnhalle. Der Fußballverein FC Brücken verfügt über einen Hartplatz und einen Rasenplatz, die direkt am Sportlerheim liegen. Die Gemeinde verfügt über eine Freiwillige Feuerwehr, die auch einen Beitrag in Form einer Jugendfeuerwehr zur Jugendarbeit leistet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brücken – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 19 (PDF; 2,3 MB)
  4. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 404, 455
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen