Lempaut

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Lempaut
L'Empèut
Wappen von Lempaut
Lempaut (Frankreich)
Lempaut
Region Okzitanien
Département Tarn
Arrondissement Castres
Kanton Le Pastel
Gemeindeverband Lauragais Revel Sorèzois
Koordinaten 43° 32′ N, 2° 4′ OKoordinaten: 43° 32′ N, 2° 4′ O
Höhe 170–245 m
Fläche 14,18 km2
Einwohner 862 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 61 Einw./km2
Postleitzahl 81700
INSEE-Code

Lempaut – Château de Padiès

Lempaut (okzitanisch: L'Empèut) ist eine südfranzösische Gemeinde mit 862 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Tarn in der Region Okzitanien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lempaut liegt in der Kulturlandschaft des Lauragais etwa 65 Kilometer (Fahrtstrecke) in südöstlicher Richtung von Toulouse entfernt. Revel und Castelnaudary liegen etwa zehn bzw. 30 Kilometer südwestlich; der sehenswerte Ort Saint-Félix-Lauragais befindet sich etwa 21 Kilometer südwestlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 492 480 472 527 576 657

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatte der Ort beständig zwischen 750 und 930 Einwohner; danach sank die Zahl der Einwohner kontinuierlich ab und stabilisierte sich erst in den letzten Jahrzehnten wieder.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie in den meisten Orten des Lauragais spielte der Anbau von Färberwaid (pastel) im Mittelalter und in der frühen Neuzeit eine große Rolle. Heute lebt der Ort hauptsächlich von der Landwirtschaft und von der Vermietung leerstehender Ferienwohnungen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das aus weitgehend aus Ziegelsteinen erbaute Château de Padiès wurde im 17. Jahrhundert an der Stelle eines in den Religionskriegen (1562–1698) zerstörten Vorgängerbaus errichtet. Die Eigentümerfamilie stand schon in der Zeit der Katharerbewegung auf der Seite der Abweichler – eine Tradition, der die Familie auch im 16. Jahrhundert treublieb, als sie sich auf die Seite der Protestanten stellte. Erst nach dem Widerruf des Edikts von Nantes (1598) durch das Edikt von Fontainebleau (1695) nahm sie wieder den katholischen Glauben an. Der zweigeschossige Bau wird von runden und fensterlosen Ecktürmen gerahmt, die noch stark an mittelalterliche Bautraditionen erinnern. Der Wohntrakt (corps de logis) zeigt hingegen ein aufwendig gestaltetes Portal sowie Rechteckfenster mit steinernen Fensterkreuzen. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist seit 1928 als Monument historique anerkannt.[1]
  • Auf dem Gebiet der Gemeinde stehen noch weitere Schlösser und Herrensitze (z. B. Château de la Bousquetarié), die einen Teil des Jahres vermietet werden.
  • Die einschiffige Pfarrkirche (Église Sainte-Madeleine) ist ein durchaus imposanter Bau aus dem frühen 17. Jahrhundert. Der quadratische Westturm geht oben in ein aus Ziegelstein gemauertes Oktogon über, das – auch wenn weitgehend schmucklos gestaltet – ganz in tolosaner Tradition steht. Der Bau hat seitliche Kapellenanbauten, die auch seiner Stabilisierung dienen.
  • Ein imposantes Taubenhaus (pigeonnier) aus Fachwerk stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lempaut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Château de Padiès, Lempaut in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)